Erweiterungsakku · Anker

Anker SOLIX BP5000 (Erweiterungsakku)

  • 5.024 Wh LiFePO4 aus 314-Ah-Zellen, Systemausbau bis 30 kWh
  • 10.000 Ladezyklen, rund das Doppelte der Klasse
  • Passt an Solarbank 4 Pro, 3 Pro sowie Solarbank 2 Pro, AC und Plus
  • IP66 statt der sonst üblichen IP65, Betrieb von -20 bis 55 °C
  • Rund 219 Euro je Kilowattstunde, Smart Plug Gen 2 liegt bei

Preise: Stand 05.10.2026, Amazon 04:10 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der solarkasten.de-Redaktion · Veröffentlicht am 29. August 2026

Anker SOLIX BP5000

Technische Daten

Speicherkapazität 5.024 Wh (rund 5 kWh)
Zellchemie LiFePO4 mit 314-Ah-Zellen
Nennspannung 16 V DC
Max. Ladestrom 180 A DC
Max. Entladestrom 180 A DC
Ladezyklen bis zu 10.000
Erwartete Lebensdauer bis zu 15 Jahre laut Hersteller
Stapelbar 5 Akkus laut Hersteller, 6 laut Amazon-Listung
Systemkapazität maximal bis 30 kWh
Kompatibel mit Solarbank 4 Pro, Solarbank 3 Pro, Solarbank 2 Pro, 2 AC, 2 Plus
Verbindung Stapeln, Plug-and-Play ohne Zusatzkabel
Maße (B × T × H) 460 × 254 × 232,5 mm
Gewicht 42 kg
Schutzart IP66
Betriebstemperatur -20 bis 55 °C
Lieferumfang Akku, Smart Plug Gen 2, 2 Halterungen, Wandhalterungen, Schrauben
Modellnummer AE103
Garantie 10 Jahre
Preis je Kilowattstunde rund 219 € bei 1.099 € Kaufpreis

Erweiterungsakkus werden gern über die Kapazität verkauft und über den Preis je Kilowattstunde entschieden. Der BP5000 ist der Akku, an dem Anker diese Rechnung deutlich zu seinen Gunsten dreht: 5,024 kWh für rund 1.099 Euro, dazu 10.000 Ladezyklen und IP66. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben von Anker, die Händler-Listungen und der Vergleich mit den kleineren Akkus der Reihe.

219 Euro je Kilowattstunde: die entscheidende Zahl

Bei Erweiterungsakkus zählt eine Kennzahl mehr als alle anderen, weil sie Kapazität und Preis in einem Wert zusammenfasst. Der BP5000 landet bei rund 219 Euro je Kilowattstunde. Der kleinere BP2700 liegt bei etwa 297 Euro.

AkkuKapazitätPreis€ je kWhZyklenSchutzartGewicht
BP50005,024 kWhca. 1.099 €ca. 219 €10.000IP6642 kg
BP27002,688 kWhca. 799 €ca. 297 €6.000IP6524 kg

Der Abstand von rund einem Viertel ist die eine Hälfte der Rechnung. Die andere sind die Zyklen. Auf die Lebensdauer gerechnet speichert der BP5000 über 10.000 Zyklen rund 50.000 kWh, der BP2700 über 6.000 Zyklen rund 16.000 kWh. Bezogen auf die durchgesetzte Kilowattstunde kostet der BP5000 damit etwa 2,2 Cent, der BP2700 rund 5 Cent. Das sind theoretische Werte, weil kein Speicher seine Zyklenzahl in einem Balkonkraftwerk je ausreizt, aber die Richtung ist eindeutig.

Der Gegenpunkt steht in derselben Tabelle: 42 kg. Dazu gleich mehr.

10.000 Zyklen sind der doppelte Klassenwert

Ein Ladezyklus ist eine volle Ladung plus volle Entladung. Ein Balkonspeicher schafft im Sommerhalbjahr etwa einen Zyklus pro Tag, im Winter deutlich weniger. Bei 250 Vollzyklen im Jahr reichen 10.000 Zyklen rechnerisch für 40 Jahre, was in der Praxis niemand erlebt: Die Kalenderalterung der Zellen setzt vorher die Grenze.

