Technische Daten
| Integrierte Speicherkapazität | 2.400 Wh (2,4 kWh) |
|---|---|
| Zellchemie | LiFePO4 |
| Erweiterungsakku | AB3000L mit 2.880 Wh (ausschließlich) |
| Erweiterbar auf | 16,8 kWh (Grundgerät + 5 × AB3000L) |
| AC-Leistung (bidirektional) | 2.400 W, Standardstufe 800 W |
| Spitzenleistung | 3.000 W laut Händlerangabe |
| Notstromleistung | 2.400 W am Off-Grid-Anschluss, Spitze 3.600 W für 200 ms; Datenblatt: bis 3.200 VA im Inselbetrieb |
| Netzspannung / Frequenz | 230 V / 50 Hz, einphasig |
| Ausgangswellenform | reine Sinuswelle |
| Umschaltung bei Netzausfall | automatisch auf den Off-Grid-Anschluss, Zeit nicht ausgewiesen |
| Maße (B × T × H) | 326 × 294 × 251 mm (Grundgerät) |
| Gewicht | 27,8 kg (Grundgerät ohne Zusatzakku) |
| Schutzart | IP65 |
| Betriebstemperatur | -20 bis 55 °C |
| Selbstheizung | ja, für Ladebetrieb bei Frost |
| Brandschutz | integriertes Aerosol-Löschsystem (ZenGuard) |
| Energiemanagement | ZENKI 2.0 mit Erzeugungs- und Preisprognose |
| Dynamische Tarife | über 840 europäische Anbieter, eigener Tarif ZenWave |
| Smart Home | MQTT, Home Assistant, Homey, Shelly |
| Wechselrichter-Kompatibilität | herstellerunabhängig, da AC-gekoppelt |
| Ladezyklen | vom Hersteller nicht ausgewiesen |
| Round-Trip-Wirkungsgrad | vom Hersteller nicht ausgewiesen |
Nachrüstspeicher für bestehende PV-Anlagen haben ein Startproblem: Die meisten AC-gekoppelten Geräte bringen keine eigenen Zellen mit und brauchen erst einen Zusatzakku, bevor sie überhaupt Strom speichern können. Der SolarFlow 2400 AC+ dreht das um und hat 2,4 kWh fest im Gehäuse. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben von Zendure, die Datenblattauszüge in den Händler-Listungen und der aktuelle Rechtsrahmen für Steckersolargeräte.
Der Unterschied zum 2400 AC steckt im Akku
Zendure führt zwei Geräte mit fast identischem Namen, und der Unterschied entscheidet über den Kaufpreis. Der SolarFlow 2400 AC ist eine reine Wechselrichter-Einheit. Ohne mindestens einen AB3000X speichert er nichts, der Einstieg kostet also Gerät plus Akku. Der 2400 AC+ hat 2,4 kWh fest verbaut und arbeitet ab dem ersten Tag.
Rechnerisch: Der 2400 AC mit einem AB3000X liegt bei rund 1.400 Euro für 2,88 kWh. Der 2400 AC+ kostet bei Amazon rund 900 Euro und bringt 2,4 kWh mit. Für den Einstieg sind das etwa 500 Euro Unterschied bei 0,48 kWh weniger Kapazität.
Der Haken folgt im nächsten Abschnitt.
Nur der AB3000L passt, der AB3000X nicht
Das ist der Punkt, den Zendure selbst in der Produktbeschreibung hervorhebt: Der 2400 AC+ nimmt ausschließlich den AB3000L auf. Der AB3000X, der zum 2400 AC gehört, ist nicht kompatibel. Beide Akkus haben 2.880 Wh, beide LiFePO4, und trotzdem sind sie nicht austauschbar.
Praktisch heißt das zweierlei. Wer bereits AB3000X im Haus hat und aufrüsten will, muss beim 2400 AC bleiben. Und wer sich für den AC+ entscheidet, legt sich auf eine Akku-Linie fest, die im Handel bislang dünner verfügbar ist als die X-Reihe. Für ein System, das über zehn Jahre laufen soll, ist die Verfügbarkeit von Ersatz- und Erweiterungsakkus ein Punkt, der zählt.
Die Ausbaustufen: Grundgerät plus ein AB3000L ergeben 5,28 kWh, plus zwei Akkus 8,16 kWh, im Vollausbau mit fünf Akkus 16,8 kWh. Welche Größe zum eigenen Haushalt passt, rechnet der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher: wie groß durch.
