All-in-One-Batteriespeicher · Marstek

Marstek Venus A (All-in-One-Speicher mit 4 MPPT)

  • 2,12 kWh für rund 489 Euro, inklusive Wechselrichter und Notstromsteckdose
  • 4 unabhängige MPPT mit zusammen 2.400 W Solareingang
  • Notstrom über eine eigene Schuko-Steckdose, Umschaltzeit unter 15 ms
  • Modular erweiterbar auf 12,72 kWh über bis zu fünf Akkumodule
  • Über 6.000 Zyklen bei 90 % Entladetiefe und 10 Jahren Garantie

Preise: Stand 05.10.2026, Amazon 04:10 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der solarkasten.de-Redaktion · Veröffentlicht am 25. August 2026

Marstek Venus A

Technische Daten

Speicherkapazität 2.120 Wh (2,12 kWh) je Modul
Zellchemie LiFePO4
Nennspannung 41,6 V (13S)
Entladetiefe (DoD) 90 %
Ladezyklen über 6.000
Auslegungslebensdauer über 15 Jahre (80 % Restkapazität)
Garantie 10 Jahre
Erweiterbar auf bis 12,72 kWh (bis zu 5 Erweiterungsmodule)
Kopplung DC-Eingang und AC-Ausgang (All-in-One)
PV-Eingang 2.400 W über 4 MPPT
MPPT-Spannungsbereich 16 bis 60 V, Startspannung 22 V
Max. Eingangsstrom 4 × 16 A
Max. Eingangsspannung 60 V
PV-Anschluss MC4
AC-Ausgang netzgekoppelt 800 VA (Standard) bzw. 1.500 VA (Premium), laut Datenblatt
AC-Ladeleistung 1.500 VA
Netzspannung 230 V, 50 Hz
Netzanschluss PECO-S-BM
Notstrom (EPS) 1.500 VA, Umschaltzeit unter 15 ms
Notstrom-Anschluss Schuko-Steckdose am Gerät
Schutzart IP65
Betriebstemperatur -20 bis 60 °C
Maße Hauptgerät (B × T × H) 450 × 340 × 220 mm
Gewicht Hauptgerät 26 ± 1 kg
Maße Erweiterungsmodul 450 × 340 × 168 mm
Gewicht Erweiterungsmodul 19 ± 1 kg
Konnektivität WLAN, Bluetooth, Ethernet, RS-485
Smart Meter Marstek CT002, Shelly Pro 3EM kompatibel
Steuerung Marstek-App mit Zeitsteuerung nach Tarif (TOU)

Balkonspeicher der 2-kWh-Klasse kommen fast alle mit zwei MPPT-Eingängen. Der Marstek Venus A bringt vier mit, dazu 2.400 W Solareingang, eine Notstromsteckdose und einen bidirektionalen Wechselrichter, und das zu einem Preis, der unter dem vieler Zweikanal-Geräte liegt. Der spannendste Punkt der Rezension steht allerdings im Kleingedruckten des Datenblatts: bei der netzgekoppelten Ausgangsleistung. Grundlage der Einordnung sind die Marstek-Herstellerangaben, die Händler-Listung und die technische Auslegung des Geräts.

Vier MPPT: warum das der eigentliche Kaufgrund ist

Ein MPPT-Regler sucht für den angeschlossenen Modulstrang den Arbeitspunkt mit der höchsten Leistung. Hängen mehrere Module an einem gemeinsamen Regler, gibt das schwächste den Takt vor. Ein verschattetes Modul zieht die anderen mit herunter, und ein nach Osten ausgerichteter Strang läuft am Vormittag gegen einen Arbeitspunkt, den der Weststrang am Nachmittag bestimmt.

Vier unabhängige Regler lösen diese Kopplung vollständig auf. Am Venus A lassen sich vier Module mit unterschiedlicher Ausrichtung, Neigung und sogar unterschiedlicher Leistung betreiben, ohne dass sie sich gegenseitig behindern. Auf einem Balkon mit Brüstung, wo im Tagesverlauf regelmäßig ein Teil der Fläche im Schatten liegt, ist das der Unterschied zwischen brauchbarem und mäßigem Ertrag. Was Verschattung im Detail anrichtet, behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk im Schatten.

Je Eingang nimmt das Gerät 16 A im Bereich von 16 bis 60 V auf, die Startspannung liegt bei 22 V. Damit passen die gängigen Halbzellenmodule der 400- bis 500-Wp-Klasse ohne Umweg. Insgesamt sind 2.400 W möglich, was deutlich über dem liegt, was rechtlich am Steckersolargerät zulässig ist.