Der Wert ist trotzdem aussagekräftig, weil er auf die Zellqualität deutet. Anker verbaut 314-Ah-Zellen, ein in großen Hausspeichern verbreitetes Format aus der Automotive-Fertigung. Große Zellen werden bei gleicher Systemleistung geringer belastet als viele kleine, was die Alterung verlangsamt.

Die Garantie liegt bei 10 Jahren, die genannte Lebensdauer bei bis zu 15 Jahren. In dieser Geräteklasse sind 3.000 bis 6.000 Zyklen der übliche Rahmen, Anker verdoppelt ihn hier.

Kompatibel bis zurück zur Solarbank 2

Der BP5000 ist für die Solarbank 4 E5000 Pro entwickelt, funktioniert aber deutlich breiter. Anker nennt zusätzlich die Solarbank 3 Pro sowie die Solarbank 2 in den Varianten Pro, AC und Plus. Damit deckt ein einziger Akku drei Gerätegenerationen ab.

Für Besitzer älterer Anlagen ist das relevanter, als es zunächst klingt. Wer eine Solarbank 2 E1600 AC betreibt und aufrüsten will, kann den aktuellen Akku kaufen statt einen auslaufenden. Er behält damit die Option, das Grundgerät später zu tauschen, ohne den Speicher mitzuwechseln.

Ob das im Einzelfall sinnvoll ist, hängt an der Entladeleistung. Dazu weiter unten.

180 Ampere: der Akku ist nie das Nadelöhr

Anker nennt 180 A maximalen Lade- und Entladestrom bei 16 V Nennspannung, rechnerisch rund 2,9 kW in beide Richtungen. Zum Einordnen, was die Grundgeräte abrufen:

Grundgerätmax. AbgabeAuslastung des BP5000
Solarbank 4 E5000 Pro2.500 Wrund 86 %
Solarbank 3 Pro1.200 Wrund 41 %
Solarbank 2 (Pro/AC/Plus)800 Wrund 28 %

Der Akku liefert in jedem Fall mehr, als das System abruft. Bei mehreren gestapelten Akkus verteilt sich der Strom zusätzlich. Das ist die technische Grundlage dafür, dass sich Kapazität hier ohne Leistungseinbußen stapeln lässt.

Die Kehrseite: An einer Solarbank 2 mit 800 W Abgabe braucht die Entladung von 5 kWh gut sechs Stunden bei Volllast. Bei einer üblichen nächtlichen Grundlast von 200 bis 300 W reicht die Kapazität für mehrere Nächte. Gefüllt wird sie nur mit entsprechend großer Modulfläche. Wie viel Speicher zum eigenen Verbrauch passt, rechnet der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher: wie groß durch.

42 Kilogramm sind das eigentliche Gegenargument

Der BP5000 wiegt 42 kg bei 460 × 254 × 232,5 mm. Das ist der Punkt, an dem die schöne Rechnung von oben auf die Wirklichkeit trifft.

Praktisch heißt das: Aufstellen und Stapeln sind eine Aufgabe für zwei Personen. Wandkonsolen scheiden aus, Balkonbrüstungen ohnehin, und ein enges Treppenhaus in den Keller wird zum Problem. Der Untergrund muss eben und tragfähig sein. Ein Turm aus Solarbank 4 Pro (50 kg) plus zwei BP5000 wiegt 134 kg, was auf einem Holzbalkon eine Frage an die Statik ist.

Die mitgelieferten Wandhalterungen sind entsprechend keine Kür. Sie sichern den Stapel gegen Kippen und gehören montiert, sobald mehr als eine Einheit aufeinandersteht.

Wer diese Bedingungen nicht erfüllt, ist mit dem BP2700 und seinen 24 kg besser bedient, auch wenn er je Kilowattstunde teurer ist.

IP66 und der Winterbetrieb

IP66 bedeutet staubdicht und gegen starkes Strahlwasser geschützt. Das liegt eine Stufe über dem in dieser Klasse verbreiteten IP65 und erlaubt auch Standorte ohne Überdachung, etwa an einer freien Hauswand oder auf einer offenen Terrasse. Die Standortfrage behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher draußen.

Der Betriebsbereich reicht von -20 bis 55 °C. Dabei gilt die übliche Unterscheidung: Entladen funktioniert bei LiFePO4 auch deutlich unter null, Laden schädigt die Zellen unterhalb von 0 °C und wird vom BMS gesperrt. Im Stapel übernimmt das Grundgerät das Temperaturmanagement. Was das im Winter für den Ertrag bedeutet, steht im Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher im Winter.

