Technische Daten
| Modellbezeichnung | TSOL-MS2000 (GEN3, 4-in-1) |
|---|---|
| Nennleistung AC | 2.000 W |
| Anzahl MPP-Tracker | 4 (je 1 Modul) |
| Empfohlene Modulleistung | 400 bis über 700 W je Eingang laut TSUN, ab 300 W laut Händler |
| MPPT-Spannungsbereich | 16–60 V |
| Startspannung | 22 V |
| Max. PV-Eingangsspannung | 60 V |
| Max. Eingangsstrom je Eingang | 18 A laut TSUN, 16 A laut Händler-Listung |
| Max. Kurzschlussstrom | 25 A je Eingang |
| Nennspannung | 220 / 230 / 240 V |
| Nennfrequenz | 50 / 60 Hz |
| Max. Ausgangsstrom | 10 A |
| Max. Wirkungsgrad | 96,7 % |
| MPPT-Wirkungsgrad | 99,9 % |
| Nachtverbrauch | < 50 mW |
| Kommunikation | WLAN und Bluetooth integriert, Auswertung über die TSUN-App |
| Netz- und Anlagenschutz | integriert, nach VDE-AR-N 4105 |
| Schutzart | IP67 |
| Gehäuse / Kühlung | Aluminium, passiv gekühlt ohne Lüfter |
| Betriebstemperatur | -40 bis +65 °C |
| Maße (B × H × T) | 331 × 261 × 44 mm laut TSUN, 331 × 218 × 40 mm laut Händler |
| Gewicht | 5,5 kg |
| Garantie | 12 Jahre laut Händlerangabe |
| Gedrosselte Varianten | TSOL-MS2000(600) und TSOL-MS2000(800) |
| Schwestermodelle | TSOL-MS1600 (1.600 W), MS1800 (1.800 W), MX2250 (2.250 W) |
Vier Module an vier eigenen Reglern, ein Regelfenster ab 16 Volt, WLAN und Bluetooth im Gehäuse, und das alles für rund 149 Euro: Der TSOL-MS2000 ist der günstigste Weg zu 2.000 Watt Wechselrichterleistung, den der deutsche Handel derzeit anbietet. Grundlage dieser Einordnung sind die TSUN-Angaben zur GEN3-Reihe, mehrere Händler-Datenblätter und der Rechtsrahmen für Erzeugungsanlagen in seiner Fassung vom März 2026.
Die GEN3-Reihe und ihr mittleres Spitzenmodell
TSUN führt die Vierfach-Geräte der dritten Generation in vier Stufen: TSOL-MS1600 mit 1.600 W, MS1800 mit 1.800 W, MS2000 mit 2.000 W und MX2250 mit 2.250 W. Alle vier teilen sich Gehäuse, Anschlusszahl und Regeltechnik, getrennt werden sie über die freigegebene Ausgangsleistung.
Das Bauprinzip heißt bei TSUN “4-in-1”: Vier Module gehen an vier Steckerpaare, und jedes Modul bekommt seinen eigenen MPP-Tracker. Ein solcher Tracker sucht laufend den Arbeitspunkt, an dem das Modul die meiste Leistung abgibt. Hängen zwei Module an einem gemeinsamen Regler, gibt das schwächere den Ton an und zieht das stärkere mit nach unten. Bei vier echten Trackern bleibt jeder Verlust auf sein Modul beschränkt.
Das Regelfenster ab 16 Volt
Hier liegt die eigentliche technische Stärke. Das MPPT-Fenster reicht von 16 bis 60 V, die Startspannung liegt bei 22 V. Damit steht der TSUN auf einer Stufe mit der Hoymiles-4T-Serie und deutlich vor der Deye-G4-Reihe, die erst ab 25 V regelt.
Der Unterschied wirkt an den Rändern des Tages und des Jahres. Die Spannung eines Moduls hängt weniger stark von der Einstrahlung ab als der Strom, sie bricht aber bei sehr schwachem Licht und bei abgeschatteten Zellgruppen ein. Ein Fenster bis 16 V hinunter hält den Regler dort im Arbeitsbereich, wo Geräte mit 25-Volt-Untergrenze bereits abschalten. Der Deye SUN-M200G4 verliert genau in diesen Minuten. Wie stark Verschattung insgesamt durchschlägt, behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk im Schatten, die Jahreszeit der Ratgeber Photovoltaik im Winter.
Dazu kommt ein Wert, den sonst kaum ein Datenblatt ausweist: der Nachtverbrauch von unter 50 Milliwatt. Über ein Jahr sind das weniger als eine halbe Kilowattstunde. Der Betrag ist klein, er zeigt aber, dass die Elektronik in Ruhe sauber abschaltet.
Drei Ausführungen, ein Name
Dieser Punkt gehört vor den Kauf, weil er sich später nicht mehr geradebiegen lässt. TSUN liefert dasselbe Gerät in drei Leistungsfreigaben, erkennbar allein am Klammerzusatz: TSOL-MS2000(600), TSOL-MS2000(800) und die Grundversion mit vollen 2.000 W.
