Technische Daten
| Modellnummer | JS-40A |
|---|---|
| Nennleistung | 40 W |
| Wirkungsgrad | 23 % laut Hersteller |
| Zelltyp | monokristallin |
| USB-C-Ausgang | 5 V / 3 A (15 W) |
| USB-A-Ausgang | 5 V / 2,4 A (12 W) |
| DC-Ausgang | DC8020 |
| Maße gefaltet | rund 30 × 25,2 × 3 cm |
| Maße ausgeklappt | rund 97 × 30 cm |
| Gewicht | 1,18 kg |
| Faltung | vierteilig |
| Schutzart | IP68 |
| Zertifizierung | TÜV SÜD |
| Betriebstemperatur | -20 bis 65 °C |
| Aufstellung | Ösen und Karabiner, keine Standfüße |
| Lieferumfang | Panel, Zubehörtasche, DC8020-Adapter auf USB-C/USB-A, Solarladekabel, 2 Karabiner |
| Kompatibilität | Jackery Explorer 100 Plus, 300 Plus, 500 und weitere |
| Garantie | 36 Monate laut Benutzerhandbuch |
| Preis | rund 79 € |
Rund 79 Euro, 1,18 Kilogramm und ein Ausgang, der auch Powerstations bedient: Das Jackery SolarSaga 40 Mini ist das kleinste Faltpanel des Herstellers und trägt die Modellnummer JS-40A. Grundlage dieser Einordnung sind die Jackery-Angaben, das Benutzerhandbuch, die Amazon-Listung und veröffentlichte Messwerte aus einem Fachmagazin-Test.
Drei Ausgänge statt zwei
Der entscheidende Unterschied zu anderen Panels dieser Größe steckt in der Anschlussleiste. Neben USB-C und USB-A sitzt hier ein DC8020-Ausgang, also derselbe Stecker, mit dem auch die großen SolarSaga-Panels arbeiten.
Damit lädt das Panel eine Jackery-Powerstation über deren Solareingang, wo der Laderegler der Powerstation die Umwandlung übernimmt. Vergleichbare USB-Kleinpanels wie das Anker SOLIX PS30 enden bei den USB-Buchsen und können das nicht. Der beiliegende Adapter dreht die Richtung sogar um: Er führt vom DC8020-Stecker auf USB-C und USB-A, sodass sich das Panel je nach Aufgabe wechseln lässt.
40 Watt, 27 Watt, 17 Watt
Drei Zahlen beschreiben dieses Panel, und sie liegen weit auseinander.
40 W ist die Nennleistung unter Standard-Testbedingungen mit 1.000 W/m² Einstrahlung, senkrechtem Lichteinfall und 25 °C Zelltemperatur. 27 W ist die Summe dessen, was die beiden USB-Buchsen zusammen durchlassen, denn USB-C gibt 15 W ab und USB-A 12 W. 17 W nennt ein veröffentlichter Test als gemessenen Bestwert bei optimaler Sommersonne, mit typisch 8 bis 10 W bei gutem Wetter.
Diese Spanne ist bei Faltpanels die Regel. Sie zu kennen verändert die Erwartung: Wer mit 40 W plant, plant zu optimistisch. Wer mit 10 W rechnet, liegt an einem normalen Sommertag richtig. Was hinter der Angabe Watt Peak steckt, erklärt der Ratgeber Watt Peak.
Das Vier-Falt-Design
Jackery faltet das Panel vierteilig statt der bei dieser Größe üblichen drei Segmente. Das Ergebnis sind 97 cm ausgeklappte Länge bei einem Packmaß von 30 × 25,2 × 3 cm.
Der Gewinn liegt in der Breite. Gefaltet ist das Panel etwa so groß wie ein A4-Ordner und passt damit flach an die Rückwand eines Rucksacks. Der Preis dafür ist ein Scharnier mehr, also eine zusätzliche potenzielle Schwachstelle über die Jahre. Bei IP68 und einem Betriebsbereich von -20 bis 65 °C hat Jackery an dieser Stelle allerdings sichtbar Aufwand betrieben.
