Mittags läuft die Anlage auf Volllast, der Speicher ist voll, und der Rest geht für 7,70 Cent ins Netz. Gleichzeitig steht im Keller ein Warmwasserspeicher, der mit Gas oder Strom auf Temperatur gebracht wird. Der Heizstab schließt diese Lücke, und ob sich das lohnt, hängt an einer einzigen Frage: womit du bisher warmes Wasser machst.
Die Ausgangsrechnung: was eine Kilowattstunde wo wert ist
Der ganze Gedanke steht und fällt mit einer Differenz. Eine Kilowattstunde, die ins Netz geht, bringt bei Teileinspeisung und einer Anlage bis 10 Kilowatt peak aktuell 7,70 Cent (Inbetriebnahme zwischen August 2026 und Januar 2027). Dieselbe Kilowattstunde, selbst genutzt, spart den Preis der Energie, die sie ersetzt.
| Der Solarstrom ersetzt … | Preis je kWh | Vorteil je kWh gegenüber Einspeisung |
|---|---|---|
| Netzstrom (Boiler, Durchlauferhitzer) | rund 30 Cent | rund 22 Cent |
| Wärmepumpenstrom | rund 25 Cent | rund 17 Cent |
| Gas (Wirkungsgrad eingerechnet) | rund 10 bis 12 Cent | rund 2 bis 4 Cent |
| Holz, Pellets | je nach Beschaffung | meist gering |
Diese Tabelle ist der wichtigste Teil des Artikels. Wer sein Warmwasser bisher elektrisch macht, bewegt sich in der ersten Zeile und hat einen klaren Fall. Wer eine Gastherme hat, bewegt sich in der dritten Zeile, und dort sind die Vorzeichen viel enger. Rechne mit deinen eigenen Zahlen, bevor du bestellst.
Ein Beispiel mit beiden Enden
Angenommen, der Heizstab bringt 1.200 Kilowattstunden im Jahr unter, ein guter Wert für eine übliche Anlage mit 3-kW-Heizstab:
- Ersetzt Netzstrom: 1.200 kWh × 30 Cent = 360 Euro gespart. Davon geht die entgangene Einspeisevergütung ab: 1.200 × 7,70 Cent = 92 Euro. Bleiben 268 Euro im Jahr. Bei Investitionskosten von rund 1.500 Euro ist die Anlage nach etwa sechs Jahren durch.
- Ersetzt Gas: 1.200 kWh × 11 Cent = 132 Euro gespart, minus dieselben 92 Euro entgangene Vergütung. Bleiben rund 40 Euro im Jahr. Bei 1.500 Euro Investition wird daraus eine sehr lange Rechnung.
Die Spanne von 50 bis 300 Euro jährlicher Ersparnis, die in Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen genannt wird, hat also keinen geheimnisvollen Grund: Sie bildet genau diese beiden Enden ab. Die von co2online genannte Amortisationszeit von vier bis zehn Jahren spannt denselben Bogen.
Zwei Faktoren verschieben das Bild weiter zugunsten des Heizstabs. Erstens sinkt die Einspeisevergütung für neue Anlagen halbjährlich weiter, während Strompreise eher steigen. Zweitens gilt die Rechnung nur für den Strom, der sonst tatsächlich eingespeist würde; wer seinen Überschuss ohnehin schon in einen Speicher lenkt, hat die günstige Kilowattstunde bereits verplant. Was sonst noch mit Überschussstunden möglich ist, steht im Artikel Speicher voll, was tun.
Wie die Überschuss-Steuerung arbeitet
Ein Heizstab allein ist ein Tauchsieder mit Gewinde. Die eigentliche Intelligenz sitzt in der Steuerung, und dort entscheidet sich, ob wirklich nur Überschuss ins Wasser geht.
Der Kreislauf hat drei Teile:
1. Die Messung am Hausanschluss. Ein Zähler oder Smart Meter misst, wie viel Leistung gerade ins Netz fließt. Nur dieser Wert ist echter Überschuss, denn er berücksichtigt alles, was im Haus sonst noch läuft. Eine Steuerung, die nur die Erzeugung der Anlage kennt, würde den Heizstab auch dann zuschalten, wenn gerade der Backofen an ist.
