Technische Daten
| Gerätetyp | Hybrid-Wechselrichter, dreiphasig, trafolos |
|---|---|
| Leistungsstufen | 5,0 / 6,0 / 8,0 / 10,0 / 12,0 / 15,0 kW (X3-HYBRID-x.x-D) |
| Max. empfohlene PV-Leistung | 10 / 12 / 16 / 20 / 24 / 30 kWp |
| Max. PV-Eingangsspannung | 1.000 V |
| MPPT-Spannungsbereich | 180–950 V, Nennspannung 640 V |
| Startspannung | 200 V |
| MPP-Tracker | 2; bis 8 kW je 1 String, ab 10 kW 2 Strings an MPPT 1 |
| Max. Eingangsstrom je MPPT | 16 / 16 A (5–8 kW), 28 / 16 A (10–15 kW; 20 A bei einem String an MPPT 1) |
| Max. Kurzschlussstrom je MPPT | 20 / 20 A (5–8 kW), 35 / 20 A (10–15 kW) |
| Max. Ausgangsscheinleistung | 5,5 / 6,6 / 8,8 / 11,0 / 13,2 / 15,0 kVA |
| Nennausgangsstrom | 7,2 / 8,7 / 11,6 / 14,5 / 17,5 / 21,8 A |
| Unsymmetrische Einspeisung | bis 5 kW je Phase |
| Netzanschluss | 3 / N / PE, 230 / 400 V, 50 / 60 Hz |
| Max. AC-Eingangsscheinleistung | 10 / 12 / 16 / 20 / 20 / 20 kVA |
| Leistungsfaktor | einstellbar von 0,8 induktiv bis 0,8 kapazitiv |
| Batterietyp | Hochvolt, Lithium oder Blei-Säure |
| Batteriespannung | 120–800 V |
| Max. Lade- und Entladestrom | 30 A |
| Notstrom (EPS) | 5 bis 15 kVA dreiphasig je nach Modell, Spitze 12 / 12 / 18 / 18 / 22,5 / 22,5 kVA für 10 s |
| Umschaltzeit | unter 10 ms |
| Wirkungsgrad | 98,0 % max., 97,7 % europäisch, Batteriepfad bis 97,5 % |
| Nachtverbrauch | unter 40 W im Standby, unter 5 W im Leerlauf |
| Schnittstellen | CT oder Zähler, RS485, Pocket WiFi (optional LAN / 4G), DRM, USB |
| Betriebsmodi | Eigenverbrauch, Einspeisepriorität, Backup, Peak-Shaving, Zeitsteuerung (TOU), Manuell |
| Überspannungsschutz | Typ II auf AC- und DC-Seite, Lichtbogenerkennung (AFCI) optional |
| Parallelbetrieb | bis 150 kW, netzgekoppelt und im Inselbetrieb |
| Schutzart | IP65 |
| Betriebstemperatur | -35 bis +60 °C |
| Kühlung | natürliche Kühlung bis 8 kW, geregelter Lüfter ab 10 kW |
| Maße (B × H × T) | 503 × 503 × 199 mm |
| Gewicht | 30 ± 1 kg |
| Netzanschlussregeln | VDE-AR-N 4105, EN 50549, IEC 62109 u. a. laut Datenblatt |
| Garantie | 5 Jahre, mit SolaX-Cloud-Anbindung kostenlos 10 Jahre |
Der X3-Hybrid G4 ist SolaX’ dreiphasiger Hybrid-Wechselrichter für das Eigenheim: sechs Leistungsstufen von 5 bis 15 kW, zwei MPP-Tracker für bis zu 30 kWp, ein Eingang für eine Hochvolt-Batterie und Notstrom auf allen drei Phasen. Bei Amazon kosten die Modelle mit 5, 8, 10 und 12 kW zwischen rund 1.128 und 1.689 Euro, jeweils mit 0 Prozent Mehrwertsteuer. Grundlage dieser Einordnung sind die deutsche und englische Fassung des SolaX-Datenblatts, das deutsche Benutzerhandbuch, die EU-Garantiebedingungen und die Amazon-Listungen.
