Technische Daten
| Modellnummer | A1726 |
|---|---|
| Kapazität | 288 Wh (90.000 mAh) |
| Zellchemie | LiFePO4 |
| Lebensdauer | bis 3.000 Zyklen |
| AC-Steckdose | keine (reines Gleichstrom-Gerät) |
| Gesamtausgangsleistung | 300 W |
| USB-C 140 W | 2 ×, bidirektional (Ein- und Ausgang), USB PD 3.1 |
| USB-C 100 W | 1 × |
| USB-C 15 W | 1 × |
| USB-A | 2 ×, je max. 12 W |
| Kfz-Anschluss | 12 V, max. 120 W |
| Anschlüsse gesamt | 7 |
| Ladeleistung USB-C | bis 280 W über zwei Anschlüsse gleichzeitig |
| Ladezeit Netz | 80 % in rund 60 Minuten |
| Solar-/DC-Eingang | max. 100 W über XT60, 11–28 V |
| Solar-Ladezeit | 80 % in rund 2,5 Stunden |
| Ladezeit Kfz-Anschluss | 80 % in rund 2,5 Stunden |
| Beleuchtung | integrierte LED-Leuchte |
| Maße | 20,0 × 12,4 × 12,0 cm |
| Gewicht | 2,80 kg |
| Garantie | 3 Jahre |
| Preis | rund 198 € |
Eine Powerstation, die keine Steckdose hat: Die Anker SOLIX C300 DC verzichtet bewusst auf den 230-Volt-Wechselrichter und wird dadurch kleiner, leichter und im Betrieb sparsamer als jedes vergleichbare Gerät mit AC-Ausgang. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben zum Modell A1726 und die Händler-Listung.
Warum das Weglassen des Wechselrichters der Kern des Geräts ist
In einer normalen Powerstation sitzt ein Wechselrichter, der aus der Gleichspannung des Akkus 230 Volt Wechselstrom macht. Dieses Bauteil kostet Platz, Gewicht, Geld und Energie. Bei der C1000 Gen 2 misst Notebookcheck über die Steckdose rund 83 Prozent Wirkungsgrad, ein Sechstel der gespeicherten Energie geht also in der Wandlung verloren.
Die C300 DC lässt dieses Bauteil weg. Wer ohnehin nur Handy, Notebook, Tablet, Kamera, Drohne, Stirnlampe und eine 12-Volt-Kühlbox versorgt, braucht die 230 Volt nie. Alle diese Geräte laufen intern mit Gleichspannung und wandeln den Netzstrom in ihrem Netzteil ohnehin wieder zurück. Der Umweg über den Wechselrichter ist bei ihnen doppelte Arbeit.
Übrig bleibt ein Gerät mit 2,80 Kilogramm und 20 × 12,4 × 12 Zentimetern. Zum Vergleich: Die C300X mit demselben Akku, aber mit Wechselrichter, wiegt 4,1 Kilogramm. Das sind 1,3 Kilogramm Unterschied bei identischer Kapazität.
288 Wattstunden: was wirklich hineinpasst
Bei einem reinen Gleichstromgerät liegt die nutzbare Energie deutlich näher an der Nennkapazität als bei AC-Modellen, weil nur die Wandlung auf die jeweilige USB-Spannung anfällt. Gerechnet werden kann daher grob mit den vollen 288 Wattstunden abzüglich einiger Prozent.
| Verbraucher | Bedarf je Ladung | Ladungen aus 288 Wh |
|---|---|---|
| Smartphone | 18–20 Wh | 13–15 |
| Tablet | 30–40 Wh | 7–9 |
| Notebook (klein) | 50–60 Wh | 4–5 |
| Notebook (groß) | 90–100 Wh | 2–3 |
| Kameraakku | 15–20 Wh | 14–18 |
| Kompressorkühlbox | 30–45 W dauerhaft | 7–9 Stunden |
Das ordnet die Klasse ein: Die C300 DC ist eine Reserve für Kleingeräte über ein verlängertes Wochenende, keine Notstromversorgung für den Haushalt. Wer einen Kühlschrank oder Werkzeug betreiben will, ist bei einem Gerät mit Steckdose und mindestens einer Kilowattstunde richtig.
Zwei Mal 140 Watt USB-C: die eigentliche Besonderheit
Sieben Anschlüsse verteilt Anker auf dem Gehäuse: zwei USB-C mit je 140 Watt, ein USB-C mit 100 Watt, ein USB-C mit 15 Watt, zwei USB-A mit je 12 Watt und einen Kfz-Anschluss mit 12 Volt und 120 Watt. Die Gesamtausgangsleistung liegt bei 300 Watt.
