Faltbares Solarpanel · Anker SOLIX

Anker SOLIX PS200 (faltbares Solarpanel)

  • Bifaziale N-Typ-Zellen mit über 25 % Wirkungsgrad laut Hersteller
  • 4,75 kg inklusive Ständer, rund 10 % leichter als die Vorgängerversion
  • IP68 gegen Wasser und Staub, verstärkter Aluminiumrahmen
  • 5 Jahre Garantie bei 10 Jahren angegebener Lebensdauer
  • Fester Aufstellwinkel von 35 Grad, auf Europa ausgelegt

Preise: Stand 05.10.2026, Amazon 04:10 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der solarkasten.de-Redaktion · Veröffentlicht am 1. September 2026

Anker SOLIX SOLIX PS200

Technische Daten

Modellnummer AS320
Nennleistung 200 W
Zelltyp N-Typ, bifazial
Wirkungsgrad über 25 % laut Hersteller
Mehrertrag Rückseite bis zu 10 % laut Hersteller
PV-Ausgang 48 V, 4,16 A
Leerlaufspannung 57,6 V
Maße ausgeklappt 137,7 × 79,2 × 1,7 cm
Maße gefaltet 68,5 × 79,2 × 4,5 cm
Gewicht 4,75 kg inklusive Ständer
Aufstellwinkel 35 Grad, fest
Schutzart IP68
Rahmen verstärktes Aluminium
Anschluss XT60i
Lieferumfang Panel, 2 × 2,5 m Solarladekabel, 0,5 m XT60i-Kabel, Kurzanleitung
Lebensdauer 10 Jahre laut Hersteller
Garantie 5 Jahre
Preis rund 459 €

Rund 459 Euro für 200 Watt Solarleistung, die in eine Tasche passen: Der Anker SOLIX PS200 ist ein faltbares Solarpanel für Powerstations, das mit bifazialen N-Typ-Zellen und 4,75 kg Gewicht antritt. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben von Anker, die Händler-Listung und die Datenblattwerte zum Modell AS320.

Wofür ein Faltpanel gebaut ist

Der PS200 erzeugt Gleichstrom und gibt ihn über ein XT60i-Kabel an eine Powerstation weiter. Einen eigenen Laderegler, einen Speicher oder einen Netzanschluss hat er nicht. Ohne ein Gerät, das die Ladung regelt und speichert, bleibt er ein Stück Technik ohne Funktion.

Damit unterscheidet er sich grundlegend von einem Balkonkraftwerk-Modul, das fest montiert wird und über einen Wechselrichter ins Hausnetz einspeist. Der PS200 zielt auf Camping, Vanlife, Garten ohne Stromanschluss und Notstromversorgung. Der Preis pro Watt spielt dort eine kleinere Rolle als Gewicht, Packmaß und Aufbauzeit.

N-Typ-Zellen: was der Zelltyp ändert

Anker verbaut N-Typ-Zellen und nennt einen Wirkungsgrad über 25 Prozent. Der Zelltyp beschreibt die Dotierung des Siliziums. N-Typ-Zellen altern langsamer als die verbreiteten P-Typ-Zellen, sie zeigen kaum die lichtinduzierte Degradation der ersten Betriebsstunden und verlieren bei Hitze weniger Leistung.

Der letzte Punkt zählt beim Faltpanel doppelt. Ein Modul, das im Sommer ohne Hinterlüftung auf einer Wiese liegt, wird 60 Grad warm und mehr. Jedes Grad über 25 kostet Spannung, und genau dort spielt der niedrigere Temperaturkoeffizient der N-Typ-Zellen seinen Vorteil aus. Was der Wirkungsgrad technisch bedeutet und warum die Wattzahl allein wenig aussagt, steht im Ratgeber Watt Peak.

Bifazial: der Ertrag hängt am Untergrund

Die Zellen des PS200 nehmen Licht von beiden Seiten auf. Anker beziffert den Zugewinn mit bis zu 10 Prozent. Diese Zahl entsteht unter günstigen Bedingungen, also wenn helles Licht von unten auf die Rückseite trifft.

Auf Schnee, hellem Kies oder Beton ist der Effekt messbar. Auf dunklem Rasen, Waldboden oder Asphalt fällt er auf wenige Prozent zusammen. Wer den Aufpreis für die bifaziale Bauweise sinnvoll nutzen will, stellt das Panel über einen hellen Untergrund und lässt Abstand nach unten, damit reflektiertes Licht überhaupt die Rückseite erreicht. Die Zusammenhänge sind im Ratgeber bifaziale Solarmodule und der Untergrund mit Zahlen hinterlegt.