Sechs Leistungsstufen und die Buchstaben D und M
SolaX führt die Reihe in sechs Stufen: 5,0, 6,0, 8,0, 10,0, 12,0 und 15,0 kW. Alle teilen sich dasselbe Gehäuse mit 503 × 503 × 199 mm und rund 30 kg, getrennt werden sie über die Leistung und zwei technische Grenzen. Bis 8 kW kühlt das Gerät passiv und nimmt je Tracker einen String mit 16 A auf. Ab 10 kW kommt ein geregelter Lüfter dazu, und der erste Tracker verträgt zwei Strings mit zusammen 28 A.
Die Endung im Modellnamen verrät die Bauform. D steht laut Handbuch für den eingebauten DC-Schalter, M für den Betrieb mit der externen X3-Matebox, die Verkabelung und Schutzorgane bündelt. Die Amazon-Listungen nennen die Endung nicht. Die Datenblattwerte in dieser Rezension gelten für die D-Serie, bei der Bestellung lohnt die Nachfrage beim Händler. Wie ein Hybrid-Wechselrichter zwischen Dach, Batterie und Netz entscheidet, erklärt der Ratgeber Wie funktioniert ein Hybrid-Wechselrichter.
200 Prozent PV-Überbelegung: was das für das Dach heißt
Das Datenblatt erlaubt an jedem Modell die doppelte Modulleistung der AC-Leistung: 10 kWp am 5-kW-Gerät, 20 kWp am 10-kW-Gerät, 30 kWp am 15-kW-Gerät. Der Fronius Symo GEN24 lässt 150 Prozent zu. Auf einem reinen Süddach bringt eine so hohe Überbelegung wenig, weil die Mittagsspitze dann einfach gekappt wird. Bei einem Ost-West-Dach liefern die beiden Seiten nie gleichzeitig volle Leistung, dort holt ein kleinerer Wechselrichter mit großer Modulfläche morgens und abends deutlich mehr heraus. Wie viel Ertrag je kWp realistisch ist, zeigt der Ratgeber Photovoltaik-Ertrag pro kWp.
Bei den Strings hilft das weite Spannungsfenster. Die Tracker arbeiten von 180 bis 950 V, die Startspannung liegt bei 200 V. Ein Modul der 455-Wp-Klasse wie das JA Solar JAM54D41 liegt bei rund 33 V im Arbeitspunkt und 40,5 V Leerlaufspannung. Rechnerisch passen damit etwa 7 bis 22 Module in einen String: unten begrenzt die Arbeitsspannung an heißen Tagen, oben die Leerlaufspannung im Winter. Die genaue Auslegung übernimmt der Installateur.
Die Händlerangaben weichen hier auffällig ab: Die Listungen bei Amazon nennen als maximale Anlagengröße 8 kWp für das 5-kW-Modell, 12 kWp für 8 kW, 15 kWp für 10 kW und 18 kWp für 12 kW. Das entspricht rund 150 bis 160 Prozent und liegt damit auf der vorsichtigen Seite. Maßgeblich ist das Datenblatt, das der Installateur für die Auslegung heranzieht.
Notstrom unter 10 Millisekunden
Hier setzt sich der X3-Hybrid G4 von vielen Mitbewerbern ab. Der EPS-Ausgang übernimmt bei Netzausfall in unter 10 ms, das ist so schnell wie eine kleine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Rechner, Router und Heizungssteuerung merken den Ausfall nicht. Der Fronius GEN24 braucht dafür rund 10 Sekunden.
Geliefert wird die volle Nennleistung auf allen drei Phasen, beim 10-kW-Modell also 10 kVA. Für 10 Sekunden verkraftet der Ausgang je nach Modell 12 bis 22,5 kVA, genug für den Anlaufstrom einer Wärmepumpe oder eines Kompressors. Voraussetzung ist eine Batterie. Welche Stromkreise am EPS-Ausgang hängen, legt der Installateur im Zählerschrank fest. Was ein Balkonkraftwerk im Vergleich bei Netzausfall tut, zeigt der Ratgeber Balkonkraftwerk bei Stromausfall.
