AC-Batteriespeicher · Marstek

Marstek Venus E 3.0 (AC-Speicher zum Nachrüsten)

  • 5,12 kWh LiFePO4 für rund 1.039 Euro, das sind etwa 203 Euro je Kilowattstunde
  • AC-gekoppelt: hängt hinter die bestehende Anlage, ohne den Wechselrichter zu tauschen
  • 2,5 kVA Notstrom im Dauerbetrieb, Umschaltzeit 20 ms
  • Lüfterlos unter 30 dB, damit auch für Innenräume geeignet
  • Erweiterbar auf 15,36 kWh über bis zu drei parallel geschaltete Geräte

Preise: Stand 05.10.2026, Amazon 04:10 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der solarkasten.de-Redaktion · Veröffentlicht am 23. August 2026

Marstek Venus E 3.0

Technische Daten

Speicherkapazität 5.120 Wh (5,12 kWh)
Zellchemie LiFePO4
Nennspannung 51,2 V (16S)
Entladetiefe (DoD) 90 %
Erweiterbar auf bis 15,36 kWh (bis zu 3 Geräte einphasig parallel)
Ladezyklen über 6.000
Garantie 10 Jahre
Kopplung AC-seitig (kein direkter PV-Eingang)
AC-Eingang 2,5 kW, 230 V, 10,9 A
AC-Ausgang netzgekoppelt 800 W ab Werk, auf bis zu 2,5 kW freischaltbar
Notstrom (Backup) 2,5 kVA dauerhaft, 3,5 kVA für 10 s
Umschaltzeit Notstrom 20 ms
Wirkungsgrad über 93,5 %
Anschluss Schuko (Plug & Play)
Geräuschentwicklung lüfterlos, unter 30 dB
Schutzart IP65
Betriebstemperatur -20 bis 55 °C
Maße (B × T × H) 480 × 153 × 624 mm
Gewicht ca. 60 kg
Konnektivität WLAN, Bluetooth, LAN, RS-485
Smart Meter Marstek CT002, Shelly Pro 3EM kompatibel
Dynamische Tarife Nord Pool, Tibber, Octopus Energy
Steuerung Marstek-App

Balkonspeicher werden meist über den Solareingang verkauft: möglichst viele MPPT-Kanäle, möglichst viel Watt am Modulanschluss. Der Marstek Venus E 3.0 lässt diesen Teil komplett weg und konzentriert sich auf das, was danach kommt. Er hängt AC-seitig am Hausnetz, nimmt den Überschuss einer vorhandenen Anlage auf und bringt dafür 5,12 kWh mit, zu einem Kapazitätspreis, den kaum ein Gerät dieser Klasse unterbietet. Diese Einordnung beruht auf den Herstellerangaben von Marstek, den Daten der Händler-Listungen und der technischen Auslegung des Geräts.

AC-Kopplung: was das für die Nachrüstung bedeutet

Klassische Balkonspeicher sitzen zwischen Modul und Wechselrichter und nehmen Gleichstrom auf. Für die Nachrüstung heißt das, den bestehenden Aufbau auseinanderzunehmen und neu zu verkabeln. Der Venus E 3.0 setzt eine Ebene später an: Er misst über einen Smart Meter, wie viel Strom gerade ins Netz abfließt, und zieht diesen Überschuss über eine Schuko-Steckdose in seinen Akku. Abends dreht sich die Richtung um.

Der Vorteil liegt in der Unabhängigkeit vom vorhandenen Gerät. Ob am Balkon ein Mikrowechselrichter mit 800 W hängt oder auf dem Dach eine 10-kWp-Anlage läuft, spielt für den Anschluss keine Rolle. Der Wechselrichter bleibt, wo er ist, und der Speicher kommt per Kabel dazu. Wie AC-Kopplung im Detail funktioniert und wo ihre Verluste liegen, behandelt der Ratgeber AC-Speicher am Balkonkraftwerk nachrüsten.

Der Preis dafür ist ein zusätzlicher Umwandlungsschritt. Der Strom geht vom Modul über den Wechselrichter in Wechselstrom, im Speicher zurück in Gleichstrom und beim Entladen erneut in Wechselstrom. Marstek gibt den Wirkungsgrad mit über 93,5 % an, es bleiben also rund 6 % auf der Strecke. Bei einem DC-gekoppelten Speicher entfällt eine dieser Stufen.