AC-Kopplung: der Wechselrichter bleibt, wo er ist
AC-gekoppelt heißt, dass der Speicher hinter dem vorhandenen Wechselrichter am Hausnetz hängt statt vor ihm an den Modulsteckern. Er sieht keinen Gleichstrom, sondern nimmt Wechselstrom auf und gibt ihn wieder ab. Der Vorteil: Die bestehende Anlage wird nicht angefasst, keine Modulkabel werden umgesteckt, kein Wechselrichter wird ersetzt.
Zendure nennt Kompatibilität mit gängigen Wechselrichtern von Huawei, SMA, Enphase und ABB, was bei diesem Prinzip auch zu erwarten ist: Der Speicher kennt den Wechselrichter gar nicht, er sieht nur das Hausnetz. Die Grundlagen dieses Aufbaus stehen im Ratgeber AC-Speicher am Balkonkraftwerk nachrüsten, die allgemeine Nachrüstung im Ratgeber Solarspeicher nachrüsten.
Der Preis dafür ist ein zusätzlicher Wandlungsschritt. Beim DC-gekoppelten Speicher geht Gleichstrom direkt in die Zellen. Beim AC-gekoppelten wird er erst zu Wechselstrom, dann wieder zu Gleichstrom für den Akku und beim Entladen ein drittes Mal gewandelt. Jeder Schritt kostet einige Prozent. Wie viel genau, weist Zendure für dieses Gerät nicht aus.
Die 2.400 Watt kosten das vereinfachte Verfahren
Das Gerät gibt im Standardbetrieb 800 W ab und lässt sich auf 2.400 W hochsetzen. Für das vereinfachte Verfahren nach Paragraf 8 Absatz 5a EEG zählt die höchste wählbare Stufe, nicht die eingestellte. Sobald 2.400 W freischaltbar sind, ist die Anlage aus Sicht des Netzbetreibers keine Steckersolaranlage mehr.
Konkret bedeutet das: Anmeldung beim Netzbetreiber vor Inbetriebnahme, Eintrag im Marktstammdatenregister als reguläre Erzeugungsanlage, je nach Netzbetreiber eine Anschlussbeurteilung. Die vereinfachte Zwei-Wochen-Frist entfällt. Der Ratgeber Balkonkraftwerk anmelden: Fristen ordnet die Fristen ein, der Ratgeber Speicher nachrüsten und anmelden behandelt den Sonderfall der Nachrüstung.
Bei einer bestehenden PV-Anlage kommt dazu, dass sich die Leistungen hinter der Entnahmestelle addieren. Läuft bereits ein 800-VA-Balkonwechselrichter, verlässt die Kombination mit diesem Speicher die Vereinfachung ohnehin.
Notstrom über den Off-Grid-Anschluss
Bei einem Netzausfall schaltet der 2400 AC+ laut Zendure automatisch um und versorgt die Verbraucher, die am AC-Off-Grid-Anschluss hängen, aus dem Akku. Die Wandsteckdosen des Hauses bleiben dabei stromlos: Der Netzanschluss des Geräts trennt sich wie bei jedem Balkonspeicher vom Hausnetz, damit die ausgefallene Leitung spannungsfrei bleibt. Für die Versorgung ganzer Stromkreise bräuchte es eine Ersatzstrom-Umschaltung mit Netztrennung, die ein Elektrofachbetrieb installiert. Die Hintergründe erklärt der Ratgeber Balkonkraftwerk bei Stromausfall.
Stark ist die Leistung. Zendure nennt für den Off-Grid-Anschluss 2.400 W Nennleistung und 3.600 W Spitze für 200 Millisekunden, das Datenblatt führt für den Inselbetrieb bis zu 3.200 VA. Das liegt deutlich über den Notstrom-Ausgängen vieler Balkonspeicher und reicht auch für Geräte mit Heizelement. Wichtige Verbraucher wie Kühlschrank und Router stecken am besten dauerhaft am Off-Grid-Anschluss, Zendure bietet dafür eine eigene Off-Grid-Steckdosenleiste an. Der Anschluss nimmt laut Hersteller auch einen PV-Mikrowechselrichter bis 2.400 W auf, das funktioniert aber nur, solange das Gerät am Netz hängt. Eine Umschaltzeit weist der Hersteller nicht aus, und genau die entscheidet, ob ein Computer neu startet oder weiterläuft. Zum Vergleich: Anker nennt für die Solarbank 4 Pro 10 ms, Jackery für den SolarVault 3 Pro Max unter 20 ms.
