Technische Daten
| Modellnummer | A2426 |
|---|---|
| Nennleistung | 30 W |
| Wirkungsgrad | bis zu 23,7 % laut Hersteller |
| USB-C-Ausgang | 5 V / 3 A (15 W) |
| USB-A-Ausgang | 5 V / 2,4 A (12 W) |
| Summe der Ausgänge | rechnerisch 27 W |
| DC-Ausgang | nicht vorhanden |
| Maße gefaltet | 272 × 224 × 43 mm |
| Maße ausgeklappt | 904 × 272 × 18 mm |
| Gewicht | 1,1 kg |
| Schutzart | IP65 |
| Aufbau | Siliziumzellen auf Glasbasis im Aluminiumrahmen |
| Faltung | dreiteilig |
| Aufstellung | Befestigungsösen, keine Standfüße |
| Statusanzeige | LED für ausreichende Einstrahlung |
| Lieferumfang | Panel, 2 Karabiner, Benutzerhandbuch |
| Garantie | 18 Monate laut Hersteller |
| Preis | rund 80 € |
Rund 80 Euro, 1,1 Kilogramm und ein Faltmaß von der Größe eines dünnen Aktenordners: Das Anker SOLIX PS30 ist das kleinste Faltpanel der Reihe und lädt Smartphone, Kamera und Powerbank direkt über USB. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben zum Modell A2426, die Amazon-Listung und der Vergleich mit den größeren Panels derselben Serie.
Die Rolle des PS30 im Anker-System
Das PS30 hat zwei USB-Buchsen und keinen DC-Ausgang. Damit ist die Rolle klar umrissen: Es lädt Geräte direkt, die über USB Strom aufnehmen. Ein Solareingang einer Powerstation lässt sich damit nicht bedienen, weil dafür ein DC-Stecker nötig wäre.
Das trennt es scharf vom Anker SOLIX PS200 und vom Jackery SolarSaga 100, die beide für den Powerstation-Betrieb ausgelegt sind. Das PS30 gehört in den Rucksack, ans Zelt oder aufs Armaturenbrett, wo ein Handy über den Tag geladen werden soll.
30 Watt Nennleistung, 27 Watt Ausgang
Der auffälligste Punkt im Datenblatt ist eine Lücke. Die Nennleistung beträgt 30 W, die Ausgänge lassen zusammen jedoch nur 27 W durch: USB-C liefert 5 V bei 3 A, also 15 W, USB-A 5 V bei 2,4 A, also 12 W.
Diese drei Watt Differenz folgt aus der Bauweise. Die Nennleistung beschreibt, was die Zellen unter Standard-Testbedingungen an ihrem Arbeitspunkt abgeben. Was ankommt, bestimmt die Elektronik dahinter, und die ist hier auf zwei USB-Buchsen mit 5 V festgelegt. Praktisch bedeutet das: Wer nur ein Gerät anschließt, holt höchstens 15 W aus dem Panel, unabhängig davon, wie stark die Sonne scheint. Was die Angabe Watt Peak grundsätzlich bedeutet, erklärt der Ratgeber Watt Peak.
5 Volt und was das für moderne Geräte heißt
Die USB-C-Buchse gibt 5 V ab und beherrscht keine höheren Ladespannungen. Aktuelle Smartphones laden über Power Delivery mit 9, 12 oder 20 V deutlich schneller, dieser Weg steht hier nicht offen.
Für die Praxis heißt das: Das Handy lädt, aber im langsamen Modus. Bei einem Akku mit 17 Wh Kapazität und rund 13 W realer Ladeleistung dauert eine volle Ladung gut anderthalb Stunden bei klarer Sonne. Für ein Tablet mit 30 bis 40 Wh wird daraus ein halber Sonnentag, für ein Notebook reicht es nicht.
1,1 Kilogramm und das Faltmaß
Hier liegt die eigentliche Stärke. 272 × 224 × 43 mm im gefalteten Zustand und 1,1 kg machen das Panel zu einem Gegenstand, den man mitnimmt, ohne darüber nachzudenken. Ausgeklappt misst es 904 × 272 mm, also gut 90 Zentimeter Länge bei knapp 27 Zentimetern Höhe.
Zum Vergleich: Das Jackery SolarSaga 100 wiegt mit 3,6 kg mehr als das Dreifache und liefert dabei etwa das Dreifache an Leistung. Wer den Ertrag je Kilogramm rechnet, kommt bei beiden auf ähnliche Werte. Der Unterschied liegt in der absoluten Schwelle, ab der man ein Panel im Rucksack noch mitschleppt.
Aufstellung ohne Standfüße
Integrierte Stützen gibt es nicht. Anker setzt auf Befestigungsösen und legt zwei Karabiner bei. Vorgesehen ist das Anhängen an Rucksack, Zeltwand oder Fahrzeug.
