All-in-One-Batteriespeicher · EcoFlow

EcoFlow STREAM Ultra (All-in-One-Speicher)

  • 1,92 kWh mit Wechselrichter und vier Solareingängen in einem Gehäuse
  • Vier unabhängige MPP-Tracker mit zusammen 2.000 W, das Maximum der Serie
  • Zwei AC-Steckdosen für den Inselbetrieb, bis 2.300 W Geräteleistung
  • Netzeinspeisung fest bei 800 W, damit bleibt das vereinfachte Verfahren offen
  • 23,1 kg und unter 30 dB Betriebsgeräusch, auch für den Innenraum geeignet

Preise: Stand 05.10.2026, Amazon 04:10 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

Affiliate-Links sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet.

Rezension der solarkasten.de-Redaktion · Veröffentlicht am 31. August 2026

EcoFlow STREAM Ultra

Technische Daten

Speicherkapazität 1,92 kWh (LFP)
Erweiterbar auf bis 11,52 kWh (max. 6 Einheiten)
Anzahl MPP-Tracker 4 (unabhängig)
PV-Eingangsleistung 2.000 W (4 × 500 W)
Netzeinspeisung 800 W
AC-Ausgang (Inselbetrieb) 1.200 W
Max. Geräteleistung 2.300 W (10 A)
AC-Ladeeingang 1.050 W (10 A)
Ladezyklen 6.000
Batterie-Selbstheizung aktiviert unter 5 °C
Kommunikation WLAN, Bluetooth
Schutzart IP65
Betriebstemperatur -20 bis +55 °C
Betriebsgeräusch unter 30 dB
Abmessungen 284 × 255 × 458 mm
Gewicht 23,1 kg
Garantie 10 Jahre
Serie STREAM Max (2 MPPT), Pro (3 MPPT), Ultra (4 MPPT), Ultra X (4 MPPT, 3,84 kWh)

1,92 Kilowattstunden, vier eigene MPP-Tracker und zwei Steckdosen für den Inselbetrieb, zusammen für rund 559 Euro: Der STREAM Ultra ist das Einstiegsmodell der EcoFlow-Serie mit voller Solarausstattung. Grundlage dieser Einordnung sind das EcoFlow-Datenblatt, die Händler-Listung und der aktuelle Rechtsrahmen für Steckersolargeräte.

Die Serie sortiert sich nach Solareingängen

EcoFlow staffelt die STREAM-Reihe anders als die meisten Wettbewerber. Die Modelle unterscheiden sich in der Zahl der Solareingänge, während die Kapazität gleich bleibt. Der STREAM Max hat 2 MPP-Tracker mit zusammen 1.000 W, der Pro 3 mit 1.500 W und der Ultra 4 mit 2.000 W. Alle drei tragen dieselben 1,92 kWh im Gehäuse. Darüber steht der STREAM Ultra X mit denselben vier Trackern und der doppelten Kapazität, daneben stehen die AC-Modelle ohne Solareingang für die reine Nachrüstung.

Der Ultra ist damit das Modell für alle, die vier Module anschließen wollen und mit knapp 2 kWh Speicher auskommen. Wer nur zwei Module hat, spart mit dem Max Geld, das er in der MPPT-Ausstattung ohnehin nicht bräuchte.

Vier Tracker in der 1,9-kWh-Klasse

In dieser Größenklasse sind zwei MPP-Tracker der Normalfall. Der Zendure SolarFlow 800 Plus hat zwei, die Anker Solarbank 2 E1600 AC gar keinen eigenen Solareingang. Vier getrennte Regler sind hier die Ausnahme.

Der Nutzen zeigt sich, sobald die Module unterschiedlich stehen. Jeder Tracker sucht für sein Modul den Punkt der höchsten Leistung. Hängen zwei Module an einem gemeinsamen Regler, gibt das schwächere den Arbeitspunkt vor. Bei einer Ostfassade plus zwei Südmodulen plus einem verschatteten Modul am Garagendach summiert sich dieser Unterschied über das Jahr spürbar auf, wie der Ratgeber Balkonkraftwerk im Schatten ausführt.

Die Grenze liegt bei 500 W je Eingang. Module der Balkonklasse mit 430 bis 500 Wp passen genau, größere Module aus der Dachwelt laufen an sonnigen Mittagen ins Limit. Was die Nennleistung überhaupt bedeutet, erklärt der Ratgeber Watt Peak.

