Mikrowechselrichter · Hoymiles

Hoymiles HiFlow 800 Pro (Mikrowechselrichter)

  • Zwei unabhängige MPP-Tracker mit 16 bis 60 V Regelbereich
  • WLAN und Bluetooth im Gerät, kein DTU-Stick und keine Steckdose nötig
  • 96,70 % Spitzenwirkungsgrad, 99,80 % MPPT-Wirkungsgrad laut Datenblatt
  • Flex-S3-Stecksystem mit 5-m-Schuko-Kabel im Lieferumfang
  • 12 Jahre Herstellergarantie, IP67, lüfterlos von -40 bis +65 °C

Preise: Stand 05.10.2026, Amazon 04:10 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der solarkasten.de-Redaktion · Veröffentlicht am 9. September 2026

Hoymiles HiFlow 800 Pro

Technische Daten

Modellcode HMS-800-2WB
Serie HiFlow Pro
Anzahl MPP-Tracker 2 (unabhängig)
Eingänge je MPPT 1
Übliche Modulleistung 320 bis 540+ W je Eingang
MPPT-Spannungsbereich 16–60 V
Min. / max. Startspannung 22 V / 60 V
Max. Eingangsspannung 65 V
Max. Eingangsstrom 2 × 14 A
Nennausgangsleistung 800 VA
Nennausgangsstrom 3,48 A
Nennspannung / Bereich 230 V / 180–275 V
Nennfrequenz / Bereich 50 Hz / 45–55 Hz
Max. Wirkungsgrad 96,70 %
MPPT-Wirkungsgrad 99,80 %
Kommunikation WLAN und Bluetooth integriert
Überwachung S-Miles Home App, Cloud- und Lokalbetrieb
AC-Steckverbinder Flex-S3-Feldstecker, 5 m Kabel auf Schuko
Abschaltverhalten Spannungsabfall auf ≤ 34 V binnen 1 Sekunde beim Trennen
Schutzart IP67 (Außenbereich)
Kühlung natürliche Konvektion, ohne Lüfter
Betriebstemperatur -40 bis +65 °C
Maße (B × H × T) 261 × 180 × 35,1 mm
Gewicht 3,2 kg
Garantie 12 Jahre
Normen (Auswahl) VDE-AR-N 4105, ETSI EN 303 645 (Cybersicherheit)

Rund 106 Euro, zwei MPP-Tracker und ein Funkmodul, das WLAN und Bluetooth gleichzeitig mitbringt: Der HiFlow 800 Pro ist Hoymiles’ aktuelle Antwort auf die 800-VA-Klasse und trägt intern den Code HMS-800-2WB. Grundlage dieser Einordnung sind das Hoymiles-Datenblatt, die Händler-Listungen und der direkte Vergleich mit den bereits eingeordneten Geräten der HMS-Reihe.

Was die HiFlow-Serie von der HMS-Reihe trennt

Hoymiles führt seit 2026 zwei Linien parallel. Die HMS-Reihe mit Kürzeln wie HMS-800W-2T ist die etablierte Generation und steckt in den meisten Komplettsets. Die HiFlow-Serie kommt darüber und unterscheidet sich in drei Punkten: Bluetooth zusätzlich zum WLAN, das neue Flex-S3-Stecksystem und eine Zertifizierung nach ETSI EN 303 645, der europäischen Norm für Cybersicherheit vernetzter Geräte.

Die Serie hat vier Mitglieder. Der HiFlow 800 trägt den Code HF-800-WB und arbeitet mit einem MPP-Tracker. Die drei Pro-Modelle heißen HMS-800-2WB, HMS-1600-4WB und HMS-2000-4WB und haben zwei beziehungsweise vier Tracker. Diese Rezension behandelt den HMS-800-2WB, also den HiFlow 800 Pro.

Zwei MPP-Tracker ab 16 Volt

Der wichtigste Wert im Datenblatt ist der MPPT-Bereich von 16 bis 60 V. Ein MPP-Tracker sucht den Arbeitspunkt, an dem das Modul die meiste Leistung abgibt. Je tiefer er dabei ansetzen kann, desto früher am Morgen und desto länger bei Bewölkung liefert die Anlage überhaupt etwas.

