AC-gekoppelter Batteriespeicher · Zendure

Zendure SolarFlow 2400 AC (AC-gekoppelter Speicher)

  • Rein AC-gekoppelt, hängt hinter jedem vorhandenen Wechselrichter
  • 2.400 W bidirektional, ab Werk auf 800 W begrenzt
  • Notstromsteckdose mit 2.400 W Dauerlast und 3.600 W Spitze
  • Flache Kopfeinheit mit 10,1 kg, Kapazität kommt über AB3000X-Akkus
  • Erweiterbar auf 17,28 kWh mit bis zu sechs Akkus

Preise: Stand 05.10.2026, Amazon 04:10 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der solarkasten.de-Redaktion · Veröffentlicht am 27. August 2026

Zendure SolarFlow 2400 AC

Technische Daten

Bauart AC-gekoppelt, ohne PV-Direkteingang
Solareingang (MPPT) keiner, der Strom kommt über den AC-Eingang
AC-Leistung (bidirektional) 2.400 W Eingang und Ausgang
Netzeinspeisung ab Werk 800 W, per App auf 2.400 W freischaltbar
Off-Grid-Ausgang 2.400 W dauerhaft, 3.600 W Spitze für rund 10 Sekunden
Umschaltzeit auf Inselbetrieb rund 15 ms laut Hersteller
Speicherkapazität keine im Grundgerät, je AB3000X 2.880 Wh
Erweiterbar auf bis 17,28 kWh (6 × AB3000X)
Zellchemie LiFePO4
Ladezyklen 6.000 bei über 70 % Restkapazität (AB3000X)
Round-Trip-Wirkungsgrad bis 93 % laut Hersteller, rund 87–88 % in Fachtests gemessen
Halbleitertechnik Siliziumkarbid, dritte Generation
Maße Kopfeinheit (B × T × H) 448 × 304 × 88 mm
Gewicht Kopfeinheit 10,1 kg (Testberichte nennen 10,8 kg)
Maße AB3000X 478 × 320 × 194 mm
Gewicht AB3000X rund 26 kg
Schutzart IP65 (entfällt, solange die Off-Grid-Dose belegt ist)
Betriebstemperatur -20 bis 60 °C, Akku mit Niedertemperaturheizung
Kühlung passiv, ohne Lüfter
Messtechnik Smart Meter D0, 3CT, P1 und Shelly-Zähler
Konnektivität WLAN 2,4 GHz, Bluetooth, MQTT
Smart-Home Home Assistant, Homey, Shelly
Steuerung Zendure-App mit ZENKI-Energiemanagement und ZenWave-Tarif
Sicherheit ZenGuard mit Aerosol-Löschsystem im Akku
Garantie 10 Jahre

Die meisten Balkonspeicher wollen die Modulstecker haben. Der SolarFlow 2400 AC geht den anderen Weg: Er hängt hinter der fertigen Anlage am Hausnetz und lässt den vorhandenen Wechselrichter arbeiten. Damit richtet er sich an alle, deren Photovoltaik längst läuft und die den Mittagsüberschuss in den Abend retten wollen. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben von Zendure, die Händler-Listungen und veröffentlichte Messwerte aus Fachtests.

Ein Speicher ohne Solareingang

Das Gerät hat keinen MPPT-Regler und keine MC4-Buchsen. Es kennt nur den AC-Anschluss, und der arbeitet in beide Richtungen. Fließt in deinem Haushalt gerade Überschuss ins Netz ab, zieht der Speicher diesen Strom aus der Leitung und lädt. Zieht der Haushalt mehr, als die Module hergeben, speist er zurück ein.

Diese Bauweise hat einen klaren Vorteil und einen klaren Preis. Der Vorteil: Es ist völlig gleich, was vorne an den Modulen hängt. Zendure nennt ausdrücklich die Kopplung an Mikrowechselrichter bis 2.000 W und die Kompatibilität mit Huawei, SMA, Enphase und ABB. Baujahr, Hersteller und Protokoll der bestehenden Anlage spielen keine Rolle, weil die Verbindung über das genormte 230-Volt-Netz läuft. Ein Dachanlagen-Besitzer mit acht Jahre altem Wechselrichter bekommt so einen Speicher, ohne irgendetwas an der Installation anzufassen.

