Technische Daten
| Modellnummer | A1723 (löst A1722 ab) |
|---|---|
| Kapazität | 288 Wh (90.000 mAh) |
| Zellchemie | LiFePO4 |
| Lebensdauer | 3.000 Zyklen, laut Anker rund 10 Jahre |
| AC-Ausgänge | 2 × Schuko, 230 V / 50 Hz |
| AC-Dauerleistung | 300 W |
| AC-Spitzenleistung | 600 W über SurgePad |
| USB-C | 3 ×, davon 2 × max. 140 W (bidirektional) und 1 × max. 15 W |
| USB-A | 1 ×, max. 12 W |
| Kfz-Anschluss | 12 V / 10 A, max. 120 W |
| Anschlüsse gesamt | 7 |
| AC-Ladung | 80 % in 50 min |
| USB-C-Ladung | bis 140 W über den bidirektionalen Port |
| Solar-/DC-Eingang | max. 100 W über XT60, 11 bis 28 V |
| Solar-Ladezeit | 80 % in 2,5 h mit 100-W-Panel |
| USV-Umschaltzeit | unter 10 ms |
| Steuerung | Anker-App über WLAN und Bluetooth |
| Geräusch | 25 dB aus 1 m |
| Maße | 24,0 × 16,4 × 16,1 cm |
| Gewicht | 4,1 kg |
| Lieferumfang | Powerstation, AC-Ladekabel, Tragegurt |
| Garantie | 5 Jahre |
| Preis | rund 250 € |
288 Wattstunden, zwei Schuko-Steckdosen und zwei USB-C-Anschlüsse mit je 140 Watt, verpackt in 4,1 Kilogramm: Die Anker SOLIX C300X ist die kleinste Powerstation der Reihe und dabei die einzige, die man wirklich am Gurt trägt. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben zum Modell A1723 und die Händler-Listung.
Was 288 Wattstunden abdecken
Von der Nennkapazität kommt nicht alles am Verbraucher an. Über USB-C fallen die geringsten Verluste an, dort bleiben grob 250 Wattstunden nutzbar. Über die Schuko-Steckdosen kostet der Wechselrichter zusätzlich 10 bis 15 Prozent.
Damit lässt sich der Bedarf durchrechnen. Ein Smartphone braucht 15 bis 20 Wh je Ladung, ein Laptop 50 bis 90 Wh, ein Tablet rund 30 Wh. Ein Wochenendausflug zu zweit mit Handys, Kamera, Kopfhörern und einem Laptop kommt auf etwa 150 bis 200 Wh, das Gerät trägt also ein verlängertes Wochenende ohne Nachladen.
Für den Notfall daheim gilt eine andere Rechnung: Ein Router mit 10 W läuft rund einen Tag, ein Kühlschrank mit 0,4 kWh Tagesverbrauch etwa zwölf Stunden. Das ist eine Überbrückung, keine Reserve für längere Ausfälle. Wer darauf zielt, greift zur C1000 Gen 2 oder zur C2000 Gen 2.
300 Watt: wo die Grenze verläuft
300 W Dauerleistung an zwei Schuko-Steckdosen ist eine klare Ansage. Alles, was Elektronik ist, läuft daran: Laptop, Monitor, Fernseher, Spielkonsole, Router, LED-Licht, Ventilator, Kompressorkühlbox, CPAP-Gerät.
Alles, was Wärme erzeugt, läuft nicht. Wasserkocher, Föhn, Kaffeemaschine, Mikrowelle und Heizlüfter beginnen bei 1.000 Watt und liegen damit weit über dem, was das Gerät liefert. Diese Trennlinie sollte vor dem Kauf klar sein, sie ist der wichtigste Unterschied zur Klasse darüber.
Für kurze Anlaufströme gibt es SurgePad: Statt bei 300 W abzuschalten, liefert das Gerät für Sekundenbruchteile bis zu 600 W. Damit startet der Kompressor einer Kühlbox oder ein kleiner Motor, der im Betrieb dann wieder unter 300 W fällt.
Die 140-Watt-Anschlüsse in beide Richtungen
Hier liegt die eigentliche Besonderheit. Die C300X hat drei USB-C-Anschlüsse, zwei davon mit je 140 Watt und bidirektional. Das bedeutet zweierlei.
Erstens: Ein Laptop lädt daran in voller Geschwindigkeit, ohne Netzteil und ohne den Umweg über den Wechselrichter. Genau dieser Umweg kostet 10 bis 15 Prozent, weshalb der direkte Gleichstromweg bei jedem Verbraucher, der ihn kann, der sparsamere ist.
