Technische Daten
| Modell | A17A5 (58 l), A17A4 (40 l) |
|---|---|
| Volumen | 58 l in zwei Zonen (Kühl- und Gefrierbereich getrennt) |
| Temperaturbereich | −20 bis +20 °C |
| Kühltechnik | Kompressor mit Umluftkühlung (FrostFlow) |
| Abkühlzeit | 25 auf 0 °C in rund 15 min (Max-Modus) |
| Betriebsarten | Max, Smart, Eco |
| Akku | 288 Wh LiFePO4, wechselbar im Betrieb, 1 im Lieferumfang, Platz für 2 |
| Laufzeit laut Anker | 39 h mit 1 Akku, 78 h (3,2 Tage) mit 2 Akkus, bei 4 °C innen, 25 °C außen, Eco |
| Durchschnittsverbrauch | rund 7,4 W bzw. 177 Wh am Tag (eigene Rechnung aus der Laufzeit) |
| Solareingang | 100 W, 12 bis 30 V, bis 8,2 A, XT-60 (Kabel nicht im Lieferumfang) |
| Laden per Netzteil | 95 W, ein Akku in rund 3,6 h |
| Laden im Auto | 12 V, 95 W |
| Laden per USB-C | 60 W, rund 5,5 h |
| Ausgänge | 1 × USB-C 60 W, 1 × USB-A 12 W |
| Steuerung | Bedienfeld und Anker-App (Bluetooth, WLAN) |
| Schutzart | IPX3 (Sprühwasser) |
| Maße | 98,6 × 45,9 × 49,3 cm |
| Gewicht | 31,4 kg mit Akku |
| Transport | Räder und ausziehbarer Griff |
| Lieferumfang | Kühlbox, Akku, Netzteil mit Kabel, 12-V-Kfz-Kabel, Zubehörbehälter, Radkeil |
| 40-l-Variante | eine Zone, 74,9 × 45,9 × 49,3 cm, 52 h mit 1 Akku, 4,3 Tage mit 2 Akkus |
| Preis | rund 699,99 € (58 l) bei Amazon, UVP 1.099,99 € |
Die Anker SOLIX EverFrost 2 ist eine Kompressorkühlbox mit eingebautem Wechselakku. Sie kühlt ohne Steckdose, lädt über Solarpanel, Auto oder Netzteil und bringt in der 58-Liter-Version zwei getrennte Temperaturzonen mit. Damit gehört sie in die Nische zwischen Campingausrüstung und mobiler Solarversorgung. Grundlage dieser Einordnung sind die Anker-Produktseiten, die Amazon-Listung, Datenblattangaben von Fachhändlern und der Erfahrungsbericht des Magazins anker-blog.de zur 40-Liter-Box mit eigenen Messwerten.
Kompressor und zwei Zonen
Die EverFrost 2 arbeitet mit einem Kompressor, also mit der Technik eines Kühlschranks. Sie kühlt unabhängig von der Außentemperatur auf den eingestellten Wert und schafft −20 bis +20 Grad. Laut Anker geht es im Max-Modus in rund 15 Minuten von 25 auf 0 Grad.
Die 58-Liter-Box teilt den Innenraum in zwei Zonen mit getrennter Regelung, etwa Getränke bei 4 Grad und Fleisch bei −18 Grad. Die 40-Liter-Box hat einen Innenraum. Drei Betriebsarten stehen zur Wahl: Max für schnelles Kühlen, Eco für lange Laufzeit und Smart als Mittelweg. Gesteuert wird am Bedienfeld oder per App über Bluetooth und WLAN.
Akku und Laufzeit
Der Akku ist ein 288-Wh-LFP-Pack, der sich im laufenden Betrieb tauschen lässt. Einer liegt bei, Platz ist für zwei. Laut Anker hält die 58-Liter-Box bei 4 Grad innen, 25 Grad außen und Eco-Modus 39 Stunden mit einem Akku und 78 Stunden mit zwei. Die 40-Liter-Box kommt auf 52 Stunden bzw. 4,3 Tage.