16 V sind sehr tief angesetzt. Ein 500-Wp-Modul erreicht diese Spannung schon bei geringer Einstrahlung, der Wechselrichter beginnt also zu arbeiten, wenn Geräte mit höherer Einstiegsschwelle noch schlafen. Für den Jahresertrag zählen diese Randstunden zusammengenommen mehr, als die einzelne Watt-Zahl vermuten lässt.

Die zwei Tracker arbeiten unabhängig voneinander. Ein Modul nach Süden und eins nach Westen laufen damit jeweils in ihrem eigenen optimalen Arbeitspunkt. Bei einem gemeinsamen Tracker zieht dagegen das schwächere Modul das stärkere mit nach unten. Wie stark dieser Effekt wird, zeigt der Ratgeber zum Balkonkraftwerk im Schatten.

65 Volt: die Grenze, die man kennen sollte

Hier liegt der interessanteste Unterschied innerhalb der eigenen Serie. Der HiFlow 800 Pro verträgt maximal 65 V Eingangsspannung, der einfachere HiFlow 800 dagegen 100 V bei einem MPPT-Bereich bis 96 V.

Das dreht die übliche Rangfolge um. Zwei Module in Reihe kommen zusammen auf rund 88 V Leerlaufspannung und passen damit an den HiFlow 800, nicht aber an die Pro-Variante. Der Pro will jedes Modul einzeln an seinem eigenen Eingang sehen. Wer zwei gleich ausgerichtete Module hat und ein einziges Kabel legen möchte, fährt mit dem günstigeren Gerät besser. Wer zwei Richtungen bedient, braucht die zwei Tracker des Pro.

14 Ampere und was moderne Module liefern

Der zweite harte Wert ist der Eingangsstrom von 2 × 14 A. Aktuelle 500-Wp-Module der TOPCon-Generation liegen beim Kurzschlussstrom bei rund 14,3 A, beim Nennstrom bei etwa 13,7 A. Die Reserve ist damit knapp bemessen.

Praktisch bedeutet das: Ein solches Modul läuft problemlos, weil der Wechselrichter oberhalb seines Limits einfach abregelt und der Ertrag über 800 VA ohnehin nicht ins Netz ginge. Enger wird es bei bifazialen Modulen mit starkem Rückseitenertrag auf hellem Untergrund, wo die Spitzen kurzzeitig höher ausfallen. Ein Datenblattwert von 20 A, wie ihn manche Konkurrenten bieten, gäbe hier mehr Luft. Was Bifazialität konkret bringt, steht im Ratgeber zu bifazialen Modulen und dem Untergrund.

Bluetooth ist mehr als ein Häkchen auf der Liste

Dass beide Funkstandards im Gerät sitzen, klingt nach einer Fußnote und ändert im Alltag doch einiges. Die Ersteinrichtung läuft per Bluetooth direkt am Wechselrichter, ohne dass ein WLAN erreichbar sein muss. Genau daran hakt es bei Balkonanlagen häufig, weil der Router zwei Wände und einen halben Stock entfernt steht.

Ist das Gerät eingerichtet, übernimmt WLAN die Datenübertragung an die App S-Miles Home. Fällt das Heimnetz aus, bleibt Bluetooth als Weg zum Auslesen vor Ort. Eine offen dokumentierte lokale Schnittstelle für eigene Systeme veröffentlicht Hoymiles allerdings nicht. Wer seine Anlage vollständig ohne Herstellerdienst betreiben will, findet die Alternativen im Ratgeber Wechselrichter ohne Cloud.

Das Flex-S3-System und der Kabelkauf

Neu ist der Flex-S3-Feldsteckverbinder, über den die AC-Seite angeschlossen wird. Im Lieferumfang liegt ein fünf Meter langes Kabel auf Schuko, der Anschluss ist damit ohne Zusatzkauf komplett.

Der Haken liegt in der Kompatibilität. Wer bereits Hoymiles-Anlagen betreibt, hat vermutlich Kabel mit dem älteren BC05-Feldstecker der HMS-Reihe im Bestand, und die passen nicht. Für eine Neuinstallation spielt das keine Rolle, bei einer Erweiterung bedeutet es einen zweiten Kabelsatz. Ob der Schuko-Stecker überhaupt die richtige Wahl ist, klärt der Ratgeber Schuko oder Wieland.