2. Der Regler. Er bekommt den Messwert und stellt die Heizstab-Leistung danach ein. Hier liegt der wichtigste Unterschied zwischen zwei Bauarten:
| geschaltet | stufenlos moduliert | |
|---|---|---|
| Verhalten | an oder aus | jede Leistung zwischen 0 und Nennwert |
| Bei 500 W Überschuss | zieht 3.000 W, davon 2.500 W aus dem Netz | heizt mit exakt 500 W |
| Nutzbare Überschussstunden | nur bei hoher Einstrahlung | auch an durchwachsenen Tagen |
| Preis | günstiger | 250 bis 700 Euro |
Geschaltete Lösungen arbeiten oft mit einer Einschaltschwelle und einer Mindestlaufzeit, damit das Relais nicht dauernd klappert. Das funktioniert an klaren Sommertagen ordentlich und verschenkt an wechselhaften Tagen genau die Stunden, um die es eigentlich geht. Stufenlose Regler lösen das, indem sie die Leistung laufend nachführen; die bekannten Geräte dieser Art regeln zwischen null und drei beziehungsweise neun Kilowatt.
3. Die Temperaturbegrenzung. Ein Fühler im Speicher stoppt den Heizstab bei der eingestellten Grenztemperatur, üblich sind 60 Grad. Ohne diese Grenze würde der Speicher an einem guten Tag immer weiter aufheizen, mit allen Folgen für Kalkausfall und Verbrühungsgefahr.
Warum die Einbauhöhe über den Nutzen entscheidet
Ein Warmwasserspeicher ist geschichtet: Oben steht das heiße Wasser, unten das kalte, und diese Schichtung hält sich erstaunlich stabil, solange niemand kräftig umrührt. Genau das tut ein Heizstab, der an der falschen Stelle sitzt.
Der Anschluss für den Heizstab sitzt meist im unteren Drittel des Speichers. Das hat einen guten Grund: Dort steht das kälteste Wasser, und je kälter das Wasser am Heizstab, desto größer der Anteil des Speichers, der überhaupt erwärmt wird. Sitzt der Stab zu weit oben, heizt er nur die obersten Liter und der Rest bleibt kalt. Der Speicher wirkt dann kleiner, als er ist.
Der zweite Punkt ist die Wärmeverteilung im Betrieb. Ein Heizstab erzeugt an seiner Oberfläche eine Aufwärtsströmung, die das erwärmte Wasser nach oben trägt. Das ist gewollt, solange er unten sitzt, und zerstört die Schichtung, wenn er mitten im Speicher hängt.
Bei der Nachrüstung gibt es meist wenig Wahl: Man nimmt die vorhandene Muffe. Fehlt eine, wird es aufwendig, und in diesem Fall lohnt die Frage, ob der Weg über einen Pufferspeicher oder einen Speichertausch sinnvoller ist. Beides gehört ohnehin in die Hand eines Fachbetriebs, weil am Trinkwasserkreis gearbeitet wird.
Die Dimensionierung: Speicher, Leistung, Anlagengröße
Drei Größen müssen zusammenpassen, und die kleinste bestimmt das Ergebnis.
Der Speicher gibt vor, wie viel Energie überhaupt hineinpasst. Die Rechnung ist einfach: 1.000 Liter um ein Grad erwärmen kostet 1,163 Kilowattstunden. Für einen üblichen Speicher heißt das:
| Speicher | von 20 auf 60 °C | bei 5 kW Überschuss | bei 2 kW Überschuss |
|---|---|---|---|
| 150 Liter | rund 7,0 kWh | rund 1,4 h | rund 3,5 h |
| 200 Liter | rund 9,3 kWh | rund 1,9 h | rund 4,7 h |
| 300 Liter | rund 14,0 kWh | rund 2,8 h | rund 7,0 h |
| 400 Liter | rund 18,6 kWh | rund 3,7 h | rund 9,3 h |
Die Werte gelten für eine vollständige Erwärmung aus dem kalten Zustand. Im Alltag geht es meist um das Nachheizen weniger Grad, und dann sind die Zeiten entsprechend kürzer.
