Solarmodul · SunPro Power

SunPro 480 Wp Back Contact (Solarmodul, Glas-Glas)

  • Back-Contact-Zellen ohne Kontaktbänder auf der Vorderseite, 23,5 % Modulwirkungsgrad
  • 30 Jahre Produktgarantie und 30 Jahre Leistungsgarantie auf 88,85 %
  • Nur 40,53 V Leerlaufspannung: zwei Module in Reihe bleiben unter 82 V
  • Glas-Glas mit 2,0 mm vorn und 1,6 mm hinten, 5.400 Pa Schneelast
  • 1,80 m Länge und 23,5 kg, damit handlicher als die 500-Wp-Klasse

Preise: Stand 05.10.2026, Amazon 04:10 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der solarkasten.de-Redaktion · Veröffentlicht am 10. September 2026

SunPro Power SunPro 480 Wp Back Contact

Technische Daten

Modellcode SPDG480-BC108RL10
Nennleistung (Pmax) 480 Wp
Modulwirkungsgrad 23,52 % laut Datenblatt (Händlerangabe 23,76 %)
Zelltyp Back Contact, monokristallin
Zellzahl 108 Halbzellen (6 × 18)
Leerlaufspannung (Voc) 40,53 V
Kurzschlussstrom (Isc) 14,98 A
MPP-Spannung (Vmp) 33,51 V
MPP-Strom (Imp) 14,33 A
Temperaturkoeffizient Pmax -0,260 %/°C
Temperaturkoeffizient Voc -0,200 %/°C
Temperaturkoeffizient Isc +0,050 %/°C
NOCT 45 ± 2 °C
Max. Systemspannung 1.500 V DC (IEC)
Max. Sicherungsstrom 30 A
Aufbau Glas-Glas, 2,0 mm vorn und 1,6 mm hinten, halbgehärtet
Bifazialität ja, Rückseite lichtaktiv
Maße 1.800 × 1.134 × 30 mm
Fläche 2,04 m²
Gewicht 23,5 kg
Rahmen schwarz eloxiertes Aluminium, Full Black
Schneelast / Windlast 5.400 Pa / 2.400 Pa
Anschluss Steckverbinder EVO2 A, Kabel je 1.200 mm mit 4 mm²
Produktgarantie 30 Jahre laut Hersteller
Leistungsgarantie 30 Jahre auf mindestens 88,85 %
Preis rund 199 € bei Amazon

Rund 199 Euro für 480 Wattpeak auf 2,04 Quadratmetern, dazu 30 Jahre Garantie und eine Zelltechnik, die man in dieser Preisklasse selten sieht: Der SunPro 480 Wp BC trägt den Modellcode SPDG480-BC108RL10 und ist ein Back-Contact-Modul im Glas-Glas-Aufbau. Grundlage dieser Einordnung sind das SunPro-Datenblatt, die Händler-Listungen und der Vergleich mit dem bereits eingeordneten SunPro 500 Wp bifazial.

Was Back Contact von TOPCon unterscheidet

Auf einer normalen Solarzelle laufen dünne Metallbänder über die Vorderseite und sammeln den erzeugten Strom ein. Diese Bänder verschatten Zellfläche, die sonst Licht aufnehmen würde. Der Verlust liegt je nach Bauart bei zwei bis vier Prozent.

Back-Contact-Zellen verlegen beide Kontakte auf die Rückseite. Die Vorderseite steht damit vollständig unter Licht. Das erklärt den Modulwirkungsgrad von 23,52 Prozent, der über dem liegt, was TOPCon-Module gleicher Größe erreichen. Optisch ist die Folge eine gleichmäßig schwarze Fläche ohne sichtbare Linien, was an einer Fassade oder einem Balkon sichtbar ins Gewicht fällt.

Der Preis dafür steht in der Fertigung. Back-Contact-Zellen brauchen mehr Prozessschritte, deshalb liegt das Modul mit 0,41 Euro je Wattpeak über TOPCon-Modulen bei rund 0,32 Euro. Wie die Zellgenerationen technisch zusammenhängen, ordnet der Ratgeber zu N-Type-Solarmodulen ein.

40,53 Volt: der Wert, der die Verkabelung entscheidet

Die Leerlaufspannung von 40,53 V ist ungewöhnlich niedrig für ein Modul dieser Leistung. Aktuelle 500-Wp-Module liegen bei 43 bis 45 V. Der Grund liegt in der Zellarchitektur: Back-Contact-Zellen arbeiten mit etwas geringerer Zellspannung und dafür höherem Strom.

