Photovoltaik-Ertrag pro Monat: Tabelle in kWh und Prozent

Monatstabelle je kWp und in Prozent vom Jahresertrag, Nord gegen Süd, Einfluss der Neigung und wie stark ein einzelner Monat von Jahr zu Jahr schwankt.

Solar-Wissen Veröffentlicht am 11 Min. Lesezeit

Die Anlage läuft seit dem Frühjahr, der Juni hat 1.200 Kilowattstunden gebracht, und dann zeigt die App im November plötzlich nur noch ein Viertel davon. Ist das normal, oder stimmt etwas nicht? Die Antwort steckt in der Monatsverteilung, und die ist über Deutschland hinweg erstaunlich gut vorhersagbar. Hier stehen die Werte je Monat, in Kilowattstunden und in Prozent, dazu die Spannbreite, in der ein einzelner Monat von Jahr zu Jahr schwankt.

Die Monatstabelle: so verteilt sich der Ertrag

Grundlage aller Werte in diesem Artikel ist PVGIS 5.3, der Ertragsrechner der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission. Er rechnet mit Satellitendaten der Einstrahlung aus den Jahren 2005 bis 2023. Die Haupttabelle gilt für eine Anlage mit 1 Kilowattpeak in Kassel, also mitten in Deutschland, nach Süden ausgerichtet, 35 Grad geneigt, mit 14 Prozent Systemverlusten. Das ist der Standardfall eines gut ausgerichteten Satteldachs.

MonatkWh je kWpAnteil am JahrkWh je kWp und Tag
Januar31,63,1 %1,02
Februar51,65,1 %1,83
März91,89,0 %2,96
April119,011,7 %3,97
Mai125,712,4 %4,05
Juni126,312,4 %4,21
Juli125,212,3 %4,04
August116,111,4 %3,75
September99,09,7 %3,30
Oktober67,36,6 %2,17
November35,73,5 %1,19
Dezember26,52,6 %0,85
Jahr1.016100 %2,78

Drei Dinge fallen auf. Erstens bilden Mai, Juni und Juli ein breites Plateau: Die Tage sind zwar im Juni am längsten, die Module werden im Hochsommer aber auch heißer, und heiße Zellen arbeiten schlechter. Zweitens liegt der April schon auf 94 Prozent des Juniwerts, der September noch auf 78 Prozent. Die Übergangsmonate tragen also kräftig mit. Drittens fällt die Kurve nach Oktober steil ab: November bis Januar liefern zusammen etwa so viel wie der März allein.

Zusammengefasst in drei Blöcken sieht die Verteilung so aus:

ZeitraumAnteil am Jahresertrag
Mai bis August48,5 %
März, April, September, Oktober37,1 %
November bis Februar14,3 %

Wie viel eine Anlage übers ganze Jahr je Kilowattpeak bringt und wovon diese Zahl abhängt, steht ausführlich im Ratgeber zum Photovoltaik-Ertrag pro kWp. Hier geht es um die Verteilung dieser Summe.

Was eine Anlage deiner Größe im Monat liefert

Die Werte je Kilowattpeak lassen sich direkt hochrechnen. Für drei typische Anlagengrößen auf einem Süddach in der Mitte Deutschlands:

Monat5 kWp10 kWp15 kWp
Januar158 kWh316 kWh474 kWh
Februar258 kWh516 kWh774 kWh
März459 kWh918 kWh1.377 kWh
April595 kWh1.190 kWh1.785 kWh
Mai629 kWh1.257 kWh1.886 kWh
Juni632 kWh1.263 kWh1.895 kWh
Juli626 kWh1.252 kWh1.878 kWh
August581 kWh1.161 kWh1.742 kWh
September495 kWh990 kWh1.485 kWh
Oktober337 kWh673 kWh1.010 kWh
November179 kWh357 kWh536 kWh
Dezember133 kWh265 kWh398 kWh
Jahr5.080 kWh10.160 kWh15.240 kWh

Bei einem Ost-West-Dach, einer flacheren Neigung oder einem Standort im Norden verschieben sich die Werte, wie die nächsten beiden Abschnitte zeigen. Für ein Balkonkraftwerk gilt die Rechnung nur eingeschränkt, weil dort der Wechselrichter bei 800 Watt kappt und viele Module senkrecht am Geländer hängen. Die passenden Werte dafür stehen unter wie viel Strom ein Balkonkraftwerk erzeugt.

