Mikrowechselrichter · EcoFlow

EcoFlow STREAM Mikrowechselrichter (800 W)

  • 800 VA Ausgangsleistung, per App auf 600 W drosselbar
  • 1.200 Wp Modulleistung über zwei unabhängige MPP-Tracker
  • WLAN und Bluetooth im Gehäuse, externe Antenne, kein Zusatzgerät nötig
  • IP67, lüfterlos unter 20 dB, Nachtverbrauch unter 50 mW
  • Rund 99 Euro inklusive AC- und DC-Kabel, also etwa 124 Euro je Kilowatt

ca. 98,99 €

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Rezension der solarkasten.de-Redaktion · Veröffentlicht am 30. August 2026

EcoFlow STREAM Mikrowechselrichter

Technische Daten

Nennausgangsleistung 800 VA
Einstellbar per App auf 600 W drosselbar
Max. PV-Eingangsleistung 2 × 600 W (1.200 Wp)
Anzahl MPP-Tracker 2 (unabhängig)
MPPT-Spannungsbereich 16–60 V
Startspannung 22 V laut Händler-Datenblatt (20 V in einer zweiten Listung)
Max. Eingangsspannung 60 V laut Händler-Datenblatt (65 V in einer zweiten Listung)
Max. Eingangsstrom 2 × 16 A
Kompatible Module 320 bis 600+ W
Nennspannung / Frequenz 230 V / 50 Hz, einphasig
AC-Spannungsbereich 183–276 V
Max. Ausgangsstrom 3,48 A
Ausgangswellenform reine Sinuswelle
Nachtverbrauch unter 50 mW
Kommunikation WLAN und Bluetooth eingebaut, externe Antenne
Überwachung EcoFlow App, auch offline per Bluetooth
Speicher-Anbindung AC-gekoppelt über STREAM AC Pro, Ultra oder Pro
Schutzart IP67
Kühlung passiv über Alu-Rippengehäuse, unter 20 dB
Betriebstemperatur -40 bis +65 °C
Abmessungen 252 × 180 × 35 mm
Gewicht 3,2 kg
Lieferumfang AC-Anschlusskabel, 4 × DC-Anschlusskabel
Garantie 10 Jahre laut Hersteller (15 Jahre in der Amazon-Detailtabelle)
Normen VDE-AR-N 4105, CE

Der PowerStream war ab 2023 der Wechselrichter, mit dem EcoFlow das Balkonkraftwerk für sich entdeckt hat. Seit 2025 steht die STREAM-Serie an seiner Stelle, und der STREAM Mikrowechselrichter ist darin das Gerät, das seine Rolle übernimmt. Rund 99 Euro, 800 VA, WLAN und Bluetooth im Gehäuse, Kabel im Karton. Grundlage dieser Einordnung sind die EcoFlow-Produktangaben, zwei Fachhandels-Datenblätter, die Amazon-Listung und der aktuelle Rechtsrahmen für Steckersolargeräte.

Was sich gegenüber dem PowerStream ändert

Die wichtigste Nachricht für PowerStream-Interessenten steht am Anfang, weil sie die Kaufentscheidung trägt: Der direkte Batterieanschluss ist weg.

Der PowerStream hatte neben den beiden PV-Eingängen einen eigenen Gleichstrom-Anschluss für EcoFlow-Powerstations. Wer eine DELTA 2 oder RIVER 2 im Haus hatte, hängte sie dort an und hatte damit einen Solarspeicher, ohne ein zweites Gerät zu kaufen. Genau dieser Anschluss fehlt dem STREAM Mikrowechselrichter. Er hat zwei PV-Eingänge und einen Netzausgang, mehr nicht.

Speicher bindet EcoFlow in der neuen Serie AC-gekoppelt ein, über STREAM AC Pro, STREAM Ultra oder STREAM Pro. Diese Geräte hängen an der Steckdose und arbeiten mit jedem Mikrowechselrichter zusammen, auch mit fremden. Technisch ist das der sauberere Weg, weil sich Erzeugung und Speicherung entkoppeln lassen. Für PowerStream-Besitzer mit vorhandener Powerstation ist es trotzdem ein Rückschritt, weil die Powerstation aus dem System herausfällt. Wie eine AC-Kopplung grundsätzlich funktioniert, erklärt der Ratgeber AC-Speicher am Balkonkraftwerk nachrüsten.

