Technische Daten
| Modellnummer | JS-100F |
|---|---|
| Nennleistung | 100 W |
| Zelltyp | monokristallin, bifazial |
| Wirkungsgrad | bis zu 25 % laut Hersteller |
| Spitzenleistung | 100 W ±5 W (STC), 104 W ±5 W mit Rückseitenertrag |
| Leerlaufspannung (Voc) | 24,8 V ±15 % |
| Kurzschlussstrom (Isc) | 5,4 A ±15 % |
| Spannung bei Maximalleistung (Vmp) | 20,0 V ±15 % |
| Strom bei Maximalleistung (Imp) | 5,0 A ±15 % |
| Maximale Systemspannung | 60 V |
| Temperaturkoeffizient Leistung | -0,29 %/°C |
| USB-A-Ausgang | 5 V, 2,4 A |
| USB-C-Ausgang | 5 V, 3 A |
| Maße ausgeklappt | 122 × 55,2 × 2 cm |
| Maße gefaltet | 61 × 55,2 × 3,5 cm |
| Gewicht | 3,6 kg ±0,3 kg |
| Schutzart | IP68 laut Herstellerhandbuch |
| Schutzklasse | Klasse II |
| Betriebstemperatur | -20 bis 65 °C |
| Bemessungslast | 1.600 Pa, Sicherheitsfaktor 1,5 |
| Oberfläche | ETFE-laminiert |
| Anschluss | DC8020, Adapter auf DC7909 laut Hersteller im Lieferumfang |
| Aufstellung | verstellbare Ständer |
| Kompatibilität | Explorer 240 v2, 500, 1000 v2, 2000 Pro, 2000 v2 und weitere |
| Garantie | 3 Jahre laut Herstellerhandbuch |
| Preis | rund 90 € |
Rund 90 Euro für 100 Watt, dazu USB-Buchsen direkt am Panel: Das Jackery SolarSaga 100 ist das kleine Faltpanel im Jackery-Programm und das einzige, das auch ohne Powerstation etwas leistet. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben und die Händler-Listung zum Modell JS-100F.
Das kleine Panel im Jackery-System
Das SolarSaga 100 liefert 12 Volt Gleichstrom über einen DC8020-Stecker an eine Powerstation, die daraus über ihren Laderegler die Akkuladung macht. Zusätzlich sitzen ein USB-A- und ein USB-C-Ausgang direkt am Panel, gespeist aus einem kleinen internen Regler.
Dieser zweite Weg macht den Unterschied im Alltag. Wer nur ein Handy, eine Stirnlampe und eine Powerbank laden will, braucht keine Powerstation dazu. Das Panel allein genügt, und damit sinkt das Gewicht im Rucksack um mehrere Kilogramm.
Was 100 Watt tatsächlich einbringen
Die Nennleistung entsteht unter Standard-Testbedingungen mit 1.000 W/m² Einstrahlung, 25 Grad Zelltemperatur und senkrechtem Lichteinfall. Diese Bedingungen gibt es auf einer Wiese in Deutschland nie vollständig.
Als Überschlag mit offengelegten Annahmen: Sechs brauchbare Sonnenstunden an einem klaren Sommertag, etwa 25 Prozent Verlust durch Wärme, Ausrichtung und Kabel, ergeben 0,4 bis 0,6 kWh am Tag. Ein Smartphone-Akku fasst rund 0,02 kWh, ein Laptop 0,06 kWh. Für diese Geräte reicht das Panel mit großem Abstand. Eine Powerstation mit 1 kWh füllt es dagegen erst in zwei guten Sommertagen. Wie stark die Jahreszeit durchschlägt, zeigt der Ratgeber Photovoltaik im Winter.
USB am Panel: der praktische Unterschied
USB-A mit 5 V und 2,4 A sowie USB-C mit 5 V und 3 A ergeben rund 12 beziehungsweise 15 Watt. Das lädt Handy, Tablet, Kamera-Akku, Bluetooth-Box und Powerbank in normaler Geschwindigkeit.