4,75 Kilogramm: das eigentliche Kaufargument

4,75 kg inklusive Ständer bei 68,5 × 79,2 × 4,5 cm im gefalteten Zustand: Diese beiden Werte entscheiden darüber, ob ein Panel mitkommt oder zuhause bleibt. Anker gibt an, rund 10 Prozent leichter zu sein als die Vorgängergeneration, die bei etwa 7,5 kg lag.

Ausgeklappt misst das Panel 137,7 × 79,2 cm, also gut einen Quadratmeter aktive Fläche. Bei 200 Wp entspricht das rund 180 Watt je Quadratmeter, ein Wert, der die hohe Zelleffizienz bestätigt: Ein Standardmodul mit 21 Prozent kommt auf etwa 210 W/m², braucht dafür aber Glas und Aluminiumrahmen in voller Stärke.

Was 200 Watt tatsächlich einbringen

Die Nennleistung gilt unter Standard-Testbedingungen: 1.000 W/m² Einstrahlung, 25 Grad Zelltemperatur, senkrechter Lichteinfall. Auf einer Wiese in Norddeutschland stimmt keine dieser drei Bedingungen.

Als Überschlag mit Annahmen: Bei einem klaren Sommertag mit rund sechs brauchbaren Sonnenstunden und einem realistischen Verlust durch Wärme und Ausrichtung von etwa 25 Prozent kommen 0,8 bis 1,2 kWh am Tag zusammen. Im Dezember liegt derselbe Aufbau bei unter 0,3 kWh, weil die Sonne flach steht und die Tage kurz sind. Wie sich das über das Jahr verteilt, zeigt der Ratgeber Photovoltaik im Winter.

Für eine Powerstation mit rund 1 kWh Kapazität heißt das: Im Sommer schafft ein einzelnes Panel eine Vollladung an einem Tag, im Winter braucht es dafür eine Woche.

Der feste Winkel von 35 Grad

Der Ständer stellt das Panel auf 35 Grad, und diese Einstellung lässt sich nicht ändern. Für den mitteleuropäischen Sommer ist das eine gute Wahl, im Winter steht die Sonne mittags nur gut 15 Grad über dem Horizont, dann wäre ein deutlich steilerer Winkel richtig.

In der Praxis behilft man sich mit einer Wand, einem Baum oder einem Stein, gegen den das Panel gelehnt wird. Ein verstellbarer Ständer wäre die sauberere Lösung, und Wettbewerber lösen das teilweise besser. Warum der Winkel im Winter so viel ausmacht, rechnet der Ratgeber Neigungswinkel im Winter vor.

IP68 und fünf Jahre Garantie

IP68 bedeutet staubdicht und geschützt gegen dauerndes Untertauchen. Für ein Solarpanel ist das mehr, als der Alltag verlangt, es beschreibt aber gut, wie dicht die Kabeldurchführungen und Zellverbindungen ausgeführt sind. Genau dort versagen billige Faltpanels nach ein bis zwei Saisons.

Der verstärkte Aluminiumrahmen, 10 Jahre angegebene Lebensdauer und 5 Jahre Garantie ergeben zusammen ein stimmiges Bild. Zwei Jahre sind in dieser Klasse der Normalfall, Anker legt hier deutlich nach. Das ist ein handfester Teil des Preises.

XT60i: der Anschluss als Kompatibilitätsfrage

Der PV-Ausgang liefert 48 V bei 4,16 A, die Leerlaufspannung beträgt 57,6 V. Die hohe Spannung bei niedrigem Strom ist technisch die bessere Wahl, weil die Verluste im Kabel mit dem Quadrat des Stroms steigen. Über die mitgelieferten 2 × 2,5 Meter Kabel bleibt davon wenig übrig.

Der Stecker ist XT60i, Ankers Standard. Powerstations anderer Hersteller nehmen den Strom über DC7909, XT60 oder MC4 an, dafür braucht es einen Adapter. Wichtiger als der Stecker ist das Spannungsfenster: Wer den PS200 an ein Fremdgerät hängt, prüft vorher, ob dessen Solareingang 57,6 V verträgt. Ältere Powerstations mit 12- bis 30-V-Eingang scheiden aus.