Der Preis dafür steckt in einer zusätzlichen Wandlung. Der Solarstrom wird erst von Gleich- auf Wechselstrom gebracht, im Speicher wieder auf Gleichstrom für die Zellen, und beim Entladen ein drittes Mal zurück. Wie sich dieser Umweg auf den Ertrag auswirkt, rechnet der Ratgeber AC-Speicher am Balkonkraftwerk nachrüsten im Detail durch.

Die 800-VA-Summe entscheidet über die Anmeldung

Das ist der Punkt, an dem viele Nachrüstungen stolpern. Paragraf 8 Absatz 5a EEG erlaubt den vereinfachten Anschluss für Steckersolargeräte bei einer Wechselrichterleistung von insgesamt bis zu 800 Voltampere hinter der Entnahmestelle. Das Wort insgesamt zählt alle Wechselrichter hinter deinem Zähler zusammen, unabhängig davon, in wie vielen Gehäusen sie stecken.

Für den SolarFlow 2400 AC bedeutet das: Dein vorhandener Balkonwechselrichter liefert 800 VA, der Speicher bringt einen eigenen Wechselrichter mit weiteren 800 VA mit. In Summe sind das 1.600 VA, und die Bedingung des Gesetzes ist verlassen. Der Netzbetreiber darf dann die reguläre Anmeldung verlangen. Verschärfend kommt hinzu, dass sich die Ausgangsleistung in der App auf 2.400 W anheben lässt und im vereinfachten Verfahren die höchste wählbare Stufe zählt.

Bei einer Dachanlage stellt sich die Frage anders. Dort läuft ohnehin eine regulär angemeldete Erzeugungsanlage, der Speicher wird als Batteriespeicher ergänzt und über das übliche Verfahren beim Netzbetreiber gemeldet. Genau dort spielt der 2400 AC seine Stärke aus. Welche Meldewege im Einzelfall gelten, behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher nachrüsten und anmelden.

Zwei Bauteile, ein System

Anders als bei den All-in-One-Geräten sind Elektronik und Kapazität hier getrennt. Die Kopfeinheit misst 448 × 304 × 88 mm und wiegt 10,1 kg, in Testberichten wurden 10,8 kg gewogen. Sie enthält den bidirektionalen Wechselrichter, die Steuerung und die Anschlüsse. Kapazität kommt über den AB3000X mit 2.880 Wh, rund 26 kg schwer, auf den die Kopfeinheit gesetzt wird.

Bis zu sechs Akkus ergeben 17,28 kWh. Bei der Akku-Frage lohnt ein genauer Blick, weil Zendure hier uneinheitlich informiert: Die deutsche Produktseite nennt AB3000X und AB2000X als kompatibel, die europäische Seite schließt AB1000 und AB2000 ausdrücklich aus. Der neuere AB3000L aus der AC+-Reihe passt an diesem Gerät nicht. Wer gebraucht kauft oder Bestand weiterverwenden will, sollte die Kompatibilität vor dem Kauf beim Support schriftlich bestätigen lassen.

Praktisch heißt die Trennung: Das Grundgerät allein speichert nichts. Ab Werk kostet die Kopfeinheit rund 880 Euro, erst mit dem ersten Akku wird daraus ein Speicher. Welche Kapazität zum eigenen Verbrauch passt, lässt sich mit der Rechnung aus dem Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher: wie groß? durchgehen.

Notstrom mit 2.400 Watt

Die Off-Grid-Steckdose liefert 2.400 W dauerhaft und für rund zehn Sekunden bis zu 3.600 W Spitze. Dieser Anlaufwert ist der wichtigere von beiden, weil Kühlschrankkompressoren, Pumpen und Werkzeuge beim Einschalten ein Vielfaches ihrer Dauerleistung ziehen.

Zendure nennt für den Wechsel in den Inselbetrieb rund 15 Millisekunden, veröffentlichte Messungen liegen bei 15 bis 20 Millisekunden. In diesem Bereich merken Kühlgeräte, Router und Heizungspumpen den Ausfall nicht. Ein Desktop-Rechner ohne eigene USV kann bei solchen Zeiten je nach Netzteil trotzdem aussteigen.

Ein Detail zur Aufstellung gehört dazu: Das Gehäuse ist mit IP65 eingestuft, diese Einstufung gilt aber nur, solange die Off-Grid-Dose verschlossen ist. Wer sie dauerhaft belegt, braucht einen überdachten Platz. Welche Standorte sich bewähren, behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher draußen aufstellen.