800 Watt fest: der rechtliche Rahmen

Die Netzeinspeisung liegt bei 800 W, eine höhere Stufe sieht das Gerät nicht vor. Damit bleibt der STREAM Ultra im vereinfachten Verfahren nach Paragraf 8 Absatz 5a EEG: Eintrag im Marktstammdatenregister, keine Zustimmung des Netzbetreibers vor Inbetriebnahme, kein Elektrikertermin. Diese Eigenschaft teilen längst nicht alle Speicher, denn Geräte mit freischaltbaren 1.200 oder 2.400 W fallen aus diesem Verfahren heraus. Für die Einordnung zählt die höchste wählbare Stufe.

Auf der Modulseite gilt seit Dezember 2025 die Produktnorm DIN VDE V 0126-95. Sie erlaubt am Haushaltsstecker bis 960 Wp und mit einer Energiesteckvorrichtung bis 2.000 Wp. Wer alle vier Eingänge mit 500-W-Modulen belegt, landet an der oberen Grenze und sollte die Anschlussart entsprechend wählen, wie der Ratgeber Schuko oder Wieland erläutert.

1,92 kWh im Alltag

Bei einer Grundlast von 150 W, wie sie Kühlschrank, Router, Heizungspumpe und Standby-Verbraucher zusammen erzeugen, reicht die Ladung rechnerisch rund zwölf Stunden. Damit kommt ein sparsamer Haushalt über die Nacht.

Sobald Kochen, Waschen oder ein Abend vor dem Fernseher dazukommen, sieht die Rechnung anders aus. Ein Zwei-Personen-Haushalt zieht zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang typischerweise 3 bis 4 kWh, und dann ist der Speicher gegen zwei Uhr nachts leer. Im Winter kommt hinzu, dass die Ladung tagsüber oft gar nicht zustande kommt: 2 kWp Module liefern im Dezember an vielen Tagen unter 1 kWh, wie der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher im Winter zeigt.

Welche Größe zum eigenen Verbrauch passt, rechnet der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher: wie groß durch.

Erweiterung über Geräte statt über Akkumodule

Wächst der Bedarf, koppelt EcoFlow bis zu sechs Einheiten der Serie zu einem System mit rund 11,52 kWh. Der Unterschied zu Systemen wie dem Marstek Jupiter C Plus oder der Anker-Solarbank-Reihe liegt in der Bauart der Erweiterung: Dort kommen reine Akkumodule dazu, hier jeweils ein vollständiges Gerät mit eigener Elektronik.

Das kostet mehr je Kilowattstunde und bringt zugleich Redundanz. Fällt eine Einheit aus, arbeiten die anderen weiter, und die Solareingänge wachsen mit. Wer von vornherein mehr Kapazität will, fährt mit dem STREAM Ultra X günstiger: 999 Euro für 3,84 kWh ergeben rund 260 Euro je Kilowattstunde, beim Ultra sind es 291 Euro.

Zwei Steckdosen und ein leises Gehäuse

Der Ultra hat zwei AC-Steckdosen mit zusammen 1.200 W Dauerleistung, unterstützt werden Verbraucher bis 2.300 W bei 10 A. Damit versorgt der Speicher ein Gartenhaus mit Licht und Kühlschrank oder hält bei einem Stromausfall die wichtigsten Geräte am Laufen. Die Umschaltzeit gibt EcoFlow nicht an, für unterbrechungsfreien Betrieb empfindlicher Elektronik fehlt damit der Nachweis.

Zwei Werte machen die Aufstellung flexibel: 23,1 kg lassen sich von einer Person tragen, und unter 30 dB Betriebsgeräusch entsprechen einem ruhigen Schlafzimmer. Der Speicher darf also in die Wohnung, während der doppelt so große Ultra X mit 38,8 kg eher an seinem Platz bleibt. Draußen ist er mit IP65 und einer Selbstheizung ab 5 °C ebenfalls zu Hause.

Was im Datenblatt fehlt

Wie bei der gesamten Serie lässt EcoFlow den Round-Trip-Wirkungsgrad und den Standby-Verbrauch offen. Bei einem Gerät, das Gleichstrom speichert und als Wechselstrom abgibt, liegen die Wandlungsverluste üblicherweise zwischen 4 und 10 Prozent. Bei 700 kWh Durchsatz im Jahr macht die Spanne rund 40 kWh aus. Wer den tatsächlichen Ertrag prüfen will, findet die Messwege im Ratgeber Balkonkraftwerk-Ertrag messen.