Abschaltung auf 34 Volt in einer Sekunde

Ein Sicherheitsdetail, das Hoymiles ausdrücklich nennt: Wird das AC-Kabel im Betrieb gezogen, fällt die Gleichspannung an den DC-Klemmen laut Hersteller binnen einer Sekunde auf höchstens 34 V.

Das ist relevant, weil ein einzelnes 500-Wp-Modul im Leerlauf rund 44 V liefert und diese Spannung ohne Abschaltfunktion an den offenen Steckern anliegen bleibt. Wer am Balkon umbaut, ein Modul umhängt oder den Wechselrichter tauscht, arbeitet mit dieser Funktion an deutlich entschärften Spannungen. Bei der Serienschaltung zweier Module am HiFlow 800 wiegt dieser Punkt noch schwerer.

Wo der HiFlow 800 Pro in seiner Serie steht

Die Pro-Linie hat drei Mitglieder, und der Sprung dazwischen ist die Zahl der MPP-Tracker. Der HiFlow 800 Pro bringt zwei Tracker für zwei Module, der HiFlow 1600 Pro (HMS-1600-4WB) und der HiFlow 2000 Pro (HMS-2000-4WB) haben jeweils vier Tracker für vier Module. Preislich liegen sie bei Amazon rund 186 beziehungsweise 240 Euro.

Für ein Balkonkraftwerk im rechtlichen Rahmen ist der 800 Pro die passende Größe, weil die Einspeiseleistung ohnehin bei 800 VA gedeckelt bleibt. Die größeren Geräte lohnen erst, wenn vier Module gleichzeitig angeschlossen werden sollen, etwa auf einem Garagendach mit unterschiedlichen Ausrichtungen. Dann ist die Anlage allerdings keine Steckersolaranlage mehr und wandert ins reguläre Anmeldeverfahren mit Elektrofachbetrieb. Wer über die 800 VA hinaus plant, findet in der Rezension zum HMS-2000-4T die Werte der älteren Vier-Tracker-Generation.

Was 800 VA an einem überbelegten Modulpaar bedeuten

Zwei Module mit je 500 Wp ergeben 1.000 Wp DC an einem Wechselrichter, der 800 VA abgibt. Diese Überbelegung von 25 Prozent sieht nach Verschwendung aus und ist bei Balkonkraftwerken die sinnvolle Auslegung.

Der Grund liegt in der Verteilung über den Tag. Die volle Nennleistung erreichen Module nur in wenigen Stunden im Hochsommer bei klarem Himmel und optimaler Ausrichtung. Den größten Teil des Jahres liefern sie deutlich weniger, und genau dort füllt die zusätzliche Modulfläche die Lücke. Gekappt wird nur an den wenigen Spitzentagen, und der Verlust liegt über das Jahr gerechnet im niedrigen einstelligen Prozentbereich. An einem senkrecht montierten Balkongeländer, wo die Module ohnehin nie ihre Nennleistung erreichen, verschwindet er fast vollständig. Wie viel am Ende zusammenkommt, rechnet der Ratgeber Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk durch.

Preis: der neuere ist der günstigere

Rund 106 Euro bei Amazon stellen den bisherigen Preisaufbau auf den Kopf. Der ältere HMS-800W-2T kostet dort rund 120 Euro, der Deye SUN-M80G4-EU-Q0 rund 64 Euro und der APsystems EZ1-M rund 118 Euro.

Damit steht der HiFlow 800 Pro preislich im Mittelfeld und bietet dabei die vollständigste Ausstattung der Gruppe. Deutlich günstiger bleibt allein Deye, dort fehlt jedoch das Bluetooth-Modul und die Garantiezeit ist kürzer. Wer die zwei Tracker gar nicht braucht, spart mit dem HiFlow 800 ohne Pro nochmals etwa sechs Euro und bekommt zusätzlich den höheren Spannungsbereich.

Für wen sich der HiFlow 800 Pro lohnt

Passend ist das Gerät für alle, die zwei Module mit unterschiedlicher Ausrichtung betreiben, etwa eins am Balkongeländer nach Süden und eins an der Seitenwand nach Westen. Dort spielen die zwei unabhängigen Tracker ihren Vorteil aus, und die Einrichtung per Bluetooth erspart die Router-Suche am Balkon.

Weniger passend ist er bei zwei gleich ausgerichteten Modulen, die in Reihe geschaltet werden sollen. Diese Aufgabe erledigt der HiFlow 800 mit einem Tracker und 100 V Spannungsfenster günstiger und mit weniger Kabel. Und wer seine Anlage konsequent lokal auslesen will, prüft vorher, ob ihm die Bluetooth-Anzeige der Hersteller-App genügt.