Unsymmetrische Einspeisung: bis 5 kW auf einer Phase
Die dritte Besonderheit steckt in der unsymmetrischen Einspeisung. Ein Backofen, ein Wasserkocher oder ein einphasiges Ladegerät belastet nur eine Phase. Ein symmetrisch arbeitender Wechselrichter verteilt seine Leistung gleichmäßig auf alle drei, der X3-Hybrid G4 schiebt laut SolaX bis zu 5 kW auf eine einzelne Phase.
Für die Stromrechnung bringt das in Deutschland wenig, weil moderne Zähler über alle drei Phasen saldieren. Der Nutzen liegt in der Hausinstallation: Eine stark belastete Phase wird direkt aus Dach und Batterie versorgt, ohne Umweg über das Netz. Für Deutschland gilt dabei die Schieflastgrenze der VDE-AR-N 4105 von 4,6 kVA zwischen den Phasen, die unter den beworbenen 5 kW liegt. Wie die Saldierung über die Phasen funktioniert, erklärt der Ratgeber Speicher und Smart Meter.
Batterie: Hochvolt von 120 bis 800 Volt
Der Batterieeingang arbeitet mit 120 bis 800 V und höchstens 30 A. Bei einer typischen Hochvolt-Batterie mit 400 V ergibt das rund 12 kW Lade- und Entladeleistung, genug für jedes der sechs Modelle. Die hohe Spannung hält die Ströme klein, die Kabel bleiben dünn und die Verluste gering. SolaX nennt für den Batteriepfad einen Wirkungsgrad von bis zu 97,5 Prozent.
Die Auswahl ist schmal dokumentiert. Das Datenblatt führt als Beispiel die SolaX-Module HS25 und HS36, von denen mindestens drei nötig sind, dazu Lithium und Blei-Säure als Batterietyp. Eine offene Freigabeliste für Batterien anderer Hersteller steht darin nicht. Günstige 48-V-Racks, wie sie der Deye SUN-10K-SG05LP3 nutzt, scheiden aus. Welche Speichergröße zum Verbrauch passt, rechnet der Ratgeber Solarspeicher: wie groß durch.
Betriebsmodi, Einspeisebegrenzung und dynamische Tarife
Das Handbuch listet die Modi Eigenverbrauch, Einspeisepriorität, Backup, Peak-Shaving, Manuell und eine Zeitsteuerung, die mehrere davon über den Tag verteilt und die Batterie auch aus dem Netz laden kann. Das passt zu dynamischen Stromtarifen, bei denen günstiger Nachtstrom in den Speicher wandert. Wie sich das rechnet, zeigt der Ratgeber Batteriespeicher und dynamischer Stromtarif.
Über den Stromwandler am Netzanschlusspunkt begrenzt die Funktion Export Control die Einspeisung auf einen eingestellten Wert. Seit dem Solarspitzengesetz vom Februar 2025 dürfen neue Anlagen ohne Steuerbox höchstens 60 Prozent ihrer Modulleistung einspeisen. Mit Batterie wird der gekappte Mittagsstrom in den Abend verschoben und geht kaum verloren. Laut Packliste liegt der D-Serie ein CT-Stromwandler bei, der WLAN-Dongle Pocket WiFi ist optional.
Garantie: 10 Jahre nur mit Cloud
Die EU-Garantiebedingungen von SolaX sehen für den X3-Hybrid G4 5 Jahre Standardgarantie vor, ab Installation oder spätestens 9 Monate nach Herstellung. Ist der Wechselrichter mit der SolaX-Cloud verbunden und lädt seine Erzeugungsdaten dort hoch, verlängert sich die Garantie kostenlos auf 10 Jahre. Wer seinen Wechselrichter lieber ohne Hersteller-Cloud betreibt, wie es der Ratgeber Wechselrichter ohne Cloud beschreibt, verzichtet damit auf die zweite Hälfte der Garantie.