Wirkungsgrad und die dritte Wandlung

Zendure gibt bis zu 93 % Round-Trip-Wirkungsgrad an und begründet das mit Siliziumkarbid-Halbleitern der dritten Generation, die weniger Abwärme erzeugen als klassische Siliziumbauteile. Gemessene Werte aus Fachtests liegen bei rund 87 bis 88 %, was für diese Geräteklasse ein guter Wert ist.

Für die Wirtschaftlichkeit zählt eine Ebene darüber. Bei der AC-Kopplung läuft der Solarstrom durch drei Wandlungen statt zwei, weil er vor dem Speicher schon einmal in Wechselstrom umgeformt wurde. Rechnerisch kostet das bei 35 Cent Arbeitspreis rund 4 bis 5 Cent je gespeicherter Kilowattstunde. Solange der Speicher Strom aufnimmt, der sonst für rund 8 Cent Einspeisevergütung weggegangen wäre, bleibt die Rechnung deutlich positiv. Beim gezielten Netzladen über dynamische Tarife muss die Preisdifferenz diese Spanne erst überschreiten.

ZENKI, ZenWave und die Cloud-Frage

Die Steuerung läuft unter dem Namen ZENKI. Sie wertet Börsenstrompreise, Wetterprognose und das bisherige Verbrauchsverhalten aus und legt Laden und Entladen in die passenden Zeitfenster. Dazu kommt ZenWave, ein eigenes dynamisches Tarifangebot für den deutschen Markt, sowie die Anbindung an über 840 europäische Energieanbieter.

Der Haken ist die Abhängigkeit. ZENKI und die Firmware-Updates laufen über die Hersteller-Cloud. Bei WLAN-Ausfall arbeitet das Gerät weiter, die Optimierung greift dann aber nur eingeschränkt. Lokale Schnittstellen sind vorhanden, über MQTT sowie Anbindung an Home Assistant, Homey und Shelly, sie decken den Funktionsumfang der App jedoch nicht vollständig ab. Wer den Aufbau offen halten will, findet Ansätze im Ratgeber Nulleinspeisung mit Home Assistant.

Beim Messpunkt ist Zendure breit aufgestellt: D0-Lesekopf, Stromwandlerklemmen der 3CT-Reihe, P1-Schnittstelle und Shelly-Zähler werden unterstützt. Der D0-Kopf liest den digitalen Zähler optisch aus und kommt ohne Eingriff in den Zählerschrank aus, was ihn für Mietwohnungen interessant macht.

Wirtschaftlichkeit

Für die Amortisation zählt der tatsächlich gespeicherte Strom. Das kleinste sinnvolle Paket mit einem AB3000X und dem D0-Zähler kostet rund 1.068 Euro, das entspricht etwa 371 Euro je Kilowattstunde. Wer im Jahresmittel 2,5 kWh täglich aus dem Speicher zieht, spart bei 35 Cent Arbeitspreis und dem genannten Wirkungsgrad rund 280 Euro im Jahr. Daraus ergeben sich knapp vier Jahre bis zur Amortisation.

Der Preis je Kilowattstunde liegt über dem, was DC-gekoppelte All-in-One-Geräte verlangen. Bezahlt wird damit der bidirektionale 2.400-W-Anschluss, die Notstromfunktion und vor allem die Freiheit, die bestehende Anlage unangetastet zu lassen. Wie sich die Ersparnis übers Jahr verteilt, zeigt der Ratgeber Wie viel spart ein Balkonkraftwerk?

Alternativen im Vergleich

ModellKapazitätKopplungAC-LeistungPreis
Zendure SolarFlow 2400 ACab 2,88 kWh, bis 17,28 kWhAC, kein PV-Eingang2.400 W bidirektionalca. 1.068,00 €
Marstek Venus E 3.05,12 kWhAC, kein PV-Eingang2.500 Wca. 1.039,00 €
Zendure SolarFlow 2400 Pro2,4 kWh, bis 16,8 kWhDC, 4 MPPT mit 3.000 W2.400 W bidirektionalca. 1.100,00 €

Für wen sich das Gerät lohnt

Der SolarFlow 2400 AC passt zu Haushalten mit fertiger Photovoltaik, die ihren Wechselrichter behalten wollen. Bei einer regulär angemeldeten Dachanlage entfällt die 800-VA-Frage komplett, und du bekommst einen Speicher, der sich in Stufen bis 17,28 kWh mitziehen lässt, dazu eine Notstromdose mit 2.400 W und offene Schnittstellen.