Verbessert hat sich im Gegenzug die Eingangsseite. Der PowerStream nahm zwei Module mit zusammen 800 Wp auf, der STREAM verkraftet 1.200 Wp. Das ist ein Drittel mehr Modulfläche an derselben Ausgangsleistung.

1.200 Wp an 800 VA: warum die Überbelegung Sinn ergibt

Zwei MPP-Tracker mit je 600 W stehen 800 VA Ausgangsleistung gegenüber, ein Verhältnis von 1,5 zu 1. Auf dem Papier sieht das nach verschenkter Leistung aus, in der Praxis ist es die wirtschaftlichere Auslegung.

Der Grund liegt in der Ertragskurve über den Tag. Module erreichen ihre Nennleistung nur bei senkrechter Einstrahlung, 25 °C Zelltemperatur und klarem Himmel, also an wenigen Stunden im Jahr. Den Rest der Zeit liefern sie 20 bis 60 Prozent davon. Mit 1.200 Wp am Dach steht die Anlage morgens früher, abends länger und an bedeckten Tagen überhaupt erst in dem Bereich, in dem der Wechselrichter effizient arbeitet. Gekappt wird nur in wenigen Sommerstunden, und diese Kappung kostet über ein Jahr im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Was der Nennwert eines Moduls überhaupt aussagt, erklärt der Ratgeber Watt Peak, die konkrete Ertragserwartung der Ratgeber Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk.

Rechtlich ist die Modulfläche seit Dezember 2025 an die Anschlussart gebunden. Die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 erlaubt am Haushaltsstecker bis 960 Wp, mit Energiesteckvorrichtung bis 2.000 Wp; die Wechselrichter-Scheinleistung bleibt in beiden Fällen bei 800 VA. Wer die vollen 1.200 Wp anschließen will, braucht also die Energiesteckvorrichtung. Der Unterschied zwischen den Anschlussarten steht im Ratgeber Schuko oder Wieland.

Der MPPT-Bereich ab 16 Volt

Das Regelfenster reicht von 16 bis 60 V, je Kanal sind 16 A Eingangsstrom zulässig. Der untere Wert ist die Zahl, an der sich Mikrowechselrichter unterscheiden.

Zum Einordnen: Der APsystems EZ1-M regelt zwischen 28 und 45 V, der Deye SUN-M80G4 zwischen 25 und 55 V. Der Hoymiles HMS-800W-2T nennt ebenfalls 16 V. Die Spannung eines Moduls sinkt bei schwachem Licht weniger stark als der Strom, sie bricht bei verschatteten Zellgruppen aber ein. Ein Regelfenster, das bis 16 V herunterreicht, hält den Tracker in diesen Momenten im Arbeitsbereich. Wie stark Verschattung durchschlägt, behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk im Schatten.

Ein Punkt zur Belegung: Die vier mitgelieferten DC-Kabel legen nahe, dass sich vier Module anschließen lassen. Zwei MPP-Tracker bleiben es trotzdem, bei vier Modulen laufen also jeweils zwei an einem gemeinsamen Regler. Für gleich ausgerichtete, verschattungsfreie Module ist das unkritisch. Wo Schatten wandert oder die Ausrichtung wechselt, sind zwei Module an zwei getrennten Trackern die bessere Wahl.

Funk ohne Zusatzgerät, dazu die Antenne

WLAN und Bluetooth stecken im Gehäuse, dazu kommt eine externe Antenne. Das ist mehr als eine Randnotiz: Der Wechselrichter hängt in der Regel hinter dem Modul am Balkongeländer oder am Ständer, also genau dort, wo der Empfang schlecht ist. Eine herausgeführte Antenne löst ein Problem, das bei Geräten mit Antenne im Metallgehäuse regelmäßig zu Verbindungsabbrüchen führt.

Bluetooth bringt einen zweiten praktischen Vorteil: Ertrag und Status bleiben ablesbar, auch wenn Router oder Internetverbindung ausfallen. Die Hoymiles-4T-Geräte brauchen für jede Auswertung eine separate DTU, die zusätzlich kostet und eine eigene Steckdose belegt. Beim STREAM ist die Auswertung im Preis enthalten. Warum die Messung überhaupt lohnt, zeigt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Ertrag messen.

Was die Datenblätter offenlassen

Hier gehört Ehrlichkeit ins Bild: Die öffentlich zugänglichen Angaben zum STREAM Mikrowechselrichter sind uneinheitlich.

