Balkonkraftwerk-Speicher · Zendure

Zendure SolarFlow 800 Plus (Balkonkraftwerk-Speicher)

  • 1,92 kWh mit eingebautem 800-W-Wechselrichter in einem Gehäuse
  • MPPT arbeitet ab 14 V, damit liefert die Anlage früher am Morgen
  • 2 MPPT-Kanäle mit je 750 W für zwei unabhängige Modulstränge
  • 21,1 kg und 39 cm Kantenlänge, deutlich kompakter als der 800 Pro
  • Erweiterbar auf 11,52 kWh über vorhandene AB-Akkus

Preise: Stand 05.10.2026, Amazon 04:10 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der solarkasten.de-Redaktion · Veröffentlicht am 26. August 2026

Zendure SolarFlow 800 Plus

Technische Daten

Speicherkapazität 1.920 Wh brutto (nutzbar rund 1.600 Wh)
Zellchemie LiFePO4
Nennspannung 48 V DC
Akku-Typ AB2000L mit Gel-Brandunterdrückung
Erweiterbar auf bis 11,52 kWh (bis zu 5 Zusatzakkus AB1000/S, AB2000/S/X/L)
Ladezyklen bis 6.000
MPPT-Kanäle 2
Max. PV-Eingang je Kanal 750 W
Max. Solareingang 1.500 W (Herstellerangabe)
Startspannung ab 14 V DC
Spannung für volle 750 W je Kanal 42,5 V DC
Max. PV-Eingangsstrom je Kanal 18 A
Max. Einspeiseleistung (netzgekoppelt) 800 W
AC-Eingangsleistung 1.000 W
Max. Ladeleistung 1.200 W
Notstrom-Ausgang keiner
Regelgenauigkeit 1 W ab 30 W Last, Reaktion unter 3 Sekunden
Wirkungsgrad PV zu Batterie bis 96 %
Schutzart IP65
Betriebstemperatur -20 bis 55 °C, Akkuheizung mit 75 W unter 0 °C
Maße (L × B × H) 393 × 236 × 242 mm
Gewicht 21,1 kg
Gehäuse Aluminium mit Kühlkörper
Konnektivität WLAN, Bluetooth, 3 m Anschlusskabel
Smart Meter Shelly, Ecotracker, Zendure D0
Steuerung Zendure-App mit HEMS, bis zu 6 Haupteinheiten koppelbar

Ein Speicher mit eingebautem Wechselrichter für unter 450 Euro war bis vor Kurzem kaum zu haben. Der SolarFlow 800 Plus bringt 1,92 kWh und die komplette Einspeisetechnik in einem Gehäuse mit 21,1 kg unter und unterbietet damit den eigenen Bruder aus der Pro-Reihe deutlich. Was Zendure dafür weggelassen hat, lohnt einen genauen Blick. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben von Zendure, die Händler-Listungen und veröffentlichte Messwerte aus Fachtests.

All-in-One: was das im Alltag ändert

Speicher und 800-W-Wechselrichter sitzen in einem Gehäuse. Die Module gehen über zwei MC4-Paare direkt ins Gerät, der Netzanschluss läuft über ein 3 m langes Kabel in die Steckdose. Ein separater Mikrowechselrichter entfällt damit vollständig.

Diese Bauform hat zwei praktische Folgen. Der Aufbau besteht aus einem Gerät statt aus zwei, was Verkabelung und Montage vereinfacht. Und die Regelung läuft intern: Der Wechselrichter kennt den Ladestand des Akkus direkt und muss ihn nicht über Umwege erschließen. Wer dagegen einen vorhandenen Mikrowechselrichter weiterbetreiben will, fährt mit einem reinen Gleichstromspeicher wie dem Growatt NOAH 2000 günstiger. Welche Nachrüstwege es grundsätzlich gibt, behandelt der Ratgeber AC-Speicher am Balkonkraftwerk nachrüsten.

Zwei MPPT-Kanäle und die Sache mit den 1.500 Watt

Zendure nennt zwei MPPT-Kanäle mit je 750 W. In der Summe ergibt das 1.500 W, und genau so steht es auch in den Händler-Listungen.

