Balkonkraftwerk-Speicher · Growatt

Growatt NOAH 2000 (Balkonkraftwerk-Speicher)

  • 2.048 Wh LiFePO4, durch Stapeln auf 8.192 Wh erweiterbar
  • 2 MPPT mit zusammen 1.800 W, je 26 A Eingangsstrom
  • Reiner DC-Speicher, der Wechselrichter bleibt der vorhandene
  • 800 W Batterieausgang, exakt auf die Steckersolar-Grenze ausgelegt
  • IP66, Heizfunktion und über 6.000 Ladezyklen bei 10 Jahren Garantie

Preise: Stand 05.10.2026, Amazon 04:10 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der solarkasten.de-Redaktion · Veröffentlicht am 26. August 2026

Growatt NOAH 2000

Technische Daten

Speicherkapazität 2.048 Wh (2,048 kWh)
Zellchemie LiFePO4
Nennspannung 51,2 V DC
Erweiterbar auf bis 8.192 Wh (bis zu 4 gestapelte Module)
Ladezyklen über 6.000
Garantie 10 Jahre
MPPT-Kanäle 2
Max. Solareingang 1.800 W
Empfohlene Modulleistung 2 × 900 W
MPPT-Spannungsbereich 16–60 V DC
Max. PV-Eingangsspannung 60 V DC
Max. PV-Eingangsstrom 26 A + 26 A
Max. Batterieausgang 800 W
Max. Ladeleistung 2.000 W
Max. Ladestrom 40 A
MPPT-Wirkungsgrad bis 99 %
Eigener Wechselrichter keiner, separater Mikrowechselrichter nötig
Schutzart IP66
Betriebstemperatur -20 bis 45 °C, Kaltstart per Heizfunktion
Maße (B × T × H) 406 × 235 × 270 mm
Gewicht rund 24 kg
Konnektivität WLAN, Bluetooth
Steuerung ShinePhone-App, Shelly-Anbindung

Die meisten Balkonspeicher dieser Preisklasse bringen ihren Wechselrichter gleich mit. Der NOAH 2000 geht einen anderen Weg: Er speichert 2.048 Wh und überlässt die Einspeisung dem Gerät, das an deinem Balkon ohnehin schon hängt. Für alle, die eine laufende Anlage nachrüsten wollen, ändert das die Rechnung deutlich. Grundlage dieser Einordnung sind das Growatt-Datenblatt, die Händler-Listungen und die technische Auslegung des Geräts.

Ein Speicher ohne eigenen Wechselrichter

Der wichtigste Punkt steht in keiner Werbezeile prominent: Der NOAH 2000 speist selbst nichts ins Hausnetz ein. Er sitzt als reiner Gleichstromspeicher zwischen den Solarmodulen und einem Mikrowechselrichter. Die Module gehen in den Speicher, der Speicher gibt an den Wechselrichter ab, und erst dieser macht daraus die 230 V für die Steckdose.

Growatt gibt dafür eine Liste freigegebener Geräte an. Sie umfasst die eigenen Modelle NEO 800M-X, 1000M-X und 2000M-X, dazu den Hoymiles HMS-800W-2T, den HM-600 und den HMS-2000-4T sowie von Deye den SUN-M80G4-EU-Q0, den SUN1000G3-EU-230 und den SUN1600G3-EU-230.

Daraus folgt die eigentliche Zielgruppe. Wer bereits ein Balkonkraftwerk mit einem dieser Wechselrichter betreibt, kauft hier nur den fehlenden Teil und zahlt unter 400 Euro. Wer bei null anfängt, muss 70 bis 130 Euro für den Wechselrichter einplanen und landet in der Summe dort, wo auch All-in-One-Geräte liegen. Wie sich ein Speicher grundsätzlich in eine bestehende Anlage einfügt, behandelt der Ratgeber Solarspeicher nachrüsten.

26 Ampere je Kanal: der unterschätzte Wert

Zwei MPPT-Kanäle nehmen zusammen 1.800 W auf, empfohlen werden 2 × 900 W. Interessanter als die Wattzahl ist der zulässige Strom: 26 A je Kanal.

