Mikrowechselrichter · Deye

Deye SUN-M80G4-EU-Q0 (Mikrowechselrichter)

  • Rund 68 Euro, der günstigste Weg zu 800 VA Einspeisung
  • Netz- und Anlagenschutz im Gerät, ohne externe Relaisbox
  • AC-Schnellentladung unter 100 ms nach DIN VDE 0620-1
  • 15 Jahre Garantie, 25 Jahre angesetzte Lebensdauer
  • Zwei getrennte MPP-Tracker, IP67, lüfterlos

Preise: Stand 05.10.2026, Amazon 04:10 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

Affiliate-Links sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet.

Rezension der solarkasten.de-Redaktion · Veröffentlicht am 24. August 2026

Deye SUN-M80G4-EU-Q0

Technische Daten

Anzahl MPP-Tracker 2 (je 1 String)
Empfohlene Modulleistung 210 bis 560 W je Eingang (2 Module)
MPPT-Spannungsbereich 25–55 V
Startspannung 20 V
Nenn-PV-Eingangsspannung 42,5 V
Max. PV-Eingangsspannung 60 V
Max. Betriebs-Eingangsstrom 13 A + 13 A
Max. Eingangs-Kurzschlussstrom 19,5 A + 19,5 A
Nennleistung AC 800 W
Max. AC-Scheinleistung 800 VA
Nenn- / max. Ausgangsstrom 3,5 A / 3,7 A
Nennspannung / Bereich 220–230 V, 0,85–1,1 Un
Nennfrequenz / Bereich 50 Hz / 45–55 Hz
Netzanschlussform L / N / PE
Leistungsfaktor 0,8 voreilend bis 0,8 nacheilend
Klirrfaktor (THDi) < 3 %
Max. Einheiten je Zweig 6
Max. Wirkungsgrad 96,5 %
Euro-Wirkungsgrad 96,0 %
MPPT-Wirkungsgrad > 99 %
DC-Stromeinspeisung < 0,5 % In
Netz- und Anlagenschutz vollständig mit Selbstkontrolle, AC-Entladung < 100 ms
Topologie galvanisch getrennt
Überspannungskategorie OVC II (DC), OVC III (AC)
Kommunikation WLAN (integriert)
Schutzart IP67
Kühlung natürliche Kühlung, ohne Lüfter
Betriebstemperatur -40 bis +60 °C (Leistungsminderung ab 45 °C)
Zulässige Höhenlage bis 2.000 m
Maße (B x H x T) 280,5 x 190 x 40 mm
Gewicht 3 kg
Garantie 15 Jahre (25 Jahre angesetzte Lebensdauer)
Normen (Auswahl) VDE-AR-N 4105, EN 50549, IEC 61727, IEC 62116, IEC/EN 62109-1/-2

Der SUN-M80G4-EU-Q0 ist der günstigste Weg zu 800 VA Einspeisung. Für rund 68 Euro bekommt man zwei getrennte MPP-Tracker, IP67, den Netz- und Anlagenschutz im Gerät und 15 Jahre Garantie. Der Preis erklärt sich aus einer Auslegung, die an drei Stellen enger ausfällt als bei der Konkurrenz. Grundlage dieser Einordnung sind das Deye-Datenblatt der Reihe SUN-M60/80/100G4-EU-Q0, die Unterlagen zur Vorgängergeneration G3 und die seit Dezember 2025 geltende Produktnorm für Steckersolargeräte.

G3 oder G4: die Frage mit der Relaisbox

Wer nach dem Deye-Wechselrichter sucht, stößt auf zwei Modellnamen, die sich in einer Ziffer unterscheiden: SUN-M80G3-EU-Q0 und SUN-M80G4-EU-Q0. Die elektrischen Kernwerte liegen nah beieinander, der Unterschied steckt im Netz- und Anlagenschutz.

Beim G3 ist die Quellenlage widersprüchlich. Das Deye-Datenblatt der G3-Reihe führt in der Kopfzeile ein integriertes NS-Schutzgerät auf. Die deutschen Bedienungsanleitungen und mehrere Händler weisen dagegen den externen Relaissatz SUN-MI-RELAY-01 als Betriebsvoraussetzung aus, teils mit dem ausdrücklichen Hinweis, das Gerät dürfe ohne diesen Relaissatz nicht in Betrieb genommen werden. Im Handel liefen deshalb G3-Geräte in zwei Ausführungen nebeneinander, mit und ohne beiliegende Relaisbox.

