Technische Daten
| Nennausgangsleistung | 1.800 VA (EZ1D) |
|---|---|
| Serie | EZ1D-L 1.600 VA · EZ1D 1.800 VA · EZ1D-H 2.000 VA |
| Anzahl MPP-Tracker | 2 (unabhängig) |
| Anschließbare Module | 4 (zwei je MPPT, in Reihe) |
| Empfohlene Modulleistung | 315 bis 660+ Wp |
| MPPT-Spannungsbereich | 56–90 V |
| Betriebsspannungsbereich | 52–118 V |
| Max. Eingangsspannung | 118 V |
| Max. Eingangsstrom | 2 × 20 A |
| Max. Kurzschlussstrom (Isc) | 2 × 25 A |
| Nennausgangsspannung | 230 V (184–253 V) |
| Nennausgangsstrom | 7,8 A |
| Frequenz | 50 Hz (47,5–51,5 Hz) |
| Leistungsfaktor | 0,99, einstellbar 0,9 voreilend bis 0,9 nacheilend |
| Spitzenwirkungsgrad | 96,7 % |
| MPPT-Wirkungsgrad | 99,5 % |
| Nachtverbrauch | 20 mW |
| Kommunikation | WLAN und Bluetooth eingebaut, keine DTU nötig |
| Schutzrelais | VDE-Relais integriert (Netz- und Anlagenschutz) |
| DC-Anschluss | Stäubli MC4 (PV-ADBP4-S2 / ADSP4-S2) |
| AC-Anschluss | Betteri-Buchse und AC-Kabel bauseits |
| Schutzart | IP67 |
| Kühlung | natürliche Konvektion, ohne Lüfter |
| Betriebstemperatur | -40 bis +65 °C |
| Abmessungen | 283 × 233 × 39,5 mm |
| Gewicht | 4,2 kg |
| Garantie | 12 Jahre |
| Normen | EN 62109-1/-2, EN IEC 61000-6-1/-2/-3/-4, VDE-AR-N 4105 |
Vier Module an einem Wechselrichter, ohne separate Datenübertragungseinheit und für rund 187 Euro: Der EZ1D ist die dritte Generation der APsystems-Dual-Mikrowechselrichter und der Gegenentwurf zu Hoymiles’ 4T- Serie. Statt vier getrennter MPP-Tracker setzt APsystems auf zwei Hochvolt-Kanäle mit je zwei Modulen in Reihe. Grundlage dieser Einordnung sind das Datenblatt aus dem EZ1D-Installationshandbuch, die Händler-Listung und der aktuelle Rechtsrahmen für Erzeugungsanlagen.
Drei Modelle, eine Plattform
APsystems führt die EZ1D-Reihe in drei Stufen: EZ1D-L mit 1.600 VA, EZ1D mit 1.800 VA und EZ1D-H mit 2.000 VA. Alle drei teilen sich Gehäuse, Eingangsdaten, Wirkungsgrad und Kommunikation. Unterschiedlich sind Nennleistung und Nennausgangsstrom, der von 7,0 über 7,8 auf 8,7 A steigt. Beim empfohlenen Modulbereich liegt allein der EZ1D-L mit 315 bis 610 Wp etwas niedriger, die beiden größeren nehmen bis über 660 Wp auf.
Wer nach einem APsystems-Wechselrichter mit 2.000 Watt sucht, findet ihn also im EZ1D-H. Bei Amazon.de gelistet ist regulär die mittlere Stufe mit 1.800 VA, und für die allermeisten Anlagen ist genau das die passende Größe: Vier Module à 550 Wp ergeben 2,2 kWp und passen mit einer Überbelegung von etwa 1,2 zu 1 sauber auf 1.800 VA.
Das Hochvolt-Konzept: zwei Module je Kanal
Der wichtigste Unterschied zum kleinen EZ1-M steht im MPPT-Bereich. Der EZ1-M regelt zwischen 28 und 45 V, ausgelegt auf ein Modul je Kanal. Der EZ1D regelt zwischen 56 und 90 V bei einem Betriebsbereich von 52 bis 118 V.
Diese Zahlen sind ungefähr die doppelten. Der Grund liegt in der Verschaltung: Je MPPT-Kanal hängen zwei Module in Reihe. In Reihe addieren sich die Spannungen, der Strom bleibt gleich. Ein modernes Modul mit 34 bis 41 V Arbeitsspannung kommt im Paar auf 68 bis 82 V und liegt damit genau im Regelfenster. Das Handbuch formuliert es als Produktmerkmal: Ein Mikrowechselrichter verbindet sich mit mindestens vier Modulen.