Ein überdachter Platz bleibt trotz IP66 die bessere Wahl. Dauerhafte Sonneneinstrahlung heizt das Gehäuse auf, und Hitze ist der zweite große Alterungstreiber neben der Zyklenzahl.

Der Widerspruch bei der Stapelzahl

Anker nennt auf der eigenen Produktseite fünf stapelbare Erweiterungsakkus, die Amazon-Listung spricht von sechs. Beide Quellen kommen auf dieselbe Obergrenze von 30 kWh, was bei fünf Akkus à 5,024 kWh plus einem Grundgerät mit 5,024 kWh aufgeht.

Die Herstellerangabe ist im Zweifel die maßgebliche. Für die Kaufentscheidung ist der Unterschied ohne Belang: Wer 30 kWh Speicher am Balkonkraftwerk plant, hat andere Fragen zu klären als die sechste Stapelstufe. Der Ratgeber Solarspeicher nachrüsten ordnet ein, wo die sinnvolle Grenze liegt.

Für wen sich der Akku lohnt

Passend ist der BP5000 für Besitzer einer Solarbank 4 Pro oder 3 Pro mit ausreichend Modulfläche, für alle, die von Anfang an über 5 kWh planen, und für Standorte ohne Überdachung, an denen IP66 den Ausschlag gibt. Wer eine Solarbank 2 aufrüstet, sollte vorher prüfen, ob die Modulfläche 5 kWh überhaupt füllt.

Weniger passend ist er überall dort, wo Gewicht und Zugang das Problem sind, und bei kleinen Nachrüstungen unterhalb von 3 kWh. Für beide Fälle ist der BP2700 die praktischere Wahl.

Fazit

Der BP5000 ist der rechnerisch beste Erweiterungsakku im aktuellen Anker-Programm. Rund 219 Euro je Kilowattstunde, 10.000 Zyklen, IP66 und eine Kompatibilität über drei Gerätegenerationen sind Werte, an denen sich der kleinere BP2700 in jeder einzelnen Disziplin messen lassen muss und in jeder einzelnen verliert.

Der Preis dafür steht auf der Waage. 42 kg entscheiden in der Praxis häufiger über die Kaufentscheidung als jeder Datenblattwert, und die Schrittweite von 5 kWh passt nicht zu jeder Nachrüstung. Wer den Platz, den ebenen Untergrund und die zweite Person hat, bekommt hier den günstigsten und langlebigsten Speicher der Reihe. Wer nicht, greift zum BP2700 und zahlt den Aufschlag bewusst.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • 10.000 Ladezyklen sind rund das Doppelte dessen, was Erweiterungsakkus dieser Klasse üblicherweise nennen, und das bei denselben 10 Jahren Garantie
  • Rund 219 Euro je Kilowattstunde unterbieten den kleineren BP2700 um etwa ein Viertel
  • IP66 liegt über dem verbreiteten IP65 und erlaubt auch Standorte ohne Überdachung
  • Die Kompatibilität reicht von der Solarbank 4 Pro zurück bis zur Solarbank 2 Plus, damit lohnt der Akku auch an älteren Anlagen
  • 180 A Lade- und Entladestrom liegen weit über dem, was jede Solarbank abrufen kann, der Akku bremst das System an keiner Stelle
  • Der Smart Plug Gen 2 liegt bei und ist Voraussetzung für bedarfsgerechtes Entladen

Das spricht dagegen

  • 42 kg machen den Aufbau zur Zwei-Personen-Aufgabe und schließen Wandkonsolen sowie enge Treppenhäuser praktisch aus
  • Die Schrittweite von 5 kWh ist grob, wer nur zwei Kilowattstunden nachrüsten will, zahlt für das Doppelte
  • Anker nennt fünf stapelbare Akkus, die Amazon-Listung sechs, der Widerspruch bleibt unaufgelöst
  • An einer Solarbank 2 mit 800 W Abgabe steht die Kapazität in keinem sinnvollen Verhältnis zur Entladeleistung
  • Der absolute Preis von rund 1.099 Euro liegt über dem vieler kompletter Balkonspeicher-Systeme

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 4,5
Kapazität & Erweiterbarkeit 5,0
Lebensdauer & Garantie 5,0
Kompatibilität 5,0
Aufstellung & Handhabung 2,5

Gesamtwertung: 4,5 / 5

Häufige Fragen

Wie viel Kapazität hat der Anker SOLIX BP5000?