Praktisch öffnet das eine Tür. Zwei Module in Reihe ergeben 81,06 V. Ein Wechselrichter mit 100 V maximaler Eingangsspannung nimmt diesen Strang an einem einzigen MPP-Tracker an, es genügt ein Kabelweg statt zwei. Bei zwei Modulen mit 43,87 V, also dem SunPro 500 Wp, wären es bereits 87,74 V, und mit dem Kältezuschlag im Winter wird der Abstand zur Grenze knapp.

Der Kältezuschlag ist hier gut kalkulierbar. Der Temperaturkoeffizient der Leerlaufspannung beträgt -0,200 %/°C. Bei -10 °C, also 35 K unter Normbedingung, steigt die Spannung je Modul um rund 2,8 V auf 43,3 V. Zwei Module in Reihe kommen damit auf gut 86 V und bleiben im Rahmen.

14,98 Ampere und die 14-Ampere-Wechselrichter

Der Strom ist die andere Seite derselben Medaille und der wunde Punkt dieses Moduls. 14,98 A Kurzschlussstrom und 14,33 A im Arbeitspunkt sind viel.

Der Hoymiles HiFlow 800 Pro erlaubt je Eingang 14 A, der Deye SUN-M80G4-EU-Q0 sogar nur 13 A. Das Modul liegt also im Arbeitspunkt bereits über der Grenze dieser beiden Geräte.

Dramatisch ist das nicht, weil der Wechselrichter oberhalb seines Limits abregelt und die Leistung über 800 VA ohnehin nicht ins Netz ginge. An einem Balkongeländer, wo Module ihre Nennleistung nie erreichen, spielt es keine Rolle. Auf einem Flachdach mit optimaler Ausrichtung und heller Rückstrahlfläche verschenkt diese Kombination dagegen Spitzenertrag. Reserve bieten der APsystems EZ1-M mit 20 A je Kanal und der APsystems DS3-S mit 18 A.

Zwei Module ergeben exakt 960 Wattpeak

Diese Zahl ist der stärkste Kaufgrund und kein Zufall. Seit Dezember 2025 gilt mit DIN VDE V 0126-95 die erste Produktnorm für komplette Steckersolargeräte. Sie koppelt die zulässige Modulleistung an die Anschlussart: am Haushaltsstecker bis 960 Wp, mit Energiesteckvorrichtung bis 2.000 Wp. Die Einspeiseleistung bleibt in beiden Fällen bei 800 VA.

Zwei SunPro 480 Wp ergeben exakt 960 Wp und schöpfen die Schuko-Grenze damit vollständig aus. Wer stattdessen zwei 500-Wp-Module montiert, liegt mit 1.000 Wp darüber und braucht eine Wieland-Dose samt Elektrofachbetrieb. Die Unterschiede der beiden Anschlusswege erklärt der Ratgeber Schuko oder Wieland.

Die Überbelegung von 960 Wp DC an 800 VA AC beträgt damit 20 Prozent. Das ist die sinnvolle Auslegung für ein Balkonkraftwerk, weil Module den größten Teil des Jahres deutlich unter ihrer Nennleistung arbeiten und die zusätzliche Fläche genau dort auffüllt.

Glas-Glas mit 2,0 und 1,6 Millimetern

Der Aufbau nutzt 2,0 mm halbgehärtetes Glas auf der Vorderseite und 1,6 mm auf der Rückseite. Das ist die klassische Glas-Glas-Bauweise, bei der die Zellen zwischen zwei Scheiben liegen statt zwischen Glas und Kunststofffolie.

Der Vorteil zeigt sich über Jahrzehnte. Rückseitenfolien nehmen langsam Feuchtigkeit auf, werden spröde und lassen Wasserdampf an die Zellkontakte. Glas tut das nicht. Daraus folgen die 5.400 Pa Schneelast, die 30-jährige Leistungsgarantie auf 88,85 Prozent und die Freigabe der Rückseite für den Lichteinfall. Warum der Aufbau langlebiger ausfällt, vertieft der Ratgeber Glas-Glas oder Glas-Folie.