Alternativen im Vergleich

ModellMPPTSpannungsfensterKommunikationPreis
Hoymiles HiFlow 800 Pro216–60 V, max. 65 VWLAN + Bluetoothca. 106 €
Hoymiles HMS-800W-2T216–60 V, max. 65 VWLANca. 120 €
APsystems EZ1-M 800 W216–55 V, max. 60 VWLAN + Bluetooth, lokale APIca. 118 €
Deye SUN-M80G4-EU-Q0216–54 V, max. 60 VWLANca. 64 €

Fazit

Der HiFlow 800 Pro macht wenig falsch. Der MPPT-Bereich ab 16 V, die zwei unabhängigen Tracker, 96,70 Prozent Spitzenwirkungsgrad und 12 Jahre Garantie sind die Werte, an denen sich die Klasse messen lässt, und er liefert sie zu einem Preis unterhalb seines eigenen Vorgängers. Bluetooth neben dem WLAN löst das Einrichtungsproblem an schlecht versorgten Balkonen.

Zwei Punkte gehören in die Entscheidung. Die 65 V Eingangsspannung schließen die Reihenschaltung zweier Module aus, dafür ist innerhalb der Serie der einfachere HiFlow 800 zuständig. Und die 14 A je Eingang lassen bei starken bifazialen Modulen wenig Reserve. Wer zwei Ausrichtungen bedient und ein aktuelles Gerät mit langer Garantie sucht, greift hier richtig zu.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Der MPPT-Bereich ab 16 V gehört zum Breitesten der 800-VA-Klasse und holt schon in der Dämmerung Ertrag aus dem Modul
  • WLAN und Bluetooth sitzen beide im Gehäuse: die Ersteinrichtung läuft per Bluetooth direkt am Gerät, auch ohne verfügbares Heimnetz
  • Mit rund 106 Euro liegt er unter dem älteren HMS-800W-2T, der bei Amazon rund 120 Euro kostet
  • Das Flex-S3-Stecksystem bringt fünf Meter Schuko-Kabel mit, ein separater Kabelkauf entfällt
  • Hoymiles nennt eine Zertifizierung nach ETSI EN 303 645, der europäischen Norm für IoT-Cybersicherheit
  • 12 Jahre Garantie ohne Registrierungspflicht laut Herstellerangabe, dazu IP67 und lüfterloser Aufbau

Das spricht dagegen

  • Mit 65 V maximaler Eingangsspannung liegt er deutlich unter dem HiFlow 800 ohne Pro, der 100 V verträgt und damit zwei Module in Reihe erlaubt
  • 2 × 14 A Eingangsstrom lassen bei stromstarken bifazialen Modulen über 500 Wp wenig Reserve für Ertragsspitzen der Rückseite
  • Der Flex-S3-Stecker ist ein eigenes System, vorhandene HMS-Feldkabel der Vorgängerserie passen nicht ohne Adapter
  • Mit 3,2 kg ist er schwer für die Montage am Modulrahmen, ein APsystems EZ1-M wiegt gut die Hälfte
  • Eine dokumentierte lokale API fehlt, Drittsysteme wie Home Assistant greifen über inoffizielle Wege zu

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 4,5
Ertrag & MPPT 5,0
Modul-Kompatibilität 4,0
Monitoring & Software 4,5
Verarbeitung & Garantie 4,5

Gesamtwertung: 4,5 / 5

Häufige Fragen

Was unterscheidet den HiFlow 800 Pro vom HiFlow 800 ohne Pro?

Die Pro-Variante HMS-800-2WB hat zwei unabhängige MPP-Tracker mit je einem Eingang und regelt bis 60 V. Der HiFlow 800 trägt den Code HF-800-WB, hat einen einzigen MPP-Tracker, verträgt dafür 100 V Eingangsspannung und einen MPPT-Bereich von 16 bis 96 V. Für zwei Module mit unterschiedlicher Ausrichtung ist die Pro-Variante die richtige Wahl, für zwei gleich ausgerichtete Module in Reihe genügt der HiFlow 800.

Braucht der HiFlow 800 Pro einen DTU-Stick?

