Technische Daten
| Modellnummer | JS-200D |
|---|---|
| Nennleistung | 200 W |
| Zelltyp | TOPCon, monokristallin, bifazial |
| Wirkungsgrad | bis zu 24,3 % laut Hersteller |
| Maße ausgeklappt | 235,5 × 53,3 × 2,5 cm |
| Maße gefaltet | rund 61,5 × 54 × 4 cm |
| Gewicht | rund 8 kg |
| Schutzart | IP68 |
| Oberfläche | ETFE-laminiert |
| Aufstellung | drei Seitenstützen |
| Anschluss | DC8020 |
| Adapter im Lieferumfang | DC8020 auf DC7909 |
| Betriebstemperatur | -10 bis 65 °C |
| Transport | Tragetasche, magnetische Pads zum Falten |
| Kompatibilität | Explorer 1000 v2, 2000 v2, 3000 v2 und weitere Jackery-Powerstations |
| Garantie | 2 Jahre laut Händlerangabe |
| Preis | rund 499 € |
Rund 499 Euro, gut zwei Meter Modulfläche und bifaziale TOPCon-Zellen: Das Jackery SolarSaga 200 ist das große Faltpanel im Jackery-System und lädt die Explorer-Powerstations ohne Umweg über die Steckdose. Grundlage dieser Einordnung sind die Angaben von Jackery, die Händler-Listung zum Modell JS-200D und die technischen Daten der zugehörigen Powerstations.
Was das Panel im System leistet
Das SolarSaga 200 liefert Gleichstrom über einen DC8020-Stecker an eine Powerstation. Laderegler, Akku und Wechselrichter sitzen dort, das Panel selbst ist reine Stromquelle. Damit hat es einen völlig anderen Zweck als ein Balkonkraftwerk-Modul, das fest montiert wird und über einen Wechselrichter ins Hausnetz einspeist.
Der Einsatzbereich ist mobil: Camping, Wohnmobil, Garten ohne Anschluss, Notstrom nach einem Ausfall. Dort zählt, wie schnell das Panel steht, wie viel es wiegt und wie zuverlässig es Wetter übersteht. Der Preis pro Watt rückt dahinter zurück.
TOPCon-Zellen und 24,3 Prozent
Jackery gibt eine Umwandlungseffizienz von bis zu 24,3 Prozent an und verbaut monokristalline TOPCon-Zellen. TOPCon steht für eine Bauweise mit einer dünnen Oxidschicht am Rückkontakt, die Rekombinationsverluste senkt. Praktisch bedeutet das zwei Dinge: einen höheren Wirkungsgrad je Fläche und ein gutmütigeres Verhalten bei Wärme.
Der zweite Punkt wiegt beim Faltpanel schwer. Ein Modul, das im Sommer flach auf einer Wiese liegt, erreicht schnell Zelltemperaturen jenseits von 50 Grad, und jedes Grad über 25 kostet Spannung. Ein Panel, das bei Hitze weniger einbricht, liefert an einem heißen Julitag mehr als sein Datenblatt vermuten lässt. Was hinter der Angabe Watt Peak steckt, erklärt der Ratgeber Watt Peak.
Die Rückseite und ihr Untergrund
Das SolarSaga 200 ist bifazial gebaut, die Zellen nehmen Licht also auch von hinten auf. Der Zugewinn hängt vollständig vom Untergrund ab: Schnee, Sand und heller Beton werfen viel Licht zurück, dunkler Rasen und Waldboden fast nichts.
Wer diesen Effekt nutzen will, stellt das Panel mit Abstand über einer hellen Fläche auf, damit reflektiertes Licht die Rückseite überhaupt erreicht. Liegt das Panel dagegen direkt auf dem Boden, bleibt die Rückseite dunkel und der bauliche Aufwand ohne Wirkung. Die Zusammenhänge stehen im Ratgeber zu bifazialen Modulen und dem Untergrund.
Acht Kilogramm: der schwerste Punkt
Rund 8 kg bei einem gefalteten Maß von etwa 61,5 × 54 × 4 cm: Das ist die Kehrseite der großen Fläche. Aktuelle 200-Watt-Faltpanels der Konkurrenz liegen inzwischen bei knapp unter 5 kg, der Unterschied von gut drei Kilogramm ist beim Tragen deutlich spürbar.
