Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk? Ertrag in kWh

Ein Balkonkraftwerk mit 900 Wp liefert je nach Montage 500 bis 855 kWh im Jahr. Die Ertragstabelle nach Ausrichtung, dazu Tages-, Monats- und Winterwerte.

Balkonkraftwerk Veröffentlicht am 9 Min. Lesezeit

Auf dem Karton steht eine Wattzahl, auf deiner Stromrechnung landen Kilowattstunden. Dazwischen liegen Ausrichtung, Neigungswinkel, Verschattung und ein deutscher Winter. Dasselbe Set bringt aufgeständert auf einem Süd-Flachdach fast das Dreifache dessen, was es senkrecht an einer Nordbrüstung schafft. Hier stehen die Zahlen für jede Montage-Situation, die Rechnung dahinter und der Anteil, der wirklich in deinem Haushalt ankommt.

Die Faustformel: Modulleistung mal Volllaststunden mal Montagefaktor

Bei einem Balkonkraftwerk stehen zwei Wattzahlen im Datenblatt, und sie haben verschiedene Aufgaben. Die Modulleistung in Wattpeak (Wp) gibt an, was die Module unter Laborbedingungen an Gleichstrom liefern. Die Wechselrichterleistung in Watt (W) begrenzt, wie viel davon in einem Moment ins Hausnetz fließen darf. Für den Jahresertrag zählt die Modulleistung, die 800-Watt-Grenze deckelt lediglich die Mittagsspitzen.

Der Rest ist eine einzige Multiplikation:

Jahresertrag in kWh = Modulleistung in kWp × Volllaststunden × Montagefaktor

Die Volllaststunden beschreiben, wie viele Stunden im Jahr eine Anlage rechnerisch unter Nennleistung laufen würde. Das Umweltbundesamt setzt für optimal ausgerichtete Module in Deutschland 950 Stunden an. Norddeutschland liegt eher bei 900, der sonnige Süden erreicht bis zu 1.050. Der Wert ist eine Praxis-Kennzahl und enthält die üblichen Verluste in Kabel und Wechselrichter bereits.

Der Montagefaktor ist die Stellschraube, über die du beim Kauf entscheidest:

Montage-SituationFaktorWas das bedeutet
Süd, 30–35° aufgeständert1,00Optimum, meist nur auf Flachdach, Terrasse oder Garten möglich
Südost oder Südwest, 30°0,95Praktisch gleichwertig zur reinen Südlage
Ost oder West, 30°0,85Weniger Gesamtertrag, dafür Morgen- oder Abendspitze
Süd, senkrecht am Geländer0,70Der häufigste Fall am Balkon
Ost oder West, senkrecht0,60Typisch für Wohnungen ohne Südbalkon
Nord, senkrecht0,35Nur Streulicht, lohnt sich selten

Wie gut die Formel trifft, zeigt die Beispielrechnung des Umweltbundesamts: Ein senkrecht montiertes Gerät mit 800 Wp kommt dort auf 532 kWh im Jahr. Rechnung: 0,8 kWp × 950 h × 0,70 = 532 kWh.

So viel Strom liefert ein Balkonkraftwerk im Jahr

Ein Standard-Set besteht 2026 aus zwei Modulen mit je etwa 430 bis 450 Wp an einem 800-Watt-Wechselrichter, zusammen also rund 900 Wp. Für diese Größe sieht die Rechnung so aus:

Balkendiagramm des Jahresertrags eines Balkonkraftwerks mit 900 Wattpeak nach Montage: Süd 30 Grad aufgeständert 855 kWh, Südost oder Südwest 810 kWh, Ost oder West 30 Grad 725 kWh, Süd senkrecht am Geländer 600 kWh, Ost oder West senkrecht 515 kWh, Nord senkrecht 300 kWh.

Zwischen der besten und der schlechtesten Montage liegt beim selben Set fast der Faktor drei: Der Aufstellwinkel wiegt schwerer als jede Kaufentscheidung zwischen zwei Sets ähnlicher Größe.