An dieser Stelle gehen die Quellen auseinander. Veröffentlichte Messungen aus Fachtests kommen bei gleichzeitiger Belastung beider Eingänge auf rund 1.300 W Gesamtaufnahme. Die 750 W je Kanal stimmen also einzeln, der summierte Wert wird im Parallelbetrieb nicht voll erreicht. Für den typischen Aufbau mit zwei Modulen zwischen 400 und 500 Wp spielt das keine Rolle, weil 1.000 Wp Modulleistung ohnehin unter der Grenze bleiben. Wer vier Module mit zusammen 1.800 Wp anschließen will, sollte den Unterschied einkalkulieren.

Ein zweiter Wert aus dem Datenblatt gehört dazu: Für die vollen 750 W braucht ein Strang 42,5 V. Zwei parallel geschaltete Module mit je etwa 34 V Arbeitsspannung erreichen diese Spannung nicht, sie liefern stattdessen mehr Strom bei niedrigerer Spannung. Die 18 A je Kanal setzen dort die Grenze.

Die Startspannung von 14 V

Dieser Wert ist das stärkste Argument des Geräts und steht in kaum einer Produktbeschreibung an prominenter Stelle. Ein MPPT-Regler beginnt erst zu arbeiten, wenn der angeschlossene Strang eine Mindestspannung liefert. Übliche Geräte brauchen dafür rund 18 V.

Der Regler des SolarFlow 800 Plus startet bei 14 V. Die Spannung eines Solarmoduls hängt weit weniger von der Einstrahlung ab als der Strom, sie bricht aber bei sehr schwachem Licht trotzdem ein. Genau in diesem Bereich liegen die Minuten nach Sonnenaufgang, die letzte Stunde vor Sonnenuntergang und stark bedeckte Wintertage. Der Ertrag pro Stunde ist dort gering, über das Jahr summieren sich diese Randzeiten aber spürbar. Wie sich der Ertrag über die Jahreszeiten verteilt, zeigt der Ratgeber Photovoltaik im Winter.

Zur Genauigkeit dieses Werts: Zendure gibt 14 V an, ein veröffentlichter Fachtest nennt 15 V. Der Unterschied bewegt sich im Bereich weniger Minuten Ertragszeit pro Tag.

Brutto und netto: 1.920 gegen 1.600 Wattstunden

Zendure weist beim 800 Plus die Bruttokapazität von 1.920 Wh aus, nutzbar sind davon rund 1.600 Wh. Der Rest bleibt als Puffer im Akku und verlängert die Lebensdauer der Zellen, weil vollständige Tiefentladung LiFePO4-Zellen stärker altern lässt.

Für die Planung zählt der nutzbare Wert. Kühlschrank, Router, Standby-Verbraucher und etwas Licht summieren sich in vielen Haushalten auf 100 bis 200 W. Bei 150 W trägt eine Ladung rechnerisch rund elf Stunden und deckt damit die Nacht ab. Ein Waschgang mit Aufheizen zieht allein 0,5 bis 1 kWh und verkürzt das deutlich. Ob diese Größe zum eigenen Verbrauchsprofil passt, lässt sich mit der Rechnung aus dem Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher: wie groß? durchgehen.

Kein Notstrom: die deutlichste Sparmaßnahme

Eine Off-Grid-Steckdose gibt es bei diesem Modell nicht. Das Gerät arbeitet netzgekoppelt und schaltet bei einem Stromausfall aus Sicherheitsgründen ab. Die gespeicherte Energie steht dann nicht zur Verfügung.

Diese Auslegung ist bei Balkonspeichern verbreitet und hat einen technischen Grund: Ein Notstrom-Ausgang braucht zusätzliche Elektronik zur Netztrennung, damit im Störungsfall keine Spannung ins Netz zurückgeht. Der SolarFlow 800 Pro 2 liefert dafür 1.000 VA am Off-Grid-Ausgang und kostet rund 190 Euro mehr. Wenn Kühlschrank und Router bei einem Stromausfall weiterlaufen sollen, ist das der Aufpreis wert. Für den reinen Eigenverbrauchsbetrieb ändert das Fehlen nichts.