Zweitens: Dieselben Buchsen nehmen Strom auf. Das Gerät lädt sich also über ein USB-C-Netzteil, an einer Powerbank oder an einem anderen USB-C-fähigen Anschluss. Wer ohnehin ein 140-W-Laptopnetzteil dabeihat, braucht das AC-Ladekabel nicht einzupacken. Für ein Gerät dieser Größe ist das der praktisch relevanteste Ausstattungspunkt.
Dazu kommen ein dritter USB-C mit 15 W, ein USB-A mit 12 W und ein Kfz-Anschluss mit 12 V und 10 A. Zusammen mit den beiden Steckdosen sind das sieben Anschlüsse.
100 Watt Solar: die harte Grenze
Für den Solarbetrieb ist die C300X eng gefasst. Der XT60-Eingang nimmt maximal 100 W an, das Spannungsfenster liegt bei 11 bis 28 Volt. Laut Anker füllt ein 100-W-Panel den Akku in 2,5 Stunden auf 80 Prozent.
Diese Werte sind in beide Richtungen bindend. Ein größeres Panel bringt keinen Zeitgewinn, weil der Eingang deckelt. Und ein starres Solarmodul aus dem Balkonkraftwerk-Bereich liegt mit rund 45 Volt Leerlaufspannung außerhalb des Fensters und gehört nicht an diesen Eingang. Was die Spannungsangaben auf einem Modul bedeuten, erklärt der Ratgeber Watt Peak verstehen.
Eine Kuriosität nennt Anker selbst: Das eigene Faltpanel PS30 ist nicht kompatibel, obwohl es zur selben Produktfamilie gehört. Als passend führt der Hersteller die 100-W- und 60-W-Modelle. Wer den Anker SOLIX PS200 besitzt, kann ihn hier ebenfalls nicht sinnvoll einsetzen, weil dessen 200 W am 100-W-Deckel verpuffen.
Realistisch liefert ein 100-W-Faltmodul bei gutem Sommerwetter 70 bis 80 W, eine volle Ladung dauert damit rund vier Stunden. Im Herbst verdoppelt sich das, wie der Ratgeber Photovoltaik im Winter zeigt. Für Camping im Sommer reicht das, für autarke Versorgung im Winter nicht.
Drei Ladewege, drei Geschwindigkeiten
Am Netz erreicht die C300X laut Anker in 50 Minuten 80 Prozent. Über USB-C sind bis zu 140 W möglich, über Solar 100 W. Für ein Gerät dieser Größe ist das eine breite Auswahl, und sie passt zum Einsatzzweck: Unterwegs ist selten das eine Ladegerät zur Hand, das man daheim gelassen hat.
Praktisch heißt das: Auf dem Campingplatz hängt das Gerät morgens an der Stromsäule und ist zum Frühstück wieder voll. Im Auto lädt es über einen USB-C-Anschluss der Mittelkonsole. Am Zeltplatz ohne Strom übernimmt das Faltmodul.
4,1 Kilogramm und ein Tragegurt
4,1 kg bei 24,0 × 16,4 × 16,1 cm: Damit ist die C300X das erste Gerät der Reihe, das man einhändig und über längere Strecken trägt. Anker legt einen Tragegurt bei und nennt eine um 15 Prozent kompaktere Bauform als bei vergleichbaren Modellen.
Rechnerisch sind das rund 70 Wattstunden je Kilogramm. Die größeren Geschwister liegen bei 91 (C1000 Gen 2) und 108 (C2000 Gen 2). Kleine Geräte tragen ihr Gehäuse, ihren Wechselrichter und ihre Steuerung anteilig schwerer, dieses Muster gilt in der ganzen Produktgruppe.
Mit 25 dB aus einem Meter bleibt das Gerät im Normalbetrieb unauffällig. Im Zelt, im Wohnmobil und am Schreibtisch stört es nicht.
A1722 und A1723: die Modellfrage
Amazon weist bei diesem Produkt ausdrücklich darauf hin, dass das Modell A1722 eingestellt wurde und alle angebotenen Geräte das aktualisierte A1723 sind. Beide Modelle teilen Kapazität, Leistung, Bauform, Maße und Gewicht, die Bezeichnungen C300 und C300X stehen dabei für unterschiedliche Vertriebswege.
Praktisch bedeutet das: Wer einen Test zur C300 liest, findet dort dieselbe Hardware. Techtest hat am baugleichen Vorgängermodell eine tatsächlich entnehmbare Kapazität von 253,8 Wattstunden gemessen, also 88 Prozent des Nennwerts. Das deckt sich mit der oben angesetzten Rechnung.