Die Grenze ist klar gezogen: Ein Laptop, der über USB-C mit 45 oder 65 Watt lädt, findet hier zu wenig vor. Für ihn braucht es die Powerstation als Zwischenstation, die aus dem Solarstrom eine kräftigere USB-C-Ladung macht. Wichtig zu wissen: Zieht eine Wolke vorbei, bricht die Spannung ein und das angeschlossene Gerät unterbricht die Ladung, bis wieder genug Licht da ist. Der Umweg über einen Akku macht die Ladung deshalb stabiler.
3,6 Kilogramm und das Packmaß
Mit 3,6 kg und einem gefalteten Maß von 61 × 55,2 × 3,5 cm ist das SolarSaga 100 das einzige Panel der Serie, das sich wirklich tragen lässt. Es passt flach hinter einen Autositz, in eine Dachbox oder seitlich in einen großen Rucksack.
Ausgeklappt misst es 122 × 55,2 cm, also gut 0,67 Quadratmeter. Verstellbare Ständer richten es zur Sonne aus. Weil die Fläche überschaubar bleibt, steht es im Wind ruhiger als die deutlich längeren 200-Watt-Panels. Wie viel der Winkel zur Sonne ausmacht, rechnet der Ratgeber Neigungswinkel im Winter vor.
Was im Datenblatt steht, und was die Händler daraus machen
Das Handbuch zum Modell JS-100F nennt IP68, also staubdicht und geschützt gegen Untertauchen, dazu einen Betriebsbereich von -20 bis 65 °C und 3 Jahre Garantie. Einzelne Händler-Listungen führen stattdessen IP65 und 2 Jahre Garantie auf. Bei solchen Abweichungen gilt die Herstellerangabe, und sie fällt hier zugunsten des Panels aus.
Ein zweiter Punkt fehlt in den Händlerangaben komplett: Die Zellen sind bifazial. Das Datenblatt weist neben den 100 W unter Standardbedingungen auch 104 W aus, gemessen mit zusätzlicher Einstrahlung von hinten. Der Zugewinn von rund vier Watt ist ehrlicherweise klein, und er entsteht nur über hellem Untergrund wie Schnee, Sand oder Beton. Wie stark der Untergrund wirkt, zeigt der Ratgeber bifaziale Solarmodule und der Untergrund.
Die ETFE-Laminierung bleibt UV-stabil, kratzfest und über Jahre klar, während einfachere Beschichtungen vergilben und dann Licht schlucken. Für die mechanische Belastbarkeit nennt Jackery 1.600 Pascal bei einem Sicherheitsfaktor von 1,5, das deckt Wind und Schneelast im normalen Rahmen ab.
Elektrisch liefert das Panel 24,8 V Leerlaufspannung und 5,4 A Kurzschlussstrom, im Arbeitspunkt sind es 20 V bei 5 A. Diese Werte gehören vor dem Kauf mit dem Solareingang der Powerstation abgeglichen: Geräte, die erst ab einer höheren Spannung mit dem Laden beginnen, kommen mit einem einzelnen Panel dieser Größe nicht in Gang.
Ein 200er oder zwei 100er?
Zwei SolarSaga 100 kosten zusammen rund 180 Euro und liefern zusammen 200 Wp, das SolarSaga 200 kostet allein rund 499 Euro. Rein rechnerisch ist das Doppelpack die klar günstigere Wahl.
Dafür sprechen noch zwei Argumente: Zwei Panels lassen sich in unterschiedliche Richtungen stellen, etwa nach Südost und Südwest, was den Ertrag über den Tag gleichmäßiger verteilt. Und jedes einzelne bleibt tragbar.
Für das große Panel spricht die Technik: TOPCon-Zellen holen mehr aus derselben Fläche, ein einziger Aufbau spart Zeit, und ein Kabel statt zwei bedeutet weniger Verteiler. Wer im Wohnmobil unterwegs ist und den Aufbau täglich macht, wird das zu schätzen wissen.
Preis: 0,90 Euro je Watt
Rund 90 Euro für 100 Wp ergeben etwa 0,90 Euro je Watt. Das ist für ein faltbares Panel ein sehr guter Wert, große Faltpanels liegen bei 2,30 bis 2,50 Euro je Watt.