Die 800-VA-Frage: der Punkt, an dem es genau werden muss

Für Steckersolargeräte gilt in Deutschland eine Wechselrichtergrenze von 800 Voltampere. Entscheidend ist dabei eine Regel, die viele Produktbeschreibungen auslassen: Maßgeblich ist die höchste wählbare Leistung, auch wenn gerade eine niedrigere eingestellt ist. Ein Gerät, das sich per App auf 1.200 oder 1.500 VA heben lässt, wird als reguläre Erzeugungsanlage behandelt, mit Anmeldung beim Netzbetreiber und Anschluss durch eine Elektrofachkraft. In der Praxis verlangen Netzbetreiber dafür ein Typenschild und ein Zertifikat, die die Grenze auf Hardware-Ebene festschreiben.

Beim Venus A ist die Datenlage hier uneinheitlich. Das Marstek-Datenblatt weist für den Netzausgang 800 VA in der Standardausführung und 1.500 VA in der Premiumausführung aus. Die Händler-Listung nennt dagegen 1,2 kW bidirektionale Leistung. Diese drei Zahlen führen zu zwei verschiedenen rechtlichen Welten, und aus den öffentlich zugänglichen Unterlagen lässt sich nicht sicher ableiten, welche Ausführung unter welcher Artikelnummer verkauft wird.

Praktisch heißt das: Wer den Venus A an ein Balkonkraftwerk hängen und sicher im vereinfachten Verfahren bleiben will, sollte sich vor dem Kauf vom Händler bestätigen lassen, dass die gelieferte Ausführung hardwareseitig auf 800 VA festgelegt ist. Wer ohnehin eine angemeldete Anlage betreibt, hat die Frage geklärt und gewinnt mit 1.500 VA eine Abgabeleistung, die den Abendverbrauch eines Haushalts vollständig trägt. Wie die Anmeldung eines nachgerüsteten Speichers abläuft, behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher nachrüsten und anmelden.

Ein zweiter Rahmen kommt seit Dezember 2025 dazu. Mit DIN VDE V 0126-95 gilt die erste Produktnorm für komplette Steckersolargeräte, und sie koppelt die zulässige Modulleistung an die Anschlussart: bis 960 Wp am Haushaltsstecker, bis 2.000 Wp mit Energiesteckvorrichtung. Der Venus A nutzt am Netz einen PECO-S-BM-Anschluss. Welche Steckvariante wann greift, behandelt der Ratgeber Schuko oder Wieland.

2,12 kWh und was sie im Alltag decken

Bei rund 489 Euro und 2.120 Wh liegt der Kapazitätspreis bei etwa 231 Euro je Kilowattstunde. In diesem Wert stecken allerdings auch der Wechselrichter, vier MPPT-Regler und die Notstromelektronik. Reine DC-Speicher wie der Marstek B2500-D kommen mit rund 142 Euro je Kilowattstunde aus, brauchen dafür aber einen eigenen Mikrowechselrichter. Gegenüber All-in-One-Geräten steht der Venus A gut da: Die Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 AC liegt bei etwa 331 Euro je Kilowattstunde, der Zendure SolarFlow 800 Pro 2 bei rund 333 Euro.

Die Kapazität selbst trifft den Anwendungsfall Balkonkraftwerk genau. Vier Module der 450-Wp-Klasse liefern im Sommer etwa 6 bis 8 kWh am Tag, davon geht ein Teil direkt in den laufenden Verbrauch. Der Überschuss bewegt sich meist zwischen 2 und 3 kWh, und genau diese Menge nimmt der Speicher auf. Bei einer nächtlichen Grundlast von 150 W trägt eine volle Ladung rechnerisch rund 14 Stunden. Ob die Größe zum eigenen Haushalt passt, lässt sich mit der Rechnung aus dem Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher: wie groß? prüfen.

Für die Wirtschaftlichkeit zählt der tatsächlich umgesetzte Strom. Wer im Jahresmittel 2 kWh täglich aus dem Speicher zieht, spart bei 35 Cent Arbeitspreis rund 255 Euro im Jahr. Bei 489 Euro Kaufpreis liegt die Amortisation damit bei knapp zwei Jahren, wobei der Smart Meter noch dazukommt. Wie sich die Ersparnis übers Jahr verteilt, zeigt der Ratgeber Wie viel spart ein Balkonkraftwerk?