5,12 kWh und der Kapazitätspreis

Bei einem Straßenpreis um 1.039 Euro kostet die Kilowattstunde Speicherkapazität rund 203 Euro. Zum Vergleich: Balkonspeicher der 1,6- bis 2,7-kWh-Klasse liegen meist zwischen 330 und 375 Euro je Kilowattstunde. Der Abstand ist deutlich und stammt aus der Bauweise, weil sich Gehäuse, Elektronik und Steuerung auf mehr Zellen verteilen.

Die Kapazität selbst verschiebt den Anwendungsfall. Bei einer nächtlichen Grundlast von 150 W trägt eine volle Ladung rechnerisch rund 34 Stunden. Aussagekräftiger ist die Rechnung über den Tagesverbrauch: Ein Zweipersonenhaushalt liegt bei etwa 6 bis 8 kWh täglich, davon deckt der Speicher Abend, Nacht und Morgen ab. Bei 800 W Abgabeleistung dauert eine vollständige Entladung mindestens sechseinhalb Stunden, die Kapazität lässt sich also nur über einen langen Zeitraum ausschöpfen. Ob diese Größe zum eigenen Haushalt passt, lässt sich mit der Rechnung aus dem Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher: wie groß? prüfen.

Daraus folgt eine klare Einordnung: Für ein Balkonkraftwerk mit zwei Modulen und 800 W Einspeisung ist die Kapazität überdimensioniert, weil an einem durchschnittlichen Tag gar nicht genug Überschuss anfällt, um sie zu füllen. Ihr Wert entsteht bei größerer Modulfläche, bei einer Dachanlage oder in Kombination mit einem dynamischen Stromtarif.

Die 800-Watt-Frage und die Freischaltung auf 2,5 kW

Dieser Punkt ist der wichtigste der ganzen Rezension, weil er über die rechtliche Einordnung entscheidet. Ab Werk gibt der Speicher 800 W ins Hausnetz ab. Freischalten lässt er sich auf bis zu 2.500 W.

Für Steckersolargeräte gilt in Deutschland eine Einspeisegrenze von 800 Voltampere. Entscheidend ist dabei eine Regel, die viele Produktbeschreibungen auslassen: Bei einem Wechselrichter, dessen Leistung sich per App oder Schalter verstellen lässt, zählt für die vereinfachte Einordnung die höchste wählbare Leistung. Ein Gerät, das sich auf 2.500 W hochschalten lässt, wird damit als reguläre Erzeugungsanlage behandelt, mit Anmeldung und Anschluss durch einen Fachbetrieb.

Praktisch heißt das: Wer den Venus E 3.0 an ein Balkonkraftwerk hängt und die Frage sauber halten will, sollte vor dem Kauf mit seinem Netzbetreiber klären, wie dieser Gerätetyp eingeordnet wird. Wer eine angemeldete PV-Anlage betreibt, hat die Frage ohnehin geklärt und gewinnt mit den 2,5 kW eine Abgabeleistung, die den ganzen Haushalt trägt. Wie die Anmeldung eines nachgerüsteten Speichers abläuft, behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher nachrüsten und anmelden.

Notstrom auf Niveau einer USV

Der Backup-Ausgang liefert 2,5 kVA im Dauerbetrieb und kurzzeitig 3,5 kVA über 10 Sekunden für Anlaufströme von Motoren und Kompressoren. Das ist mehr als das Doppelte dessen, was Balkonspeicher üblicherweise anbieten, und reicht für Kühlkombination, Beleuchtung, Netzwerktechnik und einen Wasserkocher gleichzeitig.

Der eigentlich bemerkenswerte Wert steht daneben: 20 ms Umschaltzeit. Netzteile von Rechnern, Routern und Netzwerkgeräten überbrücken Unterbrechungen in dieser Größenordnung aus ihren eigenen Kondensatoren. Praktisch bedeutet das, dass bei einem Stromausfall der Rechner weiterläuft und die Internetverbindung bestehen bleibt. Bei 5,12 kWh Kapazität hält eine Grundversorgung von 300 W rechnerisch rund 15 Stunden.