Das funktioniert für den Einsatz beim Wandern gut, weil das Panel dabei ohnehin mitgeht und den Winkel eher zufällig findet. Für den stationären Betrieb am Lagerplatz fehlt die Möglichkeit, es sauber gegen die Sonne zu neigen. Da hilft nur ein Anlehnpunkt oder Schnur. Wie stark der Winkel den Ertrag verschiebt, zeigt der Ratgeber zum Neigungswinkel.
IP65 und die Glasoberfläche
Das Panel ist nach IP65 geschützt, also staubdicht und gegen Strahlwasser gesichert. Die Zellen sitzen laut Beschreibung auf Glasbasis in einem Aluminiumrahmen, was gegenüber reinen Kunststofflaminaten Vorteile bei der UV-Beständigkeit hat.
Die Kehrseite berichtet die Praxis: Die Oberfläche gilt als kratzempfindlich, und Kratzer streuen Licht, das dann nicht mehr in den Zellen ankommt. Bei einem Panel, das im Rucksack neben Karabinern und Kochgeschirr liegt, ist das ein realer Punkt. Eine Schutzhülle gehört nicht zum Lieferumfang.
Preis: 2,67 Euro je Watt
80 Euro für 30 Wp ergeben 2,67 Euro je Watt. Das ist der höchste Wert in der Anker-Panelreihe. Der PS200 liegt bei rund 2,30 Euro je Watt, ein starres Balkonmodul bei etwa 0,30 Euro je Watt.
Diese Rechnung führt in die Irre, wenn man sie als Effizienzmaß liest. Bei Kleinstpanels bezahlt man Gehäuse, Elektronik, Faltmechanik und Rahmen, die sich auf wenige Watt verteilen. Wer Energie sucht, kauft größer. Wer ein Gerät sucht, das er auf eine Tageswanderung mitnimmt, findet in dieser Größe kaum Alternativen mit Glasoberfläche und IP65.
Für wen sich das PS30 lohnt
Passend ist es für Wanderer, Radreisende und Festivalbesucher, die ein Smartphone über mehrere Tage ohne Steckdose am Leben halten wollen und dabei auf jedes Gramm achten. Dort spielt das geringe Gewicht seinen Vorteil aus, und die LED-Anzeige nimmt das Raten über die richtige Ausrichtung ab.
Weniger passend ist es für alle, die eine Powerstation laden wollen, denn dafür fehlt der DC-Anschluss. Und wer am festen Stellplatz Strom für mehrere Geräte braucht, ist mit einem 100-Watt-Panel besser bedient, das bei etwa dreifachem Gewicht ein Vielfaches an Energie bringt.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Leistung | Gewicht | Anschlüsse | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Anker SOLIX PS30 | 30 W | 1,1 kg | USB-C, USB-A | ca. 80 € |
| Jackery SolarSaga 40 Mini | 40 W | 1,18 kg | USB-C, USB-A, DC8020 | ca. 79 € |
| Jackery SolarSaga 100 | 100 W | 3,6 kg | USB-C, USB-A, DC8020 | ca. 90 € |
| Anker SOLIX PS200 | 200 W | 4,75 kg | XT60i (DC) | ca. 459 € |
Fazit
Das Anker SOLIX PS30 macht als Reisebegleiter für USB-Geräte einen ordentlichen Job. 1,1 Kilogramm, IP65, eine Glasoberfläche im Aluminiumrahmen und eine LED-Anzeige für die Ausrichtung sind für diese Größenklasse eine saubere Ausstattung.
Drei Punkte gehören in die Kaufentscheidung. Die USB-Buchsen begrenzen die Ausgangsleistung auf 27 W und liefern nur 5 V, schnelles Laden über Power Delivery bleibt aus. Ein DC-Anschluss für Powerstations fehlt. Und mit 2,67 Euro je Watt ist es teuer. Beim Jackery SolarSaga 40 Mini gibt es für nahezu denselben Preis 40 W, einen DC-Ausgang und die doppelte Garantiezeit. Wer speziell die kompakteren Faltmaße des Anker braucht, greift trotzdem hier zu.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Mit 1,1 kg und einem Faltmaß von der Größe eines dünnen Aktenordners passt es in jeden Tagesrucksack
- Zwei Geräte lassen sich gleichzeitig laden, USB-C und USB-A arbeiten parallel
- Die LED-Anzeige nimmt das Raten ab, ob die Ausrichtung für nennenswerten Ertrag reicht
- IP65 und der Aluminiumrahmen sind für Regen und Dauereinsatz im Freien ausgelegt
- Der Aufbau mit Glasoberfläche statt reiner Kunststofflaminierung altert langsamer unter UV-Licht
Das spricht dagegen
- Die beiden USB-Ausgänge lassen zusammen höchstens 27 W durch, die 30 W Nennleistung sind an diesen Buchsen nie abrufbar
- Ein DC-Anschluss fehlt vollständig, Powerstations lassen sich damit nicht über ihren Solareingang laden
- Rund 80 Euro für 30 W ergeben 2,67 Euro je Watt, das ist der hohe Wert in dieser Klasse
- 18 Monate Garantie sind kurz, Jackery gibt auf sein vergleichbares Panel 36 Monate
- Standfüße fehlen, für den richtigen Winkel braucht es Ösen, Schnur und einen Anlehnpunkt
Häufige Fragen
Kann ich mit dem Anker SOLIX PS30 eine Powerstation laden?