Die Heizstab-Leistung folgt üblicherweise dem Volumen: 2 Kilowatt für 150 bis 200 Liter, 3 Kilowatt als Standardfall für 200 bis 400 Liter, 6 bis 9 Kilowatt für große Speicher und gewerbliche Anwendungen. Ein größerer Heizstab füllt den Speicher schneller, was an kurzen Überschussfenstern hilft.
Die Anlagengröße setzt die Obergrenze. Ein 9-kW-Heizstab an einer 5-kWp-Anlage bekommt seine Nennleistung nie zu sehen. Sinnvoll ist eine Leistung, die zum typischen mittäglichen Überschuss passt, und dieser liegt deutlich unter der Nennleistung der Anlage. Wie viel eine Anlage über das Jahr überhaupt liefert, steht im Artikel zum Photovoltaik-Ertrag pro kWp.
Der Jahresverlauf: warum es ein Sommerthema ist
Die 1.000 bis 1.500 Kilowattstunden, die ein 3-kW-Heizstab jährlich unterbringt, verteilen sich sehr ungleich. Von April bis Oktober gibt es an vielen Tagen mittags mehrere Stunden nutzbaren Überschuss. Von November bis Februar reicht die Erzeugung an den meisten Tagen gerade für den Grundverbrauch des Haushalts.
Das hat zwei praktische Folgen. Erstens bleibt die bestehende Warmwasserbereitung in Betrieb und wird nicht ersetzt; der Heizstab ergänzt sie in der warmen Jahreshälfte. Zweitens lohnt es nicht, die Anlage für den Heizstab zu vergrößern: Im Winter, wenn die Wärme gebraucht würde, fehlt die Sonne. Warum das so ist und mit welchen Werten im Winter zu rechnen ist, zeigt der Artikel Photovoltaik im Winter.
Zur Einordnung: Ein Vier-Personen-Haushalt braucht für Warmwasser rund 3.300 Kilowattstunden im Jahr. Ein Heizstab deckt davon also etwa ein Drittel bis knapp die Hälfte.
Der Sonderfall Balkonkraftwerk
Bei einem Steckersolargerät sieht die Rechnung anders aus, und zwar in mehreren Punkten.
Die Leistung. Mit maximal 800 Watt Einspeiseleistung am Wechselrichter steht selten genug für einen 2- oder 3-kW-Heizstab bereit. Ein 200-Liter-Speicher von 20 auf 60 Grad bräuchte bei 800 Watt über elf Stunden am Stück, und an so einem Tag liefert die Anlage diese Leistung nur wenige Stunden.
Die Messung. Eine Überschuss-Steuerung braucht den Messwert am Hausanschluss. Wer den hat, weil ein Smart Meter oder ein eigener Zähler verbaut ist, kann damit arbeiten. Ohne diese Messung weiß die Steuerung nicht, ob gerade Überschuss anfällt, und würde den Heizstab aus dem Netz speisen.
Der Eingriff. Ein Heizstab wird in den Trinkwasserspeicher eingeschraubt und elektrisch fest angeschlossen. Das ist ein Fall für Heizungsbauer und Elektrofachkraft, unabhängig davon, ob der Strom aus 800 Watt oder aus 10 Kilowatt peak kommt.
In dieser Größenordnung sind andere Wege naheliegender. Verbraucher in die Mittagsstunden zu legen kostet nichts, und ein Speicher passt zur verfügbaren Leistung. Wie das beim Balkonkraftwerk aussieht, steht im Artikel AC-Speicher nachrüsten und in der Frage wie groß der Speicher sein soll.
Heizstab oder Brauchwasserwärmepumpe
Diese Frage stellt sich bei jeder Nachrüstung, und die ehrliche Antwort hängt am Zeitpunkt.
Ein Heizstab wandelt eine Kilowattstunde Strom in eine Kilowattstunde Wärme. Eine Brauchwasserwärmepumpe holt aus derselben Kilowattstunde drei bis vier, weil sie Umgebungswärme dazu nimmt. Rein technisch ist das keine knappe Entscheidung.