Notstrom unter 15 Millisekunden

Das Gerät hat eine eigene Schuko-Steckdose für den Netzausfall und schaltet in weniger als 15 ms darauf um. Diese Zahl ist der eigentlich interessante Wert: Netzteile von Rechnern, Routern und Netzwerktechnik überbrücken Unterbrechungen in dieser Größenordnung aus ihren eigenen Kondensatoren. Praktisch bedeutet das, dass bei einem Stromausfall der Rechner weiterläuft und die Internetverbindung bestehen bleibt.

Marstek gibt für den EPS-Ausgang 1.500 VA an, nennt als Spitzenleistung über 60 Sekunden allerdings 1.200 VA. Eine Spitzenleistung unterhalb der Nennleistung ergibt technisch keinen Sinn, hier bleibt das Datenblatt widersprüchlich. Für die Auslegung sollte man vom niedrigeren Wert ausgehen: 1.200 W tragen Kühlkombination, Beleuchtung, Netzwerktechnik und einen Fernseher, ein Wasserkocher oder ein Heizlüfter sprengen den Rahmen. Bei 2,12 kWh hält eine Grundversorgung von 200 W rechnerisch gut neun Stunden.

Erweiterung: Module statt Zweitgeräte

Der Venus A nimmt bis zu fünf Erweiterungsmodule auf, zusammen 12,72 kWh. Das ist ein struktureller Vorteil gegenüber Geräten, die sich nur über komplette Zweitgeräte vergrößern lassen: Die Zusatzmodule enthalten nur Zellen und Batteriemanagement, die Wechselrichterleistung bleibt beim Hauptgerät. Wer später aufstockt, zahlt also nicht jedes Mal die Elektronik mit.

Die Maße spiegeln das wider. Das Hauptgerät misst 450 × 340 × 220 mm bei 26 ± 1 kg, ein Erweiterungsmodul 450 × 340 × 168 mm bei 19 ± 1 kg. Der Stapel wächst in der Tiefe, die Stellfläche bleibt gleich. Bei voller Bestückung stehen allerdings rund 121 kg auf dem Balkon, was bei der Statik und beim Aufstellort mitgedacht werden will.

Aufstellung und Betriebsbereich

IP65 und ein Betriebsbereich von -20 bis 60 °C decken die Außenaufstellung ganzjährig ab. Die untere Grenze ist der Punkt, an dem das Gerät sich von kompakteren Balkonspeichern absetzt: Viele davon enden bei -10 °C und stellen an Frostnächten den Betrieb ein. Trotzdem bleibt die Physik: Lithium-Eisenphosphat-Zellen nehmen bei Kälte weniger Ladung auf, und die nutzbare Kapazität sinkt im Winter spürbar. Was das in der Praxis bedeutet, behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher im Winter, Standortfragen der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher draußen aufstellen.

Mit 26 kg braucht das Hauptgerät eine tragfähige Wand oder einen festen Standplatz. Für eine Person allein ist das Anheben grenzwertig, zu zweit unproblematisch.

Steuerung, Smart Meter und dynamische Tarife

Für die verbrauchsgeführte Regelung, bei der der Speicher nur so viel abgibt wie der Haushalt gerade zieht, kommt ein Smart Meter dazu. Marstek bietet den CT002 für den Zählerschrank an, unterstützt daneben aber auch verbreitete Fremdgeräte wie den Shelly Pro 3EM. Diese Offenheit erleichtert den Einbau in bestehende Smart-Home-Installationen. An Schnittstellen stehen WLAN, Bluetooth, Ethernet und RS-485 bereit. Was hinter dem Regelprinzip steckt, erklärt der Ratgeber Nulleinspeisung: was ist das?

Die App bringt eine Zeitsteuerung nach Tarifzeiten mit und lädt in günstigen Stunden aus dem Netz. Bei 2,12 kWh und einer Preisspreizung von 15 Cent zwischen der günstigsten und der teuersten Stunde bringt ein voller Zyklus rechnerisch rund 32 Cent am Tag, unabhängig vom Solarertrag. Wie sich diese Rechnung über das Jahr trägt, behandelt der Ratgeber zu Batteriespeicher und dynamischem Stromtarif.