Die Amazon-Listung der 58-Liter-Box nennt 52 Stunden und 4,3 Tage, also die Werte des kleineren Modells. Wir halten uns an die Anker-Produktseite, die für die 58-Liter-Box 3,2 Tage angibt. Wichtig für die Planung: Die Mehrtagesangaben gelten nur mit dem zweiten Akku, der nicht im Lieferumfang ist.
Was die Box verbraucht
Einen Leistungswert nennt Anker nicht, aus der Laufzeit lässt er sich aber ableiten. 288 Wattstunden in 39 Stunden ergeben einen Durchschnitt von rund 7,4 Watt, am Tag etwa 177 Wattstunden. Die 40-Liter-Box liegt bei rund 5,5 Watt oder 133 Wattstunden am Tag.
Das ist ein Mittelwert über lange Pausen und kurze Laufphasen des Kompressors. Beim Herunterkühlen läuft er durch: anker-blog.de maß an der 40-Liter-Box rund 40 bis 45 Watt, als sie von 15 auf −20 Grad kühlte. Bei 30 Grad Außentemperatur, häufigem Öffnen oder Gefrierbetrieb liegt der Tagesbedarf deutlich höher als 177 Wattstunden, grob beim Doppelten.
Solarladen: was ein 100-Watt-Panel leistet
Der Solareingang nimmt bis 100 Watt bei 12 bis 30 Volt über einen XT-60-Stecker an. Das Kabel dafür ist laut anker-blog.de optionales Zubehör und fehlt im Karton. Laut Anker muss zum Solarladen mindestens ein Akku eingesetzt sein.
Ein 100-Watt-Faltpanel liefert in der Praxis 60 bis 80 Watt, an einem sonnigen Sommertag grob 300 bis 450 Wattstunden. Das deckt die 177 Wattstunden der Box im Eco-Betrieb vollständig und lädt den Akku zusätzlich nach. Im Frühjahr und Herbst mit 150 bis 250 Wattstunden am Tag reicht es gerade so, bei bedecktem Himmel nicht. Wie lange das Laden eines Akkus mit Solarstrom dauert, rechnet der Ratgeber wie lange ein Solarmodul zum Laden einer Batterie braucht im Detail vor.
Beim Panel entscheidet die Spannung. Das Jackery SolarSaga 100 liegt mit 24,8 Volt Leerlaufspannung im Fenster, braucht aber einen Adapter auf XT-60. Das Anker SOLIX PS200 liefert 57,6 Volt und darf nicht an die Box, ebenso wenig starre Balkonkraftwerk-Module mit 40 bis 50 Volt. Das Anker SOLIX PS30 hat nur USB-Ausgänge und bringt am USB-C-Eingang zu wenig Leistung.
Laden über Netz, Auto und USB-C
Das mitgelieferte Netzteil lädt mit 95 Watt und füllt einen Akku in rund 3,6 Stunden. Im Auto gilt dasselbe über die 12-Volt-Buchse. Per USB-C mit 60 Watt dauert es rund 5,5 Stunden, das ist der Notweg über eine Powerbank oder ein Laptop-Netzteil.
Die Box ist selbst eine kleine Powerbank: Ein USB-C-Ausgang mit 60 Watt und ein USB-A-Ausgang mit 12 Watt laden Handy, Lampe oder Laptop aus dem Kühlakku. Das kostet Kühllaufzeit, ist im Camp aber praktisch.
Mit Powerstation für lange Touren
Wer mehr als drei Tage autark kühlen will, kombiniert die Box mit einer Powerstation. Die Anker SOLIX C1000 Gen 2 mit rund 1 Kilowattstunde verlängert die Laufzeit im Eco-Betrieb rechnerisch um vier bis fünf Tage, abzüglich der Wandlungsverluste. Anker verkauft die 58-Liter-Box auch im Paket mit der C2000 Gen 2. Eine Powerstation hat dazu den Vorteil, dass sie größere Solarpanels mit höherer Spannung verträgt, die an der Box selbst nicht passen.
Größe, Gewicht und Aufstellung
Mit 98,6 Zentimetern Länge und 31,4 Kilogramm mit Akku ist die 58-Liter-Box ein Brocken. Räder und ein ausziehbarer Griff helfen auf Asphalt und festem Weg, auf Wiese und Sand wird es mühsam, und in den Kofferraum hebt man sie besser zu zweit. Die 40-Liter-Box ist mit 74,9 Zentimetern handlicher. Zum Gewicht der kleinen Box finden sich widersprüchliche Angaben.