Das Gewicht bleibt mit 23,5 kg trotzdem im Rahmen. Ein 500-Wp-Glas-Glas- Modul wiegt rund 26,6 kg. Die Ersparnis kommt aus der kürzeren Bauform.

1,80 Meter: das Format zählt am Balkon mehr als die Wattzahl

1.800 × 1.134 mm sind rund 16 Zentimeter kürzer als die 500-Wp-Klasse mit 1.961 mm. Am Balkongeländer entscheidet genau diese Differenz oft darüber, ob zwei Module nebeneinander passen.

Zwei Module quer montiert brauchen rund 2,30 m Geländerbreite plus Abstand für die Halterungen. Bei 500-Wp-Modulen sind es 2,27 m in der Höhe der Modulbreite, dafür ragen sie in der Länge weiter. Wer sein Geländer ausmessen möchte, findet die gängigen Formate im Ratgeber zu Standardmaßen von Solarmodulen, die Montagewege stehen im Ratgeber zur Balkonmontage.

Der Temperaturkoeffizient bringt echte Wattstunden

-0,260 %/°C ist ein guter Wert. PERC-Module der vorigen Generation liegen bei -0,35 %/°C, TOPCon-Module typischerweise bei -0,29 bis -0,30 %/°C.

Die Rechnung dahinter ist einfach. Die Nennleistung gilt bei 25 °C Zelltemperatur. In der Sommersonne erreicht ein Modul 60 bis 65 °C. Bei 60 °C sind das 35 K Differenz und rund 9 Prozent Verlust, aus 480 Wp werden etwa 437 W. Ein Modul mit -0,35 %/°C liegt bei 12 Prozent Verlust. Über einen Sommertag summiert sich die Differenz auf einige hundert Wattstunden.

An senkrecht montierten Balkonmodulen fällt der Effekt kleiner aus, weil die Rückseite frei belüftet ist und die Modultemperatur niedriger bleibt. Auf einem Flachdach mit Aufständerung wiegt er schwerer.

Widersprüche in den Angaben

Zwei Punkte gehören offengelegt. Der Händler wirbt mit 23,76 Prozent Modulwirkungsgrad, das Datenblatt nennt 23,52 Prozent. Die Nachrechnung entscheidet die Frage: 480 W geteilt durch 2,0412 m² Modulfläche ergeben 23,52 Prozent. Der höhere Wert lässt sich mit den übrigen Datenblattangaben nicht in Einklang bringen.

Der zweite Punkt betrifft die Bifazialität. Das Modul ist beidseitig aktiv, einen Bifazialitätsfaktor weist SunPro im öffentlichen Datenblatt jedoch nicht aus. Damit lässt sich der Zusatzertrag nicht seriös beziffern. Wovon er abhängt, rechnet der Ratgeber bifaziale Module und der Untergrund durch.

Für wen sich das Modul lohnt

Passend ist es für alle, die zwei Module am Schuko-Stecker betreiben wollen und dabei die 960-Wp-Grenze voll ausnutzen möchten. Diese Kombination gibt es in dieser Form selten. Passend ist es außerdem für sichtbare Montageorte, wo die homogene schwarze Fläche zählt, und für Betreiber, die auf lange Garantiezusagen Wert legen.

Weniger passend ist es für Anlagen, bei denen der Preis je Wattpeak die Entscheidung trägt. Auf einem Garagendach mit reichlich Platz bringen zwei größere TOPCon-Module mehr Leistung für weniger Geld. Und wer bereits einen Wechselrichter mit 14 A Eingangsstrom besitzt, verschenkt an sonnigen Tagen einen Teil des Vorsprungs.

Alternativen im Vergleich

MerkmalSunPro 480 Wp BCSunPro 500 Wp bifazial
ZelltypBack ContactN-Type TOPCon
Nennleistung480 Wp500 Wp
Modulwirkungsgrad23,52 %22,5 %
Voc / Isc40,53 V / 14,98 A43,87 V / 14,25 A
Temperaturkoeffizient Pmax-0,260 %/°C-0,30 %/K
Maße1.800 × 1.134 × 30 mm1.961 × 1.134 × 30 mm
Gewicht23,5 kg26,6 kg
Produktgarantie30 Jahre25 Jahre
Preisca. 199 € (0,41 €/Wp)ca. 160 € (0,32 €/Wp)

Fazit

Der SunPro 480 Wp BC ist ein technisch sauber gebautes Modul mit zwei Argumenten, die über den Datenblattwettbewerb hinausgehen. Die niedrige Leerlaufspannung von 40,53 V eröffnet die Reihenschaltung an 100-V-Geräten, und zwei Module treffen mit 960 Wp exakt die Grenze, bis zu der ein Steckersolargerät am Haushaltsstecker betrieben werden darf. Dazu kommen 23,52 Prozent Wirkungsgrad, ein guter Temperaturkoeffizient und 30 Jahre Garantie.