Moderne Solarmodule sind in den letzten Jahren beim Strom deutlich gewachsen. Ein 500-Wp-Modul mit halbierten Zellen kommt schnell auf 14 bis 16 A Kurzschlussstrom, große bifaziale Module liegen darüber. Speicher und Wechselrichter mit 13 oder 18 A Eingangsgrenze regeln solche Module in den Mittagsstunden ab, und dieser Verlust taucht in keiner Ertragsprognose auf. Mit 26 A bleibt hier reichlich Reserve, auch wenn zwei Module parallel an einem Kanal hängen. Warum sich Modulströme überhaupt addieren, erklärt der Ratgeber bifaziale Solarmodule.

Der Arbeitsbereich beginnt bei 16 V und endet bei 60 V. Die untere Grenze liegt damit über den 14 V mancher Mitbewerber, was in der Dämmerung und bei starker Bewölkung ein paar Minuten Ertrag kostet. Die obere Grenze von 60 V bedeutet, dass Module nur parallel und nie in Reihe angeschlossen werden dürfen.

Zwei Kanäle, vier Module

Die Freigabe für bis zu vier Module trifft auf zwei MPPT-Regler. Zwei Module teilen sich also jeweils einen Kanal und werden gemeinsam geregelt.

Ein MPPT-Regler sucht für seinen Strang den ertragreichsten Arbeitspunkt. Hängen zwei Module daran, gibt das schwächere den Takt vor. Fällt der Schatten einer Dachgaube am Nachmittag auf ein Modul, zieht es das zweite mit nach unten. Bei gleicher Ausrichtung und freiem Himmel spielt das keine Rolle, bei Balkonen mit Geländerstäben oder wandernden Schatten schon. Wie stark Teilverschattung durchschlägt, behandelt der Ratgeber zum Balkonkraftwerk im Schatten.

Wer Module in unterschiedliche Richtungen hängen will, sollte je Kanal eine Ausrichtung wählen. Ost und West auf getrennten Reglern funktionieren gut, Ost und West gemischt an einem Kanal kosten Ertrag.

800 Watt Ausgang: bewusst gewählt, nicht gespart

Der Batterieausgang liefert maximal 800 W. Das wirkt gegenüber Geräten mit 1.200 oder 2.400 W knapp, ist hier aber die passende Auslegung.

Im vereinfachten Verfahren für Steckersolargeräte sind in Deutschland 800 VA Einspeiseleistung zulässig. Alles darüber landet in einem anderen Anmeldeverfahren. Bei Wechselrichtern mit verstellbarer Leistung zählt dabei die höchste wählbare Stufe, auch wenn gerade 800 VA eingestellt sind. Geräte, die sich auf 1.200 W oder mehr hochschalten lassen, fallen damit aus dem einfachen Weg heraus. Beim NOAH 2000 stellt sich diese Frage nicht, weil die Hardware bei 800 W endet. Was bei der Anmeldung eines nachgerüsteten Speichers zu beachten ist, behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher nachrüsten und anmelden.

Praktisch bedeutet der Wert: Der Speicher gibt seine Energie über viele Stunden verteilt ab. 2.048 Wh bei 800 W wären in gut zweieinhalb Stunden leer, sinnvoll ist die Abgabe im Bereich der Grundlast.

2,048 kWh in Alltagsgrößen

Kühlschrank, Router, Standby-Verbraucher und etwas Licht summieren sich in vielen Haushalten auf 100 bis 200 W. Bei 150 W trägt eine volle Ladung rechnerisch rund 13 Stunden und deckt damit die Nacht ab. Ein Waschgang mit Aufheizen zieht allein 0,5 bis 1 kWh, ein Backofen kommt in einer Stunde auf 1 bis 2 kWh.

Die Rolle des Geräts ist damit klar umrissen: Es überbrückt die dunklen Stunden und fängt kleine Verbraucher ab. Zieht dein Haushalt nachts konstant über 250 W, gehört die Erweiterung von Anfang an in die Rechnung. Ob 2 kWh zum eigenen Verbrauchsprofil passen, lässt sich mit der Rechnung aus dem Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher: wie groß? durchgehen.