Alternativen im Vergleich

ModellKapazitätMPPTSolareingangEinspeisungPreisBewertung
STREAM Ultra1,92 kWh42.000 W800 Wca. 559 €4,3
EcoFlow STREAM Ultra X3,84 kWh42.000 W800 Wca. 999 €4,4
Zendure SolarFlow 800 Pro 21,92 kWh42.640 W800 Wca. 639,90 €4,5
Marstek Jupiter C Plus2,56 kWh42.400 W800 VAca. 529 €4,4

Der direkte Wettbewerb ist der Zendure SolarFlow 800 Pro 2: gleiche Kapazität, vier MPPT mit sogar 2.640 W Solareingang, dafür rund 80 Euro teurer. Der Jupiter C Plus zeigt die Preisspanne der Klasse: 30 Euro weniger für ein Drittel mehr Kapazität, dafür ohne Steckdose für den Inselbetrieb.

Für wen sich das Gerät lohnt

Passend ist der STREAM Ultra für Haushalte mit drei bis vier Modulen, die tagsüber wenig zu Hause sind und den Abend aus dem Speicher fahren wollen. Der zweite Fall sind Anlagen mit gemischter Ausrichtung, bei denen die vier Tracker ihren Vorteil ausspielen. Und der dritte sind Mieter, die ein Gerät suchen, das sich beim Umzug tragen lässt.

Weniger passend ist er, wenn die Nacht vollständig abgedeckt werden soll. Dort führt der Weg zum Ultra X oder zu einem Speicher mit Akkuerweiterung, weil beides die Kilowattstunde günstiger macht.

Fazit

Der STREAM Ultra bringt vier MPP-Tracker in eine Klasse, in der sonst zwei üblich sind, und bleibt mit fest eingestellten 800 W Netzeinspeisung im vereinfachten Anmeldeverfahren. Zwei Steckdosen für den Inselbetrieb, IP65, Selbstheizung und ein Betriebsgeräusch unter 30 dB machen ihn flexibel in der Aufstellung, und mit 23,1 kg trägt ihn eine Person allein.

Zwei Punkte gehören vor den Kauf. 1,92 kWh sind für einen Haushalt mit normalem Abendverbrauch knapp bemessen, und auf die Kilowattstunde gerechnet ist der Ultra teurer als der Ultra X. Wer vier Module hat, aber mehr Speicher braucht, sollte deshalb gleich zur größeren Variante greifen.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Vier getrennte MPP-Tracker in der 1,9-kWh-Klasse sind ungewöhnlich, die meisten Wettbewerber in dieser Größe kommen mit zwei aus
  • Die Netzeinspeisung liegt fest bei 800 W ohne höhere Stufe, damit bleibt das vereinfachte Verfahren für Steckersolargeräte anwendbar
  • Zwei AC-Steckdosen machen den Speicher unabhängig vom Hausnetz nutzbar, etwa im Gartenhaus oder bei Stromausfall
  • Mit 23,1 kg lässt sich das Gerät von einer Person tragen und bei Bedarf umstellen, der größere Ultra X wiegt 38,8 kg
  • Selbstheizung ab 5 °C und IP65 erlauben den Betrieb im Freien über den Winter
  • Unter 30 dB Betriebsgeräusch machen die Aufstellung im Wohnbereich möglich

Das spricht dagegen

  • 1,92 kWh reichen im Winter selten über die Nacht, ein Zwei-Personen-Haushalt zieht in dieser Zeit 3 bis 4 kWh
  • Jeder MPPT nimmt nur 500 W, moderne Module mit 550 bis 650 Wp geben ihre Spitzenleistung an diesen Eingängen nicht ab
  • Auf die Kapazität gerechnet liegt der Preis bei rund 291 Euro je Kilowattstunde und damit über dem Ultra X mit rund 260 Euro
  • Die Erweiterung läuft über zusätzliche Geräte der Serie statt über reine Akkumodule, das bringt Redundanz und kostet mehr
  • Die Umschaltzeit auf Inselbetrieb weist EcoFlow nicht aus, für unterbrechungsfreie Versorgung fehlt damit die entscheidende Zahl
  • Round-Trip-Wirkungsgrad und Standby-Verbrauch stehen nicht im Datenblatt

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 4,0
Solareingang & MPPT 4,5
Inselbetrieb & Notstrom 4,0
Verarbeitung & Garantie 4,5
Eignung am Balkon 4,5

Gesamtwertung: 4,3 / 5

Häufige Fragen

Wie groß ist der Speicher im EcoFlow STREAM Ultra?