Beim Wirkungsgrad nennen Händler-Datenblätter Werte zwischen 96,7 und 98 Prozent, dazu kursiert ein MPPT-Wirkungsgrad von 99,5 bis 99,9 Prozent, der gelegentlich als Gesamtwirkungsgrad ausgegeben wird. Ein europäischer Wirkungsgrad, der Teillastbetrieb gewichtet und damit näher am Alltag liegt, fehlt in allen zugänglichen Unterlagen. Praktisch bewegen sich aktuelle Mikrowechselrichter zwischen 95,5 und 97 Prozent, der Unterschied macht über ein Jahr wenige Kilowattstunden aus.

Bei der maximalen Eingangsspannung nennt ein Fachhändler 60 V, ein zweiter 65 V. Bei der Startspannung stehen 22 V gegen 20 V. Für die Auslegung gilt der jeweils konservativere Wert, also 60 V und 22 V. Bei der Garantie stehen zehn Jahre aus Herstellerangabe und Fachhandel gegen fünfzehn Jahre in der Amazon-Detailtabelle.

Sauber dokumentiert und unstrittig sind dagegen die Werte, die den Alltag bestimmen: 800 VA Ausgang, 1.200 Wp Eingang, 16 bis 60 V MPPT, 16 A je Kanal, IP67, Nachtverbrauch unter 50 mW, 3,2 kg bei 252 × 180 × 35 mm.

Der Preis und was tatsächlich im Karton liegt

Rund 99 Euro für 800 VA sind etwa 124 Euro je Kilowatt. Damit liegt das Gerät unter dem APsystems EZ1-M für rund 129 Euro und unter dem Hoymiles HMS-800W-2T für rund 109 Euro.

Entscheidend ist dabei der Lieferumfang. Die Amazon-Listung führt neben dem Gerät ein AC-Anschlusskabel und vier DC-Anschlusskabel auf. Bei vielen Wettbewerbern kostet allein das AC-Kabel zwischen 20 und 40 Euro extra, die MC4-Verlängerungen kommen obendrauf. Wer den Preisvergleich fair ziehen will, muss diese Posten mitrechnen; dann verschiebt sich das Bild zugunsten des STREAM deutlich.

Der Nachtverbrauch von unter 50 mW summiert sich über 4.000 Nachtstunden auf weniger als eine halbe Kilowattstunde im Jahr, also unter 20 Cent. Dieser Posten, den ältere Geräte gelegentlich mit mehreren Watt belasten, fällt hier weg. Was bei einem Defekt zu tun ist, steht im Ratgeber Wechselrichter defekt.

Alternativen im Vergleich

ModellLeistungPV-EingangMPPTMPPT-BereichKommunikationPreisBewertung
STREAM Mikrowechselrichter800 VA1.200 Wp216–60 VWLAN + Bluetoothca. 99 €4,1
Hoymiles HMS-800W-2T800 VAk. A.216–60 VWLAN eingebautca. 109 €4,5
Deye SUN-M80G4-EU-Q0800 VAk. A.225–55 VWLAN eingebautca. 89 €4,2
APsystems EZ1-M 800W800 VAk. A.228–45 VWLAN + Bluetoothca. 129 €4,3

Alle vier bleiben innerhalb der 800-VA-Grenze und damit im vereinfachten Anmeldeverfahren. Der STREAM punktet mit der höchsten dokumentierten Eingangsleistung, dem mitgelieferten Kabelsatz und der externen Antenne. Der HMS-800W-2T liegt bei den Datenblatt-Angaben vorn: Hoymiles dokumentiert Wirkungsgrad, Nachtverbrauch und Grenzwerte vollständig, EcoFlow lässt hier Lücken. Der Deye ist der günstigste, hat aber das engste Regelfenster.

Wer den Speicher von Anfang an mitplant, sollte den Systemgedanken mitentscheiden lassen: In der STREAM-Serie greifen Wechselrichter und Speicher über eine App ineinander, bei einer Kombination aus fremdem Wechselrichter und Zendure- oder Anker-Speicher sind es zwei Systeme. Welche Speichergröße überhaupt passt, klärt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher: wie groß.

Für wen sich das Gerät lohnt

Passend ist der STREAM Mikrowechselrichter für neue Balkonkraftwerke mit zwei großen Modulen, für alle, die ihre Anlage ohne Zusatzkäufe anschlussfertig haben wollen, und für Einsteiger, die eine App ohne Zusatzhardware erwarten. Wer später einen Speicher plant und dabei bei EcoFlow bleiben will, kauft hier den passenden Startpunkt.

