Technische Daten
| Speicherkapazität | 2.688 Wh (2,688 kWh) |
|---|---|
| Zellchemie | LiFePO4 |
| Nennspannung | 25,6 V DC |
| Nennleistung (Einzelgerät) | 1.800 W |
| Max. Ladestrom | 70 A DC |
| Max. Entladestrom | 75 A DC |
| Ladezyklen | bis zu 6.000 |
| Erwartete Lebensdauer | bis zu 15 Jahre laut Hersteller |
| Stapelbar | bis 5 Erweiterungsakkus je Solarbank |
| Systemkapazität maximal | bis 16,128 kWh |
| Kompatibel mit | Solarbank 2 Pro, 2 Plus, 2 AC, Solarbank 3 Pro |
| Nicht kompatibel mit | Solarbank Max AC |
| Mischbetrieb | gemeinsam mit BP1600 möglich |
| Verbindung | Stapeln ohne zusätzliche Kabel |
| Maße (B × T × H) | 460 × 233 × 217,5 mm |
| Gewicht | 24 kg |
| Schutzart | IP65 |
| Betriebstemperatur | -20 bis 55 °C |
| Lieferumfang | Akku, Smart Plug Gen 2, Befestigungsbügel, Wandhalterung E2700 |
| Modellnummer | A17C5 |
| Garantie | 10 Jahre |
| Preis je Kilowattstunde | rund 297 € bei 799 € Kaufpreis |
Ein Balkonspeicher ist selten von Anfang an richtig dimensioniert. Meist zeigt erst der erste Sommer, wie viel Überschuss tatsächlich anfällt und wie viel davon nachts wieder gebraucht wird. Der BP2700 ist Ankers Antwort darauf: 2,688 kWh zum Aufstapeln, ohne die Solarbank auszutauschen. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben von Anker, die Händler-Listungen und der Vergleich mit den anderen Akkus der Reihe.
Stapeln statt verkabeln
Der Erweiterungsakku hat kein eigenes Bedienteil und keine eigene Elektronik zum Konfigurieren. Er wird unter die Solarbank gesetzt, rastet über den Kontaktblock ein und ist damit im System. Zusätzliche Kabel oder Steckverbindungen entfallen, was die häufigste Fehlerquelle bei Erweiterungen ausräumt: schlecht sitzende Steckkontakte im Außenbereich.
Im Karton liegen Befestigungsbügel, Spreizdübel, Kombischrauben und eine L-Winkel-Wandhalterung. Die gehören montiert, sobald der Stapel höher als zwei Einheiten wird. Ein Turm aus Solarbank plus zwei Akkus wiegt schnell über 70 kg und hat einen entsprechend hohen Schwerpunkt.
Bis zu fünf Erweiterungsakkus nimmt eine Solarbank auf. Zusammen mit dem Grundgerät ergibt das ein System von bis zu 16,128 kWh.
25,6 Volt: warum der BP2700 nicht überall passt
Die Nennspannung von 25,6 V DC ist der Grund, warum die Kompatibilitätsliste endet, wo sie endet. Anker nennt die Solarbank 2 Pro, 2 Plus, 2 AC und die Solarbank 3 Pro. Die Solarbank Max AC bleibt ausgeschlossen, weil sie auf einer anderen Systemspannung arbeitet.
Für Besitzer der zweiten und dritten Generation ist das eine gute Nachricht: Ein Akku deckt zwei Gerätegenerationen ab, und der Mischbetrieb mit dem älteren BP1600 ist ausdrücklich erlaubt. Wer eine Solarbank 2 mit einem BP1600 fährt und mehr Kapazität braucht, stellt einfach einen BP2700 dazu. Das System rechnet mit der Summe.
Wer dagegen auf die vierte Generation umsteigt, sollte den Blick auf den BP5000 richten. Der ist rückwärts kompatibel bis zur Solarbank 2 und deckt damit einen breiteren Bereich ab als der BP2700.