Wer ein neues Balkonkraftwerk plant, greift besser zu einem DC-gekoppelten System. Dort hängen Module und Batterie an einem Gerät, die Wechselrichterleistung bleibt in Summe bei 800 VA, das vereinfachte Verfahren gilt weiter, und eine Wandlung fällt weg. Wer nur zwei Module am Balkon hat, zahlt hier ohnehin für Reserven, die er nicht abruft.

Fazit

Der Zendure SolarFlow 2400 AC ist ein sauber durchdachter Nachrüstspeicher für Anlagen, die schon laufen. Der bidirektionale 2.400-W-Anschluss, die Notstromdose mit 15 Millisekunden Umschaltzeit, die Erweiterung bis 17,28 kWh und die breite Zähler-Unterstützung ergeben ein Paket, das an praktisch jede vorhandene Installation andockt.

Zwei Punkte gehören vor die Kaufentscheidung. Am Balkonkraftwerk hebt der eigene Wechselrichter des Speichers die Summe auf 1.600 VA und führt aus dem vereinfachten Verfahren heraus, an einer angemeldeten Dachanlage stellt sich diese Frage gar nicht. Und der Einstiegspreis von rund 371 Euro je Kilowattstunde liegt über dem DC-gekoppelter Geräte, weil Elektronik und Kapazität getrennt gekauft werden. Wer eine bestehende Anlage nachrüstet und die Anmeldefrage vorher klärt, bekommt hier ein System mit viel Luft nach oben.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Die AC-Kopplung passt an jede bestehende Anlage, unabhängig von Hersteller, Baujahr und Protokoll des vorhandenen Wechselrichters
  • Die Notstromdose liefert 2.400 W dauerhaft und schaltet laut Hersteller in rund 15 ms um, das überbrückt auch Kühlgeräte und Heizungspumpen ohne Aussetzer
  • Kopfeinheit und Akku sind getrennt, damit lässt sich die Kapazität in 2,88-kWh-Schritten bis 17,28 kWh nachziehen
  • Mit 10,1 kg bleibt die Kopfeinheit allein tragbar, nur die Akkus bringen echtes Gewicht mit
  • Offene Schnittstellen über MQTT sowie Anbindung an Home Assistant, Homey und Shelly
  • Passive Kühlung ohne Lüfter, es gibt kein Betriebsgeräusch und kein Verschleißteil

Das spricht dagegen

  • Neben einem vorhandenen 800-VA-Balkonwechselrichter summiert sich die Wechselrichterleistung auf 1.600 VA und verlässt damit das vereinfachte Verfahren nach Paragraf 8 Absatz 5a EEG
  • Das Gerät hat keinen eigenen Solareingang, für ein neues Set ohne vorhandenen Wechselrichter ist es die falsche Bauart
  • Das Grundgerät bringt keine Kapazität mit, erst der AB3000X für rund 500 bis 600 Euro macht es zum Speicher
  • Zendure gibt zur Akku-Kompatibilität widersprüchliche Angaben, die deutsche Produktseite nennt AB3000X und AB2000X, die europäische Seite ausdrücklich nur den AB3000X
  • Die IP65-Einstufung gilt nicht mehr, sobald ein Stecker in der Off-Grid-Dose steckt
  • ZENKI und die Firmware-Updates hängen an der Hersteller-Cloud, im WLAN-Ausfall arbeitet die Optimierung eingeschränkt

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 3,5
Nachrüstung & Kompatibilität 5,0
Speicher & Erweiterbarkeit 4,5
Notstrom & Ausstattung 4,5
Anmeldung & Alltagstauglichkeit 3,0

Gesamtwertung: 4,1 / 5

Häufige Fragen

Hat der Zendure SolarFlow 2400 AC einen Solareingang?

Nein, das Gerät arbeitet rein AC-gekoppelt und hat keinen MPPT-Eingang für Module. Der Solarstrom erreicht es über das 230-Volt-Hausnetz, nachdem der vorhandene Wechselrichter ihn umgewandelt hat. Wer Module direkt anschließen will, braucht die DC-gekoppelte Schwester SolarFlow 2400 Pro mit vier MPPT-Kanälen.