Der Vergleich mit dem Jackery-Shop führt zu einer Auffälligkeit: Dort steht die SolarSaga 100W mit 249 Euro als Listenpreis. Solche Abstände entstehen durch unterschiedliche Ausführungen der Serie und durch Händlerrabatte. Für die Kaufentscheidung zählt der Preis, der beim Klick tatsächlich im Warenkorb steht.
Zur Einordnung nach unten: Ein starres 450-Wp-Modul fürs Balkonkraftwerk kostet 60 bis 90 Euro, also etwa 0,15 bis 0,20 Euro je Watt. Für Strom am Haus bleibt das feste Modul die deutlich günstigere Lösung.
Für wen sich das SolarSaga 100 lohnt
Passend ist das Panel für Wochenendtouren, Festivals, Angelausflüge und alle, die vor allem Kleingeräte laden. Es ist ebenso die richtige Ergänzung für eine kleine Powerstation bis etwa 500 Wh, die sich damit an einem Sonnentag weitgehend füllen lässt.
Wer eine Powerstation ab 1 kWh täglich leerfährt, sollte zum SolarSaga 200 oder zu zwei dieser Panels greifen, sonst bleibt die Ladung dauerhaft hinter dem Verbrauch zurück.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Leistung | Gewicht | Besonderheit | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Jackery SolarSaga 100 | 100 Wp | 3,6 kg | USB-A und USB-C am Panel | ca. 90 € |
| Jackery SolarSaga 200 | 200 Wp | ca. 8 kg | TOPCon, bifazial, 3 Stützen | ca. 499 € |
| Anker SOLIX PS200 | 200 Wp | 4,75 kg | N-Typ, bifazial, 5 J. Garantie | ca. 459 € |
Fazit
Das Jackery SolarSaga 100 ist das vernünftigste Panel der Serie. Rund 0,90 Euro je Watt, 3,6 kg und USB-Buchsen, die kleine Geräte ohne Umweg laden: Diese Kombination trifft genau den Alltag von Wochenendreisen und Campingplätzen.
Zwei Punkte begrenzen den Einsatz. Für eine Powerstation ab 1 kWh sind 100 Watt zu wenig, dort dauert die Ladung Tage statt Stunden. Und der USB-C-Ausgang mit 15 Watt bedient Handys, keine Laptops. Wer diese Grenzen kennt, bekommt für unter hundert Euro ein Panel, das seinen Zweck sauber erfüllt.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- USB-A und USB-C sitzen direkt am Panel, damit lädt es Handy, Powerbank oder Kamera auch ohne angeschlossene Powerstation
- Mit rund 0,90 € je Watt ist es das mit Abstand günstigste Faltpanel im Jackery-Programm
- 3,6 kg und ein Packmaß von gut 61 × 55,2 cm machen es zum einzigen Jackery-Panel, das sich problemlos tragen lässt
- Die ETFE-Laminierung bleibt über Jahre klar und kratzfest, einfache Beschichtungen vergilben und schlucken dann Licht
- IP68, Betriebstemperatur bis -20 °C und 3 Jahre Garantie laut Handbuch sind für ein 90-Euro-Panel überdurchschnittlich
- Es passt an praktisch jede Jackery-Powerstation vom Explorer 240 v2 aufwärts
Das spricht dagegen
- 100 Wp reichen für eine Powerstation ab 1 kWh nicht aus, dort dauert eine Vollladung mehrere Tage
- Der bifaziale Zugewinn von 4 W ist rechnerisch klein und setzt zusätzlich einen hellen Untergrund voraus
- Mit 24,8 V Leerlaufspannung bleibt wenig Spannungsreserve, an Powerstations mit hoch angesetztem Startfenster am Solareingang kann ein einzelnes Panel zu wenig sein
- Die Angaben zu Schutzart, Garantie und Preis gehen zwischen Herstellerhandbuch und Händler-Listung auseinander
- Der USB-C-Ausgang liefert nur 5 V bei 3 A, also 15 W, für moderne Laptops ist das zu wenig
Häufige Fragen
Wie viel Strom liefert das SolarSaga 100 an einem Tag?