Aus 2,4 kWh Kapazität ergeben sich bei einer Grundlast von 200 W rechnerisch rund zwölf Stunden Überbrückung, abzüglich der Wandlungsverluste und ohne die Reserveabschaltung des BMS.
Was das ZENKI-Energiemanagement wirklich leistet
Bei einem AC-gekoppelten Speicher ohne eigene Modulanbindung ist die Software das eigentliche Produkt. ZENKI 2.0 analysiert Erzeugung, Verbrauch und Börsenstrompreise und legt Lade- und Entladefenster automatisch dorthin, wo sie am meisten bringen. Bei einem festen Stromtarif heißt das: möglichst viel Eigenverbrauch. Bei einem dynamischen Tarif kommt der zweite Hebel dazu, nämlich Laden bei niedrigen und Entladen bei hohen Börsenpreisen.
Zendure nennt den Zugang zu mehr als 840 europäischen Energieanbietern und bietet mit ZenWave einen eigenen dynamischen Tarif für Deutschland an. Wie sich das rechnet und wo die Fallstricke liegen, behandelt der Ratgeber Batteriespeicher und dynamischer Stromtarif.
Auf der offenen Seite steht MQTT. Damit lässt sich der Speicher in Home Assistant und Homey einbinden, ohne den Umweg über die Hersteller-Cloud zu nehmen. Zusammen mit der Shelly-Anbindung für Wärmepumpe und Wallbox ist das eine der offeneren Schnittstellen dieser Geräteklasse. Was sich damit bauen lässt, zeigt der Ratgeber Nulleinspeisung mit Home Assistant.
Die Herstellerrechnung von bis zu 2.453 Euro Ersparnis im Jahr gehört eingeordnet: Sie setzt den Vollausbau mit fünf AB3000L voraus, also rund 3.400 Euro Hardware, und einen dynamischen Tarif. Für das Grundgerät allein ist sie nicht übertragbar.
Gehäuse, Sicherheit und die offenen Werte
27,8 kg bei 326 × 294 × 251 mm gelten für das Grundgerät ohne Zusatzakku. Jeder AB3000L bringt weiteres Gewicht mit. Der Untergrund muss eben und tragfähig sein, eine Balkonbrüstung scheidet aus.
IP65 steht für staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt, der Betriebsbereich reicht von -20 bis 55 °C. Eine Selbstheizung erlaubt das Laden auch bei Frost, was in dieser Klasse nicht selbstverständlich ist: Ohne Zellheizung sperrt das BMS den Ladebetrieb unterhalb von 0 °C und der Speicher steht im Winter still. Was das praktisch bedeutet, steht im Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher im Winter, die Standortfrage behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher draußen.
Beim Brandschutz nennt Zendure ein integriertes Aerosol-Löschsystem, das im Fehlerfall die Zellen flutet. Zusammen mit der doppelten Überwachung lokal und in der Cloud ergibt das ein Sicherheitspaket, das über dem Klassendurchschnitt liegt.
Offen bleiben drei Werte, die für eine Wirtschaftlichkeitsrechnung nötig wären: die Zahl der Ladezyklen, der Round-Trip-Wirkungsgrad und der Standby-Verbrauch. Zehn Watt Leerlauf summieren sich über ein Jahr auf 87,6 kWh und damit auf gut 30 Euro bei 35 Cent je kWh. Bei einem Gerät, das drei Wandlungsschritte fährt, wäre der Wirkungsgrad besonders interessant. Auch die Spitzenleistung ist uneinheitlich: Amazon nennt 3.000 W, mehrere Händler 3.600 W für 200 ms.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Kapazität | Kopplung | Einspeisung | Erweiterbar auf | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| SolarFlow 2400 AC+ | 2,4 kWh fest | AC | 800–2.400 W | 16,8 kWh (AB3000L) | ca. 900 € | 4,0 |
| Zendure SolarFlow 2400 AC | keine eigene | AC | 800–2.400 W | 17,28 kWh (AB3000X) | ca. 890 € + Akku | 4,1 |
| Zendure SolarFlow 2400 Pro | 2,4 kWh fest | DC + AC | 800–2.400 W | über AB-Reihe | ca. 799 € | 4,3 |
| Anker Solarbank 2 E1600 AC | 1,6 kWh fest | AC | 800 W | 9,6 kWh (BP1600) | ca. 529 € | 4,3 |
Der Vergleich innerhalb der eigenen Familie ist der interessanteste: Der 2400 Pro kostet rund 100 Euro weniger, hat ebenfalls 2,4 kWh fest verbaut und bringt zusätzlich vier MPPT-Solareingänge mit. Wer nicht ausdrücklich eine reine AC-Nachrüstung braucht, bekommt dort mehr Gerät fürs Geld. Wer bei 800 W bleiben und die reguläre Anmeldung vermeiden will, findet mit der Solarbank 2 E1600 AC die deutlich günstigere Lösung.