Das Gerät bringt 1,92 kWh mit, verbaut sind LFP-Zellen mit 6.000 Ladezyklen. Im Verbund aus bis zu sechs Einheiten der STREAM-Serie wächst das System auf rund 11,52 kWh. Wer mehr Kapazität in einem Gehäuse will, greift zum STREAM Ultra X mit 3,84 kWh.

Was unterscheidet den STREAM Ultra vom STREAM Pro und Max?

Die Zahl der Solareingänge. Der Max hat zwei MPP-Tracker mit zusammen 1.000 W, der Pro drei mit 1.500 W und der Ultra vier mit 2.000 W. Kapazität, Netzeinspeisung, Schutzart und Garantie sind bei allen dreien gleich. Der Ultra ist damit das Modell für vier Module oder für Anlagen mit gemischter Ausrichtung.

Lohnt sich der Aufpreis zum STREAM Ultra X?

Der Ultra X kostet rund 440 Euro mehr und bietet dafür die doppelte Kapazität sowie eine höhere Ladeleistung von bis zu 1.500 W über PV. Auf die Kilowattstunde gerechnet ist er mit etwa 260 Euro günstiger als der Ultra mit 291 Euro. Wer die Kapazität braucht, fährt mit dem Ultra X besser, wer 1,92 kWh ausreichend findet, spart mit dem Ultra.

Wie viele Module kann ich am STREAM Ultra anschließen?

Vier, jeweils eines je MPP-Tracker. Jeder Eingang nimmt maximal 500 W auf, in Summe sind das 2.000 W Modulleistung. Module über 500 Wp lassen sich anschließen, sie geben an diesem Eingang jedoch nicht ihre volle Leistung ab.

Muss ich den STREAM Ultra beim Netzbetreiber anmelden?

Die Netzeinspeisung ist fest auf 800 W begrenzt, eine höhere Stufe gibt es nicht. Damit greift das vereinfachte Verfahren nach Paragraf 8 Absatz 5a EEG: Der Eintrag im Marktstammdatenregister genügt, eine Zustimmung des Netzbetreibers vor Inbetriebnahme entfällt. Für die Modulleistung gilt zusätzlich die Produktnorm DIN VDE V 0126-95.

Kann ich Geräte direkt am STREAM Ultra anschließen?

Ja, das Gerät hat zwei AC-Steckdosen für den Inselbetrieb mit zusammen 1.200 W Dauerleistung, unterstützt werden Verbraucher bis 2.300 W bei 10 A. Damit versorgt der Speicher ein Gartenhaus, eine Werkstatt oder bei einem Stromausfall die wichtigsten Geräte im Haushalt.

Wie lange reichen 1,92 kWh?

Bei einer Grundlast von 150 W aus Kühlschrank, Router und Standby sind das rechnerisch rund 12 Stunden. Kommen Kochen, Waschen oder Fernsehen dazu, sinkt die Zeit deutlich. Ein Zwei-Personen-Haushalt zieht zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang typischerweise 3 bis 4 kWh, die Nacht wird also nicht vollständig abgedeckt.

Funktioniert der Speicher bei Frost?

Der Betriebsbereich reicht von -20 bis +55 °C, unter 5 °C schaltet sich eine Selbstheizung zu. LFP-Zellen dürfen unter dem Gefrierpunkt nicht geladen werden, ohne diese Heizung stünde der Speicher an Frosttagen still. Die Heizung selbst verbraucht Energie, ein wettergeschützter Platz bleibt die bessere Wahl.

Was kostet der EcoFlow STREAM Ultra?

Der Straßenpreis liegt bei rund 559 Euro, ausgewiesen mit 0 Prozent Umsatzsteuer für Privatkunden nach Paragraf 12 Absatz 3 UStG. Darin enthalten sind Speicher, Wechselrichter und vier MPPT-Eingänge, also alles außer den Modulen.

Kann ich den STREAM Ultra mit einem vorhandenen Balkonkraftwerk kombinieren?

Ja. Neben den vier eigenen Solareingängen bindet das Gerät auch einen bestehenden Mikrowechselrichter AC-seitig ein. In Händler-Listungen taucht diese Summe als 2.800 W Solareingang auf, gemeint sind 2.000 W über die MPPT-Eingänge plus 800 W über den angeschlossenen Wechselrichter.

Passende Ratgeber zum Thema