Praktisch bringt das zwei Vorteile. Die höhere Spannung senkt bei gleicher Leistung den Strom, was die Leitungsverluste in den DC-Kabeln reduziert, gerade bei längeren Strecken über eine Dachfläche. Und es spart Bauteile: Zwei Regler statt vier drücken den Preis, ohne dass der Wechselrichter an Leistung verliert.
Was die Reihenschaltung bei Verschattung kostet
Der Preis für dieses Konzept fällt an, sobald die Module ungleich arbeiten. In Reihe geschaltete Module bestimmen den Strom gemeinsam. Wandert ein Schornsteinschatten über ein Modul, bricht dessen Strom ein und begrenzt damit auch den des Partnermoduls. Bypass-Dioden im Modul dämpfen diesen Effekt, indem sie verschattete Zellgruppen überbrücken, aufheben können sie ihn nicht.
Der Vergleich macht es greifbar. Beim Hoymiles HMS-2000-4T hat jedes der vier Module einen eigenen Regler, ein Verschattungsverlust bleibt auf das betroffene Modul beschränkt. Beim EZ1D betrifft er immer ein Modulpaar. In einer Anlage mit vier Modulen ist das der Unterschied zwischen einem Viertel und der Hälfte der Fläche, die in diesem Moment gedrosselt läuft.
Umgekehrt gilt: Auf einer verschattungsfreien Fläche mit vier gleich ausgerichteten, baugleichen Modulen gibt es keinen messbaren Unterschied. Dort holt der EZ1D denselben Ertrag heraus und kostet weniger. Die Entscheidung zwischen beiden Konzepten hängt damit an der Dachsituation, nicht am Datenblatt. Wie stark Verschattung überhaupt durchschlägt, behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk im Schatten.
Eine Konsequenz gehört noch dazu: Ein Strang verlangt baugleiche, gleich ausgerichtete und gleich geneigte Module. Wer zwei alte 380er und zwei neue 600er hat oder Ost und West mischen will, kann das mit dem EZ1D nur strangweise sauber abbilden, also zwei gleiche links, zwei gleiche rechts.
Auslegung: 118 Volt sind die Grenze, die zählt
Die maximale Eingangsspannung liegt bei 118 V, der Kurzschlussstrom darf 25 A je Kanal erreichen, der Eingangsstrom 20 A. Der Strom ist großzügig bemessen, aktuelle Module der 550- bis 660-Wp-Klasse liegen beim Kurzschlussstrom typischerweise zwischen 13 und 16 A.
Der kritische Wert ist die Spannung. Maßgeblich ist die Leerlaufspannung eines Moduls, und die steigt, je kälter es wird. Ein Modul mit 41 V Leerlaufspannung im Datenblatt kommt bei -10 °C auf rund 45 V, im Paar also auf etwa 90 V. Das liegt komfortabel unter 118 V. Module mit 49 bis 50 V Leerlaufspannung, wie sie bei manchen 660er-Typen vorkommen, landen im Paar bei Kälte dagegen schon bei 108 bis 110 V, und der Puffer wird knapp. APsystems stellt für genau diese Rechnung einen Modulkompatibilitätsrechner bereit; vor dem Kauf gehört das Modul- Datenblatt dort hinein.
WLAN und Bluetooth ab Werk, dazu das Schutzrelais
Hier spielt der EZ1D seinen deutlichsten Vorteil gegenüber der Hoymiles-4T-Serie aus. WLAN und Bluetooth stecken im Gehäuse. Der Wechselrichter verbindet sich direkt mit dem Smartphone oder über den Router mit der Cloud, eine separate Datenübertragungseinheit entfällt.
Bei den 4T-Geräten von Hoymiles ist die DTU Pflicht, kostet zusätzlich und belegt eine Steckdose in Funkreichweite. In der Gesamtrechnung kann das den Preisvorsprung eines Wettbewerbers vollständig aufzehren. Warum die Auswertung überhaupt lohnt, zeigt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Ertrag messen.
Dazu kommt das integrierte VDE-Schutzrelais. Es übernimmt den Netz- und Anlagenschutz nach VDE-AR-N 4105 und trennt das Gerät bei Netzausfall oder unzulässigen Netzwerten selbsttätig ab. Bei größeren Anlagen verlangt mancher Netzbetreiber ein externes Schutzgerät; ein integriertes Relais kann diese Forderung entfallen lassen, was Geld und Platz im Zählerschrank spart.
Der Nachtverbrauch liegt bei 20 mW. Über rund 4.000 Nachtstunden sind das unter 0,1 kWh im Jahr, also wenige Cent. Der Wert ist einer der niedrigsten, die im Segment überhaupt ausgewiesen werden.