Nord gegen Süd: der Unterschied steckt im Winter

Vier Standorte, jeweils mit derselben Anlage (Süd, 35 Grad, 14 Prozent Verluste), in Kilowattstunden je Kilowattpeak:

MonatKielKasselMünchenFreiburg
Januar25325048
Februar42527166
März8392103101
April123119120116
Mai134126122120
Juni132126127127
Juli126125131131
August114116124123
September9499106109
Oktober64678483
November31365451
Dezember20264742
Jahr9871.0161.1391.118

Die landläufige Vorstellung, der Süden sei überall sonniger, trifft nur für die dunkle Jahreszeit zu. Von April bis Juni liefert Kiel so viel wie München oder mehr. Die Küste hat im Frühjahr viele klare Tage, und die langen Tage im Norden gleichen den flacheren Sonnenstand aus. Den Vorsprung von gut 15 Prozent im Jahr holt der Süden fast komplett zwischen Oktober und Februar: Im Dezember liefert München mehr als das Doppelte von Kiel.

Das hat Folgen für die Prozentverteilung. In Kiel entfallen nur 11,8 Prozent des Jahresertrags auf November bis Februar, in München 19,5 Prozent. Wer im Süden wohnt, bekommt also einen deutlich gleichmäßigeren Jahresgang.

Eine Einschränkung gehört dazu: PVGIS kennt keinen Schnee auf den Modulen. Im Alpenvorland liegt im Januar oft tagelang eine Schneedecke auf dem Dach, dann liegen die realen Werte spürbar unter der Tabelle. Mehr zu diesem Punkt steht im Artikel Photovoltaik im Winter.

Neigung und Ausrichtung verschieben die Monate

Noch stärker als der Standort verändert die Montage den Jahresgang. Für Kassel mit sechs verschiedenen Aufstellungen:

AufstellungJahrDezemberJuniAnteil Nov. bis Feb.Anteil Mai bis Aug.
Süd, 35°1.0162612614,3 %48,5 %
Süd, 10°9291713111,0 %53,6 %
Süd, 60°9633110617,0 %44,4 %
Süd, 90° (Fassade)720306421,2 %38,1 %
Ost-West, 15°846131269,5 %56,0 %
Nord, 15°72381216,9 %61,3 %

Werte in Kilowattstunden je Kilowattpeak; bei Ost-West ist der Mittelwert beider Dachhälften angegeben.

Die Tabelle zeigt ein klares Muster: Je flacher und je weiter von Süden weg, desto stärker hängt der Ertrag am Sommer. Ein flaches Ost-West-Dach liefert im Juni genauso viel wie das ideale Süddach, im Dezember aber nur die Hälfte. Ein Nordhang mit 15 Grad holt über 60 Prozent seines Jahresertrags in vier Sommermonaten.

Umgekehrt glätten steile Flächen den Jahresgang. Eine senkrechte Südfassade liefert im Dezember mehr als das 35-Grad-Dach und im März sogar mehr als im Juni. Ihr Jahresertrag ist dafür um 29 Prozent kleiner. Warum sich eine steilere Neigung trotzdem lohnen kann, wenn der Winterstrom besonders wertvoll ist, steht im Ratgeber zum Neigungswinkel im Winter. Ein Sonderfall mit sehr flachem Jahresgang ist der senkrechte, beidseitig aktive Photovoltaik-Zaun.

Wie stark ein einzelner Monat schwanken kann

Die Tabellen oben zeigen Mittelwerte über 19 Jahre. Ein konkretes Jahr sieht nie so aus. Für die Schwankungen haben wir die stündliche PVGIS-Reihe für Kassel von 2005 bis 2023 ausgewertet und für jeden Monat den schwächsten und den stärksten Jahrgang herausgesucht.