Beim Eigenverbrauch nennt das Datenblatt unter 40 W im Standby und unter 5 W im Leerlauf. Im ungünstigen Fall sind das bis zu 175 kWh im Jahr. Mit Batterie arbeitet der Wechselrichter nachts ohnehin, bei einer Anlage ohne Speicher fällt der Wert stärker ins Gewicht.
Die Preise bei Amazon
Bei Amazon verkaufen die Händler online-batterien und bau-tech Solarenergie die Reihe mit 0 Prozent Mehrwertsteuer für Privatkunden:
| Modell | Preis | je kW | max. PV laut Datenblatt |
|---|---|---|---|
| 5 kW | ca. 1.128 € | ca. 226 € | 10 kWp |
| 8 kW | ca. 1.469 € | ca. 184 € | 16 kWp |
| 10 kW | ca. 1.600 € | ca. 160 € | 20 kWp |
| 12 kW | ca. 1.689 € | ca. 141 € | 24 kWp |
Je Kilowatt werden die großen Modelle deutlich günstiger. Zwischen 8 und 10 kW liegen rund 130 Euro, dafür gibt es 2 kW mehr, den stärkeren ersten Tracker und 4 kWp mehr Spielraum auf dem Dach. Was der Nullsteuersatz genau abdeckt, erklärt der Ratgeber Photovoltaik und Steuern. Die Bestände der Händler sind teils dünn.
Alternativen im Vergleich
| Modell | AC-Leistung | PV-Eingang | Batterie | Notstrom | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| SolaX X3-Hybrid G4 10 kW | 10 kW, dreiphasig | 20 kWp, 28 A + 16 A | Hochvolt, 120–800 V | 10 kVA dreiphasig, unter 10 ms | ca. 1.600 € | 4,0 |
| Deye SUN-10K-SG05LP3 | 10 kW, dreiphasig | 20 kWp, 20 A + 20 A | 48 V, 210 A | 10 kW, 2-fache Spitze für 10 s | ca. 1.550 € | 4,1 |
| Fronius Symo GEN24 10.0 Plus | 10 kW, dreiphasig | 15 kWp, 25 A + 12,5 A | Hochvolt, 160–700 V | 10 kVA dreiphasig, ca. 10 s | ca. 4.100 € | 3,7 |
Gegen den Deye entscheidet die Batteriefrage. Wer einen günstigen 48-V-Speicher selbst zusammenstellen möchte, fährt mit dem Deye besser. Wer eine Hochvolt-Batterie plant, bekommt beim SolaX den besseren Wirkungsgrad, die schnellere Notstromumschaltung und IP65. Der Fronius spielt beim Amazon-Preis in einer anderen Liga, bietet dafür offene Schnittstellen und eine Garantie ohne Cloud-Pflicht.
Für wen sich das Gerät lohnt
Der X3-Hybrid G4 passt zu Hausbesitzern, die eine neue Dachanlage mit Hochvolt-Speicher planen und Wert auf unterbrechungsfreien Notstrom für alle drei Phasen legen. Ost-West-Dächer profitieren von der 200-Prozent-Überbelegung, Haushalte mit dynamischem Stromtarif von der Zeitsteuerung. Das 10-kW-Modell trifft für 12 bis 15 kWp den besten Preis je Kilowatt mit dem stärkeren ersten Tracker.
Weniger passend ist er für alle, die eine 48-V-Batterie nutzen wollen, und für Käufer, die ihren Wechselrichter ohne Hersteller-Cloud betreiben und trotzdem 10 Jahre Garantie möchten.
Fazit
Der SolaX X3-Hybrid G4 liefert viel Technik für sein Geld: 98 Prozent Wirkungsgrad, 200 Prozent PV-Überbelegung, Exportbegrenzung, IP65 und ein dreiphasiger Notstrom, der in unter 10 Millisekunden übernimmt. Einschränkungen sind die schmal dokumentierte Batterieauswahl, die Cloud-Bedingung für die zweite Garantiehälfte und ein Standby-Verbrauch bis 40 Watt.