Aufstellung: 60 Kilogramm und ein flaches Gehäuse

Mit 480 × 153 × 624 mm ist das Gerät als flacher Wandspeicher gebaut, die Tiefe von gut 15 cm passt neben einen Zählerschrank oder an eine Kellerwand. Die rund 60 kg verlangen allerdings zwei Personen bei der Montage und eine tragfähige Wand oder einen festen Standfuß.

IP65 und ein Betriebsbereich von -20 bis 55 °C decken die Außenaufstellung ab. Weil das Gerät lüfterlos arbeitet und unter 30 dB bleibt, ist der Innenraum genauso eine Option, was bei einem Speicher dieser Größe der praktisch relevantere Fall sein dürfte. Ein frostfreier Platz erhält die nutzbare Kapazität im Winter, weil Lithium-Eisenphosphat-Zellen bei Kälte weniger Ladung aufnehmen. Welche Standorte sich bewähren, behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher draußen aufstellen.

Steuerung, Smart Meter und dynamische Tarife

Die verbrauchsgeführte Steuerung braucht einen Zähler, der den Hausverbrauch misst. Marstek liefert dafür den CT002 für den Zählerschrank, unterstützt daneben aber auch verbreitete Fremdgeräte wie den Shelly Pro 3EM. Diese Offenheit ist erwähnenswert, weil sie den Einbau in bestehende Smart-Home-Installationen erleichtert. An Schnittstellen stehen WLAN, Bluetooth, LAN und RS-485 bereit.

Die App unterstützt dynamische Tarife über Nord Pool, Tibber und Octopus Energy und plant Laden und Entladen nach den Börsenpreisen. Hier zahlt sich die Kapazität aus: Bei einer Spreizung von 15 Cent zwischen der günstigsten und der teuersten Stunde bringt ein voller Zyklus rechnerisch rund 77 Cent am Tag, und das unabhängig davon, ob die Sonne scheint. Wie sich diese Rechnung über das Jahr trägt, behandelt der Ratgeber zu Batteriespeicher und dynamischem Stromtarif.

Wirtschaftlichkeit und Zyklenzahl

Marstek nennt über 6.000 Ladezyklen bei 90 % nutzbarer Entladetiefe und gibt 10 Jahre Garantie. Bei einem vollen Zyklus pro Tag entsprechen 6.000 Zyklen gut 16 Jahre.

Für die Amortisation zählt der tatsächlich umgesetzte Strom. Wer im Jahresmittel 3 kWh täglich aus dem Speicher zieht, spart bei einem Arbeitspreis von 35 Cent rund 383 Euro im Jahr. Bei einem Kaufpreis um 1.039 Euro liegt die Amortisation damit bei knapp drei Jahren. Diese Rechnung setzt allerdings voraus, dass genug Überschuss anfällt, um den Speicher regelmäßig zu füllen, was eine entsprechend große Anlage verlangt. Bei einem Balkonkraftwerk mit 800 W Einspeisung kommen im Sommer selten mehr als 2 bis 3 kWh Überschuss am Tag zusammen, im Winter deutlich weniger. Wie sich die Ersparnis übers Jahr verteilt, zeigt der Ratgeber Wie viel spart ein Balkonkraftwerk?

Einordnung gegen Venus D und Venus A

Marstek führt die Venus-Reihe in mehreren Zuschnitten, und die Unterschiede liegen an der Eingangsseite. Der Venus D ist ein Hybridgerät mit vier MPPT-Kanälen und bis zu 4 kW direktem PV-Eingang, an den sich Module unmittelbar anschließen lassen. Wer bei null anfängt und noch keinen Wechselrichter hat, findet dort die passende Bauform. Der Venus A liegt mit rund 2,12 kWh unterhalb des Venus E und zielt auf kleinere Aufbauten.

Der Venus E 3.0 ist die Wahl für den Nachrüstfall, also überall dort, wo bereits ein Wechselrichter arbeitet und nur der Speicher fehlt. Welche Wege es dafür sonst noch gibt, behandelt der Ratgeber Solarspeicher nachrüsten.