MontageJahresertragpro Tag im Jahresmittel
Süd, 30° aufgeständertca. 855 kWh2,3 kWh
Südost/Südwest, 30°ca. 810 kWh2,2 kWh
Ost oder West, 30°ca. 725 kWh2,0 kWh
Süd, senkrechtca. 600 kWh1,6 kWh
Ost/West, senkrechtca. 515 kWh1,4 kWh
Nord, senkrechtca. 300 kWh0,8 kWh

Zur Einordnung: Ein Zwei-Personen-Haushalt verbraucht im Jahr grob 2.500 bis 3.000 kWh. Ein senkrecht montiertes Standard-Set deckt davon rechnerisch rund ein Fünftel ab. Wie viel davon tatsächlich bei dir ankommt, hängt am Eigenverbrauch, dazu weiter unten mehr.

Was verschiedene Set-Größen liefern

Die Formel skaliert linear mit der Modulleistung, solange der Wechselrichter nicht abregelt. Die beiden häufigsten Montagearten im Vergleich:

ModulleistungSüd, 30° aufgeständertSüd, senkrecht am Geländer
600 Wp (1 großes Modul)ca. 570 kWhca. 400 kWh
800 Wpca. 760 kWhca. 530 kWh
900 Wp (Standard-Set)ca. 855 kWhca. 600 kWh
1.200 Wpca. 1.140 kWhca. 800 kWh
2.000 Wp (Maximum)ca. 1.900 kWhca. 1.330 kWh

Die Werte für 1.200 und 2.000 Wp sind reine Modulwerte vor der Kappung am Wechselrichter. Was davon übrig bleibt, klärt der nächste Abschnitt.

Warum mehr Module trotz der 800-Watt-Grenze mehr Strom bringen

Seit dem Solarpaket I dürfen an einem 800-Watt-Wechselrichter Module mit bis zu 2.000 Wp hängen. Seit dem 1. Dezember 2025 steht dieser Rahmen auch in der Produktnorm DIN VDE V 0126-95. Auf den ersten Blick wirkt das widersinnig, in der Praxis ist es die wirksamste Ertragsschraube nach der Ausrichtung.

Der Grund liegt im Tagesverlauf. Die Nennleistung erreichen Module nur bei senkrechter Einstrahlung und kühler Witterung, also an wenigen Stunden im Jahr. Den größten Teil der Zeit liefern sie einen Bruchteil davon: morgens, abends, bei Bewölkung, im Winter. Mehr Modulfläche hebt genau diese Schwachlicht-Stunden an, und dort geht nichts verloren, weil die 800-Watt-Grenze weit entfernt ist.

Bezahlt wird das mit Kappung an sonnigen Sommermittagen: Alles über 800 Watt bleibt ungenutzt. Wie viel das ausmacht, hängt wieder an der Montage.

  • Senkrechte Montage: Die Kappung fällt kaum ins Gewicht. Senkrechte Module erreichen im Hochsommer ohnehin selten ihre Nennleistung, weil die Sonne dann hoch steht und flach auf die Fläche trifft.
  • Aufgeständert nach Süden: Ab etwa 1.100 bis 1.200 Wp beginnt die Kappung spürbar zu werden, an klaren Sommertagen über mehrere Stunden.

Unterm Strich bleibt der Zuwachs deutlich positiv. Für ein 2.000-Wp-Feld am 800-Watt-Wechselrichter nennen Anbieter je nach Aufstellung 1.200 bis 1.600 kWh im Jahr, also spürbar mehr als die 530 bis 760 kWh eines 800-Wp-Sets. Sinnvoll ist die Überbelegung vor allem dort, wo Fläche günstig verfügbar ist und die Montage nicht ins Optimum kommt.

Wie viel Strom pro Tag und pro Stunde?

Die Obergrenze pro Stunde ist hart gezogen: 800 Watt Ausgangsleistung über eine volle Stunde ergeben 0,8 kWh, mehr lässt der Wechselrichter nicht durch. Ein senkrecht montiertes Set erreicht diesen Wert an klaren Vormittagen und Nachmittagen, an trüben Tagen bleibt es bei 50 bis 200 Watt.