6.000 Zyklen und was sie im Alltag bedeuten
Ein Ladezyklus ist eine volle Ladung plus volle Entladung. In der Praxis eines Balkonspeichers entspricht das grob einem Tag im Sommerhalbjahr und deutlich weniger als einem Tag im Winter. Wer den Speicher an 250 Tagen im Jahr voll durchfährt, kommt auf 250 Zyklen jährlich. 6.000 Zyklen reichen dann rechnerisch für rund 24 Jahre, wobei Kalenderalterung und Temperatur die tatsächliche Lebensdauer vorher begrenzen.
Anker nennt konsequenterweise bis zu 15 Jahre Lebensdauer und gibt 10 Jahre Garantie. Das ist ein solider Wert. Zum Einordnen: In dieser Geräteklasse sind 3.000 bis 6.000 Zyklen der übliche Rahmen. Der neuere BP5000 legt mit 10.000 Zyklen bei gleicher Garantiezeit noch einmal nach.
Zellen mit LiFePO4-Chemie verlieren pro Zyklus wenig Kapazität und sind thermisch stabiler als NMC-Zellen. Der Preis dafür ist eine geringere Energiedichte, weshalb 2,688 kWh hier 24 kg wiegen.
Der Preis je Kilowattstunde ist der wunde Punkt
Bei Erweiterungsakkus zählt eine einzige Kennzahl mehr als alle anderen: was die Kilowattstunde Speicher kostet. Bei rund 799 Euro und 2,688 kWh landet der BP2700 bei etwa 297 Euro je Kilowattstunde.
Der Vergleich innerhalb der eigenen Produktfamilie fällt deutlich aus:
| Akku | Kapazität | Preis | € je kWh | Zyklen | Schutzart | Gewicht |
|---|---|---|---|---|---|---|
| BP2700 | 2,688 kWh | ca. 799 € | ca. 297 € | 6.000 | IP65 | 24 kg |
| BP5000 | 5,024 kWh | ca. 1.099 € | ca. 219 € | 10.000 | IP66 | 42 kg |
Der BP5000 ist je Kilowattstunde rund ein Viertel günstiger, hält rechnerisch fast doppelt so viele Zyklen und ist eine IP-Stufe besser geschützt. Er passt an dieselben Solarbanks. Rein rechnerisch spricht damit vieles für den größeren Akku.
Der Gegenpunkt heißt Gewicht und Schrittweite. 42 kg statt 24 kg machen aus dem Ein-Personen-Job eine Zwei-Personen-Aufgabe, und wer nur 2,7 kWh braucht, zahlt beim BP5000 für 5 kWh. Wie viel Kapazität wirklich nötig ist, rechnet der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher: wie groß durch.
Lade- und Entladeströme: was 70 Ampere bedeuten
Anker nennt 70 A maximalen Ladestrom und 75 A Entladestrom bei 25,6 V Nennspannung. Rechnerisch entspricht das rund 1,8 kW in beide Richtungen, was zur genannten Nennleistung von 1.800 W passt.
Praktisch heißt das: Der Akku ist nicht das Nadelöhr. Eine Solarbank 3 Pro gibt maximal 1.200 W ab, eine Solarbank 2 800 W. Der Akku kann in beiden Fällen mehr, als das Grundgerät abruft. Bei mehreren gestapelten Akkus verteilt sich der Strom ohnehin.
Ein Widerspruch bleibt: Amazon führt in den technischen Daten 1.200 W Ausgangsleistung, Anker nennt 1.800 W Nennleistung. Im Zweifel gilt die Herstellerangabe, aufgelöst wird der Unterschied nirgends. Für die Kaufentscheidung ist er ohne Belang, weil beide Werte über dem liegen, was die Solarbanks abrufen.
Aufstellung, Wetter und Winter
IP65 bedeutet staubdicht und gegen Strahlwasser aus allen Richtungen geschützt. Für einen überdachten Balkon oder eine Hauswand reicht das. Die neueren Anker-Akkus liegen mit IP66 eine Stufe darüber, was bei ungeschützten Standorten den Ausschlag geben kann. Die Standortfrage behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher draußen.