Balkendiagramm des mittleren Monatsertrags einer Süddachanlage mit 35 Grad Neigung in Kassel, in Kilowattstunden je Kilowattpeak, von 31,6 im Januar über 126,3 im Juni bis 26,5 im Dezember. Jeder Balken trägt eine senkrechte Spannweite vom schwächsten zum stärksten Jahrgang der Jahre 2005 bis 2023, zum Beispiel März von 63 bis 136 und Dezember von 16 bis 35. Darunter ein dreigeteilter Streifen: Mai bis August 48,5 Prozent, März, April, September und Oktober 37,1 Prozent, November bis Februar 14,3 Prozent des Jahresertrags.
MonatMittelschwächstes Jahrstärkstes Jahr
Januar31,617,2 (2013)49,4 (2006)
Februar51,633,6 (2005)69,0 (2019)
März91,863,3 (2016)136,4 (2022)
April119,092,6 (2006)158,3 (2020)
Mai125,783,9 (2010)151,8 (2018)
Juni126,395,8 (2012)150,7 (2019)
Juli125,2101,3 (2011)153,8 (2006)
August116,190,5 (2010)141,1 (2022)
September99,079,5 (2013)120,9 (2006)
Oktober67,342,8 (2016)94,4 (2005)
November35,724,0 (2010)52,7 (2011)
Dezember26,516,1 (2017)34,5 (2019)

Werte in Kilowattstunden je Kilowattpeak. Die Stundenreihe rechnet ohne Spektralkorrektur und liegt dadurch im Schnitt rund zwei Prozent unter den Mittelwerten des PVGIS-Monatsrechners.

Die Spannen sind groß. Der März 2022 brachte mehr als das Doppelte des März 2016, der April 2020 lag mit 158 Kilowattstunden über jedem Junimittel. Selbst in den Sommermonaten liegen zwischen schwachem und starkem Jahrgang 50 bis 80 Prozent. Im Winter wirken schon wenige Hochdrucktage stark, weil die Grundmenge so klein ist.

Übers ganze Jahr gleicht sich das weitgehend aus. Die Jahressumme lag in derselben Reihe zwischen 917 Kilowattstunden (2017) und 1.115 (2018), also in einem Band von rund zehn Prozent um den Mittelwert. Ein schwacher Frühling wird oft von einem guten Spätsommer aufgefangen.

Rechenmodell gegen echten Anlagenpark

PVGIS rechnet eine einzelne, ideal gepflegte Anlage. Wie sich die Solarstromerzeugung in Deutschland tatsächlich über das Jahr verteilt, zeigen die Messdaten der Plattform Energy-Charts des Fraunhofer ISE. Wir haben die öffentliche Nettostromerzeugung aus Solaranlagen für 2024 und 2025 auf Monate summiert:

MonatRechenmodell KasselDeutschland 2024Deutschland 2025
Januar3,1 %2,3 %2,2 %
Februar5,1 %3,6 %4,1 %
März9,0 %7,7 %9,3 %
April11,7 %10,4 %12,2 %
Mai12,4 %13,5 %13,9 %
Juni12,4 %13,9 %14,3 %
Juli12,3 %14,5 %11,9 %
August11,4 %14,1 %13,1 %
September9,7 %9,9 %8,8 %
Oktober6,6 %5,7 %5,0 %
November3,5 %2,6 %3,0 %
Dezember2,6 %1,8 %2,1 %
Nov. bis Feb.14,3 %10,3 %11,4 %

Der reale Anlagenpark ist deutlich sommerlastiger. Dafür gibt es vier Gründe:

  1. Viele Anlagen liegen flach oder zeigen nach Ost und West. Flachdächer, Hallen und Freiflächen mit 15 bis 25 Grad Neigung haben einen stärkeren Sommerschwerpunkt als das 35-Grad-Süddach, siehe Tabelle oben.
  2. Schnee und Verschmutzung fehlen im Modell. Beides kostet vor allem im Winter Ertrag.
  3. Der Eigenverbrauch fehlt in den Messdaten. Energy-Charts zählt nur, was ins Netz geht. Im Winter bleibt ein größerer Teil des knappen Stroms im Haus, entsprechend weniger taucht im Netz auf.
  4. Der Zubau läuft übers Jahr. Jeden Monat kommen neue Anlagen hinzu. Späte Monate haben dadurch etwas mehr installierte Leistung als der Januar.

