Was bringt ein Balkonkraftwerk mit 2000 Watt? Ertrag in kWh

2.000 Wp am 800-W-Wechselrichter liefern 1.260 bis 1.630 kWh im Jahr, im Sommer 6 bis 7 kWh am Tag. Kappung, Winterwerte und was ein Speicher daran ändert.

Balkonkraftwerk Veröffentlicht am 10 Min. Lesezeit

So viel Strom liefern 2.000 Watt im Jahr

„2000 Watt” meint bei einem Balkonkraftwerk die Modulleistung von 2.000 Wattpeak. Das ist die gesetzliche Obergrenze für Steckersolargeräte, der Wechselrichter darf dagegen höchstens 800 Voltampere ins Hausnetz abgeben. Jede Ertragsrechnung für diese Größe muss deshalb die Kappung am Wechselrichter enthalten, sonst liegen die Zahlen um mehrere Hundert Kilowattstunden zu hoch.

Wir haben das für einen Standort in der Mitte Deutschlands durchgerechnet: Stundenwerte aus PVGIS 5.3 für Kassel, 19 Jahre von 2005 bis 2023, dazu 7 Prozent Verluste auf der Gleichstromseite, 96 Prozent Wirkungsgrad im Wechselrichter und eine harte Grenze bei 800 Watt in jeder Stunde. Das Ergebnis:

Aufstellung960 Wp2.000 Wp ohne Grenze2.000 Wp am 800-W-WechselrichterKappung
Süd, 35° aufgeständert993 kWh2.071 kWh1.626 kWh21,5 %
Süd, 15° flach938 kWh1.953 kWh1.611 kWh17,5 %
Ost-West, 15°829 kWh1.728 kWh1.528 kWh11,5 %
Süd, 60° (schräg am Balkon)910 kWh1.896 kWh1.530 kWh19,3 %
Süd, senkrecht684 kWh1.425 kWh1.264 kWh11,3 %

Ein 2000-Watt-Balkonkraftwerk erzeugt damit rund 1.260 bis 1.630 Kilowattstunden im Jahr. Gegenüber einem Set mit 960 Wattpeak sind das je nach Aufstellung 64 bis 85 Prozent mehr, obwohl sich die Modulfläche mehr als verdoppelt.

Die Werte sind ein langjähriges Mittel. Einzelne Jahre streuen deutlich: Bei Südausrichtung mit 35 Grad lag das schwächste Jahr der Reihe bei 1.520 Kilowattstunden, das stärkste bei 1.769. Wer im Süden Deutschlands wohnt, darf etwas mehr erwarten, an der Küste und im Nordwesten etwas weniger. Wie stark die Region wirkt, zeigt der Ratgeber Photovoltaik-Ertrag pro kWp.

Was ein 2000-Watt-Balkonkraftwerk am Tag bringt

Über das Jahr gemittelt liefert die südlich aufgeständerte Variante 4,5 Kilowattstunden am Tag. Diese Zahl hilft beim Überschlagen, den Alltag beschreibt sie schlecht, denn zwischen Juni und Dezember liegt mehr als der Faktor vier.

Mittlerer Ertrag je Tag in Kilowattstunden, jeweils mit 800-Watt-Kappung:

MonatSüd 35°Ost-West 15°Süd senkrechtzum Vergleich: 960 Wp, Süd 35°
Januar1,81,11,81,0
Februar3,02,22,81,8
März4,64,24,02,9
April6,06,04,63,9
Mai6,36,64,34,0
Juni6,77,24,24,2
Juli6,56,94,34,0
August6,06,14,43,7
September5,24,94,43,2
Oktober3,62,93,32,1
November2,11,32,11,1
Dezember1,60,81,60,8

Drei Muster fallen auf:

  • Ost-West gewinnt im Sommer, weil die breite Tageskurve die 800-Watt-Grenze seltener erreicht und morgens wie abends mehr Fläche zur Sonne zeigt. Im Winter fällt sie dafür weit zurück.
  • Senkrecht bleibt erstaunlich gleichmäßig. Von März bis September liefert die Südwand stets rund 4 bis 4,6 Kilowattstunden, im Winter fast so viel wie die geneigte Aufstellung.
  • Der Monatsmittelwert schmeichelt. Im Juni bringt ein schwacher Tag (das untere Zehntel) nur 4,1 Kilowattstunden, der Median liegt bei 7,1 und ein starker Tag bei 8,6. Im Dezember reicht die Spanne von 0,4 über 1,1 bis 3,7.