Das G4-Datenblatt beendet die Frage. Es nennt den vollständigen Netz- und Anlagenschutz mit Selbstkontrolle als Merkmal des Geräts und dazu eine AC-Entladung von unter 100 ms. Wer heute neu kauft, greift zum G4 und spart sich sowohl die Zusatzbox als auch die Recherche, welche Charge welche Ausführung ist.

Die 100 Millisekunden und warum sie zählen

Die Zeile “AC schnelle Entladung, konform mit neuer geforderter Norm DIN VDE 0620-1 (unter 200 ms)” wirkt wie Kleingedrucktes und beschreibt einen echten Sicherheitsmechanismus.

Zieht jemand den Stecker eines laufenden Steckersolargeräts aus der Dose, liegt für einen Moment Spannung an den freien Kontakten. Die Norm für Steckvorrichtungen verlangt, dass diese Spannung binnen 200 ms auf einen ungefährlichen Wert fällt. Der SUN-M80G4 gibt dafür unter 100 ms an, also die Hälfte der zulässigen Zeit. Zusammen mit der galvanischen Trennung und dem Inselschutz, der das Gerät bei Netzausfall abschaltet, ergibt das die Basis dafür, dass ein Steckersolargerät überhaupt an eine Haushaltssteckdose darf. Welche Steckvorrichtung wofür zugelassen ist, behandelt der Ratgeber Schuko oder Wieland.

Die Liste der Schutzfunktionen im Datenblatt ist für diese Preisklasse ungewöhnlich vollständig: DC-Verpolungsschutz, AC-Überstrom-, Überspannungs- und Kurzschlussschutz, Isolationsüberwachung der DC-Klemmen, Netz- und Inselüberwachung, Erdschlusserkennung und Überspannungs-Lastabwurf. An der Sicherheitsausstattung hat Deye also nicht gespart.

Wo der Preis herkommt: der MPPT-Bereich

Gespart wurde am Regelfenster. Der MPP-Tracker arbeitet zwischen 25 und 55 V, die Startspannung liegt bei 20 V, der Nennpunkt bei 42,5 V.

Zum Vergleich: Der Hoymiles HMS-800W-2T regelt von 16 bis 60 V, der APsystems EZ1-M von 28 bis 45 V. Die untere Grenze entscheidet, ab wann bei schwachem Licht überhaupt geregelt wird. Ein Modulstrang, dessen Spannung bei Dämmerung oder starker Teilverschattung unter 25 V fällt, liegt außerhalb des Fensters, während ein Gerät mit 16-V-Grenze noch arbeitet.

Über den Jahresertrag einer sonnigen Südlage bleibt das ein Randeffekt, weil in diesen Minuten wenig Leistung anliegt. Auf einem Balkon mit Geländerstäben, Vordach oder wanderndem Schatten summiert es sich stärker. Wie stark Teilverschattung wirkt, zeigt der Ratgeber Balkonkraftwerk im Schatten.

Die obere Grenze von 55 V ist unkritisch, weil gängige Balkonmodule im Betrieb um 35 bis 42 V liegen. Wichtig bleibt die maximale Eingangsspannung von 60 V: Die Leerlaufspannung eines Moduls steigt bei Kälte an, und ein Modul mit 49 V Leerlaufspannung bei Normbedingungen kann an einem klaren Wintermorgen darüber hinausgehen. Was hinter den Modulkennwerten steckt, erklärt der Ratgeber Watt Peak.

Eingangsstrom und Modulwahl

Mit 13 A je Kanal Betriebsstrom und 19,5 A Kurzschlussstrom liegt der SUN-M80G4 am unteren Ende des Feldes. Das Datenblatt nennt Module von 210 bis 560 W je Eingang.

Zwei Module um 450 Wp liefern rund 11 A und passen komfortabel. Bei großformatigen Modulen ab 550 Wp mit über 13 A Nennstrom regelt das Gerät an Mittagsspitzen ab, und bei bifazialen Modulen mit hohem Rückseitenertrag geschieht das früher. Wer solche Module plant, sollte die Datenblattwerte des Moduls gegen die 13 A halten oder ein Gerät mit mehr Reserve wählen. Was bifaziale Module tatsächlich zusätzlich liefern, behandelt der Ratgeber bifaziale Solarmodule und der Untergrund.

Für die Modulleistung setzt seit Dezember 2025 ohnehin die DIN VDE V 0126-95 den Rahmen: am normalen Haushaltsstecker bis 960 Wp, mit einer Energiesteckvorrichtung bis 2.000 Wp. Zwei Module zu je 480 Wp treffen die Schuko-Grenze genau und bleiben mit rund 12 A knapp unter dem Eingangsstrom des Geräts. Diese Kombination ist die sinnvolle Auslegung für den SUN-M80G4.