Für eine typische Einfamilienhaus-Anlage mit 12 bis 15 kWp und Hochvolt-Speicher ist das 10-kW-Modell bei Amazon* die ausgewogene Wahl. Kleinere Dächer bis 10 kWp kommen mit dem 5-kW-Modell* aus, solange nur ein String je Dachseite geplant ist.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- 200 Prozent PV-Überbelegung: Am 10-kW-Modell sind laut Datenblatt bis 20 kWp erlaubt, Ost-West-Dächer lassen sich großzügig belegen
- Notstrom mit voller Nennleistung auf allen drei Phasen und einer Umschaltung unter 10 ms, Rechner und Router laufen weiter
- Exportbegrenzung, Peak-Shaving und eine Zeitsteuerung mit Netzladen für dynamische Tarife sind an Bord
- 98,0 Prozent Wirkungsgrad und bis 97,5 Prozent im Batteriepfad gehören zur Spitzengruppe
- Der erste MPP-Tracker der Modelle ab 10 kW verträgt 28 A und damit zwei parallele Strings aktueller Module
- Das 10-kW-Modell kostet bei Amazon rund 1.600 Euro mit 0 Prozent Mehrwertsteuer, das sind rund 160 Euro je Kilowatt
Das spricht dagegen
- Nur Hochvolt-Batterien zwischen 120 und 800 V passen, 48-V-Speicher scheiden aus, eine Freigabeliste für Fremdbatterien enthält das Datenblatt nicht
- Die volle 10-Jahres-Garantie hängt an einer dauerhaften Datenverbindung zur SolaX-Cloud
- Laut Datenblatt bis 40 W im Standby, der Fronius GEN24 kommt mit unter 10 W aus
- Der WLAN-Dongle ist laut Handbuch optional, die Amazon-Listungen nennen den Lieferumfang nicht vollständig
- Händlerangaben zur maximalen Anlagengröße (8 bis 18 kWp) liegen deutlich unter den 10 bis 24 kWp im Datenblatt
Häufige Fragen
Welche Leistungsstufe des SolaX X3-Hybrid G4 passt zu meiner Anlage?
Laut Datenblatt verträgt jedes Modell die doppelte Modulleistung seiner AC-Leistung: 10 kWp am 5-kW-Gerät, 16 kWp am 8-kW-Gerät, 20 kWp am 10-kW-Gerät. Ausgereizt wird das nur bei Ost-West-Dächern, deren Seiten nie gleichzeitig voll liefern. Für ein Süddach mit 12 bis 15 kWp ist das 10-kW-Modell die übliche Wahl. Wer drei Dachflächen oder zwei Strings auf einer Seite hat, braucht ein Modell ab 10 kW, weil erst dort zwei Strings an den ersten Tracker passen.
Welche Batterie passt zum SolaX X3-Hybrid G4?
Eine Hochvolt-Batterie mit 120 bis 800 V und höchstens 30 A Lade- und Entladestrom. Das Datenblatt nennt Lithium und Blei-Säure als Batterietyp und als Beispiel die SolaX-Module HS25 und HS36, von denen mindestens drei nötig sind. Eine offene Freigabeliste für Batterien anderer Hersteller enthält es nicht. 48-V-Speicher lassen sich nicht anschließen.
Wie funktioniert der Notstrom beim SolaX X3-Hybrid G4?
Der Wechselrichter hat einen eigenen EPS-Ausgang, der bei Netzausfall in unter 10 ms übernimmt. Er liefert die Nennleistung des Modells auf allen drei Phasen, beim 10-kW-Gerät also 10 kVA, und für 10 Sekunden bis zu 18 kVA. Voraussetzung ist eine angeschlossene Batterie. Welche Stromkreise am EPS-Ausgang hängen, legt der Installateur im Zählerschrank fest.
Was bedeutet unsymmetrische Einspeisung mit 5 kW je Phase?