Alternativen im Vergleich

ModellKapazitätKopplungNotstromPreis
Marstek Venus E 3.05,12 kWhAC2,5 kVAca. 1.039,00 €
Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro2,68 kWhDC + AC1.200 Wca. 999,00 €
Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 AC1,6 kWhDC + AC1.000 Wca. 529 €
Marstek Venus D5,12 kWhHybrid2.200 Wca. 1.299,00 €

Für wen sich das Gerät lohnt

Der Venus E 3.0 passt zu Haushalten, die bereits eine PV-Anlage oder ein größeres Balkonkraftwerk betreiben und den Speicher nachrüsten wollen, ohne die Anlage anzufassen. Der Kapazitätspreis ist konkurrenzlos günstig, die Notstromfunktion mit 2,5 kVA und 20 ms Umschaltzeit ist in dieser Klasse ungewöhnlich stark, und die Steuerung nach dynamischen Tarifen bringt eine zweite Ertragsquelle mit.

Wer ein Balkonkraftwerk mit zwei Modulen betreibt, wird die Kapazität nie füllen und zahlt für Reserven ohne Gegenwert. Wer noch keinen Wechselrichter hat, braucht ein Gerät mit eigenem Solareingang. Und wer sicher im vereinfachten Verfahren für Steckersolargeräte bleiben will, sollte die Freischaltbarkeit auf 2,5 kW vorher mit dem Netzbetreiber klären.

Fazit

Der Marstek Venus E 3.0 verschiebt die Preisgrenze bei nachrüstbaren Speichern. 5,12 kWh für rund 1.039 Euro ergeben etwa 203 Euro je Kilowattstunde, und dafür gibt es einen Backup-Ausgang mit 2,5 kVA und 20 ms Umschaltzeit, über 6.000 Zyklen bei 10 Jahren Garantie, offene Zähler-Anbindung inklusive Shelly-Unterstützung und einen lüfterlosen Betrieb unter 30 dB. Die AC-Kopplung über Schuko macht den Anschluss an eine bestehende Anlage unkompliziert.

Drei Punkte gehören in die Kaufentscheidung. Die Freischaltbarkeit auf 2,5 kW hebt das Gerät über die Grenze für Steckersolargeräte und verlangt eine Klärung mit dem Netzbetreiber. Die rund 60 kg brauchen zwei Personen und eine tragfähige Montage. Und ohne direkten Solareingang setzt der Speicher einen vorhandenen Wechselrichter voraus. Für den Nachrüstfall an einer gewachsenen Anlage ist er derzeit das wirtschaftlichste Angebot im Handel.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Rund 203 Euro je Kilowattstunde: der mit Abstand günstigste Kapazitätspreis unter den gängigen Nachrüst-Speichern
  • AC-Kopplung über eine Schuko-Steckdose, die bestehende Anlage bleibt unangetastet
  • 2,5 kVA Notstrom mit 20 ms Umschaltzeit, damit laufen auch Rechner und Router ohne Neustart weiter
  • Lüfterlos unter 30 dB, der Aufstellort ist damit nicht auf den Außenbereich beschränkt
  • Über 6.000 Zyklen bei 90 % nutzbarer Entladetiefe und 10 Jahren Garantie
  • Steuerung nach dynamischen Stromtarifen ab Werk, Shelly-Zähler werden unterstützt

Das spricht dagegen

  • Der Ausgang lässt sich auf 2,5 kW freischalten und liegt damit über der 800-VA-Grenze: in dieser Betriebsart gilt das Gerät als reguläre, anmeldepflichtige Erzeugungsanlage
  • Mit rund 60 kg braucht das Gerät zwei Personen und eine tragfähige Wand oder einen festen Standfuß
  • Kein direkter Solareingang: Module lassen sich nicht anschließen, ein Wechselrichter muss vorhanden sein
  • 5,12 kWh sind für ein reines Balkonkraftwerk mit zwei Modulen deutlich überdimensioniert

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 5,0
Kapazität & Erweiterbarkeit 4,5
Anschluss & Nachrüstung 4,5
Notstrom & Ausstattung 4,5
Aufstellung & Langlebigkeit 4,0

Gesamtwertung: 4,5 / 5

Häufige Fragen

Braucht der Marstek Venus E 3.0 einen eigenen Wechselrichter?

Das Gerät bringt einen bidirektionalen Wechselrichter mit und hängt AC-seitig am Hausnetz. Solarmodule lassen sich nicht direkt anschließen, dafür ist ein vorhandener Wechselrichter nötig, dessen Überschuss der Speicher aufnimmt. Für ein bestehendes Balkonkraftwerk oder eine PV-Anlage ist genau das der Nachrüstfall.