Wärme: die Leistungsminderung ab 45 Grad

Der Betriebsbereich reicht von -40 bis +60 °C, mit Leistungsminderung ab 45 °C Umgebungstemperatur. Beide Werte liegen unter denen der Konkurrenz, die bis +65 °C spezifiziert ist.

Praktisch relevant wird das bei Montage in praller Sonne, etwa flach an einer Südwand oder auf einem Flachdach ohne Luftspalt. Dort erreicht ein schwarzes Aluminiumgehäuse an Sommertagen leicht 45 °C und mehr. Ein Platz im Schatten hinter dem Modul, mit Luft zwischen Gerät und Wand, löst das Problem und verlängert nebenbei die Lebensdauer der Elektrolytkondensatoren. Ab welchen Temperaturen es kritisch wird und was normal ist, behandelt der Ratgeber Wechselrichter zu heiß.

Gekühlt wird durch natürliche Konvektion. Ein Lüfter fehlt und kann deshalb auch nicht ausfallen, das Gerät arbeitet lautlos. Mit 280,5 x 190 x 40 mm ist es das größte der drei verglichenen Geräte, bei 3 kg bleibt es im Rahmen.

Wirkungsgrad und Ertragsrechnung

Das Datenblatt weist 96,5 % maximalen und 96,0 % europäischen Wirkungsgrad aus, der MPPT-Wirkungsgrad liegt über 99 %.

Der europäische Wirkungsgrad ist dabei die ehrlichere Zahl, weil er Teillastbetrieb gewichtet und damit näher am Alltag liegt. Der Abstand zum Klassenbestwert von 96,7 % beträgt bei 800 W rund 1,6 W. Bei 900 Volllaststunden im Jahr sind das etwa 1,4 kWh oder gut 50 Cent, also kein Kaufargument in eine Richtung.

Deutlich stärker wirken Ausrichtung, Neigung und Verschattung. Wie viel eine Anlage realistisch liefert, rechnet der Ratgeber Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk? durch. Wer die Werte danach nachmessen will, findet die Methoden im Ratgeber Balkonkraftwerk Ertrag messen.

Was 68 Euro über die Amortisation sagen

Eine Anlage aus zwei 450-Wp-Modulen liefert in Deutschland je nach Lage 600 bis 850 kWh im Jahr, wovon bei normalem Tagesprofil 60 bis 80 % selbst verbraucht werden. Bei 500 kWh Eigenverbrauch und 35 Cent Arbeitspreis sind das rund 175 Euro Ersparnis im Jahr.

Der Wechselrichter macht davon 68 Euro Anschaffung aus, also gut vier Monate. Bei einem Gerät für 125 Euro sind es gut acht Monate. Über die Garantiezeit von 15 Jahren betrachtet, ist die Differenz von rund 57 Euro damit ein kleiner Posten. Sie rechtfertigt keinen Aufpreis, wenn der günstigere Wechselrichter zur Anlage passt, und sie sollte auch niemanden davon abhalten, das passendere Gerät zu nehmen, wenn die Bedingungen es verlangen. Wie sich die Ersparnis übers Jahr verteilt, zeigt der Ratgeber Wie viel spart ein Balkonkraftwerk?

Anmeldung und Anschluss

Der SUN-M80G4-EU-Q0 ist ein reines 800-Watt-Gerät. Seine Nennleistung und seine maximale Scheinleistung liegen bei 800 W beziehungsweise 800 VA, die 600-Watt-Variante derselben Reihe trägt den Namen SUN-M60G4-EU-Q0. Damit stellt sich die Frage nach einer freischaltbaren Leistung über der 800-VA-Schwelle hier gar nicht, und die Anlage bleibt im vereinfachten Verfahren für Steckersolargeräte.

Angemeldet wird sie im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme. Die separate Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Wie viel Zeit dafür genau bleibt, klärt der Ratgeber Balkonkraftwerk anmelden, den Anschluss selbst beschreibt Mini-Solaranlage anschließen.

Beim Lieferumfang lohnt der genaue Blick. Die Grundvariante enthält nur den Wechselrichter, das AC-Kabel mit Schuko-Stecker kostet 15 bis 30 Euro extra. Angebote mit beiliegendem 5-Meter-Kabel liegen preislich meist unter dem Einzelkauf.