Sechs Betriebsmodi und die Regelgenauigkeit

Die App bietet sechs Betriebsarten: einen KI-gestützten Modus mit siebentägiger Anlernphase, einen Automatikmodus, den Smart-Meter-Betrieb, die Steuerung über Smart Plugs, einen festen Grundlastmodus und eine Steuerung nach Stromtarif.

Der Smart-Meter-Modus ist der wirkungsvollste davon. Ein Messgerät am Hausanschluss meldet den aktuellen Bezug, und das Gerät regelt seine Abgabe in 1-W-Schritten ab 30 W Last mit einer Reaktionszeit unter drei Sekunden nach. Kompatibel sind Shelly-Geräte, der Ecotracker und das Zendure-eigene D0-Modul. Damit lässt sich die Abgabe eng an den tatsächlichen Verbrauch legen. Was hinter diesem Prinzip steckt, erklärt der Ratgeber Nulleinspeisung: was ist das?.

Über das HEMS lassen sich bis zu sechs Haupteinheiten koppeln. Der Stromtarif-Modus wird interessant, sobald ein dynamischer Vertrag dahintersteht, wie im Ratgeber Batteriespeicher und dynamischer Stromtarif durchgerechnet.

800 Watt fest: der unterschätzte Vorteil

Der netzgekoppelte Ausgang ist auf 800 W ausgelegt, und das entspricht exakt der deutschen Grenze für Steckersolargeräte. Was zunächst nach einer Beschränkung aussieht, ist bei der Anmeldung ein Vorteil.

Bei Wechselrichtern, deren Leistung sich per App oder Schalter verstellen lässt, zählt für die vereinfachte Einordnung die höchste wählbare Leistung. Geräte, die sich auf 1.200 W oder mehr hochschalten lassen, fallen aus dem Steckersolar-Verfahren heraus, auch wenn sie gerade auf 800 VA stehen. Diese Frage stellt sich hier gar nicht erst. Was bei der Anmeldung eines Speichers zu beachten ist, behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher nachrüsten und anmelden.

Gehäuse, Winter und Aufstellort

Mit 393 × 236 × 242 mm und 21,1 kg ist das Gerät 4,8 kg leichter und rund ein Drittel kompakter als der 800 Pro. Das Gehäuse besteht aus Aluminium mit Kühlkörper, IP65 schützt gegen Staub und Strahlwasser, der Betriebsbereich reicht von -20 bis 55 °C.

Für den Winter ist die Akkuheizung der entscheidende Punkt: Unterhalb von 0 °C schaltet sie sich mit 75 W zu und hält die Zellen ladefähig. LiFePO4-Zellen dürfen unter dem Gefrierpunkt nicht geladen werden, ohne Heizung steht ein Speicher an Frosttagen also still. Die 75 W gehen dabei vom Ertrag ab, was an kalten, trüben Tagen spürbar wird. Wie sich Balkonspeicher im Winter verhalten, behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher im Winter, die Standortfrage der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher draußen aufstellen.

Ein Detail für die Montageplanung: Die MC4-Anschlüsse sitzen starr im Gehäuse statt an einem herausgeführten Kabel. Auf engen Balkonen schränkt das die Verlegerichtung ein und verlangt etwas mehr Platz hinter dem Gerät.

Wirtschaftlichkeit

Zendure nennt bis zu 6.000 Ladezyklen für die LiFePO4-Zellen. Bei einem vollen Zyklus pro Tag entsprechen 6.000 Zyklen gut 16 Jahre. Die Garantiedauer weist der Hersteller für dieses Modell nicht offen aus, danach lohnt die Nachfrage vor dem Kauf.

Für die Amortisation zählt der tatsächlich gespeicherte Strom. Wer im Jahresmittel 1,3 kWh täglich aus dem Speicher zieht, spart bei einem Arbeitspreis von 35 Cent rund 166 Euro im Jahr. Bei einem Kaufpreis um 449 Euro liegt die Amortisation damit bei nicht ganz drei Jahren. Die kombinierten Lade- und Entladeverluste von rund 16 % sind in dieser Rechnung noch nicht abgezogen und verschieben sie um einige Monate. Im Winter fällt der Beitrag geringer aus. Wie sich die Ersparnis übers Jahr verteilt, zeigt der Ratgeber Wie viel spart ein Balkonkraftwerk?