Preis pro Watt: die ehrliche Einordnung

459 Euro für 200 Wp ergeben rund 2,30 Euro je Watt. Ein starres Balkonkraftwerk-Modul mit 450 Wp kostet 60 bis 90 Euro, also etwa 0,15 bis 0,20 Euro je Watt. Der Faktor liegt bei zehn bis fünfzehn.

Diese Rechnung ist trotzdem irreführend, wenn man sie als Argument gegen das Faltpanel liest. Ein starres Modul wiegt über 20 kg, misst knapp zwei Meter und will fest montiert werden. Der PS200 wird in 30 Sekunden aufgestellt und passt hinter den Beifahrersitz. Bezahlt wird die Mobilität, und die hat einen Markt. Verglichen mit dem direkten Wettbewerb liegt der Preis im normalen Rahmen: Jackerys SolarSaga 200 kostet mit rund 499 Euro etwas mehr bei ähnlicher Leistung.

Für wen sich der PS200 lohnt

Passend ist das Panel für alle, die eine Powerstation ab etwa 500 Wh besitzen und regelmäßig mehrere Tage ohne Steckdose unterwegs sind: Camping, Vanlife, Gartenhaus, Marktstand. Dort zahlen sich Gewicht, Packmaß und die kurze Aufbauzeit täglich aus.

Wer die Powerstation nur als Notstromreserve im Keller hat und einmal im Jahr lädt, braucht kein Panel dieser Güte. Und wer Strom für zuhause erzeugen will, fährt mit einem Balkonkraftwerk um ein Vielfaches günstiger, weil dort jedes Watt fest montiert ist und dauerhaft einspeist.

Alternativen im Vergleich

ModellLeistungGewichtBesonderheitPreis
Anker SOLIX PS200200 Wp4,75 kgbifazial, IP68, 5 J. Garantieca. 459 €
Jackery SolarSaga 200200 Wpca. 8 kgbifazial, IP68, drei Seitenstützenca. 499 €
Jackery SolarSaga 100100 Wp3,6 kgUSB-Ausgänge direkt am Panelca. 90 €

Fazit

Der Anker SOLIX PS200 macht beim Faltpanel das richtig, worauf es unterwegs ankommt: 4,75 kg inklusive Ständer, ein Packmaß, das hinter den Sitz passt, und mit IP68 plus Aluminiumrahmen eine Bauweise, die mehrere Saisons überstehen sollte. Die 5 Jahre Garantie sind in dieser Klasse ein echtes Argument.

Zwei Punkte gehören vor den Kauf. Der Aufstellwinkel ist fest, wer im Winter ernsthaft laden will, braucht eine Anlehnhilfe. Und die Rechnung mit 2,30 Euro je Watt geht nur auf, wenn das Panel wirklich mobil genutzt wird. Für Strom am Haus ist ein festes Modul zehnmal günstiger. Wer eine Anker-Powerstation besitzt, bekommt hier das passende Panel ohne Adaptersuche.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Mit 4,75 kg inklusive Ständer gehört das Panel zu den leichtesten seiner Leistungsklasse, das entscheidet beim Tragen über die tatsächliche Nutzung
  • Die bifaziale Rückseite holt auf hellem Untergrund zusätzlichen Ertrag, ohne dass Gewicht oder Fläche dafür wachsen
  • IP68 und der verstärkte Aluminiumrahmen sind für ein Faltpanel ungewöhnlich robust ausgelegt
  • 5 Jahre Garantie liegen deutlich über den 2 Jahren, die in dieser Produktklasse üblich sind
  • Der PV-Ausgang mit 48 V hält den Strom niedrig, dadurch fallen die Kabelverluste über längere Strecken geringer aus

Das spricht dagegen

  • Rund 459 € für 200 Wp bedeuten etwa 2,30 € je Watt, gut das Zehnfache eines starren Balkonkraftwerk-Moduls
  • Der Aufstellwinkel ist fest auf 35 Grad eingestellt, für den flachen Sonnenstand im Winter lässt er sich nicht steiler stellen
  • Der XT60i-Anschluss passt direkt nur zu Anker-Geräten, andere Powerstations brauchen einen Adapter
  • Ohne Powerstation bleibt das Panel ohne Funktion, es liefert Gleichstrom ohne eigenen Laderegler
  • Die Leerlaufspannung von 57,6 V liegt über dem Eingangsfenster mancher älterer Powerstations, das schließt einige Kombinationen aus

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 3,5
Leistung & Wirkungsgrad 4,5
Verarbeitung & Wetterschutz 4,5
Handhabung 4,0
Kompatibilität 3,5

Gesamtwertung: 4,0 / 5

Häufige Fragen

Wie viel Strom liefert der Anker SOLIX PS200 an einem Tag?