Gegen das Modul spricht der Preis je Wattpeak, der rund ein Viertel über TOPCon-Modulen liegt, und der hohe Strom von 14,98 A, der an 14-Ampere-Wechselrichtern Reserve kostet. Wer die 960-Wp-Kombination am Schuko-Stecker plant und Wert auf eine ruhige schwarze Fläche legt, findet hier das passende Modul. Wer möglichst viele Wattpeak für sein Budget sucht, fährt mit der TOPCon-Klasse günstiger.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • 40,53 V Leerlaufspannung sind der niedrigste Wert dieser Leistungsklasse und machen die Reihenschaltung zweier Module an einem 100-V-Wechselrichter möglich
  • 30 Jahre Produktgarantie decken auch Material- und Verarbeitungsfehler ab, viele Module dieser Größe bieten dafür 12 oder 15 Jahre
  • Der Temperaturkoeffizient von -0,260 %/°C liegt unter dem TOPCon-Durchschnitt und hält den Sommerverlust kleiner
  • Back-Contact-Zellen verlegen die Kontakte auf die Rückseite, dadurch steht mehr Fläche unter Licht und die Vorderseite bleibt gleichmäßig schwarz
  • Mit 1,80 m Länge und 23,5 kg ist das Modul am Balkongeländer noch allein zu handhaben
  • Der Glas-Glas-Aufbau mit 5.400 Pa Schneelast altert langsamer als eine Rückseitenfolie und schützt die Zellen von beiden Seiten

Das spricht dagegen

  • 14,98 A Kurzschlussstrom und 14,33 A im MPP liegen über den 14 A, die verbreitete 800-VA-Wechselrichter je Eingang zulassen
  • Mit 0,41 Euro je Wattpeak kostet das Modul deutlich mehr als TOPCon-Module derselben Größenordnung, die bei rund 0,32 Euro liegen
  • Den Bifazialitätsfaktor weist SunPro im öffentlichen Datenblatt nicht aus, der Rückseitenertrag lässt sich damit nicht beziffern
  • Händler und Datenblatt nennen unterschiedliche Wirkungsgrade, 23,76 % gegenüber 23,52 %, rechnerisch trägt nur der kleinere Wert
  • Der Steckverbinder EVO2 A ist MC4-kompatibel gebaut, gemischte Steckerfabrikate an einer Verbindung bleiben trotzdem eine Fehlerquelle

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 3,5
Ertrag & Wirkungsgrad 4,5
Wechselrichter-Kompatibilität 3,5
Verarbeitung & Garantie 5,0
Montage & Format 4,5

Gesamtwertung: 4,2 / 5

Häufige Fragen

Was bedeutet Back Contact beim SunPro 480 Wp?

Bei herkömmlichen Zellen laufen dünne Metallbänder über die Vorderseite und leiten den Strom ab. Sie verschatten dabei einen Teil der Zellfläche. Back-Contact-Zellen verlegen beide Kontakte auf die Rückseite, die Vorderseite bleibt vollständig unter Licht. Daraus ergeben sich zwei Effekte: ein etwas höherer Wirkungsgrad bei gleicher Fläche und eine gleichmäßig schwarze Optik ohne sichtbare Linien.

Passt der SunPro 480 Wp BC an jeden 800-Watt-Wechselrichter?

Die Spannung ist unkritisch, 40,53 V Leerlauf liegen weit unter den 60 bis 65 V, die diese Geräte vertragen. Der Strom ist der kritische Wert. Mit 14,98 A Kurzschlussstrom liegt das Modul über den 14 A des Hoymiles HiFlow 800 Pro und über den 13 A des Deye SUN-M80G4. Der Wechselrichter regelt dann an Spitzentagen ab. Reserve bieten der APsystems EZ1-M mit 20 A und der APsystems DS3-S mit 18 A je Eingang.