Beim Tagesertrag ist die Spanne über das Jahr enorm. Für ein Set mit 600 kWh Jahresertrag (Süd, senkrecht):

TagestypErtrag
Klarer Junitag3 bis 4 kWh
Bedeckter Junitag0,8 bis 1,5 kWh
Klarer Märztag2 bis 3 kWh
Klarer Dezembertag1,2 bis 1,8 kWh
Trüber Dezembertag0,2 bis 0,5 kWh

Der Jahresschnitt von 1,6 kWh pro Tag beschreibt also einen Wert, den es an kaum einem einzelnen Tag so gibt. Für die Erwartungshaltung ist der Monatsverlauf die ehrlichere Größe.

Der Jahresverlauf: Sommer trägt, Winter liefert wenig

Die Monatsanteile am Jahresertrag sind für Photovoltaik in Deutschland gut bekannt und ändern sich zwischen Anlagengrößen kaum. Umgerechnet auf ein Set mit 600 kWh Jahresertrag:

MonatAnteilErtragpro Tag
Januar3 %18 kWh0,6 kWh
Februar5 %30 kWh1,1 kWh
März8 %48 kWh1,5 kWh
April11 %66 kWh2,2 kWh
Mai12 %72 kWh2,3 kWh
Juni13 %78 kWh2,6 kWh
Juli12 %72 kWh2,3 kWh
August11 %66 kWh2,1 kWh
September9 %54 kWh1,8 kWh
Oktober7 %42 kWh1,4 kWh
November5 %30 kWh1,0 kWh
Dezember4 %24 kWh0,8 kWh

Zwei Zahlen daraus lohnen sich zu merken: Das Sommerhalbjahr von April bis September bringt rund 68 Prozent des Jahresertrags. Und die vier dunklen Monate November bis Februar zusammen nur etwa 17 Prozent.

Senkrecht montierte Südmodule verschieben diese Kurve leicht zugunsten des Winters. Die tiefstehende Wintersonne trifft eine senkrechte Fläche fast im rechten Winkel, während sie auf ein flach geneigtes Modul schräg fällt. Genau in der Jahreszeit mit dem höchsten Haushaltsverbrauch spielt die Balkon-Montage damit einen Teil ihres Nachteils zurück.

Was den Ertrag zusätzlich drückt

Die Faustformel liefert einen Richtwert für saubere Verhältnisse. Vier Faktoren ziehen davon ab:

  • Verschattung wiegt am schwersten und steckt in keinem Richtwert. Ein Baum, ein Balkon über dir oder das Nachbarhaus können den Ertrag halbieren. Gute Mikrowechselrichter regeln beide Module getrennt (zwei MPP-Tracker), dann bricht bei Teilverschattung nur das betroffene Modul ein.
  • Temperatur: Module verlieren je Grad über 25 °C Zelltemperatur rund 0,3 bis 0,4 Prozent Leistung. An einem heißen Julitag mit 60 °C auf der Rückseite sind das 10 bis 14 Prozent Spitzenleistung. Hinterlüftete Montage mildert den Effekt.
  • Verschmutzung: Staub, Pollen und Vogelkot kosten in Mitteleuropa meist 2 bis 5 Prozent. Senkrechte Module bleiben durch Regen weitgehend sauber, aufgeständerte Flächen brauchen alle paar Jahre eine Reinigung.
  • Alterung: Moderne Module verlieren etwa 0,5 Prozent Leistung pro Jahr. Hersteller garantieren typischerweise noch 87 bis 90 Prozent nach 25 bis 30 Jahren.

Wie viel von dem Strom in deinem Haushalt landet

Ein Balkonkraftwerk speist in deinen Stromkreis ein, deine Geräte bedienen sich zuerst daraus. Alles, was in genau diesem Moment niemand verbraucht, fließt ins öffentliche Netz, und dafür gibt es bei Steckersolargeräten keine Vergütung. Die spannende Kennzahl ist damit die Eigenverbrauchsquote.