140 Watt an USB-C ist der aktuelle Höchstwert des Standards USB Power Delivery 3.1. Ein großes Notebook lädt daran mit voller Geschwindigkeit, ohne dass ein Netzteil dazwischenhängt. Dass gleich zwei Anschlüsse diese Leistung bieten, ist in dieser Größenklasse ungewöhnlich: Zwei Personen laden ihre Notebooks gleichzeitig, ohne dass eines gedrosselt wird.
Der 12-Volt-Anschluss ist der zweite praktische Ausgang. Kühlbox, Lüfter, Wasserpumpe und Kfz-Kompressor laufen direkt daran, wieder ohne Wandlungsverlust. Genau in diesem Bereich spielt die DC-Variante ihre Stärke aus.
Laden ohne eigenes Netzteil
Die beiden 140-Watt-Anschlüsse arbeiten bidirektional, sie dienen also zugleich als Eingang. Steckt man zwei USB-C-Netzteile an, nimmt das Gerät zusammen bis zu 280 Watt auf und ist nach rund 60 Minuten zu 80 Prozent gefüllt.
Der praktische Gewinn liegt im Gepäck. Wer ein Notebook-Netzteil und ein Handy-Netzteil ohnehin dabeihat, lädt damit auch die Powerstation. Ein proprietäres Ladegerät, wie es größere Modelle brauchen, entfällt vollständig.
Über den Kfz-Anschluss dauert die Ladung auf 80 Prozent rund 2,5 Stunden. Für die Fahrt zum Campingplatz reicht das aus, um leer angekommen wieder einsatzbereit zu sein.
100 Watt Solar: die enge, aber passende Grenze
Der Solareingang nimmt maximal 100 Watt bei einem Spannungsfenster von 11 bis 28 Volt über einen XT60-Stecker an. Anker empfiehlt das eigene SOLIX 100W und nennt das PS30-Panel ausdrücklich als nicht kompatibel.
Die 100 Watt wirken knapp, passen aber zur Kapazität. Ein 100-Watt-Faltmodul liefert bei gutem Sommerwetter real etwa 60 bis 75 Watt, damit ist der Akku in rund 2,5 Stunden zu 80 Prozent voll, wie Anker es auch angibt. Über einen Tag verteilt füllt ein einzelnes Panel den Speicher also mehrfach.
Wichtig ist das Spannungsfenster. Viele größere Faltmodule arbeiten mit höheren Leerlaufspannungen und passen deshalb nicht, auch wenn ihre Leistung formal unter 100 Watt liegt. Wie stark der Neigungswinkel gerade bei mobilen Modulen mitentscheidet, unterschätzen viele: Ein flach liegendes Panel verliert im Herbst erheblich, das Nachführen von Hand bringt bei kleinen Modulen den größten relativen Zuwachs.
LiFePO4 und 3.000 Zyklen
Anker verbaut Lithium-Eisenphosphat-Zellen mit bis zu 3.000 Ladezyklen. Bei wöchentlicher Nutzung entspricht das rechnerisch über 50 Jahren, bei täglicher Nutzung gut acht. In der Praxis begrenzt die kalendarische Alterung den Zeitraum früher, aber die Zellchemie ist damit sicher nicht der Grund, aus dem das Gerät ausgemustert wird.
Der zweite Vorteil von LiFePO4 ist das Verhalten bei Beschädigung und Hitze: Diese Zellen sind thermisch stabiler als die früher übliche NMC-Chemie. Anker ergänzt eine Temperaturüberwachung, die laut Hersteller bis zu zehn Messungen pro Sekunde vornimmt. Für ein Gerät, das im Zelt oder im Auto liegt, ist das der relevantere Sicherheitsaspekt.
Wo die Grenze des Konzepts liegt
Der Verzicht auf die Steckdose ist eine echte Einschränkung, keine reine Formsache. Betroffen ist alles mit Netzstecker: das Ladegerät für Kameraakkus ohne USB-Anschluss, die kleine Pumpe für die Luftmatratze, der Akkuschrauber mit eigener Ladestation, das Reisebügeleisen, die Kaffeemaschine.
Vor dem Kauf lohnt daher ein Blick auf die Geräte, die tatsächlich mit sollen. Findet sich darunter auch nur eines mit Schuko-Stecker, das unterwegs gebraucht wird, ist die C300X mit ihren zwei Steckdosen die passendere Wahl, selbst wenn sie 1,3 Kilogramm mehr wiegt und rund 50 Euro mehr kostet.