1.800 VA bedeuten das reguläre Anmeldeverfahren
Das ist der Punkt, der vor dem Kauf geklärt gehört. Für das vereinfachte Verfahren nach Paragraf 8 Absatz 5a EEG liegt die Grenze bei 800 VA Wechselrichterleistung hinter der Entnahmestelle. Der EZ1D liegt mit 1.800 VA um mehr als das Doppelte darüber, und eine niedrigere wählbare Stufe gibt es nicht.
Praktisch heißt das: Anmeldung beim Netzbetreiber vor Inbetriebnahme, Zustimmung abwarten, Eintrag im Marktstammdatenregister als reguläre Erzeugungsanlage und je nach Netzbetreiber eine Anschlussbeurteilung. Der Anschluss über einen Schuko-Stecker scheidet aus, es braucht einen festen Anschluss durch eine Elektrofachkraft. Die Anschlussarten erklärt der Ratgeber Schuko oder Wieland, die Fristen der Ratgeber Balkonkraftwerk anmelden.
Dazu kommt die seit Dezember 2025 geltende Produktnorm DIN VDE V 0126-95 für Steckersolargeräte, die die Wechselrichter-Scheinleistung unabhängig von der Anschlussart bei 800 VA deckelt. Ein 1.800-VA-Gerät fällt damit klar in die Kategorie der gewöhnlichen PV-Anlage. Wie viel eine Anlage überhaupt erzeugen darf, ordnet der Ratgeber Wie viel Strom darf ein Balkonkraftwerk erzeugen ein.
Wirkungsgrad, Gehäuse und der Kabelposten
Der Spitzenwirkungsgrad liegt bei 96,7 Prozent, der MPPT-Wirkungsgrad bei 99,5 Prozent. Damit liegt der EZ1D auf dem Niveau des Hoymiles HMS-1600-4T und leicht über dem HMS-2000-4T mit 96,5 Prozent. Ein europäischer Wirkungsgrad, der Teillastbetrieb gewichtet, fehlt auch hier.
Das Gehäuse misst 283 × 233 × 39,5 mm bei 4,2 kg, ist nach IP67 geschützt und arbeitet passiv über natürliche Konvektion, ohne Lüfter als Verschleißteil. Der Betriebsbereich reicht von -40 bis +65 °C, die Luftfeuchtigkeit darf 4 bis 100 Prozent betragen. Was bei Überhitzung passiert, behandelt der Ratgeber Wechselrichter zu heiß.
Ein Posten gehört in die Preisrechnung: Bei der Variante ohne Anschlusskabel liegt die Betteri-Buchse nicht bei. Das Handbuch nennt sie ausdrücklich als Kundenbeschaffung, mit der Bestellnummer 2301632304 für Kabeldurchmesser von 10 bis 13 mm. Wer den Aufwand nicht will, greift zur Amazon-Variante mit vormontiertem Anschlusskabel. Die DC-Seite nutzt Stäubli-MC4-Stecker und ist damit zu praktisch jedem aktuellen Modul kompatibel.
Rund 187 Euro für 1.800 VA sind etwa 104 Euro je Kilowatt. Das liegt gleichauf mit dem HMS-2000-4T (rund 103 Euro je Kilowatt) und deutlich unter jedem 800-VA-Gerät. Rechnet man beim Hoymiles die DTU hinzu, dreht sich das Bild zugunsten des EZ1D.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Leistung | MPPT | Module | MPPT-Bereich | Kommunikation | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| APsystems EZ1D 1800W | 1.800 VA | 2 | 4 (in Reihe) | 56–90 V | WLAN + Bluetooth | ca. 187 € | 3,7 |
| Hoymiles HMS-2000-4T | 2.000 VA | 4 | 4 (einzeln) | 16–60 V | Sub-1G + DTU | ca. 206 € | 3,6 |
| Hoymiles HMS-1600-4T | 1.600 VA | 4 | 4 (einzeln) | 16–60 V | Sub-1G + DTU | ca. 149 € | 4,0 |
| APsystems EZ1-M 800W | 800 VA | 2 | 2 (einzeln) | 28–45 V | WLAN + Bluetooth | ca. 129 € | 4,3 |
Der Vergleich läuft auf eine Frage hinaus: vier getrennte Regler oder zwei Regler plus eingebaute Funkanbindung. Auf sauberen, gleich ausgerichteten Flächen gewinnt der EZ1D, weil er dasselbe leistet und die DTU spart. Auf Dächern mit wandernden Schatten, gemischter Ausrichtung oder unterschiedlichen Modultypen gewinnen die vier Tracker der Hoymiles-4T- Serie.