Alternativen im Vergleich

ModellKapazitätSolareingangNotstromPreis
Marstek Venus A2,12 kWh2.400 W, 4 MPPT1.500 VAca. 489,00 €
Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro2,68 kWh3.600 W, 4 MPPT1.200 Wca. 999,00 €
Zendure SolarFlow 800 Pro 21,92 kWh4 MPPTvorhandenca. 639,90 €
Marstek B2500-D2,24 kWh1.600 W, 2 MPPTkeinsca. 319,00 €

Für wen sich das Gerät lohnt

Der Venus A passt zu Haushalten, die ein Balkonkraftwerk neu aufbauen oder umbauen und dabei mehrere Modulflächen mit unterschiedlicher Ausrichtung nutzen wollen. Vier MPPT-Regler zu diesem Preis sind das stärkste Argument, und die Notstromsteckdose mit unter 15 ms Umschaltzeit ist in dieser Klasse eine Seltenheit. Die modulare Erweiterung auf 12,72 kWh gibt dem Aufbau Luft nach oben, ohne dass später Elektronik doppelt bezahlt wird.

Weniger passend ist er, wenn bereits ein funktionierender Mikrowechselrichter vorhanden ist, denn dann bezahlt man dessen Funktion ein zweites Mal; für diesen Fall ist ein reiner DC-Speicher die günstigere Wahl. Und wer sicher im vereinfachten Verfahren für Steckersolargeräte bleiben will, muss die Ausführung mit 800 VA vor dem Kauf schriftlich bestätigt bekommen.

Fazit

Der Marstek Venus A bringt für rund 489 Euro eine Ausstattung mit, die sonst eine Preisklasse höher beginnt: vier unabhängige MPPT-Regler, 2.400 W Solareingang, Notstrom unter 15 ms, über 6.000 Zyklen bei 90 % Entladetiefe, 10 Jahre Garantie und einen Betriebsbereich von -20 bis 60 °C. Die modulare Erweiterung auf 12,72 kWh über reine Akkumodule ist sauber gelöst und macht das Gerät zu einem Aufbau, der mitwachsen kann.

Zwei Punkte gehören in die Kaufentscheidung. Die Angaben zur netzgekoppelten Ausgangsleistung schwanken zwischen 800 VA, 1,2 kW und 1.500 VA, und davon hängt ab, ob die Anlage im vereinfachten Verfahren bleibt. Diese Frage gehört vor den Kauf. Und mit 26 kg braucht das Hauptgerät einen tragfähigen Platz. Wer beides klärt, bekommt den derzeit vielseitigsten Balkonspeicher unter 500 Euro.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Vier unabhängige MPPT sind in dieser Preisklasse ungewöhnlich und nehmen bis zu vier Modulstränge getrennt auf
  • Wechselrichter, Akku und Notstromsteckdose in einem Gerät, ein separater Mikrowechselrichter entfällt
  • Notstrom mit unter 15 ms Umschaltzeit hält Rechner, Router und Netzwerktechnik am Laufen
  • Modulare Erweiterung auf 12,72 kWh über reine Akkumodule statt über komplette Zweitgeräte
  • Betriebsbereich von -20 bis 60 °C bei IP65, damit ganzjährig für den Außenbereich geeignet
  • Zeitsteuerung nach dynamischen Stromtarifen und offene Zähler-Anbindung inklusive Shelly

Das spricht dagegen

  • Die Angaben zur netzgekoppelten Ausgangsleistung weichen ab: Das Datenblatt nennt 800 VA und 1.500 VA je nach Ausführung, die Händler-Listung 1,2 kW. Wer im vereinfachten Verfahren bleiben will, muss die Variante vor dem Kauf klären
  • Das Hauptgerät wiegt 26 kg und braucht damit eine tragfähige Wand oder einen festen Standplatz
  • Für verbrauchsgeführten Betrieb ist ein Smart Meter nötig, der separat gekauft wird
  • Der Datenblattwert für die Notstrom-Spitzenleistung liegt unter der Nennleistung, hier bleibt der Hersteller widersprüchlich
  • 2,12 kWh sind für eine größere Dachanlage knapp bemessen, dort trägt erst die Erweiterung

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 4,5
Kapazität & Erweiterbarkeit 4,5
Solareingang & MPPT 5,0
Notstrom & Steuerung 4,5
Rechtliche Einordnung & Aufstellung 3,5

Gesamtwertung: 4,4 / 5

Häufige Fragen

Braucht der Marstek Venus A einen eigenen Wechselrichter?

Nein. Der Venus A vereint Akku, bidirektionalen Wechselrichter und vier MPPT-Regler in einem Gehäuse. Die Solarmodule gehen per MC4 direkt in das Gerät, der Anschluss ans Hausnetz läuft über die AC-Leitung. Ein separater Mikrowechselrichter entfällt damit, was den Aufbau eines neuen Balkonkraftwerks auf zwei Komponenten reduziert.