Alternativen im Vergleich

ModellAusgangMPPT-BereichEingangsstromGarantiePreis
Deye SUN-M80G4-EU-Q0800 VA25–55 V2 x 13 A15 Jahreca. 68,00 €
APsystems EZ1-M 800W799 VA28–45 V2 x 20 A12 Jahreca. 117,95 €
Hoymiles HMS-800W-2T800 VA16–60 V2 x 14 A12 Jahreca. 124,99 €

Für wen sich der SUN-M80G4 lohnt

Er passt zur unkomplizierten Anlage: zwei Module um 430 bis 480 Wp, gute Südausrichtung, wenig Verschattung, ein schattiger Montageort für das Gerät. Unter diesen Bedingungen liefert er dieselben Kilowattstunden wie die doppelt so teure Konkurrenz, mit der längsten Garantie im Feld und einer Schutzausstattung, die keine Lücke lässt.

Er passt weniger zu Balkonen mit wanderndem Schatten, zu Modulen über 550 Wp, zu Montageorten in praller Sonne und zu allen, die ihre Anlage in eine eigene Steuerung einbinden wollen. In diesen vier Fällen holen Geräte mit breiterem MPP-Fenster, mehr Eingangsstrom, höherer Temperaturgrenze oder dokumentierter lokaler Schnittstelle mehr heraus.

Fazit

Der Deye SUN-M80G4-EU-Q0 macht 800 VA Einspeisung für rund 68 Euro möglich und bringt dafür eine Ausstattung mit, die man in dieser Preislage nicht erwarten würde: vollständiger Netz- und Anlagenschutz mit Selbstkontrolle, AC-Entladung unter 100 ms, galvanische Trennung, IP67 und 15 Jahre Garantie bei 25 Jahren angesetzter Lebensdauer. Gegenüber der G3-Generation entfällt die Diskussion um den externen Relaissatz SUN-MI-RELAY-01.

Die Sparsamkeit zeigt sich an drei Stellen: dem MPPT-Bereich von 25 bis 55 V, den 13 A Eingangsstrom je Kanal und der Leistungsminderung ab 45 °C. Wer eine gut ausgerichtete Anlage mit Modulen um 450 Wp baut und das Gerät in den Schatten hängt, merkt von allen dreien nichts und hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis der Klasse gekauft.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Rund 68 Euro für 800 VA, damit kostet er etwa die Hälfte der Konkurrenz bei gleicher Einspeiseleistung
  • 15 Jahre Garantie und 25 Jahre angesetzte Lebensdauer, der längste Zeitraum der drei verglichenen Geräte
  • Der Netz- und Anlagenschutz mit Selbstkontrolle sitzt im Gerät, die beim Vorgänger nötige externe Relaisbox entfällt
  • Die AC-Seite entlädt sich in unter 100 ms und unterschreitet damit die 200 ms aus DIN VDE 0620-1 deutlich
  • Umfangreiche Schutzfunktionen im Datenblatt: Verpolungsschutz, Isolationsüberwachung, Inselschutz, Erdschlusserkennung, Überspannungs-Lastabwurf
  • Zwei getrennte MPP-Tracker, damit bremst ein verschattetes Modul das zweite nicht aus

Das spricht dagegen

  • Der MPPT-Bereich von 25 bis 55 V ist der engste im Vergleich, in Dämmerung und Teilverschattung setzt die Regelung später ein
  • Mit 13 A Eingangsstrom je Kanal und Modulen bis 560 W ist die Reserve für großformatige bifaziale Module knapp
  • Die Leistungsminderung beginnt schon ab 45 °C Umgebungstemperatur, die Obergrenze liegt bei 60 °C statt 65 °C
  • Überwachung nur über die Hersteller-Cloud per WLAN, ohne Bluetooth und ohne dokumentierte lokale Schnittstelle
  • Bei den Vorgängern der G3-Reihe weichen Datenblatt und deutsche Bedienungsanleitung in der Frage der externen Relaisbox voneinander ab

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 5,0
Ertrag & MPPT 3,5
Modul-Kompatibilität 3,5
Monitoring & Software 3,5
Verarbeitung & Garantie 4,5

Gesamtwertung: 4,0 / 5

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Deye SUN-M80G3 und SUN-M80G4?

Der G4 ist die nachfolgende Generation. Sein Datenblatt weist einen vollständigen Netz- und Anlagenschutz mit Selbstkontrolle und eine AC-Entladung unter 100 ms nach DIN VDE 0620-1 aus. Beim G3 verlangen die deutschen Bedienungsanleitungen und viele Händler den externen Relaissatz SUN-MI-RELAY-01 als Betriebsvoraussetzung, obwohl das Herstellerdatenblatt bereits ein integriertes NS-Schutzgerät nennt. Die elektrischen Kernwerte wie MPPT-Bereich und Eingangsstrom sind bei beiden Generationen weitgehend gleich.