Ohne Speicher liegt sie bei den meisten Haushalten zwischen 30 und 45 Prozent. Das Umweltbundesamt rechnet für ein senkrecht montiertes 800-Watt-Gerät mit 45 Prozent, also 240 von 532 kWh. Zwei Größen steuern den Wert:

  • Die Grundlast, also alles, was durchgehend läuft: Kühlschrank, Gefriertruhe, Router, Standby-Geräte, Heizungspumpe. In einer Wohnung sind das oft 80 bis 150 Watt. Genau diese Dauerlast schluckt den Solarstrom zuverlässig.
  • Das Verhältnis von Anlagengröße zu Verbrauch. Je größer die Anlage gegenüber dem Haushaltsverbrauch, desto niedriger die Quote, weil an Sommermittagen zwangsläufig Überschuss entsteht.

Praktisch heben lässt sich die Quote, indem Waschmaschine, Spülmaschine, Trockner und Ladegeräte tagsüber laufen. Ein Speicher verschiebt den Mittagsüberschuss in den Abend und hebt die Quote auf 60 bis 80 Prozent, kostet dafür 5 bis 15 Prozent der Energie beim Laden und Entladen.

Was der Ertrag in Euro wert ist

Wert hat nur der selbst verbrauchte Anteil, weil er Netzstrom ersetzt. Die Rechnung des Umweltbundesamts für ein senkrecht montiertes 800-Wp-Gerät: 532 kWh Erzeugung, davon 45 Prozent selbst genutzt, ergibt 240 kWh. Bei 37 Cent je Kilowattstunde sind das knapp 90 Euro Ersparnis im Jahr. Bei Anschaffungskosten von 400 Euro nennt die Behörde eine Amortisationsdauer von knapp fünf Jahren.

Für ein 900-Wp-Set mit 600 kWh Jahresertrag und 40 Prozent Eigenverbrauch sieht es so aus: 240 kWh selbst genutzt, bei 37 Cent also rund 89 Euro pro Jahr. Wer mehr Verbrauch in den Tag legt und 55 Prozent erreicht, kommt auf etwa 122 Euro.

So schätzt du deinen eigenen Ertrag ab

Die Faustformel reicht für die Kaufentscheidung. Wer es genauer will, hat drei Wege:

  1. Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin. Der kostenlose Rechner berücksichtigt Postleitzahl, Ausrichtung, Neigung, Haushaltsverbrauch und optional einen Speicher und gibt Selbstversorgungsanteil, Stromgestehungskosten und Amortisationszeit aus.
  2. Die App des Wechselrichters. Aktuelle Mikrowechselrichter loggen Tages-, Monats- und Jahreswerte mit. Nach zwölf Monaten hast du deine eigene Ertragskurve, vorher taugt sie höchstens zum Vergleich einzelner Tage.
  3. Messsteckdose oder Zwischenzähler. Ein geeichter Zwischenzähler zwischen Wechselrichter und Steckdose zeigt die eingespeiste Menge unabhängig von der Herstellersoftware. Nützlich, wenn du prüfen willst, ob deine Anlage im erwarteten Korridor liegt.

Ein Praxis-Check ohne Technik: Vergleiche den Zählerstand zweier aufeinanderfolgender Jahre. Sinkt der Netzbezug um 200 bis 300 kWh, arbeitet ein senkrecht montiertes Standard-Set genau so, wie es soll.

Fazit

Ein Balkonkraftwerk mit 900 Wp liefert in Deutschland zwischen 300 und 855 kWh im Jahr, und über die Spannweite entscheidet fast allein die Montage. Am typischen Balkon mit senkrechten Südmodulen sind rund 600 kWh die realistische Erwartung, das entspricht 1,6 kWh pro Tag im Mittel und gut einem Fünftel des Verbrauchs eines Zwei-Personen-Haushalts.

Drei Hebel bringen mehr Ertrag, in dieser Reihenfolge: Erstens jeder Grad Anstellwinkel weg von der Senkrechten, zweitens mehr Modulleistung bis hin zu den erlaubten 2.000 Wp, drittens ein schattenfreier Platz. Und weil nur der selbst verbrauchte Strom Geld spart, zahlt sich der vierte Hebel am schnellsten aus: Verbrauch in die Mittagsstunden legen.

Häufige Fragen

Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk pro Stunde?