Nein. WLAN und Bluetooth sind im Gehäuse verbaut, das Gerät meldet sich direkt in der App S-Miles Home an. Ältere Hoymiles-Modelle ohne W oder B im Namen brauchen dafür eine separate Datenübertragungseinheit in einer Steckdose in Funkreichweite. Diese Zusatzkosten und die Reichweitenfrage entfallen hier.

Welche Solarmodule passen an den HiFlow 800 Pro?

Das Datenblatt nennt 320 bis 540+ W je Eingang. Die harten Grenzen sind 65 V maximale Eingangsspannung und 14 A Eingangsstrom je Kanal. Ein Modul mit 43,9 V Leerlaufspannung und 14,3 A Kurzschlussstrom, wie es aktuelle 500-Wp-Module liefern, bewegt sich damit nah an der Stromgrenze. Bei bifazialen Modulen mit hohem Rückseitenertrag lohnt der Blick ins Moduldatenblatt.

Ist der HiFlow 800 Pro für ein Balkonkraftwerk zugelassen?

Er ist nach VDE-AR-N 4105 zertifiziert und liefert fest 800 VA, damit passt er in den Rahmen des vereinfachten Verfahrens für Steckersolargeräte. Wichtig ist die feste Auslegung: Bei Wechselrichtern mit einstellbarer Leistung zählt für die Anmeldung die höchste wählbare Stufe. Beim HiFlow 800 Pro sind es 800 VA, damit gibt es hier keine Diskussion mit dem Netzbetreiber.

Wie viel Modulleistung darf ich anschließen?

Technisch nimmt der Wechselrichter rund 1.080 Wp über beide Eingänge an. Rechtlich gilt seit Dezember 2025 die Produktnorm DIN VDE V 0126-95: Am Haushaltsstecker sind bis 960 Wp Modulleistung zulässig, mit Energiesteckvorrichtung bis 2.000 Wp. Die Einspeiseleistung bleibt in beiden Fällen bei 800 VA gedeckelt.

Was bedeutet das Abschaltverhalten mit 34 Volt?

Wird das AC-Kabel im Betrieb getrennt, fällt die Gleichspannung an den DC-Anschlüssen laut Hersteller binnen einer Sekunde auf höchstens 34 V. Das ist die Funktion, die andernorts Rapid Shutdown heißt. Sie schützt beim Hantieren an der Anlage und ist bei Modulen mit über 40 V Leerlaufspannung ein handfester Sicherheitsgewinn.

Funktioniert der HiFlow 800 Pro ohne Cloud?

Die Ersteinrichtung und die laufende Anzeige gehen per Bluetooth direkt am Gerät, dafür ist kein Konto und keine Internetverbindung nötig. Für Verlaufsdaten über längere Zeiträume und für Fernzugriff setzt Hoymiles auf die Cloud-Anbindung der App. Eine offen dokumentierte lokale Schnittstelle für eigene Systeme veröffentlicht der Hersteller nicht.

Was kostet der HiFlow 800 Pro und lohnt der Aufpreis gegenüber dem HMS-800W-2T?

Bei Amazon liegt er bei rund 106 Euro, der ältere HMS-800W-2T bei rund 120 Euro. Einen Aufpreis gibt es also gar nicht, der neuere Wechselrichter ist der günstigere. Elektrisch sind beide nahezu identisch, der HiFlow 800 Pro bringt zusätzlich Bluetooth und das neue Kabelsystem mit.

Wie laut ist das Gerät im Betrieb?

Er arbeitet lüfterlos und kühlt über natürliche Konvektion, ein Lüftergeräusch gibt es nicht. Was bei Mikrowechselrichtern hörbar werden kann, ist ein leises Sirren der Drosseln unter Last. Bei Außenmontage am Modulrahmen bleibt das ohne Bedeutung, bei Montage an einer Innenwand kann es auffallen.

Kann ich mehrere HiFlow 800 Pro an einem Stromkreis betreiben?

Mehrere Mikrowechselrichter an einem Endstromkreis sind technisch möglich, die Summe der Einspeiseleistung entscheidet über das Anmeldeverfahren. Ab einer Summe über 800 VA gilt die Anlage als reguläre Erzeugungsanlage und braucht die Anmeldung über einen Elektrofachbetrieb. Der Leitungsquerschnitt und die vorhandene Absicherung sind dabei zu prüfen.

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