Die gedrosselten Ausführungen sind werkseitig auf 600 beziehungsweise 800 Watt begrenzt. Händler weisen darauf hin, dass sich die volle Leistung nur über ein Software-Update freischalten lässt. Zwei Geräte, die im Regal nebeneinander liegen, können damit dieselbe Typenbezeichnung tragen und trotzdem in völlig verschiedene Anmeldeverfahren führen. Wer bestellt, prüft die vollständige Artikelbezeichnung und die mitgelieferte Konformitätserklärung.
2.000 Watt und der Anmeldeweg seit März 2026
Für das vereinfachte Verfahren nach Paragraf 8 Absatz 5a EEG gelten zwei Grenzen gleichzeitig: höchstens 2.000 Wattpeak Modulleistung und höchstens 800 Voltampere Wechselrichterleistung. Die hier eingeordnete Ausführung mit 2.000 W überschreitet die zweite Grenze um das Zweieinhalbfache.
Seit dem 1. März 2026 gilt die VDE-Anwendungsregel 4105 in der Fassung 2026-03. Sie hat die Modulleistungsgrenze für die Anmeldung durch Laien gelockert und die Kategorie der Kleinsterzeugungsanlage eingeführt: Anlagen über 2.000 Wattpeak oder mit Speicher lassen sich seither über das Laienformular F.1.2 anmelden. Die Einspeiseleistung bleibt dabei in jedem Fall auf 800 VA gedeckelt. Für das ungedrosselte Gerät ändert die Neuerung damit nichts: Es gilt Anmeldung beim Netzbetreiber vor Inbetriebnahme, Eintrag im Marktstammdatenregister als Erzeugungsanlage und fester Anschluss durch eine Elektrofachkraft.
Für die 800-Watt-Ausführung sieht die Lage anders aus, dort greift der vereinfachte Weg. Entscheidend ist, welche Scheinleistung die beigelegte Unterlage ausweist, denn genau die legt der Netzbetreiber zugrunde. Die Anschlussarten ordnet der Ratgeber Schuko oder Wieland ein, die Fristen der Ratgeber Balkonkraftwerk anmelden, die Leistungsgrenzen der Ratgeber Wie viel Strom darf ein Balkonkraftwerk erzeugen.
WLAN und Bluetooth im Gehäuse
Der TSOL-MS2000 bringt beide Funkwege mit. WLAN hängt ihn direkt ans Heimnetz und liefert die Daten an die TSUN-App, Bluetooth erlaubt die Ersteinrichtung und einen direkten Zugriff auch dann, wenn das Heimnetz am Montageort noch nicht steht.
Das ist der Punkt, an dem er der Hoymiles-4T-Serie voraus ist. Der HMS-2000-4T funkt über Sub-1G an eine Datenübertragungseinheit, die extra gekauft, mit Strom versorgt und in Funkreichweite platziert werden muss. Ohne sie speist das Gerät stumm ein. Der TSUN spart dieses Zusatzgerät und den zugehörigen Steckdosenplatz.
Sobald mehrere Wechselrichter auf einem Dach zusammenkommen, dreht sich der Vorteil: Dann sammelt eine einzige Datenübertragungseinheit alle Hoymiles-Geräte ein, während jeder TSUN eine eigene WLAN-Verbindung braucht. Warum sich die Auswertung überhaupt lohnt, zeigt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Ertrag messen, die Einbindung ins eigene Smart Home der Ratgeber Nulleinspeisung mit Home Assistant.
Widersprüche in den Datenblättern
Bei diesem Gerät gehen die Quellen an mehreren Stellen auseinander, und das gehört offen benannt. TSUN nennt für die GEN3-Reihe eine empfohlene Modulleistung von 400 bis über 700 W je Eingang und 18 A maximalen Eingangsstrom, Händler-Datenblätter führen ab 300 W und 16 A. Bei den Gehäusemaßen stehen 331 × 261 × 44 mm gegen 331 × 218 × 40 mm.
Unstrittig sind Kurzschlussstrom (25 A je Eingang), maximale Eingangsspannung (60 V), Wirkungsgrad (96,7 Prozent), MPPT-Wirkungsgrad (99,9 Prozent), Schutzart IP67 und der Temperaturbereich von -40 bis +65 °C. Für die Modulauswahl gilt der niedrigere Stromwert als sichere Annahme, für die Unterkonstruktion das höhere Gewicht. Bei bifazialen Modulen lohnt der Blick ins Moduldatenblatt, weil der Rückseitenertrag den Kurzschlussstrom nach oben treibt. Was ihn bestimmt, steht im Ratgeber Bifaziale Solarmodule und der Untergrund.
Der Preis je Kilowatt
Hier gewinnt der TSUN das Feld. Rund 149 Euro für 2.000 W sind etwa 75 Euro je Kilowatt. Zum Vergleich: Der Deye SUN-M200G4 liegt bei etwa 90 Euro, der Hoymiles HMS-2000-4T bei rund 103 Euro zuzüglich Datenübertragungseinheit, der APsystems EZ1D bei etwa 104 Euro.