Wer mehrere Wechselrichter an einem Zähler betreiben will, findet die Regeln im Ratgeber Wechselrichter parallel schalten und im Ratgeber Balkonkraftwerk pro Zähler.
Für wen sich das Gerät lohnt
Passend ist der EZ1D für Dach-, Garagen- und Carportanlagen mit vier baugleichen Modulen auf einer einheitlichen Fläche. Wer eine reguläre Anlage anmeldet, ohnehin eine Elektrofachkraft beauftragt und keine Lust auf ein zweites Gerät im Netzwerk hat, bekommt hier viel Leistung je Euro mit sauber dokumentiertem Datenblatt.
Weniger passend ist er in drei Fällen. Am Balkonkraftwerk führt die Leistungsklasse zwangsläufig aus dem vereinfachten Verfahren heraus. Auf verschatteten oder gemischt ausgerichteten Flächen kostet die Reihenschaltung Ertrag, den vier getrennte Tracker halten würden. Und wer Module unterschiedlicher Bauart oder Leistung kombinieren will, stößt an die Grenze des Strangkonzepts.
Fazit
Der EZ1D 1800W ist ein durchdachter Wechselrichter für die Klasse zwischen Balkonkraftwerk und Dachanlage: 1.800 VA, vier Module an zwei Hochvolt-Kanälen, WLAN und Bluetooth ohne Zusatzgerät, VDE-Relais integriert, 20 mW Nachtverbrauch, zwölf Jahre Garantie. Für rund 187 Euro ist das ein stimmiges Paket, und wer die 2.000-VA-Variante braucht, findet sie in derselben Serie als EZ1D-H.
Zwei Punkte entscheiden. Die Reihenschaltung von je zwei Modulen macht die Anlage empfindlich gegen Teilverschattung und verlangt baugleiche Module je Strang. Und die 1.800 VA bedeuten das reguläre Anmeldeverfahren mit Netzbetreiber-Zustimmung und Elektrofachkraft. Wer am Balkon bleiben will, greift zum EZ1-M; wer viel Schatten auf der Fläche hat, zum HMS-2000-4T mit vier getrennten Trackern.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Vier Module an einem einzigen Gerät bei 1.800 VA Ausgangsleistung, ohne zweiten Wechselrichter und ohne zweite Kabelstrecke
- WLAN und Bluetooth stecken im Gehäuse: App-Anbindung ab Werk, keine separate Datenübertragungseinheit, keine Zusatzkosten und keine zusätzliche Steckdose
- Das VDE-Schutzrelais für Netz- und Anlagenschutz ist integriert und trennt das Gerät bei Netzausfall selbsttätig ab
- 20 mW Nachtverbrauch sind ein Spitzenwert und summieren sich über ein Jahr auf unter 0,1 kWh
- Der Eingang nimmt Module bis über 660 Wp und bis 20 A je Kanal auf, auch kräftige bifaziale Module bleiben unter der Grenze
- 12 Jahre Garantie, IP67 und ein Betriebsbereich bis -40 °C decken auch die Dachmontage ab
Das spricht dagegen
- Mit 1.800 VA liegt das Gerät weit über der 800-VA-Grenze: es gilt das reguläre Anmeldeverfahren mit Netzbetreiber-Zustimmung vor Inbetriebnahme und festem Anschluss durch eine Elektrofachkraft
- Vier Module teilen sich zwei MPP-Tracker, je zwei Module hängen in Reihe an einem gemeinsamen Regler: verschattet ein Schornstein ein Modul, zieht er das Partnermodul mit nach unten
- Das Hochvolt-Konzept mit bis zu 118 V Betriebsspannung verlangt eine sorgfältige Auslegung, die Leerlaufspannung zweier Module in Reihe muss bei Kälte unter dem Grenzwert bleiben
- Die Betteri-Buchse und das AC-Kabel liegen bei der Amazon-Variante ohne Anschlusskabel nicht bei und müssen separat beschafft werden
- Die Reihenschaltung setzt gleich ausgerichtete, gleich geneigte und baugleiche Module je Strang voraus, gemischte Bestände lassen sich damit nicht sinnvoll betreiben
Häufige Fragen
Gibt es den APsystems EZ1D auch mit 2.000 Watt?
Ja. APsystems führt die EZ1D-Serie in drei Stufen: EZ1D-L mit 1.600 VA, EZ1D mit 1.800 VA und EZ1D-H mit 2.000 VA. Eingangsdaten, Gehäuse, Wirkungsgrad und Kommunikation sind bei allen dreien identisch, unterschiedlich sind Nennleistung und Ausgangsstrom (7,0 · 7,8 · 8,7 A). Bei Amazon.de ist regulär die 1.800-VA-Variante gelistet.