Der Betriebsbereich reicht von -20 bis 55 °C. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Laden und Entladen: Entladen funktioniert bei LiFePO4 auch weit unter null, Laden dagegen schädigt die Zellen unterhalb von 0 °C, weshalb das BMS es sperrt. Bei einem Stapel aus Solarbank plus Erweiterungsakku übernimmt die Solarbank das Temperaturmanagement. Was das im Winter bedeutet, steht im Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher im Winter.
Mit 24 kg lässt sich der Akku von einer Person tragen. Der Untergrund muss eben und tragfähig sein, für eine Balkonbrüstung ist der fertige Stapel zu schwer.
Der Smart Plug Gen 2 im Lieferumfang
Anker legt dem BP2700 einen Smart Plug Gen 2 bei, und der ist mehr als eine Dreingabe. Er misst den Verbrauch an einem Gerät und meldet ihn an die Solarbank. Erst mit dieser Rückmeldung kann das System bedarfsgerecht entladen statt nach festem Zeitplan zu arbeiten.
Ohne Messtechnik im Haus verschenkt ein Speicher einen erheblichen Teil seines Nutzens: Er entlädt dann in Zeitfenster, in denen vielleicht gar kein Verbrauch anliegt, und ist leer, wenn abends die Waschmaschine läuft. Wie sich der Ertrag überhaupt messen lässt, behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Ertrag messen. Was passiert, wenn der Speicher trotzdem voll läuft, steht im Ratgeber Speicher voll, was tun.
Für wen sich der Akku lohnt
Passend ist der BP2700 für Besitzer einer Solarbank 2 oder 3 Pro, die in überschaubaren Schritten nachrüsten wollen, für alle mit einem vorhandenen BP1600, der weiterlaufen soll, und für Standorte, an denen 42 kg schlicht nicht handhabbar sind: enge Treppenhäuser, Wandkonsolen, Aufstellorte ohne zweite Person.
Weniger passend ist er, wenn ohnehin mehr als 5 kWh geplant sind. Dann ist der BP5000 je Kilowattstunde günstiger und hält länger. Und wer eine Solarbank Max AC betreibt, kommt mit dem BP2700 gar nicht weiter.
Fazit
Der BP2700 ist ein sauber gebauter Erweiterungsakku mit dem größten Vorzug, den ein solches Produkt haben kann: Er passt an zwei Gerätegenerationen und verträgt sich mit dem Vorgänger. 6.000 Zyklen, 10 Jahre Garantie, IP65 und kabelloses Stapeln sind solide Werte, und der beiliegende Smart Plug Gen 2 ist bares Geld wert.
Der Preis je Kilowattstunde ist der Grund für die Zurückhaltung. Rund 297 Euro je kWh gegenüber 219 Euro beim BP5000 sind ein deutlicher Abstand, und der größere Akku hält dabei noch länger. Der BP2700 rechnet sich, wenn die Kapazitätsstufe von 2,7 kWh passt oder das Gewicht den Ausschlag gibt. Wer den Platz und die zweite Person hat, sollte den Größeren nehmen.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Die Erweiterung läuft über reines Stapeln, es sind keine zusätzlichen Kabel oder Steckverbindungen nötig
- 6.000 Zyklen bei 10 Jahren Garantie liegen über dem, was in dieser Geräteklasse üblich ist
- Der Akku passt sowohl an die Solarbank 2 als auch an die Solarbank 3 Pro und lässt sich mit dem älteren BP1600 mischen, das schützt vorhandene Investitionen
- Der Smart Plug Gen 2 liegt bei, ohne ihn arbeitet die Solarbank nur nach Zeitplan statt nach tatsächlichem Verbrauch
- 24 kg sind für 2,688 kWh handlich genug, um den Akku allein zu tragen und auf eine Konsole zu heben
Das spricht dagegen
- Mit rund 297 Euro je Kilowattstunde liegt der BP2700 deutlich über dem BP5000, der bei rund 219 Euro je Kilowattstunde landet und an dieselben Solarbanks passt
- 6.000 Zyklen sind ordentlich, der BP5000 nennt mit 10.000 aber deutlich mehr bei gleicher Garantiezeit
- IP65 liegt eine Stufe unter dem IP66 der neueren Anker-Akkus, für ungeschützte Außenstandorte ist das der schwächere Wert
- Amazon führt in den technischen Daten 1.200 W Ausgangsleistung, Anker nennt 1.800 W Nennleistung, der Widerspruch bleibt unaufgelöst
- An der Solarbank Max AC funktioniert der Akku nicht, die Kompatibilität endet bei der Solarbank-3-Generation
Häufige Fragen
Wie viel Kapazität hat der Anker SOLIX BP2700?