Im Wohnmobil, im Kofferraum oder auf dem Grundstück fällt das Gewicht kaum ins Gewicht. Wer das Panel dagegen zum Stellplatz trägt oder auf Tour mitnimmt, merkt jeden Kilometer. Das Gewicht ist damit weniger ein technischer Mangel als eine Frage des Einsatzprofils.
Drei Seitenstützen für zwei Meter Panel
Ausgeklappt misst das SolarSaga 200 235,5 × 53,3 cm. Diese Länge macht es zum Windfänger, und genau darauf antwortet Jackery mit drei Seitenstützen statt der sonst üblichen zwei. Das Panel steht dadurch spürbar ruhiger.
Der Aufbau bleibt trotzdem eine Zwei-Hände-Angelegenheit, weil sich das lange Modul erst einmal ausrichten will. Magnetische Pads halten das Panel beim Falten zusammen, eine Tragetasche gehört zum Transport dazu. Für den Ertrag entscheidend bleibt der Winkel zur Sonne, den der Ratgeber zum Neigungswinkel einordnet.
Was 200 Watt tatsächlich einbringen
Die Nennleistung entsteht im Labor bei senkrechtem Lichteinfall, 1.000 W/m² Einstrahlung und 25 Grad Zelltemperatur. Draußen stimmt keiner dieser Werte über den Tag.
Als Überschlag mit offengelegten Annahmen: Bei sechs brauchbaren Sonnenstunden an einem klaren Sommertag und rund 25 Prozent Verlust durch Wärme, Ausrichtung und Kabel landet man bei 0,8 bis 1,2 kWh am Tag. Im Dezember bleibt bei gleichem Aufbau meist weniger als 0,3 kWh übrig. Wie stark die Jahreszeit durchschlägt, zeigt der Ratgeber Photovoltaik im Winter.
Für einen Explorer 1000 v2 mit 1.070 Wh heißt das: Ein Panel füllt ihn im Sommer an einem langen Tag, zwei Panels schaffen es in gut vier Stunden, weil der Solareingang der Powerstation bei 400 W begrenzt ist.
ETFE und IP68
Die Oberfläche ist ETFE-laminiert. Dieser Kunststoff ist UV-stabil, kratzfest und bleibt über Jahre klar, während einfache PET-Beschichtungen vergilben und dadurch Licht schlucken. Zusammen mit IP68 ergibt das ein Panel, das im Regen stehen bleiben darf.
Die Grenze liegt beim Stecker und bei der Powerstation. Der DC-Verbinder gehört nicht in eine Pfütze, und die Powerstation selbst ist in aller Regel weder spritzwassergeschützt noch für Dauerregen gedacht. In der Praxis steht das Panel draußen und die Elektronik unter einem Dach.
DC8020 und die Frage der Kompatibilität
Der Stecker ist DC8020, für ältere Jackery-Geräte liegt ein Adapter auf DC7909 bei. Innerhalb des Jackery-Systems ist die Verbindung damit eine Sache von Sekunden.
Bei Fremdgeräten entscheidet der Spannungsbereich des Solareingangs. Jackerys eigene Powerstations nehmen über zwei DC-Eingänge zusammen bis zu 400 W an, im Bereich von 16 bis 60 V. Wer das Panel an eine Powerstation eines anderen Herstellers hängen will, prüft dort das zulässige Fenster und braucht meist einen Adapter auf XT60 oder MC4.
Ein Detail zum Lieferumfang: Der Jackery-Shop nennt den DC8020-auf-DC7909-Adapter, die Amazon-Listung führt Panel und Handbuch auf, die Produktbeschreibung erwähnt zusätzlich eine Tragetasche. Vor dem Kauf lohnt der Blick auf die konkrete Listung, statt sich auf eine der Angaben zu verlassen.
Preis: 2,50 Euro je Watt
499 Euro für 200 Wp ergeben 2,50 Euro je Watt. Der direkte Wettbewerb liegt darunter: Der Anker SOLIX PS200 kostet rund 459 Euro und wiegt dabei gut drei Kilogramm weniger.