Der Tagesgang: wo die 800-Watt-Grenze greift

Wie viel an einem Sonnentag möglich ist, zeigt der Blick auf die einzelnen Stunden. An einem klaren Junitag würde ein nach Süden aufgeständertes 2.000-Wp-Feld mittags gut 1,5 Kilowatt liefern. Der Wechselrichter gibt davon 800 Watt weiter.

Flächendiagramm eines klaren Junitags von 5 bis 21 Uhr für ein 2.000-Wattpeak-Balkonkraftwerk, Süd 35 Grad, Kassel. Die Leistungskurve überschreitet gegen 9 Uhr die 800-Watt-Grenze, erreicht um 13 Uhr 1,57 Kilowatt und fällt gegen halb sechs wieder darunter. Nutzbar sind 8,7 Kilowattstunden, der schraffierte Teil über der Grenze umfasst 4,4 Kilowattstunden. Ein 960-Wattpeak-Set erreicht höchstens 0,76 Kilowatt und liefert am selben Tag 6,3 Kilowattstunden.

An einem klaren Junitag gehen rund 4,4 kWh über der 800-Watt-Linie verloren. Nutzbar bleiben 8,7 kWh, deutlich mehr als die 6,3 kWh des 960-Wp-Sets.

Von etwa 9 bis halb sechs läuft der Wechselrichter an einem solchen Tag am Anschlag. Rund ein Drittel der möglichen Energie bleibt ungenutzt, der Rest summiert sich auf 8,7 Kilowattstunden. Mehr ist an einem Tag kaum drin: Der stärkste Tag der ganzen Reihe lag nach Süden bei 8,7, flach nach Ost und West bei 9,7 Kilowattstunden. Rein rechnerisch wären 800 Watt über 16 Stunden knapp 13 Kilowattstunden, doch morgens und abends reicht auch die größte zulässige Modulfläche nicht an die Grenze heran.

Gleichzeitig zeigt der Tagesgang, warum die großen Module sich trotzdem auszahlen. Das 960-Wp-Set bleibt selbst zur Mittagsstunde unter 800 Watt und nutzt die Leistung des Wechselrichters nie aus. Das 2.000-Wp-Feld füllt sie über acht Stunden komplett.

Wie viel an der 800-Watt-Grenze verloren geht

Über das ganze Jahr hängt die Kappung stark an der Aufstellung. Nach Süden mit 35 Grad trifft sie an 231 Tagen im Jahr, zusammen rund 1.080 Stunden. Senkrecht an der Wand sind es 190 Tage mit 630 Stunden, flach nach Ost und West 168 Tage mit 770 Stunden.

Verlorene Kilowattstunden je Monat bei 2.000 Wp:

MonatSüd 35°Ost-West 15°Süd senkrecht
Januar7011
März45927
April653020
Juni59452
September441020
Oktober25121
Dezember409
Jahr445200161

Die senkrechte Montage verhält sich überraschend: Ihre Kappung fällt in Frühjahr, Herbst und sogar in den Winter. Die tiefe Sonne trifft dann fast rechtwinklig auf die Wand, und kalte Module arbeiten mit höherem Wirkungsgrad. Im Hochsommer steht die Sonne dagegen so steil, dass die Wand kaum Spitzen erreicht. Wie das mit dem Einfallswinkel zusammenhängt, erklärt der Ratgeber zum Neigungswinkel im Winter.