Die drei Phasen im Haus sind selten gleich belastet. Ein Backofen oder ein Wasserkocher zieht nur auf einer Phase Strom. Ein symmetrisch einspeisender Wechselrichter verteilt seine Leistung immer gleichmäßig und kann eine einzelne belastete Phase nur mit einem Drittel versorgen. Der X3-Hybrid G4 speist laut SolaX bis zu 5 kW auf eine einzelne Phase. An der Abrechnung ändert das in Deutschland wenig, weil moderne Zähler über alle Phasen saldieren. Zudem begrenzt die VDE-AR-N 4105 die Schieflast zwischen den Phasen auf 4,6 kVA.
Wie lange gilt die Garantie auf den SolaX X3-Hybrid G4?
Nach den EU-Garantiebedingungen von SolaX gelten 5 Jahre Standardgarantie ab Installation, spätestens ab 9 Monaten nach Herstellung. Ist der Wechselrichter mit der SolaX-Cloud verbunden und lädt dort seine Erzeugungsdaten hoch, verlängert sich die Garantie kostenlos auf 10 Jahre. Wer den Wechselrichter lieber ohne Cloud betreibt, bleibt bei 5 Jahren.
Braucht der SolaX X3-Hybrid G4 einen Zähler oder Stromwandler?
Ja, für den Eigenverbrauch mit Batterie und die Exportbegrenzung muss der Wechselrichter wissen, was am Netzanschlusspunkt fließt. Laut Packliste im Handbuch liegt der D-Serie ein CT-Stromwandler bei, alternativ lässt sich ein Zähler anschließen. Der WLAN-Dongle Pocket WiFi ist laut Handbuch optional, die Amazon-Listungen nennen WLAN, aber keinen vollständigen Lieferumfang.
Kann der SolaX X3-Hybrid G4 die Einspeisung begrenzen?
Ja, das Menü enthält eine Exportbegrenzung (Export Control), die über den Stromwandler am Netzanschlusspunkt arbeitet. Das ist für neue Anlagen wichtig: Seit dem Solarspitzengesetz vom Februar 2025 dürfen Anlagen ohne Steuerbox höchstens 60 Prozent ihrer Modulleistung einspeisen. Mit Batterie wandert der gekappte Mittagsstrom in den Abend und geht damit kaum verloren.
Wie viel Strom verbraucht der SolaX X3-Hybrid G4 nachts?
Das Datenblatt nennt unter 40 W im Standby und unter 5 W im Leerlauf. Im ungünstigen Fall kommen über rund 4.400 Nachtstunden bis zu 175 kWh im Jahr zusammen. Mit Batterie arbeitet der Wechselrichter nachts ohnehin, weil er den Speicher ins Haus entlädt. Der Fronius Symo GEN24 gibt unter 10 W an.
Darf ich den SolaX X3-Hybrid G4 selbst anschließen?
Nein. Den Anschluss an das Hausnetz und die Anmeldung beim Netzbetreiber übernimmt eine eingetragene Elektrofachkraft, Anlage und Speicher kommen ins Marktstammdatenregister. Auf der Modulseite liegen bis zu 1.000 V an, auf der Batterieseite bis zu 800 V. Mit dem vereinfachten Verfahren für Steckersolargeräte hat eine Anlage dieser Größe nichts zu tun.
Wie unterscheidet sich der X3-Hybrid G4 vom Deye SUN-10K-SG05LP3?
Beide sind dreiphasige Hybrid-Wechselrichter um 10 kW zu ähnlichem Preis. Der Deye arbeitet mit 48-V-Batterien und entsprechend hohen Strömen, der SolaX mit Hochvolt-Batterien von 120 bis 800 V und höchstens 30 A. Der SolaX erreicht laut Datenblatt 98,0 Prozent Wirkungsgrad, schaltet in unter 10 ms auf Notstrom und ist nach IP65 geschützt. Der Deye lässt dafür die freie Wahl unter günstigen 48-V-Speichern.