Die 200 Wp sind ein Laborwert unter Standardbedingungen. Im Sommer und bei guter Ausrichtung liegen an einem klaren Tag in Deutschland grob 0,8 bis 1,2 kWh drin, im Winter oft unter 0,3 kWh. Entscheidend sind Sonnenstand, Verschattung und Temperatur, denn Solarzellen verlieren bei Hitze an Spannung.

Passt das Panel auch an Powerstations anderer Hersteller?

Elektrisch ja, sofern das Gerät den Spannungsbereich abdeckt: Der PS200 gibt 48 V bei 4,16 A ab, die Leerlaufspannung liegt bei 57,6 V. Mechanisch braucht es einen Adapter von XT60i auf den jeweiligen Eingang, meist DC7909 oder XT60. Vor dem Kauf lohnt der Blick ins Datenblatt der Powerstation, ob deren Eingang 57,6 V verträgt.

Was bringt die bifaziale Rückseite in der Praxis?

Anker nennt bis zu 10 Prozent Mehrertrag. Dieser Wert entsteht nur, wenn Licht von unten auf die Rückseite fällt, etwa auf Schnee, hellem Sand oder Beton. Auf dunklem Rasen oder Waldboden bleibt davon fast nichts übrig. Wie stark der Untergrund wirkt, erklärt der Ratgeber zu bifazialen Modulen.

Ist der PS200 wirklich wasserdicht?

Das Panel selbst ist nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt und übersteht damit Regen im Freien. Der Anschlussstecker und das Kabelende gehören trotzdem nicht in eine Pfütze, und die angeschlossene Powerstation ist in aller Regel nicht wetterfest. Für Dauerbetrieb draußen bleibt das Panel im Regen, die Elektronik kommt unters Dach.

Wie lange lädt der PS200 eine Powerstation mit 1 kWh?

Rechnerisch braucht eine 1.056-Wh-Powerstation bei konstanten 200 W rund 5,3 Stunden. Diese Konstanz gibt es in der Praxis nie, weil die Sonne wandert und die Zellen sich erwärmen. Realistisch sind an einem guten Sommertag 7 bis 9 Stunden für eine volle Ladung mit einem einzelnen Panel.

Was unterscheidet den PS200 von einem starren Balkonkraftwerk-Modul?

Ein starres 450-Wp-Modul kostet etwa 60 bis 90 Euro, wiegt über 20 kg und wird fest montiert. Der PS200 kostet ein Vielfaches je Watt, lässt sich dafür in unter einer Minute aufstellen, tragen und wieder verstauen. Der Aufpreis kauft Mobilität, keine zusätzliche Energie.

Reicht ein PS200 oder brauche ich zwei?

Für Wochenenden mit Handy, Lampen und Kühlbox reicht eines. Wer eine Powerstation ab 1 kWh täglich leerfährt, kommt mit einem Panel im Sommer knapp hin und im Frühjahr oder Herbst nicht mehr. Zwei Panels halbieren die Ladezeit, sofern der Solareingang der Powerstation die doppelte Leistung annimmt.

Lässt sich der Aufstellwinkel verändern?

Der integrierte Ständer stellt das Panel fest auf 35 Grad, ein Wert, den Anker für Europa, die USA und Japan gewählt hat. Für den Sommer passt das gut. Im Winter steht die Sonne flacher, dann bringt es spürbar mehr, das Panel anzulehnen oder mit einem Gegenstand steiler zu stellen.

Was kostet der Anker SOLIX PS200?

Der Straßenpreis liegt bei rund 459 Euro. Damit kostet das Watt etwa 2,30 Euro. Die ältere Version PS200B taucht bei einzelnen Händlern günstiger auf, wiegt mit rund 7,5 kg jedoch deutlich mehr und nutzt eine andere Zellgeneration.

Wie lange hält das Panel?

Anker gibt 10 Jahre Lebensdauer an und übernimmt 5 Jahre Garantie. Beides liegt über dem Üblichen für Faltpanels, deren Schwachstelle meist die Scharniere und die Kabeldurchführungen sind. Der verstärkte Aluminiumrahmen und IP68 zielen genau darauf.

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