Alternativen im Vergleich

ModellKapazitätSolareingangNotstromPreis
Zendure SolarFlow 800 Plus1,92 kWh1.500 W, 2 MPPTkeinerca. 449,00 €
Zendure SolarFlow 800 Pro 21,92 kWh2.640 W, 4 MPPT1.000 VAca. 639,90 €
Marstek Venus A2,12 kWh4 MPPTvorhandenca. 489,00 €

Für wen sich das Gerät lohnt

Der SolarFlow 800 Plus passt zu Aufbauten mit zwei Modulen an einem Balkon mit freier oder gleichmäßiger Ausrichtung. Dort spielt er seine Stärken voll aus: niedriger Einstiegspreis, Startspannung ab 14 V, feine Regelung über einen Smart Meter und ein Gehäuse, das eine Person allein aufstellt. Wer später aufstocken will, greift auf die bestehende AB-Akkureihe zurück.

Wer vier Module unabhängig regeln will, bei einem Stromausfall Strom braucht oder über 1.300 W Modulleistung gleichzeitig einspeist, findet im 800 Pro 2 die passendere Auslegung. Auch für den Nachrüstfall an eine Anlage mit vorhandenem Mikrowechselrichter gibt es günstigere Bauformen.

Fazit

Der Zendure SolarFlow 800 Plus bringt einen kompletten Balkonspeicher mit eingebautem 800-W-Wechselrichter für unter 450 Euro. Die Startspannung von 14 V verlängert den Ertragstag an beiden Enden, die Regelung in 1-W-Schritten holt viel aus einem Smart Meter heraus, und mit 21,1 kg bleibt das Gerät handhabbar. IP65, Betrieb bis -20 °C mit Akkuheizung und bis zu 6.000 Zyklen runden das ab.

Die Sparmaßnahmen sind klar erkennbar und ehrlich verteilt: kein Notstrom, zwei statt vier MPPT-Kanäle, eine Gesamtaufnahme, die den summierten Kanalwert im Parallelbetrieb nicht ganz erreicht, und eine als Brutto angegebene Kapazität. Wer diese vier Punkte für seinen Aufbau abhaken kann, bekommt hier den günstigsten Weg zu einem vollständigen Balkonspeicher.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Speicher und 800-W-Wechselrichter in einem Gerät für unter 450 Euro, das ist derzeit einer der niedrigsten Einstiegspreise für einen All-in-One-Balkonspeicher
  • Der Arbeitsbereich beginnt bei 14 V statt der sonst üblichen 18 V, damit setzt die Erzeugung früher am Morgen und später am Abend ein
  • Der netzgekoppelte Ausgang ist fest auf 800 W ausgelegt und bleibt damit im vereinfachten Verfahren für Steckersolargeräte
  • 21,1 kg bei 39 cm Kantenlänge, das Gerät ist 4,8 kg leichter und deutlich kompakter als der 800 Pro
  • Erweiterung auf 11,52 kWh über die vorhandene AB-Akkureihe, ein Wechsel des Systems ist dafür nicht nötig
  • Sechs Betriebsmodi vom Grundlastbetrieb bis zur Stromtarif-Steuerung, dazu Smart-Meter-Anbindung über Shelly, Ecotracker oder das Zendure-Messgerät

Das spricht dagegen

  • Es gibt keine Notstrom-Steckdose, bei Netzausfall bleibt die gespeicherte Energie unerreichbar
  • Die beiden MPPT-Kanäle liefern je 750 W, bei gleichzeitiger Belastung nennen Messungen aus Fachtests jedoch rund 1.300 W statt der summierten 1.500 W
  • Die nutzbare Kapazität liegt bei rund 1.600 Wh, weil Zendure hier die Bruttokapazität von 1.920 Wh angibt
  • Die MC4-Anschlüsse sitzen starr im Gehäuse statt an einem herausgeführten Kabel, was die Verlegung am Balkon einschränkt
  • Zwei MPPT-Kanäle bedeuten bei vier Modulen geteilte Regelung, hier ist der 800 Pro 2 mit vier Kanälen im Vorteil
  • Die Garantiedauer weist Zendure für dieses Modell nicht offen aus

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 5,0
Speicher & Erweiterbarkeit 4,5
Solareingang & Verschattung 4,0
Ausstattung & Steuerung 3,0
Wetterfestigkeit & Langlebigkeit 4,5

Gesamtwertung: 4,2 / 5

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen SolarFlow 800 Plus und 800 Pro?