Was ohne Standfüße passiert
Hier liegt die deutlichste Schwäche. Das Panel hat Ösen und zwei Karabiner, aber keine ausklappbaren Stützen und keine Arretierung, die es im aufgestellten Winkel hält. Ein Testbericht beschreibt genau das als Alltagsproblem: Das Panel neigt dazu, ohne Fixierung wieder zusammenzuklappen.
Für den vorgesehenen Einsatz am Rucksack spielt das keine Rolle, dort hängt es ohnehin flach. Am Lagerplatz braucht es einen Baum, eine Wand oder eine gespannte Schnur. Wie stark der Winkel den Ertrag verschiebt, zeigt der Ratgeber zum Neigungswinkel: Zwischen flach am Boden und 35 Grad Neigung liegen im Sommer leicht 20 Prozent.
IP68 und TÜV SÜD
Die Schutzart IP68 deckt Staubdichtigkeit und zeitweiliges Untertauchen ab und liegt damit über dem IP65 vieler Wettbewerber. Dazu kommt eine TÜV-SÜD-Zertifizierung, die Jackery ausdrücklich nennt.
In der Praxis heißt das: Das Panel bleibt bei einem Schauer draußen. Die Grenze liegt beim Stecker und beim angeschlossenen Gerät. Eine Powerstation ist in aller Regel weder spritzwassergeschützt noch für Dauerregen gedacht, sie gehört unter ein Dach, während das Panel arbeitet.
Der Winter setzt eine harte Grenze
Ein Testbericht misst an einem Wintermittag rund 3 W. Das ist ein Wert, mit dem sich ein Smartphone über einen ganzen Tag hinweg vielleicht zur Hälfte füllt.
Die Ursache liegt im Sonnenstand. Im Dezember steht die Sonne in Deutschland flach, die Tage sind kurz und Hochnebel ist häufig. Das trifft jedes Solarmodul gleichermaßen, bei 40 W Nennleistung bleibt davon nur besonders wenig übrig. Wie stark die Jahreszeit durchschlägt, ordnet der Ratgeber Photovoltaik im Winter ein. Für den Winterbetrieb ist ein größeres Panel die ehrlichere Antwort.
Die Garantiefrage
Bei der Garantie widersprechen sich die Quellen deutlich. Das Benutzerhandbuch nennt 36 Monate beschränkte Garantie plus lebenslangen technischen Support. Das strukturierte Datenfeld der Amazon-Listung führt sechs Monate, die Produktbeschreibung derselben Listung spricht von fünf Jahren.
Solche Abweichungen entstehen, wenn Händler Felder aus verschiedenen Quellen befüllen. Belastbar ist das Dokument, das dem Gerät beiliegt. Unabhängig davon gilt in Deutschland die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren gegenüber dem Verkäufer. Selbst mit dem konservativsten Wert steht Jackery damit besser da als Anker mit 18 Monaten beim PS30.
Preis: knapp 2 Euro je Watt
79 Euro für 40 Wp ergeben 1,98 Euro je Watt, ausgehend von einem ursprünglichen Preis von 109 Euro. Das Anker SOLIX PS30 kostet bei fast identischem Gewicht rund 80 Euro für 30 Wp, also 2,67 Euro je Watt.
Der Abstand ist deutlich, und der DC-Ausgang kommt beim Jackery obendrauf. Nach oben hin verschiebt sich das Bild wieder: Das SolarSaga 100 liegt bei rund 90 Euro für 100 Wp und damit bei etwa 0,90 Euro je Watt, wiegt allerdings mit 3,6 kg das Dreifache.
Für wen sich das Panel lohnt
Passend ist es für Wanderer, Radreisende und Besitzer einer kleinen Jackery-Powerstation, die auf mehrtägigen Touren Handy, Kamera und Stirnlampe versorgen wollen. Der DC-Ausgang macht es innerhalb des Jackery-Systems flexibler als jedes reine USB-Panel dieser Größe.