Für die Wirtschaftlichkeit zählt aber, was die eingesetzte Kilowattstunde kostet. Beim Überschussstrom sind das die entgangenen 7,70 Cent Einspeisevergütung. Bei diesem Preis spielt der Wirkungsgrad eine kleinere Rolle als bei 30-Cent-Netzstrom, und der Heizstab gewinnt über seinen niedrigen Anschaffungspreis.
Anders liegt der Fall, wenn ohnehin ein Gerätetausch ansteht, der Warmwasserbedarf hoch ist oder ein großer Teil der Wärme aus Netzstrom kommen müsste. Dann ist die Wärmepumpe die tragfähigere Lösung, und der Heizstab bleibt bestenfalls Ergänzung.
Ein dritter Weg wird oft übersehen: Viele Wärmepumpen und Heizungsregler bringen bereits eine SG-Ready-Schnittstelle mit, über die sich eine Anhebung der Speichertemperatur bei Überschuss auslösen lässt. Wer eine solche Heizung hat, bekommt den Effekt ohne zusätzliche Hardware am Speicher.
Was du vor der Bestellung klären solltest
| Frage | Warum sie zählt |
|---|---|
| Womit wird bisher Warmwasser erzeugt? | bestimmt die Ersparnis je kWh und damit die ganze Rechnung |
| Gibt es eine freie Muffe am Speicher? | ohne sie wird die Nachrüstung deutlich aufwendiger |
| Wie groß ist der Speicher? | legt fest, wie viel Energie pro Tag hineinpasst |
| Wie hoch ist der typische Mittagsüberschuss? | bestimmt die sinnvolle Heizstab-Leistung |
| Liegt eine Messung am Hausanschluss vor? | Voraussetzung für echte Überschussregelung |
| Reicht die Absicherung des Stromkreises? | ein 3-kW-Heizstab braucht einen eigenen abgesicherten Kreis |
| Wie ist der Legionellenschutz geregelt? | das Aufheizprogramm muss auch ohne Sonne laufen |
Die letzte Zeile wird gern übersehen. Ein Heizstab, der bei 60 Grad abregelt, erreicht die nötige Temperatur an sonnigen Tagen, an trüben aber nicht. Der Schutz muss deshalb weiterhin von der bestehenden Heizung kommen, und die Regelung darf ihn nicht aushebeln.
Fazit
Der Heizstab ist der günstigste Weg, Überschussstrom in Wärme zu bringen, und technisch ist er unkompliziert: ein Stab im Speicher, eine Messung am Hausanschluss, ein Regler dazwischen. Wichtig ist die stufenlose Regelung, denn nur sie nutzt auch die durchwachsenen Tage, an denen ein geschalteter Stab entweder aus bleibt oder Netzstrom zieht.
Ob sich die 850 bis 2.300 Euro lohnen, entscheidet die Warmwasserquelle, die er ablöst. Gegen einen elektrischen Boiler rechnet sich die Nachrüstung meist innerhalb weniger Jahre. Gegen eine Gastherme bleiben nach Abzug der entgangenen Einspeisevergütung oft nur wenige Cent je Kilowattstunde übrig, und dann ist es eher eine Sympathieentscheidung für den eigenen Strom als eine Investition mit belastbarer Rendite. Rechne vorher mit deinen eigenen Zahlen, das dauert zehn Minuten und ersetzt jede Faustregel.
Häufige Fragen
Wie viel Solarstrom bringt ein Heizstab im Jahr unter?
Mit einem 3-kW-Heizstab lassen sich nach Angaben aus der Fachliteratur realistisch rund 1.000 bis 1.500 Kilowattstunden pro Jahr ins Warmwasser lenken, im Wesentlichen zwischen April und Oktober. Die Eigenverbrauchsquote der Anlage steigt dabei um etwa 10 bis 20 Prozentpunkte. Im Winter reicht der Überschuss an den meisten Tagen nicht, die bisherige Warmwasserbereitung bleibt also nötig.
Was kostet die Nachrüstung?
Für den Heizstab selbst werden je nach Ausführung 150 bis 400 Euro fällig, die Überschuss-Steuerung liegt bei 250 bis 700 Euro und die Installation durch den Fachbetrieb bei 300 bis 800 Euro. In Summe ergeben sich rund 850 bis 2.300 Euro. Die Spanne erklärt sich vor allem über die Steuerung: Ein einfacher Schaltkontakt ist deutlich günstiger als ein stufenlos modulierender Regler.