Umgekehrt gilt: Wer diese Liste durchgeht und feststellt, dass alles über USB-C oder 12 Volt läuft, bekommt mit der DC-Variante das kompaktere, leichtere und im Betrieb sparsamere Gerät.
Preis: 0,69 Euro je Wattstunde
Rund 198 Euro für 288 Wattstunden ergeben etwa 0,69 Euro je Wattstunde. Der Streichpreis bei Amazon steht bei 219,99 Euro.
Auf die Wattstunde gerechnet ist das teurer als bei den großen Modellen: Die C1000 Gen 2 liegt bei etwa 0,58 Euro, die C2000 Gen 2 bei rund 0,50 Euro. Dieses Muster ist bei Powerstations die Regel, weil Display, Steuerung und Gehäuse unabhängig von der Akkugröße einmal anfallen. Innerhalb ihrer eigenen Klasse steht die C300 DC gut da: Die C300X mit gleichem Akku, aber mit Wechselrichter, kostet rund 0,87 Euro je Wattstunde.
Für wen sich die C300 DC lohnt
Passend ist das Gerät für alle, deren Ausrüstung ohnehin über USB-C läuft: Fotografen mit mehreren Kameraakkus und Notebook, Wanderer und Radreisende, die auf jedes Kilo achten, Festivalbesucher, Vanlife mit kleiner Kühlbox am 12-Volt-Anschluss und als Zweitgerät neben einer großen Powerstation im Wohnmobil.
Weniger passend ist sie, sobald ein einziges Gerät mit Netzstecker im Spiel ist, und für alles, was Richtung Notstrom geht. Wer den Speicher dauerhaft zuhause nutzen will, ist mit einem AC-Speicher zum Nachrüsten grundsätzlich anders und besser bedient.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Kapazität | Steckdose | Solareingang | Gewicht | Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| Anker SOLIX C300 DC | 288 Wh | keine | 100 W | 2,8 kg | ca. 198 € |
| Anker SOLIX C300X | 288 Wh | 2 × Schuko, 300 W | 100 W | 4,1 kg | ca. 250 € |
| Jackery Explorer 1000 v2 | 1.070 Wh | 3 × Schuko, 1.500 W | 400 W | 10,8 kg | ca. 579 € |
| Anker SOLIX C1000 Gen 2 | 1.024 Wh | 4 × Schuko, 2.000 W | 600 W | 11,3 kg | ca. 594 € |
Als Solarpanel passt in dieser Klasse ein 100-Watt-Faltmodul wie das Jackery SolarSaga 100, sofern ein XT60-Adapter genutzt wird und die Spannung im Fenster bleibt.
Fazit
Die Anker SOLIX C300 DC ist eine eigenständige Auslegung mit klarer Zielgruppe: Sie richtet sich an alle, deren Geräte ohnehin mit Gleichstrom arbeiten, und wird durch den fehlenden Wechselrichter genau dort besser, wo es bei mobiler Nutzung zählt. 2,80 Kilogramm bei 288 Wattstunden erreicht in dieser Kapazitätsklasse sonst niemand, und zwei USB-C-Anschlüsse mit je 140 Watt sind hier ein Alleinstellungsmerkmal.
Die Kaufentscheidung fällt an einer einzigen Frage: Kommt unterwegs ein Gerät mit Schuko-Stecker vor? Lautet die Antwort ja, führt der Weg zur C300X. Lautet sie nein, ist die DC-Variante für rund 198 Euro die konsequentere und angenehmer zu tragende Lösung.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Ohne Wechselrichter entfallen dessen Wandlungsverluste und sein Eigenverbrauch: die 288 Wh kommen bei Gleichstrom-Verbrauchern nahezu vollständig an
- 2,80 kg und 20 cm Kantenlänge machen das Gerät zur einzigen Powerstation dieser Kapazität, die in einen Tagesrucksack passt
- Zwei USB-C-Anschlüsse mit je 140 W laden zwei Notebooks gleichzeitig mit voller Geschwindigkeit
- Dieselben Anschlüsse laden das Gerät auch: mit zwei vorhandenen Netzteilen zusammen 280 W, ohne proprietäres Ladegerät im Gepäck
- LiFePO4 mit bis zu 3.000 Zyklen: bei wöchentlicher Nutzung reicht das über die Nutzungsdauer der geladenen Geräte hinaus
- Rund 0,69 € je Wattstunde sind für ein Gerät dieser Bauklasse ein fairer Kurs
Das spricht dagegen
- Keine 230-V-Steckdose: alles mit Netzstecker, von der Kaffeemaschine bis zum Kameraakku-Ladegerät, bleibt außen vor
- Der Solareingang endet bei 100 W und verlangt 11 bis 28 V, größere Faltmodule mit höherer Spannung passen nicht ohne Weiteres
- Anker nennt das PS30-Solarpanel ausdrücklich als nicht kompatibel, die Panel-Wahl ist damit eingeschränkt
- 288 Wh sind eine Wochenendreserve für Kleingeräte, kein Notstrom für den Haushalt
Häufige Fragen
Hat die Anker SOLIX C300 DC eine normale Steckdose?