Der Akku speichert 2.688 Wh, also rund 2,7 kWh, bei einer Nennspannung von 25,6 V DC. Verbaut sind LiFePO4-Zellen. Bis zu fünf Erweiterungsakkus lassen sich an eine Solarbank stapeln, damit erreicht das Gesamtsystem bis zu 16,128 kWh.
An welche Solarbank passt der BP2700?
Anker nennt die Solarbank 2 Pro, die Solarbank 2 Plus, die Solarbank 2 AC und die Solarbank 3 Pro. Nicht kompatibel ist die Solarbank Max AC. Der Akku lässt sich außerdem gemeinsam mit dem älteren BP1600 in einem Stapel betreiben.
Wie wird der Akku angeschlossen?
Über reines Stapeln. Der BP2700 hat ein modulares Design und verbindet sich beim Aufsetzen ohne zusätzliche Kabel mit dem Hauptgerät. Im Lieferumfang liegen Befestigungsbügel, Spreizdübel, Kombischrauben und eine L-Winkel-Wandhalterung für die Sicherung gegen Kippen.
Wie lange hält der BP2700?
Anker gibt bis zu 6.000 Ladezyklen an und leitet daraus eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren ab. Die Garantie läuft über 10 Jahre. Zum Einordnen: In dieser Geräteklasse sind 3.000 bis 6.000 Zyklen der übliche Rahmen, der neuere BP5000 nennt 10.000.
Kann der Akku draußen stehen?
Anker gibt IP65 an, damit ist das Gehäuse staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt, der Betriebsbereich reicht von -20 bis 55 °C. Ein überdachter Platz bleibt trotzdem die bessere Wahl. Dauerhafte Sonneneinstrahlung und Hitze lassen Lithiumzellen schneller altern.
Lohnt sich der BP2700 oder besser der BP5000?
Rechnerisch spricht viel für den BP5000: Er kostet rund 1.099 Euro für 5,024 kWh, also etwa 219 Euro je Kilowattstunde, gegenüber rund 297 Euro beim BP2700. Dazu kommen 10.000 statt 6.000 Zyklen und IP66 statt IP65. Der Gegenpunkt ist das Gewicht, 42 statt 24 kg, und die gröbere Schrittweite.
Was macht der mitgelieferte Smart Plug Gen 2?
Er misst den Verbrauch an einem Gerät und meldet ihn an die Solarbank. Erst damit kann das System bedarfsgerecht entladen statt nach festem Zeitplan zu arbeiten. Ohne Messtechnik im Haus fällt ein guter Teil der Ersparnis weg, weil der Speicher nicht weiß, wann Strom gebraucht wird.
Wie schwer ist der BP2700 und wo kann er stehen?
Der Akku wiegt 24 kg bei Maßen von 460 × 233 × 217,5 mm. Damit lässt er sich von einer Person tragen und auf eine Konsole heben. Der Untergrund muss eben und tragfähig sein, für eine Balkonbrüstung ist der Stapel aus Solarbank plus Akku zu schwer.
Verändert ein Erweiterungsakku die Anmeldung meiner Anlage?
Für das vereinfachte Verfahren zählt die Wechselrichterleistung, nicht die Speicherkapazität. Ein zusätzlicher Akku ändert daran nichts, solange die Solarbank auf 800 VA bleibt. Anzupassen ist der Eintrag im Marktstammdatenregister, wenn dort die Speicherkapazität hinterlegt ist.
Kann ich BP2700 und BP1600 mischen?
Ja, Anker nennt die volle Kompatibilität zur Vorgängergeneration BP1600 ausdrücklich. Wer eine Solarbank 2 mit BP1600 betreibt und aufrüsten will, kann den BP2700 dazustellen. Das System arbeitet dann mit der Summe beider Kapazitäten.