Wie schließe ich den Venus E 3.0 an?

Der Anschluss läuft über eine Schuko-Steckdose, Marstek legt ein 2 m langes AC-Kabel bei. Für die verbrauchsgeführte Steuerung kommt ein Smart Meter dazu, entweder der Marstek CT002 im Zählerschrank oder ein kompatibles Gerät wie der Shelly Pro 3EM. Der Zähler misst den Hausverbrauch und meldet ihn per WLAN an den Speicher.

Was bedeutet die Freischaltung von 800 W auf 2,5 kW?

Ab Werk gibt der Speicher 800 W ins Hausnetz ab und bleibt damit in der Größenordnung für Steckersolargeräte. Freischalten lässt er sich auf bis zu 2.500 W. In dieser Betriebsart handelt es sich um eine reguläre Erzeugungsanlage mit den entsprechenden Anmelde- und Installationspflichten. Für Wechselrichter mit verstellbarer Leistung zählt zudem die höchste wählbare Stufe, auch wenn gerade eine niedrigere eingestellt ist.

Wie lange reichen 5,12 kWh im Haushalt?

Bei einer nächtlichen Grundlast von 150 W trägt eine volle Ladung rechnerisch rund 34 Stunden. Realistischer ist die Rechnung über den Tagesverbrauch: Ein Zweipersonenhaushalt liegt bei etwa 6 bis 8 kWh am Tag, der Speicher deckt davon den Abend, die Nacht und den Morgen ab. Bei 800 W Abgabeleistung braucht die vollständige Entladung mindestens sechseinhalb Stunden.

Was leistet die Notstromfunktion des Venus E 3.0?

Der Backup-Ausgang liefert 2,5 kVA im Dauerbetrieb und kurzzeitig 3,5 kVA über 10 Sekunden für Anlaufströme. Die Umschaltzeit liegt bei 20 ms. Damit laufen auch Rechner, Router und Netzwerktechnik ohne Neustart weiter, und selbst ein Wasserkocher bleibt im Rahmen. Das ist deutlich mehr als bei den 1.000-Watt-Ausgängen typischer Balkonspeicher.

Darf der Marstek Venus E 3.0 draußen stehen?

Ja, Marstek gibt IP65 an, der Betriebsbereich reicht von -20 bis 55 °C. Weil das Gerät lüfterlos arbeitet und unter 30 dB bleibt, kommt genauso ein Platz im Keller, in der Garage oder im Hauswirtschaftsraum infrage. Ein frostfreier, trockener Standort schont die Zellen und erhält die nutzbare Kapazität im Winter.

Auf wie viel Kapazität lässt sich der Venus E 3.0 erweitern?

Im Einphasenbetrieb lassen sich bis zu drei Geräte parallel betreiben, zusammen 15,36 kWh. Die Erweiterung läuft also über weitere Komplettgeräte statt über reine Akkumodule. Jedes zusätzliche Gerät bringt damit auch seine eigene Wechselrichterleistung mit.

Funktioniert der Venus E 3.0 mit dynamischen Stromtarifen?

Ja, die App unterstützt unter anderem Nord Pool, Tibber und Octopus Energy und plant Laden und Entladen nach den Börsenpreisen. Bei 5,12 kWh Kapazität und einer Preisspreizung von 15 Cent zwischen der günstigsten und der teuersten Stunde ergibt ein voller Zyklus rechnerisch rund 77 Cent am Tag, zusätzlich zum Solarertrag.

Muss der Speicher im Marktstammdatenregister angemeldet werden?

Ja, ein Batteriespeicher wird im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur erfasst. Für Speicher an Steckersolargeräten wurde das Verfahren 2026 vereinfacht. Wird der Ausgang auf 2,5 kW freigeschaltet, greift das vereinfachte Verfahren nicht mehr und die Anlage wird regulär angemeldet.

Wo liegt der Unterschied zwischen Venus E, Venus D und Venus A?

Der Venus E 3.0 ist der reine AC-Speicher mit 5,12 kWh, der hinter eine bestehende Anlage gehängt wird. Der Venus D ist ein Hybridgerät mit vier MPPT-Kanälen und bis zu 4 kW direktem PV-Eingang, an das Module unmittelbar angeschlossen werden. Der Venus A liegt mit rund 2,12 kWh darunter und zielt auf kleinere Aufbauten.

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