Für die eigene Planung ist das Rechenmodell der bessere Maßstab, weil es zur eigenen Dachfläche passt. Die Messdaten zeigen, wohin die Reise geht, wenn die Bedingungen weniger ideal sind: Rechne im Winter lieber mit 10 bis 12 als mit 14 Prozent des Jahresertrags.

So prüfst du deinen eigenen Monatsertrag

Die Frage aus der Einleitung lässt sich mit wenigen Schritten beantworten:

  1. Monatswert durch die Anlagengröße teilen. Eine 9,6-kWp-Anlage mit 310 Kilowattstunden im November liegt bei 32 Kilowattstunden je Kilowattpeak.
  2. Mit der passenden Zeile vergleichen. Für ein Süddach in der Mitte Deutschlands liegt der November im Mittel bei 36 und in schwachen Jahren bei 24. Die 32 sind also völlig unauffällig.
  3. Den eigenen Standort und die eigene Montage prüfen. PVGIS rechnet das in zwei Minuten für die eigene Adresse, Neigung und Ausrichtung. Unter „Monthly data” liefert es zusätzlich die Werte einzelner Jahre.
  4. Mehrere Monate zusammen betrachten. Ein einzelner schwacher Monat sagt wenig. Liegen drei Monate hintereinander deutlich unter dem Band der Tabelle, lohnt ein genauerer Blick.

Auf einen technischen Fehler deutet eher ein Knick als eine Senke hin: Der Ertrag fällt von einem Tag auf den anderen um einen festen Anteil, oder ein String liefert an sonnigen Tagen merklich weniger als ein baugleicher zweiter. Wie man einen solchen Fehler eingrenzt, steht im Ratgeber defektes Solarmodul erkennen.

Was die Verteilung für Speicher und Eigenverbrauch bedeutet

Die Monatsverteilung entscheidet über den Nutzen jeder Komponente, die am Solarstrom hängt:

  • Batteriespeicher arbeiten von März bis Oktober fast täglich voll. Im Dezember reicht der Überschuss einer 10-kWp-Anlage an vielen Tagen nicht, um einen Speicher überhaupt zu füllen: Der typische Dezembertag (Median der PVGIS-Stundenreihe) liefert nur 0,54 Kilowattstunden je Kilowattpeak, an knapp drei von zehn Tagen sind es unter 0,3. Wer die Speichergröße plant, plant deshalb für die Übergangsmonate.
  • Wärmepumpen brauchen den meisten Strom, wenn die Anlage am wenigsten liefert. Von November bis Februar erzeugt eine 10-kWp-Anlage rund 1.450 Kilowattstunden, ein Wärmepumpenhaus verbraucht in derselben Zeit oft das Doppelte bis Dreifache allein fürs Heizen.
  • E-Autos und Heizstäbe passen gut zum Sommer. Sie können große Mengen Überschuss aufnehmen, genau dann, wenn davon am meisten anfällt.

Die Eigenverbrauchsquote schwankt dadurch über das Jahr gegenläufig zum Ertrag: Im Dezember bleibt fast jede Kilowattstunde im Haus, im Juni geht der größte Teil ins Netz.

Fazit

Eine gut ausgerichtete Photovoltaikanlage in Deutschland liefert rund die Hälfte ihres Jahresertrags zwischen Mai und August und nur etwa ein Siebtel zwischen November und Februar. Der Juni bringt im Mittel knapp das Fünffache des Dezembers. Die Tabelle je Kilowattpeak ist die schnellste Grundlage, um den eigenen Monatswert einzuordnen: Anlagengröße mal Tabellenwert ergibt die Erwartung, der Standort und die Neigung verschieben sie nach oben oder unten.