Über den Solareingang einer Powerstation nicht, denn das Panel hat ausschließlich USB-Buchsen und keinen DC-Ausgang. Powerstations mit USB-C-Eingang lassen sich darüber langsam nachladen, dabei sind höchstens 15 W im Spiel. Für das Laden über den Solareingang braucht es ein Panel mit DC-Stecker wie den Anker SOLIX PS200 oder das Jackery SolarSaga 40 Mini.
Warum liefert das Panel keine 30 Watt an den Ausgängen?
Die 30 W sind die Nennleistung der Zellen unter Standard-Testbedingungen. Was an den Buchsen ankommt, begrenzen die Ausgänge: USB-C gibt 5 V bei 3 A ab, also 15 W, USB-A 5 V bei 2,4 A, also 12 W. Zusammen sind das rechnerisch 27 W, und dieser Wert stellt sich nur ein, wenn beide Buchsen gleichzeitig ein passendes Gerät bedienen.
Wie lange dauert es, ein Smartphone damit zu laden?
Bei klarer Sonne und guter Ausrichtung liefert die USB-C-Buchse in der Praxis rund 12 bis 14 W. Ein Smartphone-Akku mit 4.500 mAh entspricht etwa 17 Wh, das ergibt gut anderthalb Stunden für eine volle Ladung. Bei Bewölkung fällt die Leistung auf 5 bis 10 W und die Ladezeit steigt entsprechend.
Ist das PS30 wetterfest genug, um draußen zu bleiben?
IP65 bedeutet staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser aus jeder Richtung. Das Panel übersteht damit einen Regenschauer und dauerhaften Außeneinsatz. Untertauchen ist nicht abgedeckt, und das angeschlossene Gerät an der USB-Buchse ist in aller Regel nicht wettergeschützt.
Wie stelle ich das Panel richtig auf?
Integrierte Standfüße gibt es nicht, dafür mehrere Ösen am Rand. Vorgesehen ist die Befestigung mit den beiliegenden Karabinern an Rucksack, Zelt oder Fahrzeug. Für einen sinnvollen Winkel gegen die Sonne braucht es einen Anlehnpunkt oder Schnur, im Sommer sind rund 30 bis 40 Grad Neigung der beste Kompromiss.
Was bringen 23,7 Prozent Wirkungsgrad in der Praxis?
Der Wert beschreibt, wie viel der einfallenden Sonnenenergie die Zellen in Strom umwandeln, und ordnet das Panel im oberen Bereich der Faltpanels ein. Für die abgegebene Leistung bleibt bei diesem Modell allerdings die USB-Begrenzung der engere Flaschenhals. Der Wirkungsgrad zeigt sich vor allem daran, dass die 30 W auf sehr wenig Fläche entstehen.
Lohnt sich das PS30 gegenüber einer Powerbank?
Beide lösen unterschiedliche Aufgaben. Eine Powerbank gibt gespeicherte Energie sofort ab, das Panel erzeugt neue, solange die Sonne scheint. Für Wochenendtouren reicht eine Powerbank meist aus und ist günstiger. Ab mehreren Tagen ohne Steckdose beginnt das Panel zu tragen, ideal ist die Kombination aus beidem.
Wie schlägt sich das PS30 im Winter?
Deutlich schwächer. Die tiefe Sonne, kürzere Tage und häufigere Bewölkung drücken den Ertrag im Dezember auf einen Bruchteil des Sommerwerts. Bei Mittagssonne im Winter sind eher 3 bis 8 W realistisch. Für ein Handy im Notfall reicht das über mehrere Stunden noch, als verlässliche Stromquelle taugt es in dieser Jahreszeit kaum.
Was kostet das Anker SOLIX PS30?
Rund 80 Euro bei Amazon, damit liegt der Preis bei 2,67 Euro je Watt. Größere Faltpanels sind je Watt deutlich günstiger, ein 200-Watt-Modell kostet etwa 2,30 Euro je Watt. Bezahlt wird bei dieser Größe die Kompaktheit, nicht die erzeugte Energiemenge.
Wie lange gibt Anker Garantie auf das PS30?
Der Hersteller nennt 18 Monate. Das ist knapper als bei den größeren Panels der PS-Reihe, für die Anker fünf Jahre angibt, und kürzer als die 36 Monate von Jackery beim vergleichbaren SolarSaga 40 Mini. Die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren gegenüber dem Verkäufer bleibt davon unberührt.