Für wen sich das Gerät lohnt
Passend ist der 2400 AC+ für Haushalte mit vorhandener PV-Anlage, die nachrüsten wollen, ohne die Installation anzufassen, und die ohnehin über der 800-VA-Grenze liegen. Der zweite Fall sind Nutzer eines dynamischen Stromtarifs, für die ZENKI 2.0 und die MQTT-Schnittstelle den eigentlichen Kaufgrund bilden.
Weniger passend ist er für klassische Balkonkraftwerke mit zwei Modulen. Dort ist die Leistung überdimensioniert, die reguläre Anmeldung steht in keinem Verhältnis zum Nutzen, und ein kleinerer 800-W-Speicher erledigt denselben Job günstiger.
Fazit
Der SolarFlow 2400 AC+ löst das Startproblem AC-gekoppelter Speicher elegant: 2,4 kWh sind an Bord, das Gerät läuft ohne Zusatzkauf, und für rund 900 Euro ist das ein fairer Einstieg. Ein Off-Grid-Anschluss mit 2.400 W, Selbstheizung, Aerosol-Löschsystem und eine offene MQTT-Schnittstelle sind Argumente, die über den Preis hinausgehen.
Zwei Punkte gehören vor den Kauf. Die Bindung an den AB3000L ist eine echte Festlegung, weil der verbreitetere AB3000X ausdrücklich nicht passt. Und mit Zyklen, Wirkungsgrad und Standby-Verbrauch fehlen drei Werte, die für eine belastbare Amortisationsrechnung nötig wären. Wer flexibel bleiben will und Solareingänge mitnehmen möchte, sollte den SolarFlow 2400 Pro danebenlegen.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- 2,4 kWh sind fest verbaut, das Gerät ist ohne Zusatzakku sofort einsatzfähig und damit rund 500 Euro günstiger im Einstieg als die Kombination aus 2400 AC und AB3000X
- AC-Kopplung bedeutet: der vorhandene Wechselrichter bleibt an Ort und Stelle, die PV-Installation wird nicht angefasst
- Der Off-Grid-Anschluss versorgt bei Netzausfall automatisch die dort angeschlossenen Geräte mit bis zu 2.400 W, deutlich mehr als die Notstrom-Ausgänge vieler Balkonspeicher
- ZENKI 2.0 rechnet Erzeugungsprognose und Börsenpreise gegeneinander, das ist bei dynamischen Tarifen der eigentliche Hebel
- MQTT-Schnittstelle mit Home Assistant und Homey, dazu Shelly-Anbindung für Wärmepumpe und Wallbox
- Aerosol-Löschsystem und Selbstheizung sind in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich
Das spricht dagegen
- Das Gerät nimmt ausschließlich den AB3000L auf, der AB3000X aus dem 2400 AC passt nicht, was den Umstieg innerhalb der eigenen Produktfamilie blockiert
- Zendure weist weder Ladezyklen noch Round-Trip-Wirkungsgrad noch den Standby-Verbrauch aus, alle drei entscheiden über die Wirtschaftlichkeit
- Bei 2.400 W wählbarer Leistung zählt für das vereinfachte Verfahren die höchste Stufe, das Gerät fällt aus der Steckersolar-Regelung heraus
- Die Spitzenleistung wird je nach Quelle mit 3.000 oder 3.600 W angegeben, Zendure löst den Widerspruch nicht auf
- 27,8 kg im Grundgerät ohne Zusatzakku machen den Aufbau zur Zwei-Personen-Aufgabe
- Die Sparrechnung des Herstellers von bis zu 2.453 Euro im Jahr setzt die Vollausbaustufe mit fünf Zusatzakkus voraus, also rund 3.400 Euro Hardware
Häufige Fragen
Wie viel Kapazität hat der Zendure SolarFlow 2400 AC+?