Weniger passend ist es für den festen Stellplatz und für alles jenseits von Kleingeräten. Ein Tablet dauert bereits einen halben Sonnentag, eine Powerstation mit 300 Wh mehrere Tage. Wer dort Strom braucht, greift zum 100-Watt-Panel und nimmt die drei Kilogramm in Kauf.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Leistung | Gewicht | Anschlüsse | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Jackery SolarSaga 40 Mini | 40 W | 1,18 kg | USB-C, USB-A, DC8020 | ca. 79 € |
| Anker SOLIX PS30 | 30 W | 1,1 kg | USB-C, USB-A | ca. 80 € |
| Jackery SolarSaga 100 | 100 W | 3,6 kg | USB-C, USB-A, DC8020 | ca. 90 € |
| Jackery SolarSaga 200 | 200 W | ca. 8 kg | DC8020 | ca. 499 € |
Fazit
Das SolarSaga 40 Mini ist das rundere der beiden Kleinstpanels am Markt. Der DC8020-Ausgang öffnet den Weg zu den Jackery-Powerstations, IP68 und TÜV-SÜD-Zertifizierung liegen über dem Klassenüblichen, und 36 Monate Garantie sind das Doppelte dessen, was Anker beim PS30 zusagt. Knapp 2 Euro je Watt sind für diese Größe ein fairer Kurs.
Zwei Punkte gehören in die Erwartung. Die fehlende Arretierung macht das Aufstellen zur Fummelei, hier hilft eine Schnur oder eine Wand. Und die Nennleistung von 40 W ist ein Laborwert, real sind an einem guten Sommertag 8 bis 17 W zu erwarten und im Winter nur wenige. Wer das einkalkuliert und ohnehin im Jackery-System unterwegs ist, bekommt ein durchdachtes Panel fürs Handgepäck.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Der DC8020-Ausgang lädt Jackery-Powerstations direkt über deren Solareingang, USB-Panels dieser Größe können das nicht
- IP68 und TÜV-SÜD-Zertifizierung liegen über dem, was Faltpanels dieser Preisklasse üblicherweise mitbringen
- 36 Monate Garantie sind doppelt so lang wie beim direkten Wettbewerber Anker SOLIX PS30
- Das Vier-Falt-Design bringt 97 cm Modulfläche auf ein Packmaß von 30 × 25 cm
- Der Betriebsbereich von -20 bis 65 °C deckt Wintertouren wie Sommerhitze ab
- Mit 79 Euro statt der ursprünglichen 109 Euro liegt der Preis je Watt deutlich unter dem PS30
Das spricht dagegen
- Standfüße fehlen, das Panel klappt ohne Arretierung leicht wieder zusammen
- Die 40 W Nennleistung sind an den USB-Buchsen nicht abrufbar, dort liegt die Grenze zusammen bei 27 W
- Praxisberichte nennen als Bestwert im Sommer rund 17 W, im Winter fallen die Werte auf wenige Watt
- Die Garantieangaben widersprechen sich: Handbuch 36 Monate, Amazon-Datenfeld 6 Monate, Produkttext 5 Jahre
- Aussagekräftige Status-LEDs fehlen, die Ausrichtung lässt sich nur am angeschlossenen Gerät kontrollieren
Häufige Fragen
Welche Powerstations lädt das SolarSaga 40 Mini?
Der DC8020-Stecker passt direkt an die kleinen Jackery-Modelle, der Hersteller nennt Explorer 100 Plus, 300 Plus und 500. An größeren Explorer-Modellen funktioniert es ebenfalls, dauert wegen der geringen Leistung aber sehr lange. Für Powerstations anderer Hersteller entscheidet der zulässige Spannungsbereich des Solareingangs, mechanisch braucht es einen Adapter.
Wie viel Leistung kommt in der Praxis an?