Gegen Wasser ist die Box nach IPX3 geschützt, also gegen Sprühwasser. Ein Schauer schadet nicht, Dauerregen und Pfützen sind tabu. Beim Solarladen steht die Box darum idealerweise im Schatten, das Panel in der Sonne. Das senkt zugleich den Verbrauch, weil der Kompressor weniger arbeiten muss.
Preis und Varianten bei Amazon
Die 58-Liter-Box kostet bei Amazon rund 699,99 Euro, verkauft von Anker SOLIX selbst. Die UVP liegt bei 1.099,99 Euro. Die 40-Liter-Box* ist bei Amazon derzeit nur über einen Drittanbieter für rund 749,99 Euro gelistet und damit teurer als die große Box. Solange das so ist, spricht beim Kauf über Amazon wenig für die kleinere Variante, es sei denn, die Länge ist entscheidend.
Alternativen im Vergleich
Eine zweite Akku-Kühlbox haben wir bisher nicht rezensiert. Als Energiequelle für die Box kommen diese Geräte in Frage:
| Gerät | Rolle | Kapazität / Leistung | passt an die Box | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Anker SOLIX EverFrost 2 58L | Kühlbox mit Akku | 288 Wh, 100 W Solar | · | ca. 699,99 € |
| Jackery SolarSaga 100 | Solarpanel | 100 W, 24,8 V | ja, mit XT-60-Adapter | ca. 90 € |
| Anker SOLIX C300X | Powerstation | 288 Wh | ja, über 12 V oder Netzteil | ca. 249,99 € |
| Anker SOLIX C1000 Gen 2 | Powerstation | 1.024 Wh | ja, über 12 V oder Netzteil | ca. 699 € |
Fazit
Die Anker SOLIX EverFrost 2 verbindet einen echten Kompressor mit einem wechselbaren LFP-Akku und einem Solareingang, der ein 100-Watt-Panel voll ausnutzt. Mit rund 7,4 Watt Durchschnittsverbrauch im Eco-Betrieb kühlt sie an Sommertagen komplett aus der Sonne, in der 58-Liter-Version sogar mit getrenntem Gefrierfach.
Vor dem Kauf gehören drei Dinge eingeplant: das XT-60-Solarkabel, für Mehrtagestouren der zweite Akku und für jeden Transport eine zweite Person. Wer regelmäßig zeltet, mit dem Wohnmobil unterwegs ist oder im Kleingarten ohne Stromanschluss kühlen will, bekommt für rund 700 Euro eine durchdachte Box, die mit einem kleinen Solarpanel tagelang autark läuft.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Kompressorkühlung: hält die Temperatur auch bei 30 °C Außentemperatur zuverlässig und friert bis −20 °C
- Zwei getrennte Zonen im 58-l-Modell, Getränke kühl und Fleisch gefroren in einer Box
- Rund 7,4 W Durchschnittsverbrauch im Eco-Modus, ein 100-W-Solarpanel kann das an Sommertagen komplett decken
- Wechselbarer LFP-Akku mit Platz für einen zweiten, getauscht wird im laufenden Betrieb
- Vier Ladewege inklusive 12-V-Bordnetz, dazu USB-C-Ausgang mit 60 W für Handy und Laptop
Das spricht dagegen
- 31,4 Kilogramm und fast ein Meter Länge: Tragen ist Zweipersonensache, Räder helfen nur auf festem Boden
- Das XT-60-Solarkabel fehlt im Lieferumfang, der zweite Akku ebenso
- Solareingang nur 12 bis 30 V: große Balkonkraftwerk-Module und viele 200-W-Faltpanels passen nicht
- Widersprüchliche Laufzeitangaben: Die Amazon-Listung der 58-l-Box nennt die Werte des 40-l-Modells
- Die 40-l-Variante ist bei Amazon nur über einen Drittanbieter und teurer als die 58-l-Box gelistet
Häufige Fragen
Wie lange hält der Akku der Anker SOLIX EverFrost 2?