Wie viele dieser Module darf ich an ein Balkonkraftwerk hängen?

Seit Dezember 2025 koppelt die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 die zulässige Modulleistung an die Anschlussart. Am Haushaltsstecker sind bis 960 Wp erlaubt, mit Energiesteckvorrichtung bis 2.000 Wp. Zwei SunPro 480 Wp ergeben exakt 960 Wp und schöpfen die Schuko-Grenze damit vollständig aus. Die Einspeiseleistung bleibt in beiden Fällen bei 800 VA gedeckelt.

Kann ich zwei Module in Reihe schalten?

Ja, und hier liegt eine Stärke dieses Moduls. Zwei Module in Reihe kommen auf 81,06 V Leerlaufspannung. Ein Wechselrichter mit 100 V maximaler Eingangsspannung, etwa der Hoymiles HiFlow 800 ohne Pro, nimmt diesen Strang an einem einzigen Eingang an. Bei kalten Temperaturen steigt die Leerlaufspannung an, mit -0,200 %/°C bleibt der Zuwachs bei -10 °C jedoch unter 3 V.

Was bringt die bifaziale Rückseite konkret?

Sie nimmt Licht auf, das vom Untergrund zurückgeworfen wird. Auf hellem Kies, weißem Putz oder Schnee sind Zugewinne im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich üblich. Am Balkongeländer mit freier Rückseite fällt der Effekt kleiner aus, weil dort meist nur diffuses Himmelslicht ankommt. SunPro weist den Bifazialitätsfaktor im öffentlichen Datenblatt nicht aus, eine genaue Rechnung ist damit nicht möglich.

Wie unterscheidet sich das Modul vom SunPro 500 Wp bifazial?

Das 500-Wp-Modell nutzt TOPCon-Zellen und misst 1.961 × 1.134 mm bei 26,6 kg. Das 480-Wp-BC-Modul ist mit 1.800 × 1.134 mm und 23,5 kg kürzer und leichter, hat den höheren Wirkungsgrad und den besseren Temperaturkoeffizienten. Beim Preis je Wattpeak liegt das TOPCon-Modul vorn. Elektrisch ist der Unterschied die Spannung: 40,53 V gegenüber 43,87 V Leerlauf.

Sind 30 Jahre Produktgarantie realistisch?

Die Zusage steht im Datenblatt und gilt für Material- und Verarbeitungsfehler. Ihre Belastbarkeit hängt daran, dass der Hersteller in 20 Jahren noch existiert und der Abwicklungsweg in Deutschland funktioniert. Der Glas-Glas-Aufbau ist die technische Grundlage für eine so lange Zusage, weil beidseitiges Glas die Zellen vor Feuchtigkeit schützt und kaum altert. Als Kaufargument ist die Garantie stark, als alleiniger Kaufgrund taugt sie wenig.

Passt das Modul auf einen Balkon mit begrenztem Platz?

Mit 1,80 m Länge passt es an die meisten Standard-Balkongeländer, die typischerweise zwischen 2,5 und 4 m breit sind. Zwei Module nebeneinander brauchen rund 2,30 m Geländerbreite. Hochkant montiert ragt das Modul 1,80 m über die Geländeroberkante hinaus, was in der Regel unerwünscht ist. Die Standardmaße gängiger Module und ihre Folgen für die Montage stehen im Ratgeber zu Solarmodul-Größen.

Wie stark verliert das Modul im Sommer an Leistung?

Der Temperaturkoeffizient beträgt -0,260 %/°C. Die Nennleistung gilt bei 25 °C Zelltemperatur. Ein Modul in der Sonne erreicht leicht 60 °C, das sind 35 K über der Norm und rund 9 % Leistungsverlust. Aus 480 Wp werden dann etwa 437 W. Module mit -0,35 %/°C verlieren unter denselben Bedingungen rund 12 %.

Was kostet das Modul und wo liegt der Preis je Wattpeak?

Bei Amazon liegt es bei rund 199 Euro, inklusive Versand. Das ergibt 0,41 Euro je Wattpeak. TOPCon-Module derselben Größenordnung kosten dort rund 0,32 Euro je Wattpeak. Der Aufpreis kauft den höheren Wirkungsgrad, den besseren Temperaturkoeffizienten und die lange Garantie. Auf zwei Module gerechnet sind es rund 80 Euro Unterschied.

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