Wie viele Solarmodule kann ich an den EZ1D anschließen?
Vier. Das Handbuch nennt ausdrücklich mindestens vier Module je Wechselrichter. Sie verteilen sich auf zwei MPPT-Kanäle, je zwei Module hängen in Reihe an einem Kanal. Der empfohlene Modulbereich liegt bei 315 bis über 660 Wp, der Eingangsstrom ist auf 20 A je Kanal begrenzt.
Warum liegt der MPPT-Bereich des EZ1D bei 56 bis 90 Volt?
Weil je Kanal zwei Module in Reihe geschaltet werden. In Reihe addieren sich die Spannungen, der Strom bleibt gleich. Ein Modul mit rund 34 bis 41 V Arbeitsspannung kommt im Paar auf 68 bis 82 V und liegt damit im Fenster. Das unterscheidet den EZ1D grundlegend vom EZ1-M, der mit 28 bis 45 V für einzelne Module ausgelegt ist.
Was kostet die Reihenschaltung bei Verschattung?
In Reihe geschaltete Module bestimmen den Strom gemeinsam. Fällt Schatten auf ein Modul, bricht dessen Strom ein und begrenzt den des Partnermoduls mit. Bypass-Dioden im Modul dämpfen das, verhindern es aber nicht. Wechselrichter mit einem Tracker je Modul, etwa der Hoymiles HMS-2000-4T, halten den Verlust auf das betroffene Modul begrenzt. Auf verschattungsfreien Flächen mit gleicher Ausrichtung spielt der Unterschied keine Rolle.
Darf ich den EZ1D an einem Balkonkraftwerk betreiben?
Für das vereinfachte Verfahren nach Paragraf 8 Absatz 5a EEG gelten 800 VA Wechselrichterleistung als Grenze. Mit 1.800 VA liegt der EZ1D klar darüber, und eine niedrigere Stufe zum Auswählen bietet das Gerät nicht. Es gilt damit das reguläre Anmeldeverfahren: Anmeldung beim Netzbetreiber vor Inbetriebnahme, Eintrag im Marktstammdatenregister und fester Anschluss durch eine Elektrofachkraft.
Brauche ich für den EZ1D ein Zusatzgerät zur Überwachung?
Nein. WLAN und Bluetooth sind eingebaut, der EZ1D verbindet sich direkt mit dem Smartphone oder über den Router mit der Cloud. Eine Datenübertragungseinheit wie bei den Hoymiles-4T-Geräten entfällt, ebenso die Kosten dafür und die zusätzliche Steckdose in Funkreichweite.
Was bedeutet das integrierte VDE-Relais beim EZ1D?
Es ist der Netz- und Anlagenschutz nach VDE-AR-N 4105, in das Gehäuse gebaut. Fällt das Netz aus oder verlassen Spannung und Frequenz den zulässigen Bereich, trennt das Relais den Wechselrichter selbsttätig ab. Bei manchen Anlagen verlangt der Netzbetreiber ein externes Schutzgerät; ein integriertes Relais kann diese Forderung entfallen lassen.
Liegt beim APsystems EZ1D ein AC-Kabel bei?
Bei der Variante ohne Anschlusskabel nicht. Das Handbuch weist ausdrücklich darauf hin, dass die Betteri-Buchse (Typ BC01, dreipolig, für 10 bis 13 mm Kabeldurchmesser) nicht im Karton liegt und vom Kunden beschafft werden muss. APsystems nennt dafür die Bestellnummer 2301632304. Amazon führt daneben eine Variante mit vormontiertem Anschlusskabel.
Wie hoch ist der Nachtverbrauch des EZ1D?
APsystems gibt 20 mW an. Über rund 4.000 Nachtstunden im Jahr sind das unter 0,1 Kilowattstunden, also wenige Cent. Der Wert liegt damit unter dem, was viele Wettbewerber ausweisen; Hoymiles nennt für den HMS-800W-2T beispielsweise weniger als 50 mW.
Wie lange gibt APsystems Garantie auf den EZ1D?
Zwölf Jahre. Die Konformität nennt APsystems mit EN 62109-1 und -2 für die Gerätesicherheit, EN IEC 61000-6-1 bis -6-4 für die elektromagnetische Verträglichkeit und VDE-AR-N 4105 für den Netzanschluss. Das Gehäuse ist nach IP67 geschützt, der Betriebsbereich reicht von -40 bis +65 °C.