Für die Bewertung eines konkreten Monats zählt die Spannbreite mehr als der Mittelwert. Ein Monat 30 Prozent unter dem Durchschnitt ist Wetter. Wer wissen will, was dieselbe Anlage an einer anderen Stelle des Daches bringen würde, findet den Flächenbedarf je Kilowattpeak und den Ertrag je Quadratmeter im Ratgeber Photovoltaik: Quadratmeter pro kWp.

Häufige Fragen

Wie viel Prozent des Jahresertrags liefert eine PV-Anlage im Dezember?

Nach PVGIS kommt eine nach Süden ausgerichtete Anlage mit 35 Grad Neigung in der Mitte Deutschlands im Dezember auf 26,5 Kilowattstunden je Kilowattpeak, das sind 2,6 Prozent des Jahresertrags. Der gemessene deutsche Anlagenpark lag 2024 bei 1,8 und 2025 bei 2,1 Prozent. Flache Dächer, Schnee und der hohe Eigenverbrauch im Winter drücken den realen Wert unter das Rechenmodell.

In welchem Monat erzeugt eine PV-Anlage am meisten Strom?

Mai, Juni und Juli liegen fast gleichauf. In der Mitte Deutschlands bringt der Juni mit 126,3 Kilowattstunden je Kilowattpeak knapp am meisten, dicht gefolgt von Mai (125,7) und Juli (125,2). Im Norden liegt die Spitze eher im Mai, weil das Frühjahr an der Küste besonders sonnig ist; im Süden eher im Juli.

Wie viel kWh liefert eine 10-kWp-Anlage pro Monat?

An einem mittleren Standort mit Süddach und 35 Grad Neigung sind es im Schnitt der Jahre 2005 bis 2023 rund 265 Kilowattstunden im Dezember, 918 im März, 1.263 im Juni und 673 im Oktober. Übers Jahr summiert sich das auf gut 10.000 Kilowattstunden. Einzelne Monate weichen davon in einem schwachen oder starken Jahr um 30 Prozent und mehr ab.

Wie viel Strom liefert eine PV-Anlage an einem Wintertag?

Im Dezember liegt das Tagesmittel bei 0,85 Kilowattstunden je Kilowattpeak, eine 10-kWp-Anlage kommt also auf rund 8,5 Kilowattstunden am Tag. Das Mittel verdeckt große Unterschiede: An einem klaren Frosttag liefert dieselbe Anlage über 30 Kilowattstunden, an knapp drei von zehn Dezembertagen bleibt sie nach der PVGIS-Stundenreihe unter 3 Kilowattstunden.

Warum war mein Monatsertrag viel schwächer als im Vorjahr?

Meistens liegt es am Wetter. Ein einzelner Monat schwankt deutlich stärker als das ganze Jahr: Der März lag in der PVGIS-Reihe für Kassel zwischen 63 und 136 Kilowattstunden je Kilowattpeak, der Oktober zwischen 43 und 94. Die Jahressumme bewegte sich dagegen nur zwischen 917 und 1.115. Ein Monat mit 30 Prozent weniger ist deshalb für sich allein kein Hinweis auf einen Defekt.

Bringt eine steilere Neigung im Winter mehr Ertrag?

Ja, im Winter schon. Mit 60 Grad Neigung liefert eine Süddachanlage im Dezember 31 statt 26 Kilowattstunden je Kilowattpeak, eine senkrechte Fläche 30. Im Sommer verliert die steile Fläche aber mehr, als sie im Winter gewinnt: Die Jahressumme sinkt bei 60 Grad von 1.016 auf 963 Kilowattstunden je Kilowattpeak.

Berücksichtigen die Monatswerte Schnee auf den Modulen?

Nein. PVGIS rechnet mit Einstrahlung, Temperatur und Horizont, eine Schneedecke auf den Modulen kennt das Modell nicht. In schneereichen Lagen wie dem Alpenvorland liegen die realen Dezember- und Januarwerte deshalb oft unter der Tabelle. Steile Module werfen den Schnee schneller ab als flach montierte.

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