Erweiterung durch Stapeln

Bis zu vier Einheiten lassen sich übereinandersetzen, womit die Kapazität auf 8.192 Wh wächst. Das unterscheidet den NOAH 2000 von Systemen mit reinen Erweiterungsakkus: Jede Einheit bringt ihre eigene Elektronik mit, also auch zusätzliche MPPT-Kanäle und Eingangsleistung.

Der Preis dafür ist das Gewicht. Vier gestapelte Module wiegen rund 96 kg und brauchen einen tragfähigen, ebenen Untergrund. Für einen Balkon ist das eine ernsthafte Planungsfrage, im Kellerraum oder in der Garage spielt es kaum eine Rolle. Für den Einstieg gilt: Zwei Einheiten mit 4.096 Wh decken bereits einen normalen Zweipersonenhaushalt über die Nacht ab.

Ladeleistung und Wirkungsgrad

Mit 2.000 W Ladeleistung und 40 A Ladestrom nimmt der Speicher mehr auf, als die Module überhaupt liefern können. Die 1.800 W maximaler Solareingang bilden also die eigentliche Grenze, ein Ladestau entsteht nicht. Growatt gibt den MPPT-Wirkungsgrad mit bis zu 99 % an.

Diese Reserve zahlt sich beim Stapeln aus. Vier Einheiten nehmen zusammen deutlich mehr Modulleistung auf, und jede Einheit lädt ihren eigenen Akku über die eigene Elektronik. Der Aufbau skaliert damit sauber mit.

Nulleinspeisung braucht Zusatztechnik

Der Speicher kennt seinen eigenen Ladestand und die Modulleistung, den Verbrauch im Haus sieht er ohne Hilfe nicht. Für eine Regelung, die genau so viel abgibt wie gerade gebraucht wird, braucht es eine Messstelle am Hausanschluss.

Growatt unterstützt dafür die Anbindung von Shelly-Geräten, dazu kommt die Steuerung über die ShinePhone-App. Der Speicher regelt seine Abgabe dann nach dem gemeldeten Bezug. Ohne diese Messung gibt er nach einem festen Muster ab, und der Überschuss geht unvergütet ins Netz. Was hinter dem Prinzip steckt, erklärt der Ratgeber Nulleinspeisung: was ist das?, die Umsetzung mit offener Software behandelt Nulleinspeisung mit Home Assistant.

Aufstellort, Wetter und Winter

IP66 liegt eine Stufe über dem verbreiteten IP65 und schützt zusätzlich gegen starkes Strahlwasser. Der Betriebsbereich reicht von -20 bis 45 °C, eine integrierte Heizung sorgt dafür, dass der Akku auch bei Frost startfähig bleibt.

Die obere Grenze von 45 °C ist der schwächere Wert. Geräte mit Freigabe bis 55 °C haben an heißen Sommertagen in der prallen Sonne mehr Luft, bis sie ihre Leistung drosseln. Ein schattiger, trockener Platz ist hier also mehr als eine Empfehlung. Zum Gewicht gehen die Quellen leicht auseinander: Das Händler-Datenblatt nennt rund 24 kg, die Amazon-Listung weist 22,5 kg für die Batterie aus. Welche Plätze sich bewähren, behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher draußen aufstellen, das Verhalten in der kalten Jahreszeit der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher im Winter.

Wirtschaftlichkeit

Growatt nennt über 6.000 Ladezyklen bei 10 Jahren Garantie. Bei einem vollen Zyklus pro Tag entsprechen 6.000 Zyklen gut 16 Jahre.

Für die Amortisation zählt der tatsächlich gespeicherte Strom. Wer im Jahresmittel 1,5 kWh täglich aus dem Speicher zieht, spart bei einem Arbeitspreis von 35 Cent rund 192 Euro im Jahr. Bei einem Kaufpreis um 388 Euro liegt die Amortisation damit bei etwa zwei Jahren, und selbst mit einem zusätzlich gekauften Wechselrichter bleibt sie unter drei Jahren. Im Winter fällt der Beitrag geringer aus. Wie sich die Ersparnis übers Jahr verteilt, zeigt der Ratgeber Wie viel spart ein Balkonkraftwerk?