Der Vergleich mit festen Modulen führt in die Irre, ist aber lehrreich: Ein starres 450-Wp-Modul kostet 60 bis 90 Euro, also etwa 0,15 bis 0,20 Euro je Watt. Faltpanels kosten das Zehn- bis Fünfzehnfache, weil Zellen, Laminat, Scharniere und Ständer eine ganz andere Bauweise verlangen. Bezahlt wird die Mobilität. Wer Strom für zuhause sucht, ist mit einem Balkonkraftwerk deutlich günstiger bedient.
Für wen sich das SolarSaga 200 lohnt
Passend ist das Panel für Besitzer einer Jackery-Powerstation ab etwa 1 kWh, die regelmäßig mehrere Tage ohne Netzanschluss auskommen müssen und das Panel mit dem Fahrzeug transportieren. Dort spielt die hohe Zelleffizienz ihren Vorteil aus, und der Aufbau ohne Adaptersuche spart Nerven.
Weniger passend ist es für alle, die viel zu Fuß tragen, denn dafür ist es zu schwer. Und für den reinen Notfallkoffer im Keller reicht ein kleineres Panel, weil dort ohnehin selten geladen wird.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Leistung | Gewicht | Besonderheit | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Jackery SolarSaga 200 | 200 Wp | ca. 8 kg | TOPCon, bifazial, 3 Stützen | ca. 499 € |
| Anker SOLIX PS200 | 200 Wp | 4,75 kg | N-Typ, bifazial, 5 J. Garantie | ca. 459 € |
| Jackery SolarSaga 100 | 100 Wp | 3,6 kg | USB-Ausgänge am Panel | ca. 90 € |
Fazit
Das Jackery SolarSaga 200 liefert die Technik, die ein gutes Faltpanel ausmacht: TOPCon-Zellen mit 24,3 Prozent, eine bifaziale Rückseite, IP68 und eine ETFE-Oberfläche, die den Außeneinsatz übersteht. Drei Seitenstützen sind bei über zwei Metern Panellänge kein Luxus.
Zwei Dinge gehören in die Kaufentscheidung. Mit rund 8 kg ist es das schwerste Panel seiner Klasse, und mit 2,50 Euro je Watt zugleich das teurere. Wer eine Jackery-Powerstation besitzt und das Panel im Fahrzeug transportiert, bekommt ein hochwertiges Modul ohne Adapterfragen. Wer viel trägt oder aufs Budget schaut, findet leichtere und günstigere Alternativen.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Die TOPCon-Zellen mit 24,3 % Wirkungsgrad gehören zum Besten, was bei Faltpanels derzeit verbaut wird, und liefern bei Hitze stabilere Werte als ältere Zelltypen
- Die bifaziale Rückseite bringt auf hellem Untergrund zusätzlichen Ertrag, ohne dass Fläche oder Aufbauzeit steigen
- Drei Seitenstützen statt zwei geben dem über zwei Meter langen Panel spürbar mehr Standfestigkeit bei Wind
- IP68 und die ETFE-Laminierung sind auf dauerhaften Außeneinsatz ausgelegt, nicht nur auf gelegentliches Aufstellen
- Der beiliegende Adapter von DC8020 auf DC7909 deckt sowohl neue als auch ältere Jackery-Powerstations ab
Das spricht dagegen
- Mit rund 8 kg wiegt das Panel deutlich mehr als vergleichbare 200-Watt-Modelle, die inzwischen unter 5 kg liegen
- 499 € für 200 Wp bedeuten rund 2,50 € je Watt, das ist der höhere Preis in dieser Klasse
- Ausgeklappt misst das Panel 2,35 Meter, das braucht einen freien Streifen und macht es bei Wind angreifbar
- Ein USB-Ausgang am Panel fehlt, kleine Geräte lassen sich nur über die Powerstation laden
- Die Angaben zum Lieferumfang gehen zwischen Hersteller und Händler auseinander, hier lohnt der Blick auf die konkrete Listung
Häufige Fragen
Wie viel Strom liefert das Jackery SolarSaga 200 pro Tag?