Der Akku speichert 5.024 Wh, also gut 5 kWh. Verbaut sind LiFePO4-Zellen mit 314 Ah bei einer Nennspannung von 16 V DC. Gestapelt wächst das System auf bis zu 30 kWh, wobei Anker fünf Erweiterungsakkus nennt und die Amazon-Listung sechs.

An welche Solarbank passt der BP5000?

Anker nennt die Solarbank 4 Pro, für die der Akku entwickelt wurde, sowie die Solarbank 3 Pro und die Solarbank 2 in den Varianten Pro, AC und Plus. Damit deckt der BP5000 drei Gerätegenerationen ab und ist die breiteste Kompatibilität der aktuellen Anker-Erweiterungsakkus.

Wie viel kostet der BP5000 je Kilowattstunde?

Bei rund 1.099 Euro und 5,024 kWh liegt der Preis bei etwa 219 Euro je Kilowattstunde. Zum Vergleich: Der kleinere BP2700 kommt bei rund 799 Euro und 2,688 kWh auf etwa 297 Euro je Kilowattstunde. Der größere Akku ist damit rund ein Viertel günstiger je gespeicherter Kilowattstunde.

Wie lange hält der BP5000?

Anker gibt bis zu 10.000 Ladezyklen an und leitet daraus eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren ab. Die Garantie läuft über 10 Jahre. Zum Einordnen: In dieser Geräteklasse sind 3.000 bis 6.000 Zyklen der übliche Rahmen, der BP2700 nennt 6.000.

Kann der Akku draußen stehen?

Anker gibt IP66 an, damit ist das Gehäuse staubdicht und gegen starkes Strahlwasser geschützt. Das liegt eine Stufe über dem in dieser Klasse üblichen IP65 und erlaubt auch Standorte ohne Überdachung. Der Betriebsbereich reicht von -20 bis 55 °C.

Wie schwer ist der BP5000?

Der Akku wiegt 42 kg bei Maßen von 460 × 254 × 232,5 mm. Damit ist das Aufstellen eine Aufgabe für zwei Personen. Wandkonsolen, enge Treppenhäuser und Balkonbrüstungen scheiden als Standort aus, der Untergrund muss eben und tragfähig sein.

Lohnt sich der BP5000 an einer Solarbank 2?

Technisch passt er, rechnerisch stimmt das Verhältnis oft nicht. Eine Solarbank 2 gibt maximal 800 W ab und braucht für die Entladung von 5 kWh gut sechs Stunden bei Volllast. Bei üblicher Grundlast von 200 bis 300 W reicht die Kapazität für mehrere Nächte, was nur bei entsprechend großer Modulfläche jemals gefüllt wird.

Wie wird der Akku angeschlossen?

Über Stapeln. Der BP5000 verbindet sich beim Aufsetzen über den Kontaktblock mit dem Hauptgerät, zusätzliche Kabel sind nicht nötig. Im Lieferumfang liegen zwei Halterungen, sechs Schrauben, vier Spreizschrauben und zwei Wandhalterungen für die Sicherung gegen Kippen.

Was bedeuten 180 Ampere Lade- und Entladestrom?

Bei 16 V Nennspannung entspricht das rechnerisch rund 2,9 kW in beide Richtungen. Damit liegt der Akku weit über dem, was die Solarbanks abrufen: Die Solarbank 4 Pro gibt 2.500 W ab, die Solarbank 3 Pro 1.200 W, die Solarbank 2 nur 800 W. Der Akku ist an keiner Stelle das Nadelöhr.

Ändert ein Erweiterungsakku etwas an der Anmeldung?

Für das vereinfachte Verfahren zählt die Wechselrichterleistung, nicht die Speicherkapazität. Ein zusätzlicher Akku ändert daran nichts, solange die Solarbank bei 800 VA bleibt. Anzupassen ist der Eintrag im Marktstammdatenregister, sofern dort eine Speicherkapazität hinterlegt ist.

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