Wie viele Solarmodule kann ich am Venus A anschließen?

Vier unabhängige MPPT-Eingänge nehmen zusammen bis zu 2.400 W auf, je Eingang bis 16 A im Bereich von 16 bis 60 V. Technisch passen damit vier bis sechs Module. Rechtlich begrenzt die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 die Modulleistung auf 960 Wp am Haushaltsstecker und 2.000 Wp mit Energiesteckvorrichtung.

Bleibt der Venus A im vereinfachten Verfahren für Steckersolargeräte?

Das hängt an der Ausführung. Marstek weist im Datenblatt 800 VA für die Standardvariante und 1.500 VA für die Premiumvariante aus, die Händler-Listung nennt 1,2 kW. Für Steckersolargeräte gilt die Grenze von 800 VA, und maßgeblich ist die höchste wählbare Stufe. Eine Ausführung, die sich auf 1.200 oder 1.500 VA heben lässt, fällt aus dem vereinfachten Verfahren heraus. Vor dem Kauf sollte die konkrete Variante beim Händler bestätigt werden.

Was leistet die Notstromfunktion des Venus A?

Das Gerät hat eine eigene Schuko-Steckdose für den Notstrombetrieb und schaltet in unter 15 Millisekunden um. Marstek gibt für den EPS-Ausgang 1.500 VA an. In dieser Zeitspanne überbrücken Netzteile von Rechnern und Routern die Unterbrechung aus ihren eigenen Kondensatoren, sodass die Geräte durchlaufen. Bei 2,12 kWh hält eine Grundversorgung von 200 W rechnerisch gut neun Stunden.

Wie lange reichen 2,12 kWh im Haushalt?

Bei einer nächtlichen Grundlast von 150 W trägt eine volle Ladung rechnerisch rund 14 Stunden, also sicher durch die Nacht. Ein Zweipersonenhaushalt verbraucht etwa 6 bis 8 kWh am Tag; davon deckt der Speicher den Abend und die Nacht ab. Für ein Balkonkraftwerk mit zwei bis vier Modulen trifft die Kapazität die typische Überschussmenge gut.

Auf wie viel Kapazität lässt sich der Venus A erweitern?

Das Hauptgerät nimmt bis zu fünf Erweiterungsmodule auf, zusammen 12,72 kWh. Die Zusatzmodule enthalten nur Zellen und Batteriemanagement, kosten also weniger als ein komplettes Zweitgerät. Jedes Modul wiegt 19 ± 1 kg und ist mit 450 × 340 × 168 mm flacher als das Hauptgerät.

Darf der Marstek Venus A draußen stehen?

Ja, Marstek gibt IP65 und einen Betriebsbereich von -20 bis 60 °C an. Damit deckt das Gerät auch Frostnächte ab, in denen kompaktere Balkonspeicher mit einer unteren Grenze von -10 °C bereits abschalten. Ein frostfreier Platz bleibt trotzdem vorteilhaft, weil Lithium-Eisenphosphat-Zellen bei Kälte weniger Ladung aufnehmen.

Funktioniert der Venus A mit dynamischen Stromtarifen?

Die Marstek-App bringt eine Zeitsteuerung nach Tarifzeiten mit und lädt den Speicher in günstigen Stunden aus dem Netz. Bei 2,12 kWh nutzbarer Kapazität und einer Preisspreizung von 15 Cent zwischen der günstigsten und der teuersten Stunde bringt ein voller Zyklus rechnerisch rund 32 Cent am Tag, zusätzlich zum Solarertrag.

Welchen Smart Meter braucht der Venus A?

Für den verbrauchsgeführten Betrieb misst ein Zähler den Hausverbrauch und meldet ihn dem Speicher. Marstek bietet dafür den CT002 für den Zählerschrank an, verbreitete Fremdgeräte wie der Shelly Pro 3EM werden ebenfalls unterstützt. Der Zähler gehört nicht zum Lieferumfang und kostet je nach Modell 50 bis 120 Euro.

Wo liegt der Unterschied zwischen Venus A, Venus D und Venus E?

Der Venus A ist das kompakte All-in-One-Gerät mit 2,12 kWh, vier MPPT und 2.400 W Solareingang. Der Venus D ist die große Hybridvariante mit 2,56 kWh je Modul und bis zu 4 kW direktem PV-Eingang. Der Venus E 3.0 ist ein reiner AC-Speicher mit 5,12 kWh ohne Solareingang, der hinter eine bestehende Anlage gehängt wird.

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