Braucht der Deye SUN-M80G4-EU-Q0 eine Relaisbox?

Nein. Das Datenblatt der G4-Reihe führt den vollständigen Netz- und Anlagenschutz mit Selbstkontrolle als Merkmal des Geräts auf, dazu die schnelle AC-Entladung unter 100 ms. Eine separate Box wie der SUN-MI-RELAY-01 aus der G3-Zeit ist nicht vorgesehen.

Wie stelle ich den Deye SUN-M80G4 auf 800 Watt um?

Der SUN-M80G4-EU-Q0 ist ab Werk ein 800-Watt-Gerät, seine Nennleistung und maximale Scheinleistung liegen bei 800 W beziehungsweise 800 VA. Eine Freischaltung ist nicht nötig. Eine Drosselung auf 600 W lässt sich über die App einstellen, falls ein Netzbetreiber im Einzelfall eine niedrigere Leistung vorgibt. Die 600-Watt-Variante derselben Reihe heißt SUN-M60G4-EU-Q0.

Welche Solarmodule passen an den Deye SUN-M80G4?

Das Datenblatt nennt zwei Module von 210 bis 560 W. Die harten Grenzen sind 60 V maximale Eingangsspannung, 13 A Betriebsstrom und 19,5 A Kurzschlussstrom je Kanal. Zwei Module um 450 Wp mit rund 11 A Nennstrom passen komfortabel, bei 550-Wp-Modulen mit über 13 A wird es an Sommertagen eng.

Was bedeutet der MPPT-Bereich von 25 bis 55 Volt?

In diesem Spannungsfenster regelt das Gerät den Arbeitspunkt der Module. Die Startspannung liegt bei 20 V, die Nenn-Eingangsspannung bei 42,5 V. Der Bereich ist enger als beim Hoymiles HMS-800W-2T mit 16 bis 60 V. Praktisch heißt das: Bei sehr schwachem Licht und bei stark abgeschatteten Modulen fällt die Modulspannung eher aus dem Regelfenster.

Wie viel Modulleistung darf ich an den Deye SUN-M80G4 anschließen?

Technisch nimmt er zwei Module bis je 560 W an. Rechtlich gilt seit Dezember 2025 die Produktnorm DIN VDE V 0126-95: am normalen Haushaltsstecker bis 960 Wp Modulleistung, mit einer Energiesteckvorrichtung bis 2.000 Wp. Die Wechselrichterleistung bleibt in beiden Fällen auf 800 VA begrenzt.

Warum wird der Deye ab 45 Grad langsamer?

Das Datenblatt gibt einen Betriebsbereich von -40 bis +60 °C an und vermerkt oberhalb von 45 °C eine Leistungsminderung. Die Elektronik senkt dann die Ausgangsleistung, um die Bauteiltemperatur zu begrenzen. An heißen Sommertagen in praller Sonne kann das Leistung kosten. Ein schattiger Montageort hinter dem Modul hilft dagegen.

Läuft der Deye SUN-M80G4 ohne Cloud?

Das Gerät bringt WLAN mit und meldet seine Daten an die Hersteller-Cloud, aus der die App sie zurückholt. Bluetooth zur direkten Verbindung fehlt, eine offiziell dokumentierte lokale Schnittstelle für Drittsysteme nennt das Datenblatt nicht. Wer eine dokumentierte lokale API braucht, findet sie beim APsystems EZ1-M.

Wie gut ist der Wirkungsgrad des Deye SUN-M80G4?

Das Datenblatt nennt 96,5 % maximalen Wirkungsgrad, 96,0 % europäischen Wirkungsgrad und über 99 % MPPT-Wirkungsgrad. Der Abstand zu den Bestwerten der Klasse von 96,7 % beträgt bei 800 W Ausgangsleistung rund 1,6 W. Über ein Jahr entspricht das etwa einer Kilowattstunde.

Was liegt beim Deye SUN-M80G4 im Lieferumfang?

Die Grundvariante enthält den Wechselrichter mit MC4-kompatiblen DC-Anschlüssen. Das AC-Anschlusskabel mit Schuko-Stecker fehlt je nach Listung und kostet 15 bis 30 Euro extra. Es gibt Angebote mit beiliegendem 5-Meter-Kabel und teils zusätzlichen Solarkabeln, deren Aufpreis meist unter dem Einzelkauf liegt.

Passende Ratgeber zum Thema