Praxisberichte nennen bei optimaler Sommersonne rund 17 W als Bestwert und 8 bis 10 W als typischen Wert bei gutem Wetter. Bei Bewölkung sinkt der Ertrag auf 2 bis 4 W, an einem Wintermittag auf etwa 3 W. Die 40 W der Nennleistung entstehen unter Standard-Testbedingungen mit 1.000 W/m² Einstrahlung und senkrechtem Lichteinfall.
Warum liefern die USB-Buchsen keine 40 Watt?
USB-C gibt 5 V bei 3 A ab, also 15 W, USB-A 5 V bei 2,4 A, also 12 W. Zusammen sind das 27 W, und mehr lassen die Buchsen nicht durch. Die volle Nennleistung ist nur über den DC8020-Ausgang an einer Powerstation abrufbar, weil dort deren Laderegler die Umwandlung übernimmt.
Wie unterscheidet sich das SolarSaga 40 Mini vom SolarSaga 40 Air?
Das 40 Air ist ein eigenständiges, neueres Modell von Jackery in derselben Leistungsklasse. Die Werte dieser Rezension beziehen sich auf das SolarSaga 40 Mini mit der Modellnummer JS-40A. Wer beide Modelle im Handel findet, vergleicht Gewicht, Packmaß und die Anschlussausstattung, denn genau dort setzen sich die Generationen voneinander ab.
Wie stelle ich das Panel richtig gegen die Sonne?
Integrierte Standfüße gibt es nicht, das Panel hat Ösen und zwei Karabiner für Rucksack, Zelt oder Fahrzeug. Für einen festen Winkel braucht es einen Anlehnpunkt oder Schnur, und die Praxis berichtet, dass das Panel ohne Arretierung gern wieder zusammenklappt. Im Sommer sind rund 30 bis 40 Grad Neigung der beste Kompromiss.
Hält das Panel Regen aus?
IP68 ist die höchste gängige Schutzstufe und deckt Staub sowie zeitweiliges Untertauchen ab, dazu kommt die TÜV-SÜD-Zertifizierung. Das Panel darf also im Regen stehen bleiben. Der DC-Stecker und die angeschlossene Powerstation gehören trotzdem ins Trockene, denn deren Gehäuse sind in aller Regel nicht wassergeschützt.
Wie lange lädt ein Smartphone am SolarSaga 40 Mini?
Der Hersteller nennt 2,5 Stunden für eine volle iPhone-Ladung bei guten Bedingungen. Rechnerisch passt das: Ein Akku mit rund 17 Wh und eine reale Ladeleistung von 8 bis 12 W ergeben etwa anderthalb bis zwei Stunden. Bei Bewölkung dauert es ein Vielfaches, weil die Leistung auf wenige Watt fällt.
Wie lange dauert es, einen Explorer 300 Plus zu füllen?
Der Explorer 300 Plus hat 288 Wh Kapazität. Bei einer realen Panelleistung von 10 bis 15 W über den DC-Ausgang sind das rechnerisch 20 bis 29 Sonnenstunden, also mehrere Tage. Jackery gibt für das E100 Plus mit 99 Wh vier Stunden bis 80 Prozent an. Für größere Powerstations ist dieses Panel als alleinige Quelle zu klein.
Wie viel Garantie gibt Jackery auf das Panel?
Das Benutzerhandbuch nennt 36 Monate beschränkte Garantie plus technischen Support. Die Angaben im Handel weichen davon ab: Ein Amazon-Datenfeld führt sechs Monate, die Produktbeschreibung spricht von fünf Jahren. Verbindlich ist im Zweifel das dem Gerät beiliegende Garantiedokument, die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren gilt zusätzlich.
Was kostet das SolarSaga 40 Mini?
Rund 79 Euro bei Amazon, ausgehend von einem ursprünglichen Preis von 109 Euro. Das ergibt knapp 2 Euro je Watt und liegt damit unter dem Anker SOLIX PS30 mit 2,67 Euro je Watt. Für die Energiemenge ist das trotzdem teuer, bezahlt wird bei dieser Größe das geringe Gewicht.