Die 200 Wp gelten unter Standard-Testbedingungen mit 1.000 W/m² und 25 °C Zelltemperatur. An einem klaren Sommertag in Deutschland sind mit guter Ausrichtung grob 0,8 bis 1,2 kWh realistisch, im Dezember bleibt oft weniger als ein Viertel davon übrig. Verschattung, Wärme und Sonnenstand bestimmen das Ergebnis stärker als die Nennleistung.
Zu welchen Powerstations passt das SolarSaga 200?
Jackery nennt ausdrücklich die Explorer 1000 v2, 2000 v2 und 3000 v2, dazu passt es an weitere Jackery-Modelle. Der Stecker ist DC8020, für ältere Geräte liegt ein Adapter auf DC7909 bei. Bei Powerstations anderer Hersteller entscheidet der zulässige Spannungsbereich des Solareingangs, ob die Kombination funktioniert.
Wie viele Panels braucht der Explorer 1000 v2 für eine volle Ladung?
Der Explorer 1000 v2 nimmt über beide DC-Eingänge zusammen maximal 400 W an, also zwei SolarSaga 200. Damit lädt sich der 1.070-Wh-Akku bei guter Sonne in etwa vier Stunden. Mit einem einzelnen Panel dauert es an einem guten Sommertag eher sieben bis neun Stunden.
Was bringt die bifaziale Bauweise beim SolarSaga 200?
Die Zellen nehmen Licht auch von der Rückseite auf. Auf hellem Untergrund wie Schnee, Sand oder Beton entsteht dadurch ein Zugewinn, den Jackery in der Größenordnung von zehn Prozent ansetzt. Auf dunklem Rasen fällt der Effekt deutlich kleiner aus, weil kaum Licht zurückgeworfen wird.
Ist das Panel wetterfest genug für den Dauerbetrieb draußen?
Die Schutzart IP68 und die ETFE-Laminierung sind für Regen, Staub und UV-Belastung ausgelegt, das Panel kann also draußen bleiben. Der Steckverbinder gehört trotzdem nicht ins Wasser, und die Powerstation am anderen Kabelende ist in der Regel nicht wetterfest. Für Dauerbetrieb kommt die Elektronik ins Trockene.
Wie schwer ist das SolarSaga 200 wirklich?
Händler und Testberichte nennen übereinstimmend rund 8 kg. Das ist für ein 200-Watt-Faltpanel eher viel, aktuelle Konkurrenzmodelle liegen bei knapp unter 5 kg. Beim Tragen über längere Strecken macht sich dieser Unterschied deutlich bemerkbar, im Wohnmobil oder Auto spielt er kaum eine Rolle.
Hat das Panel USB-Anschlüsse?
Das SolarSaga 200 gibt seinen Strom über den DC8020-Stecker an eine Powerstation ab, USB-Buchsen am Panel selbst gehören nicht zur Ausstattung. Wer Handy oder Kamera direkt am Panel laden möchte, greift zum kleineren SolarSaga 100, das zwei USB-Ausgänge mitbringt.
Wie viel Platz braucht das Panel im aufgestellten Zustand?
Ausgeklappt misst es 235,5 × 53,3 cm, es belegt also einen Streifen von gut zwei Metern Länge. Gefaltet schrumpft es auf rund 61,5 × 54 × 4 cm. Bei Wind lohnt eine Sicherung, denn die lange Fläche bietet viel Angriffspunkt.
Lohnt sich das SolarSaga 200 gegenüber zwei 100-Watt-Panels?
Zwei SolarSaga 100 kosten zusammen weniger und lassen sich getrennt aufstellen, etwa in unterschiedliche Richtungen. Dafür sind zwei Kabel, zwei Aufbauten und ein Verteiler nötig. Das 200er punktet mit einem einzigen Aufbau und höherer Zelleffizienz, das Doppelpack mit Flexibilität und Preis.
Was kostet das Jackery SolarSaga 200?
Der Preis liegt bei rund 499 Euro, sowohl im Jackery-Shop als auch bei Amazon. Das ergibt etwa 2,50 Euro je Watt. Im Bundle mit einer Powerstation fällt der rechnerische Anteil des Panels meist niedriger aus, dort lohnt der Vergleich mit dem Einzelkauf.