Warum ist die Ersparnis so unterschiedlich?
Weil sie davon abhängt, welche Energie der Solarstrom ersetzt. Wird bisher mit Strom erwärmt, sparst du pro Kilowattstunde die Differenz zwischen Netzstrompreis und Einspeisevergütung, also grob 22 Cent. Ersetzt der Heizstab dagegen Gas, steht der Gaspreis von rund 10 bis 12 Cent gegen entgangene 7,70 Cent Einspeisevergütung, und es bleiben nur wenige Cent übrig. Derselbe Heizstab bringt so einmal knapp 270 Euro und einmal rund 50 Euro im Jahr.
Wie viel Energie braucht eine Speicherfüllung?
Eine Kilowattstunde erwärmt rund 860 Liter Wasser um ein Grad, oder anders gerechnet: 1.000 Liter um ein Grad brauchen 1,163 Kilowattstunden. Ein 200-Liter-Speicher von 20 auf 60 Grad braucht damit etwa 9,3 Kilowattstunden. Bei 5 Kilowatt Überschuss ist das in knapp zwei Stunden erledigt, bei 800 Watt dauert es über elf Stunden.
Welche Leistung soll der Heizstab haben?
Die Faustregel orientiert sich am Speichervolumen: 2 Kilowatt für kleine Speicher von 150 bis 200 Litern, 3 Kilowatt als Standard für Einfamilienhäuser mit 200 bis 400 Litern, 6 bis 9 Kilowatt für große Anlagen. Entscheidend ist zusätzlich die Anlagengröße, denn ein Heizstab kann nur die Leistung aufnehmen, die auch anfällt.
Was ist der Unterschied zwischen geschaltet und stufenlos geregelt?
Ein geschalteter Heizstab kennt nur an und aus und zieht im Einschaltmoment seine volle Leistung. Reicht der Überschuss dafür nicht, kommt der Rest aus dem Netz. Ein stufenlos modulierender Regler passt die Leistung dagegen laufend dem verfügbaren Überschuss an: Bei 500 Watt Überschuss heizt er mit 500 Watt. Das ist der eigentliche Unterschied zwischen Überschussnutzung und teurem Netzstrom im Speicher.
Tötet der Heizstab Legionellen ab?
Er kann es, wenn die Regelung entsprechend eingestellt ist. Üblich ist eine Grenztemperatur von 60 Grad, bei der die Regelung abschaltet, und dieselbe Temperatur ist der übliche Wert für den Legionellenschutz. Verlassen sollte man sich darauf trotzdem nicht: Solarstrom kommt nicht jeden Tag verlässlich, und ein Aufheizprogramm muss auch an trüben Tagen laufen. Die Absicherung übernimmt die bestehende Heizung.
Lohnt sich ein Heizstab beim Balkonkraftwerk?
Die Rechnung fällt dort anders aus. Mit maximal 800 Watt Einspeiseleistung steht selten genug Überschuss für einen klassischen Heizstab bereit, und ohne Messung am Hausanschluss weiß die Steuerung gar nicht, ob gerade Überschuss anfällt. Dazu kommt, dass der Anschluss eines Heizstabs am Speicher ohnehin ein Fall für den Fachbetrieb ist. Einfacher steigt der Eigenverbrauch dort über verschiebbare Verbraucher oder einen Speicher.
Ist eine Brauchwasserwärmepumpe die bessere Wahl?
Technisch ist sie deutlich effizienter: Ein Heizstab macht aus einer Kilowattstunde Strom eine Kilowattstunde Wärme, eine Brauchwasserwärmepumpe drei bis vier. Dafür kostet sie ein Vielfaches und braucht einen geeigneten Aufstellraum. Für Überschussstrom, der sonst für 7,70 Cent ins Netz ginge, rechnet sich der günstige Heizstab oft trotzdem schneller. Bei hohem Warmwasserbedarf und ohnehin anstehendem Gerätetausch dreht sich das Bild.