Alternativen im Vergleich

ModellKapazitätSolareingangWechselrichterPreis
Growatt NOAH 20002,048 kWh1.800 W, 2 MPPTseparat nötigca. 388,00 €
Marstek B2500-D2,24 kWh1.600 W, 2 MPPTseparat nötigca. 319,00 €
Zendure SolarFlow 800 Plus1,92 kWh1.500 W, 2 MPPTeingebaut, 800 Wca. 449,00 €

Für wen sich das Gerät lohnt

Der NOAH 2000 passt zu allen, die ein laufendes Balkonkraftwerk mit einem freigegebenen Mikrowechselrichter betreiben und den Speicher nachrüsten wollen. In dieser Konstellation ist er einer der günstigsten Wege zu 2 kWh, und die 26 A je Kanal geben auch großen Modulen Raum. Wer später aufstocken will, bekommt mit dem Stapelprinzip zusätzliche Eingangsleistung dazu.

Für einen Neuaufbau ohne vorhandene Technik verschiebt sich das Bild, weil der Wechselrichter dazugerechnet werden muss. Wer eine Notstrom-Steckdose braucht, vier Module unabhängig regeln will oder ein Gerät sucht, das im Sommer bis 55 °C durchhält, findet passendere Bauformen.

Fazit

Der Growatt NOAH 2000 ist ein konsequent gebauter Nachrüst-Speicher. 2.048 Wh für unter 400 Euro, 26 A Eingangsstrom je Kanal, IP66 mit Heizfunktion und über 6.000 Zyklen bei 10 Jahren Garantie ergeben ein Paket, das in seinem Anwendungsfall schwer zu schlagen ist. Der auf 800 W begrenzte Ausgang hält das Gerät sauber im vereinfachten Verfahren für Steckersolargeräte.

Die Einschränkungen ergeben sich aus derselben Bauform. Ohne passenden Mikrowechselrichter läuft nichts, eine Notstrom-Steckdose gibt es nicht, und zwei MPPT-Kanäle für vier Module bedeuten geteilte Regelung. Wer diese Punkte für seinen Aufbau abhaken kann, bekommt hier den derzeit günstigsten Weg zu zwei Kilowattstunden am Balkon.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • 2.048 Wh für unter 400 Euro, das sind rund 19 Cent je Wattstunde und einer der niedrigsten Werte im Balkonspeicher-Segment
  • Je 26 A Eingangsstrom pro MPPT-Kanal, damit passen auch moderne Module mit über 20 A Kurzschlussstrom ohne Abregelung
  • Die Herstellerfreigabe deckt Mikrowechselrichter von Growatt, Hoymiles und Deye ab, ein vorhandenes Balkonkraftwerk lässt sich also weiterbetreiben
  • Bis zu vier Module lassen sich stapeln, das ergibt 8.192 Wh ohne zusätzliche Elektronik
  • IP66 liegt eine Stufe über dem verbreiteten IP65, die Heizfunktion hält den Akku im Winter startfähig
  • 2.000 W Ladeleistung nehmen den Ertrag auch bei voller Modulbestückung ohne Stau auf

Das spricht dagegen

  • Ein eigener Wechselrichter fehlt, ohne passendes Gerät bleibt der Speicher ohne Funktion und der Anschaffungspreis liegt real 70 bis 130 Euro höher
  • Keine Notstrom-Steckdose, bei Netzausfall steht die gespeicherte Energie nicht zur Verfügung
  • Der Betriebsbereich endet bei 45 °C und damit früher als bei Geräten, die bis 55 °C freigegeben sind
  • Zwei MPPT-Kanäle für bis zu vier Module bedeuten, dass sich jeweils zwei Module einen Regler teilen
  • Für echte Nulleinspeisung braucht es zusätzlich einen Smart Meter oder ein Shelly-Gerät

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 4,5
Speicher & Erweiterbarkeit 4,0
Solareingang & Verschattung 4,0
Ausstattung & Steuerung 3,5
Wetterfestigkeit & Langlebigkeit 4,5

Gesamtwertung: 4,1 / 5

Häufige Fragen

Braucht der Growatt NOAH 2000 einen eigenen Wechselrichter?