Neben der AC-Variante führt Anker eine C300X DC. Die verzichtet auf Wechselrichter und Steckdosen, wiegt entsprechend weniger und kostet rund 40 Euro weniger. Wer keine 230 Volt braucht, spart dort Geld und Gewicht.
Preis: 0,87 Euro je Wattstunde
Rund 250 Euro für 288 Wh ergeben etwa 0,87 Euro je Wattstunde, der Streichpreis bei Amazon steht bei 279,99 Euro. Das ist in der Anker-Reihe der mit Abstand höchste Kapazitätspreis: Die C1000 Gen 2 liegt bei etwa 0,58 Euro, die C2000 Gen 2 bei rund 0,50 Euro.
Dieses Muster gilt für die ganze Produktgruppe. Wechselrichter, Display, Steuerung, Gehäuse und App-Anbindung fallen einmal an, unabhängig davon, wie groß der Akku dahinter ist. Bei 288 Wattstunden verteilen sich diese Kosten auf wenig Kapazität.
Was man dafür bekommt, ist Tragbarkeit. Wer die 288 Wattstunden mit dem Gewicht statt mit dem Preis vergleicht, sieht das Gerät in einem anderen Licht: Es ist die einzige Powerstation der Reihe, die in einen Rucksack passt.
Für wen sich die C300X lohnt
Passend ist sie für Camping und Festival, für mobiles Arbeiten mit Laptop und Monitor, für Fotografie und Video mit vielen Akkus, als Reisebegleiter im Auto und als kleine Rückversicherung für Router und Handy bei kurzen Stromausfällen. Die beiden bidirektionalen 140-Watt-Anschlüsse machen sie in diesen Fällen angenehm flexibel.
Weniger passend ist sie als Notstromreserve für den Haushalt, weil weder Kapazität noch Leistung dafür ausgelegt sind. Und wer den Solarstrom seines Balkons speichern will, liegt hier komplett falsch: Dafür gibt es Speicher zum Nachrüsten, die am Wechselrichter statt am Faltmodul hängen.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Kapazität | Dauerleistung | Solareingang | Gewicht | Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| Anker SOLIX C300X | 288 Wh | 300 W | 100 W | 4,1 kg | ca. 250 € |
| Anker SOLIX C1000 Gen 2 | 1.024 Wh | 2.000 W | 600 W | 11,3 kg | ca. 594 € |
| Jackery Explorer 1000 v2 | 1.070 Wh | 1.500 W | 400 W | 10,8 kg | ca. 579 € |
| Anker SOLIX C2000 Gen 2 | 2.048 Wh | 2.400 W | 800 W | 18,9 kg | ca. 1.018 € |
Fazit
Die Anker SOLIX C300X löst eine klar umrissene Aufgabe: Strom für Elektronik, überall dorthin, wo man ihn trägt. 4,1 Kilogramm, zwei Schuko-Steckdosen und zwei USB-C-Anschlüsse mit je 140 Watt in beide Richtungen ergeben ein Gerät, das sich unterwegs an fast jeder Quelle füllt und dabei leise bleibt.
Zwei Grenzen gehören klar benannt. Die 300 Watt Dauerleistung schließen alles aus, was Wärme erzeugt, und der Solareingang endet bei 100 Watt und 28 Volt, womit ein normales Solarmodul außen vor bleibt. Auf die Wattstunde gerechnet ist die C300X zudem das teuerste Gerät der Reihe. Wer dafür Tragbarkeit bekommen will und die Leistungsgrenze kennt, macht mit ihr für rund 250 Euro nichts falsch.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Zwei USB-C-Anschlüsse mit je 140 W in beide Richtungen: das Gerät lädt Laptops in voller Geschwindigkeit und lässt sich selbst über dieselben Buchsen füllen
- 4,1 kg und 24 cm Kantenlänge machen es zum ersten Gerät der Reihe, das man wirklich mit einer Hand trägt
- Zwei Schuko-Steckdosen sind in dieser Größenklasse keine Selbstverständlichkeit
- 25 dB aus einem Meter halten das Gerät im Zelt und im Büro unauffällig
- Die 600-W-Spitze über SurgePad fängt kurze Anlaufströme ab, an denen ein 300-W-Wechselrichter sonst abschaltet
Das spricht dagegen
- Rund 0,87 € je Wattstunde: in der Anker-Reihe der mit Abstand teuerste Kapazitätspreis
- Der Solareingang endet bei 100 W und akzeptiert nur 11 bis 28 V; ein normales Balkonkraftwerk-Modul liegt mit rund 45 V Leerlaufspannung außerhalb dieses Fensters
- Das Anker-Solarpanel PS30 ist laut Hersteller nicht kompatibel, obwohl es zur selben Produktfamilie gehört
- 300 W Dauerleistung schließen Wasserkocher, Föhn und die meisten Küchengeräte aus
- Anker gibt für dieses Modell 3.000 Zyklen an, die größeren Geschwister der Reihe halten 4.000
Häufige Fragen
Wie oft lädt die Anker SOLIX C300X ein Handy?