Höchstens 0,8 kWh. Der Wechselrichter riegelt bei 800 Watt Ausgangsleistung ab, mehr als 800 Wattstunden kommen in einer Stunde also nicht heraus. Diesen Wert erreicht eine Anlage nur bei klarem Himmel und guter Einstrahlung auf die Modulfläche. Über einen Sommertag gemittelt kommen je heller Stunde etwa 0,15 bis 0,3 kWh zusammen, im Winter deutlich weniger.

Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk im Winter?

Die vier dunklen Monate November bis Februar bringen zusammen nur rund 17 Prozent des Jahresertrags. Bei einem Set, das übers Jahr 600 kWh liefert, sind das etwa 100 kWh, also 0,6 bis 1,1 kWh pro Tag. Senkrecht montierte Südmodule stehen im Winter relativ besser da als aufgeständerte, weil die tiefe Sonne fast im rechten Winkel auf die Fläche trifft. Schnee auf der Modulfläche stoppt die Erzeugung für die Dauer der Auflage komplett.

Wie viel Strom verbraucht ein Balkonkraftwerk selbst?

Nur der Wechselrichter braucht Strom, und zwar im Standby während der Nacht. Datenblätter aktueller Mikrowechselrichter nennen Werte zwischen 20 Milliwatt und rund 1 Watt. Übers Jahr sind das je nach Gerät 0,1 bis 4 kWh, also weniger als ein Prozent der Erzeugung. Zeigt eine App nachts konstant 2 bis 3 Watt an, ist das in aller Regel der normale Eigenbedarf der Elektronik.

Wie viel Strom speist ein Balkonkraftwerk ins Netz ein?

Alles, was deine Geräte im Moment der Erzeugung nicht abnehmen. Ohne Speicher sind das typischerweise 55 bis 70 Prozent der erzeugten Menge, bei einem 600-kWh-Set also grob 330 bis 420 kWh im Jahr. Für diesen Überschuss gibt es bei Steckersolargeräten keine Vergütung, er wird dem Netz geschenkt. Genau deshalb bringt jede Kilowattstunde, die du selbst verbrauchst, mehr als jede zusätzliche erzeugte.

Wie viel Strom darf ein Balkonkraftwerk erzeugen?

Der Wechselrichter darf höchstens 800 Voltampere ins Hausnetz abgeben, die angeschlossenen Module dürfen zusammen bis zu 2.000 Wattpeak haben. Diese Werte stehen seit dem 1. Dezember 2025 auch in der Produktnorm DIN VDE V 0126-95. Für den Anschluss über eine normale Schuko-Steckdose gilt zusätzlich eine Obergrenze von 960 Wattpeak Modulleistung.

Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Die erzeugte Menge bleibt gleich, der nutzbare Anteil steigt. Ein Speicher parkt den Mittagsüberschuss und gibt ihn abends wieder ab, wodurch die Eigenverbrauchsquote von 30 bis 45 Prozent auf 60 bis 80 Prozent klettert. Beim Laden und Entladen gehen je nach Technik 5 bis 15 Prozent verloren. Aus 600 kWh Erzeugung werden damit statt rund 240 kWh etwa 390 kWh selbst genutzter Strom.

Wie viel kWh bringt ein Balkonkraftwerk pro Wattpeak?

Als Faustzahl 0,55 bis 0,95 kWh pro Wattpeak und Jahr. Der obere Wert gilt für aufgeständerte Südmodule mit 30 bis 35 Grad Neigung, der untere für senkrechte Ost- oder Westmontage am Geländer. Mit dieser Zahl lässt sich jedes Angebot in Sekunden überschlagen: Modulleistung in Wp mal Faktor ergibt den groben Jahresertrag.

Wie viel Strom produziert ein Balkonkraftwerk im Monat?

Der Monatsertrag schwankt um den Faktor drei bis vier. Bei einem Set mit 600 kWh Jahresertrag liefert der Juni rund 78 kWh, der Dezember rund 24 kWh, der Jahresschnitt liegt bei 50 kWh. Ein einzelner Monatswert taugt deshalb kaum zur Hochrechnung aufs Jahr; erst zwölf Monate ergeben ein belastbares Bild.

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