Weniger passend ist er für PowerStream-Besitzer mit vorhandener EcoFlow-Powerstation. Der Gleichstrom-Anschluss, der diese Kombination möglich machte, existiert im Nachfolger nicht mehr. Und wer Wert auf lückenlos dokumentierte Datenblattwerte legt, findet bei Hoymiles die sauberere Unterlage.

Fazit

Der STREAM Mikrowechselrichter ist ein starkes Einstiegsgerät: 800 VA, 1.200 Wp Eingang, WLAN und Bluetooth im Gehäuse, externe Antenne, Kabel im Karton, IP67, rund 99 Euro. Für ein neues Balkonkraftwerk mit zwei Modulen gibt es wenig, das dieses Paket zu diesem Preis schlägt.

Zwei Punkte gehören in die Entscheidung. Wer vom PowerStream kommt und eine EcoFlow-Powerstation als Speicher nutzt, verliert genau diese Funktion; Speicher laufen in der STREAM-Serie AC-gekoppelt über eigene Geräte. Und die öffentliche Datenlage ist lückenhafter als bei Hoymiles, von Wirkungsgrad über Eingangsspannung bis zur Garantiedauer widersprechen sich die Quellen. Wer diese beiden Punkte einordnen kann, bekommt für rund 99 Euro einen der aktuell stimmigsten 800-VA-Wechselrichter.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • WLAN und Bluetooth stecken im Gehäuse, dazu eine externe Antenne für stabilen Empfang am Balkongeländer: kein Zusatzgerät, keine Extrakosten, App-Anbindung ab Werk
  • AC- und DC-Kabel liegen bei, die Anlage ist ohne Zukauf anschlussfertig; bei vielen Wettbewerbern kostet allein das AC-Kabel 20 bis 40 Euro extra
  • 1.200 Wp Modulleistung an 800 VA ergeben eine Überbelegung von 1,5 zu 1, die den Wechselrichter über den Tag deutlich länger im oberen Lastbereich hält
  • Der MPPT-Bereich ab 16 V liegt tiefer als bei den meisten Wettbewerbern und nutzt Dämmerung und trübe Tage besser aus
  • Mit rund 99 Euro für 800 VA inklusive Kabel gehört das Gerät zu den günstigsten Markengeräten seiner Klasse
  • Der Nachtverbrauch unter 50 mW summiert sich über ein Jahr auf weniger als eine halbe Kilowattstunde

Das spricht dagegen

  • Der direkte Batterie-Anschluss des PowerStream fehlt: EcoFlow-Powerstations der DELTA- und RIVER-Reihe lassen sich nicht mehr per Gleichstrom aus dem Wechselrichter laden, Speicher kommen nur noch AC-gekoppelt über die STREAM-Geräte dazu
  • Die Angaben zur Garantie gehen auseinander, Hersteller und Fachhandel nennen zehn Jahre, die Amazon-Detailtabelle fünfzehn
  • Auch bei maximaler Eingangsspannung und Startspannung widersprechen sich die Händler-Datenblätter (60 gegenüber 65 V, 22 gegenüber 20 V), EcoFlow weist die Werte öffentlich nicht einheitlich aus
  • Der Spitzenwirkungsgrad wird je nach Quelle mit 96,7 bis 98 Prozent angegeben; ein belastbarer europäischer Wirkungsgrad fehlt in allen zugänglichen Unterlagen
  • Zwei MPP-Tracker teilen sich vier Modulanschlüsse, bei Belegung mit vier Modulen laufen also jeweils zwei an einem gemeinsamen Regler

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 5,0
MPPT & Verschattung 4,0
Kommunikation & Auswertung 4,5
Verarbeitung & Garantie 4,0
Speicher-Anbindung 3,0

Gesamtwertung: 4,1 / 5

Häufige Fragen

Ist der EcoFlow STREAM Mikrowechselrichter der Nachfolger des PowerStream?

Ja. Der PowerStream kam 2023 als EcoFlows erster Balkon-Mikrowechselrichter, seit 2025 führt EcoFlow die STREAM-Serie als Nachfolgegeneration. Der STREAM Mikrowechselrichter übernimmt die Rolle des PowerStream: 800 VA Ausgangsleistung, zwei MPP-Tracker, App-Steuerung. Bei Amazon.de ist der PowerStream inzwischen vergriffen, der STREAM ist regulär lieferbar.

Kann der STREAM Mikrowechselrichter eine EcoFlow Powerstation laden?