Ein modernes Smartphone hat 15 bis 20 Wh Akkukapazität. Von den 288 Wh bleiben nach Wandlungsverlusten über USB-C rund 250 Wh nutzbar, das ergibt etwa 13 bis 16 volle Ladungen. Über die Schuko-Steckdose mit Netzteil sind es wegen der zusätzlichen Verluste einige weniger.
Welche Geräte laufen mit 300 Watt?
Laptop, Monitor, Router, LED-Licht, Ventilator, Fernseher, Spielkonsole, Kompressorkühlbox, CPAP-Gerät und die meisten Ladegeräte. Nicht möglich sind Wasserkocher, Föhn, Kaffeemaschine, Mikrowelle und Heizlüfter, die alle deutlich über 1.000 W ziehen. Die 600-W-Spitze über SurgePad hilft nur bei kurzen Anlaufströmen.
Welche Solarpanels passen an die C300X?
Der XT60-Eingang nimmt maximal 100 W bei 11 bis 28 V an. Anker nennt die eigenen 100-W- und 60-W-Faltmodule als passend und schließt das PS30 ausdrücklich aus. Ein starres Balkonkraftwerk-Modul mit rund 45 V Leerlaufspannung liegt außerhalb des Fensters und gehört nicht an diesen Eingang.
Wie lange dauert das Laden der Anker SOLIX C300X?
Am Netz erreicht sie laut Anker in 50 Minuten 80 Prozent. Über ein 100-W-Solarpanel dauert dasselbe rund 2,5 Stunden. Über den bidirektionalen USB-C-Anschluss lädt sie mit bis zu 140 W, was zwischen den beiden Werten liegt. Alle drei Wege lassen sich in der App überwachen.
Was bedeutet SurgePad bei der C300X?
SurgePad ist Ankers Bezeichnung für eine kurzzeitige Leistungsüberhöhung. Statt bei 300 W abzuschalten, liefert das Gerät für Sekundenbruchteile bis zu 600 W. Damit starten Verbraucher mit Anlaufstrom, etwa der Kompressor einer Kühlbox oder ein kleiner Motor. Für Dauerlast bleibt die Grenze bei 300 W.
Was unterscheidet die C300X von der C300 und der C300X DC?
Die C300X trägt die Modellnummer A1723 und löst laut Amazon das eingestellte Modell A1722 (C300) ab; beide teilen Kapazität, Leistung und Bauform. Die C300X DC verzichtet auf den Wechselrichter und die Schuko-Steckdosen, ist dadurch leichter und günstiger, versorgt aber nur USB- und 12-Volt-Geräte.
Taugt die C300X als unterbrechungsfreie Stromversorgung?
Für kleine Verbraucher ja. Die Umschaltzeit liegt laut Anker unter 10 Millisekunden, damit überstehen Router, Netzwerkspeicher und CPAP-Geräte einen Netzausfall ohne Neustart. Die 288 Wh reichen für einen Router mit 10 W rund einen Tag. Ein Kühlschrank läuft damit etwa zwölf Stunden.
Wie laut ist die Anker SOLIX C300X?
Anker gibt 25 dB aus einem Meter Entfernung an, das liegt etwa auf dem Niveau eines ruhigen Schlafzimmers. Beim Schnellladen und unter hoher Last arbeitet der Lüfter kräftiger. Im Zelt oder am Schreibtisch fällt das Gerät im Normalbetrieb kaum auf.
Lohnt sich die C300X gegenüber der größeren C1000 Gen 2?
Je Wattstunde ist die C300X mit rund 0,87 Euro deutlich teurer als die C1000 Gen 2 mit etwa 0,58 Euro. Dafür wiegt sie 7,2 kg weniger. Die Entscheidung läuft über das Gewicht: Wer das Gerät tragen will, nimmt die kleine, wer es abstellt, die große.
Was kostet die Anker SOLIX C300X?
Der Amazon-Preis liegt bei rund 250 Euro, der Streichpreis daneben bei 279,99 Euro. Auf die Kapazität gerechnet sind das etwa 0,87 Euro je Wattstunde. Die DC-Variante ohne Steckdosen liegt rund 40 Euro darunter, Bundles mit 100-W-Panel deutlich darüber.