Laut Anker bei 4 °C Innentemperatur, 25 °C Umgebung und Eco-Modus bis zu 39 Stunden mit einem Akku und 78 Stunden, also rund 3,2 Tage, mit zwei Akkus in der 58-l-Box. Die 40-l-Box kommt auf 52 Stunden bzw. 4,3 Tage. Bei Hitze, häufigem Öffnen oder im Gefrierbetrieb sinken die Werte deutlich.
Kann ich die EverFrost 2 mit einem Solarpanel laden?
Ja, über den XT-60-Eingang mit bis zu 100 W bei 12 bis 30 V. Das passende Kabel gehört nicht zum Lieferumfang. Ein 100-W-Faltpanel liefert an einem sonnigen Sommertag grob 300 bis 450 Wh und deckt damit den Tagesbedarf von rund 180 Wh im Eco-Betrieb. Laut Anker muss zum Solarladen mindestens ein Akku eingesetzt sein.
Welches Solarpanel passt an die EverFrost 2?
Eines mit Leerlaufspannung zwischen 12 und 30 V und XT-60-Anschluss oder passendem Adapter. Typische 100-W-Faltpanels wie das Jackery SolarSaga 100 mit 24,8 V liegen im Fenster, brauchen aber einen Adapter auf XT-60. Das Anker PS200 mit 57,6 V und starre Balkonkraftwerk-Module mit 40 bis 50 V liegen darüber und dürfen nicht angeschlossen werden.
Wie viel Strom verbraucht die EverFrost 2?
Einen Leistungswert nennt Anker nicht. Aus der Laufzeit ergibt sich im Eco-Betrieb bei 4 °C ein Durchschnitt von rund 7,4 W in der 58-l-Box und rund 5,5 W in der 40-l-Box, am Tag also etwa 180 bzw. 130 Wh. Beim Herunterkühlen läuft der Kompressor dauerhaft, das Magazin anker-blog.de maß dabei rund 40 bis 45 W an der 40-l-Box.
Was ist der Unterschied zwischen EverFrost 2 58L und 40L?
Die 58-l-Box hat zwei getrennte Zonen, etwa eine zum Kühlen und eine zum Gefrieren, und ist mit 98,6 cm deutlich länger. Die 40-l-Box hat einen Innenraum, ist 74,9 cm lang und läuft mit einem Akku länger: 52 statt 39 Stunden. Temperaturbereich, Akku und Ladewege sind gleich.
Ist ein zweiter Akku im Lieferumfang?
Nein. Beide Größen kommen mit einem 288-Wh-Akku und haben Platz für einen zweiten. Die Angaben von 3,2 bzw. 4,3 Tagen gelten nur mit zwei Akkus. Der Zusatzakku ist als Zubehör erhältlich und lässt sich im Betrieb tauschen.
Kann ich die EverFrost 2 an einer Powerstation betreiben?
Ja, über den 12-V-Kfz-Eingang oder das Netzteil an einer 230-V-Steckdose der Powerstation. Eine Powerstation mit rund 1 kWh wie die Anker SOLIX C1000 Gen 2 verlängert die Laufzeit im Eco-Betrieb rechnerisch um etwa vier bis fünf Tage. Anker bietet die 58-l-Box auch im Paket mit der C2000 Gen 2 an.
Darf die EverFrost 2 im Regen stehen?
Die Box ist nach IPX3 gegen Sprühwasser geschützt, ein kurzer Schauer ist damit kein Problem. Für Dauerregen oder Pfützen ist sie nicht gemacht, und die Anschlüsse sollten trocken bleiben. Beim Solarladen steht die Box darum am besten im Schatten oder unter dem Vorzelt, während das Panel in der Sonne liegt.
Was kostet die Anker SOLIX EverFrost 2?
Die 58-l-Box kostet bei Amazon rund 699,99 Euro, verkauft von Anker SOLIX, bei einer UVP von 1.099,99 Euro. Die 40-l-Box ist bei Amazon nur über einen Drittanbieter für rund 749,99 Euro gelistet, ihre UVP liegt bei 899,99 Euro.