Im Grundgerät sind 2,4 kWh LiFePO4 fest verbaut. Mit bis zu fünf Erweiterungsakkus vom Typ AB3000L à 2,88 kWh wächst das System auf 16,8 kWh. Anders als beim SolarFlow 2400 AC ist damit kein Zusatzakku nötig, um überhaupt speichern zu können.
Passt der AB3000X an den SolarFlow 2400 AC+?
Nein. Zendure weist ausdrücklich darauf hin, dass der 2400 AC+ ausschließlich mit dem AB3000L kompatibel ist. Der AB3000X gehört zum SolarFlow 2400 AC und lässt sich nicht übernehmen. Wer schon AB3000X im Haus hat und aufrüsten will, muss beim 2400 AC bleiben.
Was unterscheidet den 2400 AC+ vom 2400 AC?
Der 2400 AC ist eine reine Wechselrichter-Einheit ohne eigene Zellen, er braucht mindestens einen AB3000X, um zu funktionieren. Der 2400 AC+ hat 2,4 kWh fest verbaut und ist sofort einsatzfähig. Beide geben bis zu 2.400 W bidirektional ab, die Akkusysteme sind aber nicht austauschbar.
Brauche ich für den 2400 AC+ einen bestimmten Wechselrichter?
Nein. Das Gerät koppelt auf der Wechselstromseite an und arbeitet damit herstellerunabhängig. Zendure nennt ausdrücklich die Kompatibilität mit gängigen Wechselrichtern von Huawei, SMA, Enphase und anderen. Die bestehende PV-Installation wird nicht verändert.
Darf der SolarFlow 2400 AC+ 2.400 Watt einspeisen?
Technisch ja, im Standardbetrieb sind es 800 W. Für das vereinfachte Verfahren nach Paragraf 8 Absatz 5a EEG zählt allerdings die höchste wählbare Stufe. Sobald 2.400 W freischaltbar sind, gilt das reguläre Anmeldeverfahren mit Netzbetreiber-Anmeldung vor Inbetriebnahme.
Wie funktioniert der Notstrombetrieb?
Über den separaten AC-Off-Grid-Anschluss. Erkennt das Gerät einen Stromausfall, versorgt es laut Zendure automatisch die dort angeschlossenen Verbraucher aus dem Akku, mit 2.400 W Dauerleistung und kurzzeitig 3.600 W. Die Wandsteckdosen des Hauses bleiben dabei stromlos, dafür bräuchte es eine Ersatzstrom-Umschaltung mit Netztrennung durch einen Elektrofachbetrieb. Eine Umschaltzeit weist Zendure nicht aus.
Kann der Speicher draußen stehen?
Zendure gibt IP65 an, damit ist das Gehäuse staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt. Der Betriebsbereich reicht von -20 bis 55 °C, eine Selbstheizung erlaubt das Laden auch bei Frost. Ein überdachter Platz bleibt trotzdem die bessere Wahl, weil dauerhafte Sonne die Zellalterung beschleunigt.
Was leistet das ZENKI-Energiemanagement?
ZENKI 2.0 analysiert Erzeugung, Verbrauch und Börsenstrompreise in Echtzeit und legt Lade- und Entladefenster automatisch dorthin, wo sie am meisten bringen. Der Zugang zu dynamischen Tarifen läuft über mehr als 840 europäische Anbieter, Zendure bietet mit ZenWave zusätzlich einen eigenen Tarif für Deutschland an.
Lässt sich der Speicher in Home Assistant einbinden?
Ja, Zendure nennt eine MQTT-Schnittstelle sowie die Integration in Home Assistant und Homey. Über Shelly lassen sich Wärmepumpe und Ladestationen mitsteuern. Das ist eine der offeneren Anbindungen in dieser Geräteklasse, weil sie ohne Umweg über die Hersteller-Cloud arbeiten kann.
Was kostet der Vollausbau auf 16,8 kWh?
Zum Grundgerät für rund 900 Euro kommen fünf AB3000L. Bei Preisen um 500 Euro je Akku liegt der Vollausbau bei etwa 3.400 Euro. Die Herstellerrechnung von bis zu 2.453 Euro Ersparnis im Jahr bezieht sich auf genau diese Ausbaustufe in Kombination mit einem dynamischen Tarif.