Nein, und das ist der bewusste Kern des Modells. Das Kürzel DC steht für Gleichstrom: Das Gerät gibt Energie ausschließlich über USB-C, USB-A und den 12-Volt-Kfz-Anschluss ab. Wer eine 230-Volt-Schuko-Steckdose braucht, greift zur C300X mit demselben Akku und eingebautem Wechselrichter.
Wie lange lädt ein Laptop an der C300 DC?
Ein Notebook mit 60 Wh Akku lässt sich rechnerisch rund vier Mal vollständig laden, da bei Gleichstrom kaum Wandlungsverluste anfallen. Über die 140-Watt-Anschlüsse läuft das mit voller Ladegeschwindigkeit, ein MacBook Pro oder ein Gaming-Notebook wird also nicht ausgebremst.
Welche Solarpanels passen an die C300 DC?
Der Eingang nimmt maximal 100 Watt bei 11 bis 28 Volt über einen XT60-Stecker an. Anker empfiehlt das eigene SOLIX 100W und nennt das PS30 ausdrücklich als nicht kompatibel. Faltmodule anderer Hersteller funktionieren, wenn ihre Leerlaufspannung unter 28 Volt bleibt und ein XT60-Adapter vorhanden ist.
Was unterscheidet die C300 DC von der C300X?
Beide teilen sich den 288-Wh-LiFePO4-Akku. Die C300X hat zusätzlich einen Wechselrichter mit zwei Schuko-Steckdosen und 300 W Dauerleistung, wiegt dafür 4,1 statt 2,8 kg und kostet rund 250 statt 198 Euro. Die DC-Variante ist die Wahl, wenn ausschließlich USB- und 12-Volt-Geräte versorgt werden.
Kann ich die C300 DC über USB-C laden?
Ja, und das ist eine ihrer Stärken. Die beiden 140-Watt-Anschlüsse arbeiten in beide Richtungen. Mit zwei handelsüblichen USB-C-Netzteilen fließen zusammen bis zu 280 Watt, damit ist der Akku in einer Stunde zu 80 Prozent voll. Ein eigenes Ladegerät muss nicht mit ins Gepäck.
Wie viele Handyladungen schafft die C300 DC?
Ein aktuelles Smartphone hat rund 18 bis 20 Wh Akkukapazität. Aus 288 Wh ergeben sich damit etwa 13 bis 15 vollständige Ladungen. Weil der Weg über den Wechselrichter entfällt, liegt die tatsächlich nutzbare Menge nahe an diesem rechnerischen Wert.
Läuft eine Kompressor-Kühlbox an der C300 DC?
Ja, über den 12-Volt-Anschluss mit 120 Watt. Eine kleine Kompressorkühlbox zieht im Mittel 30 bis 45 Watt, weil der Kompressor nicht durchläuft. Aus 288 Wh werden damit grob sieben bis neun Stunden Kühlung, bei hohen Außentemperaturen entsprechend weniger.
Taugt die C300 DC für Camping über mehrere Tage?
Für Handy, Kamera, Stirnlampe und Tablet reicht sie mehrere Tage. Mit einem 100-Watt-Solarpanel wird daraus ein geschlossener Kreislauf: Der tägliche Verbrauch dieser Geräte liegt meist unter 100 Wh, ein halber Sonnentag füllt das wieder auf. Für Kühlbox im Dauerbetrieb ist die Kapazität knapp.
Wie schwer ist die Anker SOLIX C300 DC wirklich?
2,80 Kilogramm bei Maßen von 20,0 × 12,4 × 12,0 Zentimetern. Das entspricht etwa einer großen Wasserflasche und ist rund ein Drittel leichter als vergleichbare Geräte mit eingebautem Wechselrichter. Ein Trageriemen lässt sich anbringen, er gehört jedoch nicht zum Lieferumfang.
Was kostet die Anker SOLIX C300 DC?
Der Amazon-Preis liegt bei rund 198 Euro, der Streichpreis daneben bei 219,99 Euro. Auf die Kapazität gerechnet sind das etwa 0,69 Euro je Wattstunde. Bundles mit dem 100-Watt-Solarpanel liegen bei rund 470 Euro, dort lohnt der Vergleich mit dem Einzelkauf beider Teile.