Bleibt mein Balkonkraftwerk mit dem SolarFlow 2400 AC im vereinfachten Verfahren?

In aller Regel nicht. Paragraf 8 Absatz 5a EEG nennt eine Wechselrichterleistung von insgesamt bis zu 800 Voltampere hinter der Entnahmestelle. Dein vorhandener Balkonwechselrichter mit 800 VA und der Speicher mit seinen eigenen 800 VA ergeben zusammen 1.600 VA. Damit ist die Bedingung verlassen und der Netzbetreiber darf die reguläre Anmeldung verlangen.

Was kostet der SolarFlow 2400 AC einsatzbereit?

Die Kopfeinheit allein liegt bei rund 880 Euro und speichert nichts. Das kleinste sinnvolle Paket mit einem AB3000X über 2,88 kWh und dem D0-Stromzähler kostet bei Amazon rund 1.068 Euro. Das entspricht etwa 371 Euro je Kilowattstunde, jeder weitere AB3000X kommt mit 500 bis 600 Euro dazu.

Welche Akkus passen an den SolarFlow 2400 AC?

Vorgesehen ist der AB3000X mit 2.880 Wh, bis zu sechs Stück ergeben 17,28 kWh. Zur Kompatibilität des kleineren AB2000X weichen die Herstellerangaben ab: Die deutsche Produktseite nennt ihn, die europäische schließt AB1000 und AB2000 ausdrücklich aus. Der neuere AB3000L aus der AC+-Reihe passt hier nicht.

Wie schnell schaltet das Gerät bei Stromausfall um?

Zendure nennt rund 15 Millisekunden für den Wechsel in den Inselbetrieb, veröffentlichte Messungen liegen bei 15 bis 20 Millisekunden. In diesem Bereich laufen Kühlschrank, Router und Heizungspumpe ohne Neustart weiter. Empfindliche Desktop-Rechner ohne eigene USV können bei solchen Zeiten trotzdem aussteigen.

Wie viel Energie geht bei der AC-Kopplung verloren?

Zendure nennt bis zu 93 Prozent Round-Trip-Wirkungsgrad, gemessene Werte aus Fachtests liegen bei rund 87 bis 88 Prozent. Von 10 kWh, die in den Speicher gehen, kommen also etwa 8,8 kWh zurück. Dazu kommt bei der AC-Kopplung eine dritte Wandlung, weil der Solarstrom vor dem Speicher schon einmal in Wechselstrom umgeformt wurde.

Für welche Anlagen ist der SolarFlow 2400 AC gedacht?

Für bestehende Dach- oder Balkonanlagen, deren Wechselrichter weiterlaufen soll. Zendure nennt die Kopplung an Mikrowechselrichter bis 2.000 W und die Kompatibilität mit gängigen Marken wie Huawei, SMA, Enphase und ABB. Weder Baujahr noch Protokoll der vorhandenen Anlage spielen eine Rolle, weil die Verbindung über das genormte Wechselstromnetz läuft.

Braucht der SolarFlow 2400 AC einen Stromzähler?

Ja, ohne Messpunkt lädt und entlädt das System nach Zeitplan statt nach Bedarf. Unterstützt werden der mitgelieferte D0-Lesekopf, Stromwandlerklemmen der 3CT-Reihe, P1-Schnittstellen und Shelly-Energiezähler. Der D0-Kopf liest den digitalen Zähler optisch aus und kommt ohne Eingriff in den Zählerschrank aus.

Darf der SolarFlow 2400 AC draußen stehen?

Zendure gibt IP65 an, also staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt. Diese Einstufung gilt allerdings nicht mehr, sobald ein Stecker in der Off-Grid-Steckdose sitzt. Wer die Notstromfunktion dauerhaft nutzt, braucht deshalb einen überdachten Platz.

Was unterscheidet den SolarFlow 2400 AC vom 2400 Pro?

Der Unterschied liegt in der Kopplung. Der 2400 Pro nimmt Module über vier MPPT-Kanäle mit 3.000 W direkt auf und bringt 2,4 kWh fest eingebaut mit. Der 2400 AC hat keinen Solareingang, kommt ohne Kapazität und holt sich den Strom aus dem Hausnetz. Beide teilen sich den bidirektionalen 2.400-W-Anschluss, nutzen aber unterschiedliche Akkutypen.

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