Ja. Der NOAH 2000 ist ein reiner Gleichstromspeicher ohne eigene Netzeinspeisung. Er sitzt zwischen den Solarmodulen und einem Mikrowechselrichter, der den gespeicherten Strom ins Hausnetz bringt. Growatt gibt dafür unter anderem den eigenen NEO 800M-X, den Hoymiles HMS-800W-2T und den Deye SUN-M80G4-EU-Q0 frei.

Wie viel Solarleistung verträgt der Growatt NOAH 2000?

Laut Datenblatt sind es 1.800 W über zwei MPPT-Kanäle, empfohlen werden 2 × 900 W. Der Arbeitsbereich liegt bei 16 bis 60 V, die maximale Eingangsspannung bei 60 V. Je Kanal sind 26 A zulässig, insgesamt lassen sich bis zu vier Module anschließen.

Auf wie viel Kapazität lässt sich der NOAH 2000 erweitern?

Bis zu vier Einheiten lassen sich stapeln, das ergibt 8.192 Wh. Die Module werden übereinandergesetzt und über die integrierten Kontakte verbunden. Jede weitere Einheit bringt volle 2.048 Wh mit, weil es sich um komplette Speicher und keine reinen Erweiterungsakkus handelt.

Wie lange reichen 2,048 kWh im Haushalt?

Bei einer nächtlichen Grundlast von 150 W aus Kühlschrank, Router und Standby-Geräten trägt eine volle Ladung rechnerisch rund 13 Stunden und deckt damit die Nacht ab. Ein Waschgang mit Aufheizen zieht allein 0,5 bis 1 kWh und verkürzt das deutlich.

Warum liegt der Batterieausgang bei nur 800 Watt?

Der Wert ist auf die deutsche Grenze für Steckersolargeräte abgestimmt. Mehr als 800 VA dürfen im vereinfachten Verfahren ohnehin nicht ins Netz gehen, weshalb ein höherer Ausgang keinen zusätzlichen Nutzen brächte. Der Speicher gibt seine Energie über den Tagesverlauf verteilt ab statt in kurzen Spitzen.

Darf der Growatt NOAH 2000 draußen stehen?

Ja, Growatt gibt IP66 an. Das Gehäuse ist staubdicht und gegen starkes Strahlwasser geschützt, eine Stufe über dem verbreiteten IP65. Der Betriebsbereich reicht von -20 bis 45 °C, eine integrierte Heizung hält den Akku im Winter startfähig. Ein schattiger Platz verlängert trotzdem die Lebensdauer der Zellen.

Funktioniert der NOAH 2000 mit meinem vorhandenen Balkonkraftwerk?

Wenn dein Mikrowechselrichter auf der Freigabeliste steht, ja. Growatt nennt die eigenen NEO-Modelle sowie Geräte von Hoymiles und Deye. Die Module werden vom Wechselrichter abgeklemmt und stattdessen an den Speicher geführt, der Wechselrichter hängt danach am Batterieausgang.

Wie erreiche ich mit dem NOAH 2000 eine Nulleinspeisung?

Der Speicher allein weiß nichts über den Hausverbrauch. Dafür braucht es einen Smart Meter oder ein Shelly-Messgerät am Hausanschluss, das den aktuellen Bezug meldet. Die ShinePhone-App regelt die Abgabe dann so, dass möglichst wenig Strom ins Netz fließt.

Muss der Growatt NOAH 2000 im Marktstammdatenregister angemeldet werden?

Die Solaranlage selbst wird im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert, der Speicher dort als eigene Einheit. Weil ein Speicher im System ist, kommt laut Bundeswirtschaftsministerium die Anmeldung beim Netzbetreiber dazu. Bis 800 VA geht das seit März 2026 mit dem vereinfachten Formular F.1.2 der VDE-AR-N 4105, ohne Elektriker.

Was kostet der Growatt NOAH 2000 im Vergleich zu All-in-One-Speichern?

Der reine Speicherpreis liegt deutlich unter dem von Geräten mit eingebautem Wechselrichter. Rechnet man einen Mikrowechselrichter für 70 bis 130 Euro dazu, landet die Kombination in etwa auf dem Niveau eines All-in-One-Geräts. Der Vorteil entsteht dort, wo ein passender Wechselrichter bereits vorhanden ist.

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