Über Gleichstrom nicht mehr. Genau das war das Alleinstellungsmerkmal des PowerStream: Er hatte einen eigenen Batterieanschluss, an dem DELTA- und RIVER-Powerstations hingen. Der STREAM Mikrowechselrichter hat nur PV-Eingänge und einen Netzausgang. Speicher werden in der STREAM-Serie AC-gekoppelt eingebunden, über STREAM AC Pro, STREAM Ultra oder STREAM Pro.

Wie viel Solarleistung verträgt der STREAM Mikrowechselrichter?

Zwei MPP-Tracker mit je 600 W ergeben 1.200 Wp Modulleistung. Der Arbeitsbereich liegt bei 16 bis 60 V, je Kanal sind 16 A Eingangsstrom zulässig. Kompatibel sind Module von 320 bis über 600 W. Zwei Module à 600 Wp füllen das Gerät damit vollständig aus.

Warum darf ich 1.200 Wp an einen 800-VA-Wechselrichter hängen?

Weil Module ihre Nennleistung nur unter Laborbedingungen erreichen. Im Jahresmittel liefern sie deutlich weniger, sodass der Wechselrichter selten in die Begrenzung läuft. Die Überbelegung von 1,5 zu 1 hält ihn morgens, abends und an trüben Tagen länger im wirkungsvollen Lastbereich. Seit Dezember 2025 gilt dazu die Produktnorm DIN VDE V 0126-95, die die zulässige Modulleistung an die Anschlussart koppelt: am Haushaltsstecker bis 960 Wp, mit Energiesteckvorrichtung bis 2.000 Wp.

Brauche ich für den STREAM Mikrowechselrichter ein Zusatzgerät für die App?

Nein. WLAN und Bluetooth sind eingebaut, dazu kommt eine externe Antenne für stabilen Empfang. Die EcoFlow App verbindet sich wahlweise über den Router oder direkt per Bluetooth, sodass Ertrag und Status auch ohne Internetverbindung ablesbar bleiben. Eine separate Datenübertragungseinheit wie bei den Hoymiles-4T-Geräten entfällt.

Lässt sich der STREAM Mikrowechselrichter auf 600 Watt drosseln?

Ja, die Ausgangsleistung ist über die App auf 600 W begrenzbar. Für Deutschland ist das seit der Anhebung auf 800 VA nur noch in Sonderfällen nötig, etwa wenn der Netzbetreiber eine niedrigere Einspeiseleistung vorgibt oder mehrere Erzeuger an einem Zähler hängen. Die Werkseinstellung von 800 VA passt zum vereinfachten Steckersolar-Verfahren.

Ist der STREAM Mikrowechselrichter wetterfest genug für den Außenbereich?

Ja. Die Schutzart IP67 bedeutet staubdicht und gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt, der Betriebsbereich reicht von -40 bis +65 °C. Gekühlt wird passiv über ein geripptes Aluminiumgehäuse, ein Lüfter als Verschleißteil fehlt. Der Geräuschpegel liegt laut Hersteller unter 20 dB und damit unter dem Rauschen eines ruhigen Zimmers.

Was liegt beim EcoFlow STREAM Mikrowechselrichter im Karton?

Laut Amazon-Listung das Gerät selbst, ein AC-Anschlusskabel für die Steckdose und vier DC-Anschlusskabel für die Module. Damit ist die Anlage ohne Zukauf anschlussfertig. Bei vielen Wettbewerbern kostet allein das AC-Kabel zwischen 20 und 40 Euro extra, was den Preisvergleich merklich verschiebt.

Wie viel Ertrag bringt der STREAM Mikrowechselrichter im Jahr?

Bei voller Belegung mit 1.200 Wp und einem spezifischen Ertrag von 900 bis 1.000 kWh je kWp liegen in Deutschland rund 1.080 bis 1.200 kWh im Jahr drin. Die 800-VA-Begrenzung kappt dabei nur wenige Spitzenstunden im Sommer, über das Jahr macht das im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus. Ausrichtung, Neigung und Verschattung verschieben das Ergebnis stärker.

Wie lange gibt EcoFlow Garantie auf den STREAM Mikrowechselrichter?

Hersteller und Fachhandel nennen zehn Jahre. Die Detailtabelle der Amazon-Listung führt dagegen fünfzehn Jahre, auch für die Ersatzteilverfügbarkeit. Verlässlich ist die Herstellerangabe von zehn Jahren; wer die längere Frist geltend machen will, sollte sich die Zusage vor dem Kauf schriftlich geben lassen.

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