Die 100 Wp gelten im Labor bei 1.000 W/m² und 25 °C. Draußen bleiben an einem klaren Sommertag mit guter Ausrichtung grob 0,4 bis 0,6 kWh übrig, im Dezember eher 0,1 kWh. Damit lädt sich ein Handy vielfach, eine große Powerstation dagegen nur langsam.
Kann ich mein Handy direkt am Panel laden?
Ja, das ist der praktische Vorteil dieses Modells. Am Panel sitzen ein USB-A-Ausgang mit 5 V und 2,4 A sowie ein USB-C-Ausgang mit 5 V und 3 A. Für Handy, Kopfhörer, Kamera oder eine Powerbank genügt das. Ein Laptop mit USB-C-Ladung braucht mehr Leistung, als diese Ausgänge liefern.
Zu welchen Powerstations passt das SolarSaga 100?
Jackery nennt unter anderem den Explorer 240 v2, 500, 1000 v2, 2000 Pro und 2000 v2. Der Anschluss erfolgt über DC8020, laut Hersteller liegt ein Adapter auf DC7909 bei. Für Geräte anderer Hersteller entscheidet deren zulässiger Spannungsbereich am Solareingang.
Wie lange braucht das Panel für eine volle Powerstation?
Ein Explorer 1000 v2 mit 1.070 Wh käme bei konstanten 100 W rechnerisch auf gut zehn Stunden. Weil die Sonne wandert und die Zellen sich erwärmen, sind in der Praxis zwei gute Sommertage realistisch. Für eine Powerstation dieser Größe ist ein einzelnes 100-Watt-Panel deshalb knapp bemessen.
Lohnen sich zwei SolarSaga 100 statt eines 200er?
Zwei 100-Watt-Panels kosten zusammen rund 180 Euro und damit deutlich weniger als ein 200-Watt-Modell. Sie lassen sich getrennt aufstellen, etwa nach Osten und Westen, was den Ertrag über den Tag gleichmäßiger macht. Dafür braucht es zwei Aufbauten, zwei Kabel und einen Verteiler, und der Wirkungsgrad je Fläche liegt niedriger.
Ist das Panel wetterfest?
Das Handbuch zum Modell JS-100F nennt IP68, also staubdicht und gegen Untertauchen geschützt, dazu einen Betriebsbereich von -20 bis 65 °C. Einzelne Händler-Listungen führen stattdessen IP65 auf, hier gilt die Herstellerangabe. In jedem Fall bleibt: Der Stecker gehört nicht ins Wasser, und die Powerstation am Kabelende ist nicht wetterfest.
Warum kostet das Panel bei Jackery deutlich mehr als bei Amazon?
Im Jackery-Shop steht die SolarSaga 100W mit 249 Euro als Listenpreis, bei Amazon liegt die Ausführung JS-100F bei rund 90 Euro. Solche Abstände entstehen durch unterschiedliche Ausführungen der Serie und durch Händlerrabatte. Maßgeblich ist der Preis, der beim Klick tatsächlich im Warenkorb steht.
Funktioniert das Panel auch hinter Glas oder im Schatten?
Hinter einer Fensterscheibe verliert es einen erheblichen Teil der Leistung, weil Glas Strahlung reflektiert und absorbiert. Teilverschattung wirkt noch stärker: Schon ein Ast über einer Zellreihe kann den Strom des gesamten Strangs begrenzen. Aufstellen im Freien und ohne Schattenwurf ist deshalb die Grundvoraussetzung.
Wie schwer ist das SolarSaga 100 und wie groß gefaltet?
Das Panel wiegt 3,6 kg mit einer Toleranz von 0,3 kg. Gefaltet misst es 61 × 55,2 × 3,5 cm, ausgeklappt 122 × 55,2 × 2 cm. Damit passt es flach hinter einen Autositz oder in eine große Tasche und lässt sich über kurze Strecken bequem tragen.
Was ist der Unterschied zum SolarSaga 200?
Das 200er hat die doppelte Leistung, TOPCon-Zellen und drei Seitenstützen, wiegt mit rund 8 kg aber mehr als das Doppelte und kostet etwa das Fünffache. Bifazial sind beide. Das 100er punktet mit USB-Ausgängen am Panel, geringem Gewicht und dem deutlich besseren Preis pro Watt.