2.000 gegen 960 Wattpeak: was die Zusatzmodule bringen

Die entscheidende Frage für viele ist der Schritt vom Zwei-Modul-Set mit 960 Wattpeak, dem Maximum am Schuko-Stecker, auf die volle Belegung:

Aufstellung960 Wp2.000 WpMehrertrag
Süd, 35°993 kWh1.626 kWh+633 kWh (+64 %)
Süd, 15°938 kWh1.611 kWh+673 kWh (+72 %)
Ost-West, 15°829 kWh1.528 kWh+699 kWh (+84 %)
Süd, 60°910 kWh1.530 kWh+620 kWh (+68 %)
Süd, senkrecht684 kWh1.264 kWh+580 kWh (+85 %)

Je ungünstiger die Aufstellung, desto mehr lohnt die zusätzliche Fläche. Senkrechte und Ost-West-Montagen erreichen die Grenze seltener und setzen fast jedes zusätzliche Wattpeak in Ertrag um. Beim optimal geneigten Süd-Feld frisst die Kappung einen größeren Teil.

Dazu kommt ein abnehmender Grenznutzen. Mit 1.500 Wattpeak liefert die Süd-35-Grad-Variante bereits 1.398 Kilowattstunden. Der Schritt von 960 auf 1.500 Wattpeak bringt damit rund 75 Kilowattstunden je 100 Wattpeak, der Schritt von 1.500 auf 2.000 nur noch rund 46. Bei Ost-West sind es 79 und 54, bei senkrechter Montage 65 und 46. Das dritte Modul holt also mehr heraus als das vierte.

Ein Vorteil zeigt sich vor allem im Winter: Im Dezember liefert ein 960-Wp-Set nach Süden an 48 Prozent der Tage weniger als 0,5 Kilowattstunden. Mit 2.000 Wattpeak sinkt dieser Anteil auf 21 Prozent. Die doppelte Fläche hebt vor allem die trüben Tage an, und genau dort greift die Grenze nie.

Im Winter: was 2.000 Watt am Tag liefern

Von November bis Januar bleibt der Ertrag auch mit maximaler Modulfläche bescheiden. Nach Süden geneigt kommen im Dezember im Schnitt 1,6 Kilowattstunden am Tag zusammen, im Januar 1,8, im November 2,1. Der typische Dezembertag liegt mit 1,1 Kilowattstunden unter dem Mittelwert, weil wenige klare Tage mit bis zu 3,7 Kilowattstunden den Schnitt heben.

An einem mittleren Dezembertag erzeugen die Module zwischen 9 und 15 Uhr jeweils nur 110 bis 180 Watt. Die Leistung reicht für Kühlschrank, Router und Standby-Geräte, für mehr nicht. Flach nach Ost und West montiert halbiert sich der Winterertrag noch einmal auf 0,8 Kilowattstunden am Tag, weil die flachen Module der tiefen Sonne kaum Fläche bieten.

Die Winterwerte sind zugleich ein Argument für eine steilere Aufstellung. Wer die Wahl hat, holt mit 60 Grad am Balkon im Dezember sogar etwas mehr heraus als mit 35 Grad und verliert übers Jahr nur rund 6 Prozent. Was der Winter sonst für Balkonkraftwerke bedeutet, steht im Ratgeber Balkonkraftwerk im Winter.

Wie viel davon im Haushalt ankommt

Erzeugte Kilowattstunden sparen erst Geld, wenn sie im Haus verbraucht werden. Genau hier liegt die Schwäche der großen Modulfläche: Der Mehrertrag fällt in dieselben Mittagsstunden, in denen schon ein kleines Set den Grundbedarf deckt.

Wir haben das mit dem Standardlastprofil H0 des BDEW für einen Haushalt mit 3.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch nachgerechnet. Das Profil ist ein geglätteter Durchschnitt vieler Haushalte und überschätzt den Eigenverbrauch eines einzelnen Haushalts eher, die absoluten Werte sind darum optimistisch. Das Verhältnis ist trotzdem aufschlussreich:

  • Das 960-Wp-Set nach Süden deckt rund 780 Kilowattstunden direkt.
  • Das 2.000-Wp-Feld deckt rund 1.035 Kilowattstunden direkt.
  • Von den 633 Kilowattstunden Mehrertrag landen also nur rund 255 im Haushalt, knapp 60 Prozent fließen ins Netz.