Die Kapazität ist mit 1,92 kWh identisch. Der 800 Plus hat zwei MPPT-Kanäle statt vier, einen kleineren Solareingang und keine Notstrom-Steckdose. Dafür ist er 4,8 kg leichter, rund ein Drittel kompakter und deutlich günstiger. Beide speisen mit maximal 800 W ein.

Braucht der Zendure SolarFlow 800 Plus einen eigenen Wechselrichter?

Nein. Der 800-W-Wechselrichter ist eingebaut, Speicher und Einspeisung sitzen in einem Gehäuse. Die Solarmodule werden direkt an das Gerät angeschlossen, der Netzanschluss läuft über das mitgelieferte 3-m-Kabel in eine Steckdose.

Wie viel Solarleistung verträgt der SolarFlow 800 Plus?

Zendure nennt zwei MPPT-Kanäle mit je 750 W, zusammen also 1.500 W. Je Kanal sind 18 A Eingangsstrom zulässig, für die vollen 750 W braucht ein Strang 42,5 V. Messungen aus Fachtests kommen bei gleichzeitiger Belastung beider Eingänge auf rund 1.300 W Gesamtaufnahme.

Hat der SolarFlow 800 Plus eine Notstromfunktion?

Nein, eine Off-Grid-Steckdose gibt es bei diesem Modell nicht. Das Gerät ist auf den netzgekoppelten Betrieb ausgelegt. Bei einem Stromausfall schaltet es aus Sicherheitsgründen ab, die gespeicherte Energie steht dann nicht zur Verfügung. Wer Notstrom braucht, findet ihn beim 800 Pro 2 mit 1.000 VA.

Wie viel Kapazität kann ich tatsächlich nutzen?

Zendure gibt 1.920 Wh als Bruttokapazität an, nutzbar sind davon rund 1.600 Wh. Der Rest bleibt als Reserve im Akku, was die Lebensdauer der Zellen verlängert. Bei der Planung solltest du mit dem nutzbaren Wert rechnen.

Was bringt die Startspannung von 14 V?

Ein MPPT-Regler beginnt erst zu arbeiten, wenn der Modulstrang eine Mindestspannung liefert. Übliche Geräte starten bei rund 18 V, dieser Regler bereits bei 14 V. Praktisch bedeutet das Ertrag in der Dämmerung, an trüben Tagen und bei teilverschatteten Modulen, wo andere Systeme noch stillstehen.

Auf wie viel Kapazität lässt sich der SolarFlow 800 Plus erweitern?

Zendure nennt bis zu 11,52 kWh über maximal fünf Zusatzakkus. Kompatibel sind die Modelle AB1000, AB1000S, AB2000, AB2000S, AB2000X und AB2000L. Wer bereits Akkus aus einem älteren SolarFlow-Aufbau besitzt, kann sie weiterverwenden.

Darf der SolarFlow 800 Plus draußen stehen?

Ja. Zendure gibt IP65 an, das Gehäuse ist gegen Staub und Strahlwasser geschützt, der Betriebsbereich reicht von -20 bis 55 °C. Unter 0 °C schaltet sich eine Akkuheizung mit 75 W zu. Ein schattiger, trockener Platz verlängert trotzdem die Lebensdauer der Zellen.

Muss ich den SolarFlow 800 Plus auf 800 Watt begrenzen?

Nein, der netzgekoppelte Ausgang ist ab Werk auf 800 W ausgelegt und damit genau auf die deutsche Grenze für Steckersolargeräte. Anders als bei Geräten mit freischaltbarer Leistung über 800 VA stellt sich die Frage nach dem Anmeldeverfahren hier nicht.

Wie genau regelt der SolarFlow 800 Plus die Abgabe?

Zendure nennt eine Regelung in 1-W-Schritten ab 30 W Last bei einer Reaktionszeit unter drei Sekunden. In Verbindung mit einem Smart Meter am Hausanschluss lässt sich die Abgabe damit eng an den tatsächlichen Verbrauch anlegen, sodass wenig Strom unvergütet ins Netz geht.

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