Die eingespeiste Energie bringt bei einem Steckersolargerät in der Praxis kein Geld, wie der Ratgeber zur Einspeisevergütung fürs Balkonkraftwerk erklärt. Bei 37 Cent je Kilowattstunde sparen die 255 Kilowattstunden zusätzlichen Eigenverbrauchs rund 94 Euro im Jahr. Wie du deinen eigenen Eigenverbrauch einschätzt, rechnet der Ratgeber Wie viel spart ein Balkonkraftwerk Schritt für Schritt vor.

Mit Speicher: wohin der Mittagsüberschuss geht

Ein Speicher verschiebt den Überschuss in den Abend und passt deshalb besonders gut zu 2.000 Wattpeak. In derselben Beispielrechnung ergibt sich:

Speicher (nutzbar)direkt verbrauchtaus dem Speichereingespeist
ohne1.035 kWh0 kWh592 kWh
1,92 kWh1.035 kWh408 kWh319 kWh
5 kWh1.035 kWh683 kWh165 kWh

2.000 Wp, Süd 35°, H0-Profil mit 3.000 kWh, je 95 % Wirkungsgrad beim Laden und Entladen.

Ein Speicher mit knapp 2 Kilowattstunden holt also rund 400 Kilowattstunden im Jahr zusätzlich ins Haus. Bei einem 960-Wp-Set bringt derselbe Speicher im selben Modell nur rund 200, weil dort viel weniger Überschuss anfällt.

Entscheidend ist die Bauart des Speichers. Nur ein Speicher, an dem die Module direkt hängen, kann die Leistung über 800 Watt aufnehmen. Er sitzt vor dem Wechselrichter, lädt mittags mit der vollen Modulleistung und macht so aus der schraffierten Fläche in der Grafik nutzbare Energie. Ein AC-gekoppelter Speicher, der an der Steckdose hinter einem 800-Watt-Wechselrichter hängt, sieht dagegen höchstens die 800 Watt, die der Wechselrichter abgibt. Die gekappte Energie bleibt für ihn verloren. Wie groß der Speicher sein sollte, rechnet der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher: Wie groß? aus Grundlast und Tagesüberschuss vor, die passenden Einstellungen der Ratgeber Balkonkraftwerk mit Speicher richtig einstellen.

Was für 2.000 Wattpeak erfüllt sein muss

Rechtlich ist die volle Belegung seit dem Solarpaket I gedeckt: Ein Steckersolargerät darf Module mit bis zu 2.000 Wattpeak und einen Wechselrichter mit bis zu 800 Voltampere haben. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber Wie viel Strom darf ein Balkonkraftwerk erzeugen. Praktisch kommen drei Punkte dazu:

  • Anschluss: Die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 sieht am Schuko-Stecker höchstens 960 Wattpeak vor. Für mehr verlangt sie eine Energiesteckvorrichtung wie die Wieland-Dose, die eine Elektrofachkraft setzt. Die Unterschiede erklärt der Ratgeber Schuko oder Wieland.
  • Wechselrichter-Eingänge: Vier Module brauchen entweder einen Wechselrichter mit vier Eingängen oder Y-Kabel, die je zwei Module parallel auf einen Eingang legen. Dann addieren sich die Ströme, und der zulässige Eingangsstrom im Datenblatt muss dazu passen. Worauf es dabei ankommt, steht im Ratgeber zum Y-Stecker.
  • Fläche: Vier Module mit je rund 500 Wattpeak messen zusammen etwa 9 Quadratmeter. Das passt auf ein Flachdach, eine Garage oder in den Garten, an ein normales Balkongeländer meist nicht.

Angemeldet wird ein 2000-Watt-Balkonkraftwerk wie jedes andere Steckersolargerät im Marktstammdatenregister, eine zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt.

Fazit

Ein Balkonkraftwerk mit 2.000 Watt bringt am 800-Watt-Wechselrichter rund 1.260 bis 1.630 Kilowattstunden im Jahr, im Sommer 6 bis 7 Kilowattstunden am Tag und im Dezember etwa 1,6. Die Kappung kostet nach Süden rund ein Fünftel, bei senkrechter und Ost-West-Montage nur ein Neuntel des möglichen Ertrags.

Am meisten holen die Zusatzmodule dort heraus, wo die Aufstellung ohnehin nicht optimal ist: an der Wand, flach auf dem Dach, nach Ost und West. Damit aus dem Mehrertrag auch Ersparnis wird, braucht es Verbraucher am Tag oder einen Speicher, idealerweise einen, an dem die Module direkt hängen. Wer die volle Belegung plant, klärt zuerst die Wieland-Dose und die Eingangsströme des Wechselrichters, danach die Speicherfrage.

Häufige Fragen

Wie viel kWh bringt ein 2000-Watt-Balkonkraftwerk pro Tag?

Im Jahresmittel rund 4,5 Kilowattstunden am Tag, wenn die Module nach Süden aufgeständert sind. Von April bis August sind es im Schnitt 6 bis 6,7 Kilowattstunden, an klaren Sommertagen bis knapp 9. Im Dezember liegt der Mittelwert bei 1,6 Kilowattstunden. Alle Werte stammen aus unserer PVGIS-Berechnung für Kassel mit 800-Watt-Wechselrichter.

Wie viel Strom erzeugt ein 2000-Watt-Balkonkraftwerk im Jahr?

Am 800-Watt-Wechselrichter zwischen rund 1.260 und 1.630 Kilowattstunden, je nach Aufstellung. Süd mit 35 Grad Neigung kommt auf etwa 1.630, eine flache Ost-West-Aufstellung auf 1.530, senkrecht an einer Südwand sind es 1.260. Das ist das langjährige Mittel 2005 bis 2023 für Kassel, sonnige Jahre liegen gut 8 Prozent darüber.

Was bringt ein 2000-Watt-Balkonkraftwerk im Winter am Tag?

Im Dezember im Schnitt 1,6 Kilowattstunden bei Südausrichtung, im Januar 1,8. Der typische Tag liegt darunter, der Median im Dezember bei 1,1 Kilowattstunden, weil wenige helle Tage den Mittelwert heben. Flach nach Ost und West montierte Module liefern im Dezember nur 0,8 Kilowattstunden am Tag.

Lohnen sich 2000 Wp statt 960 Wp Modulleistung?

Beim Ertrag ja: Die zusätzlichen gut 1.000 Wattpeak bringen je nach Aufstellung 64 bis 85 Prozent mehr Strom, obwohl der Wechselrichter bei 800 Watt deckelt. Ob sich das in Euro auszahlt, hängt am Eigenverbrauch. Der Mehrertrag fällt überwiegend mittags an, ohne Speicher landet ein großer Teil davon unvergütet im Netz.

Wie viel Ertrag geht durch die 800-Watt-Begrenzung verloren?

Bei 2.000 Wattpeak nach Süden mit 35 Grad Neigung rund 21 Prozent des möglichen Jahresertrags, das sind etwa 445 Kilowattstunden. Senkrecht an der Wand und bei flacher Ost-West-Aufstellung sind es nur rund 11 Prozent. Die Kappung trifft vor allem klare Tage zwischen März und September.

Brauche ich für 2000 Wp einen Wieland-Stecker?

Nach der Produktnorm DIN VDE V 0126-95, die seit Dezember 2025 gilt, ja. Mit Schuko-Stecker sieht sie höchstens 960 Wattpeak vor, darüber eine Energiesteckvorrichtung wie die Wieland-Dose. Das Gesetz selbst erlaubt bis 2.000 Wattpeak und 800 Voltampere, die Norm regelt, wie das Gerät sicher angeschlossen wird.

Bringt ein Speicher bei 2000 Watt Modulleistung mehr?

Ja, und zwar mehr als bei kleinen Sets. In unserer Beispielrechnung holt ein 1,92-kWh-Speicher rund 400 Kilowattstunden im Jahr aus dem Mittagsüberschuss in den Abend. Entscheidend ist die Bauart: Nur ein Speicher, an dem die Module direkt hängen, kann auch die Leistung über 800 Watt aufnehmen. Ein AC-Speicher hinter dem Wechselrichter sieht höchstens 800 Watt.

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