Beim Blick auf die Gesamtanlage relativiert sich der Vorsprung. Vier Module der 600-Watt-Klasse kosten ein Vielfaches des Wechselrichters, dazu kommen Unterkonstruktion, Kabel und bei einer regulären Anlage die Elektrofachkraft. Die dreißig bis sechzig Euro Ersparnis gegenüber der Konkurrenz sind ein schöner Nebeneffekt und selten das entscheidende Argument. Die Gesamtrechnung ordnet der Ratgeber Wie viel spart ein Balkonkraftwerk ein.
Ein Restrisiko bleibt beim Support. Hoymiles, Deye und APsystems sind im deutschen Fachhandel breit vertreten, TSUN läuft stärker über einzelne Distributoren und Balkonkraftwerk-Anbieter. Die zwölf Jahre Garantie stehen in Händler-Datenblättern, eine öffentlich dokumentierte Herstellerzusage für den deutschen Markt fehlt. Bei einem Gerät, das zwei Jahrzehnte auf dem Dach bleiben soll, gehört das in die Abwägung.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Leistung | MPPT | MPPT-Fenster | Kommunikation | Preis je kW | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TSUN TSOL-MS2000 | 2.000 W | 4 | 16–60 V | WLAN + Bluetooth | ca. 75 € | ca. 149 € | 4,0 |
| Deye SUN-M200G4 | 2.000 W | 4 | 25–55 V | WLAN eingebaut | ca. 90 € | ca. 180 € | 4,0 |
| Hoymiles HMS-2000-4T | 2.000 VA | 4 | 16–60 V | Sub-1G + DTU | ca. 103 € | ca. 206 € | 3,6 |
| APsystems EZ1D 1800W | 1.800 VA | 2 | Hochvolt | WLAN + Bluetooth | ca. 104 € | ca. 187 € | 3,7 |
| Deye SUN-M160G4 | 1.600 W | 4 | 25–55 V | WLAN eingebaut | ca. 106 € | ca. 169 € | 3,8 |
Der direkte Gegenspieler ist der Hoymiles HMS-2000-4T: gleiche Leistung, gleiche Zahl an Trackern, dasselbe Regelfenster. Der TSUN kostet rund 57 Euro weniger und spart zusätzlich die Datenübertragungseinheit. Hoymiles hält dagegen mit dokumentierter Ersatzteilverfügbarkeit über zwölf Jahre, breiterer Verfügbarkeit und dem Vorteil, dass eine Empfangseinheit beliebig viele Geräte einsammelt.
Wer zwei Anlagen an einem Zähler plant, findet die Regeln im Ratgeber Balkonkraftwerk pro Zähler, wer mehrere Geräte koppeln will, im Ratgeber Wechselrichter parallel schalten.
Für wen sich das Gerät lohnt
Passend ist der TSOL-MS2000 für Dach-, Garagen- und Carportanlagen mit vier Modulen, besonders bei gemischter Ausrichtung, wandernden Schatten und Standorten, an denen Dämmerungserträge zählen. Wer die Anlage ohnehin regulär anmeldet und einen preisbewussten Wechselrichter mit vier echten Trackern sucht, findet hier das derzeit günstigste Angebot der Klasse.
Weniger passend ist er in zwei Fällen. Am Balkonkraftwerk führt die ungedrosselte Ausführung aus dem vereinfachten Verfahren heraus, dort kommt nur die 800-Watt-Version in Frage. Und wer Wert auf einen Hersteller mit breitem deutschen Servicenetz legt, ist mit Hoymiles oder Deye besser aufgehoben.
Fazit
Der TSOL-MS2000 liefert die technisch stärkste Kombination im Feld zum niedrigsten Preis: vier echte MPP-Tracker, Regelfenster ab 16 Volt, 96,7 Prozent Wirkungsgrad, WLAN und Bluetooth im Gehäuse, IP67 und ein Nachtverbrauch unter 50 Milliwatt für rund 75 Euro je Kilowatt. Wer nach den Datenblattwerten kauft, kommt an diesem Gerät schwer vorbei.
Zwei Punkte gehören eingerechnet. Die Marke ist im deutschen Handel schmaler aufgestellt, und die Angaben zu Eingangsstrom, Modulbereich und Maßen gehen zwischen Hersteller und Händlern auseinander. Und der Klammerzusatz im Artikelnamen entscheidet über das Anmeldeverfahren: Nur die Ausführung TSOL-MS2000(800) bleibt im vereinfachten Verfahren, die hier eingeordnete Grundversion mit 2.000 W wird als reguläre Erzeugungsanlage angemeldet.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Rund 75 Euro je Kilowatt sind der niedrigste Wert unter allen hier eingeordneten Mikrowechselrichtern, der nächstbeste liegt bei etwa 90 Euro
- Vier getrennte MPP-Tracker mit je einem Modul: Verschattung und gemischte Ausrichtung wirken sich nur auf das betroffene Modul aus
- Das MPPT-Fenster ab 16 V hält den Regler in Dämmerung, bei trübem Wetter und bei abgeschatteten Zellgruppen länger im Arbeitsbereich
- WLAN und Bluetooth sind eingebaut: Auswertung ohne Datenübertragungseinheit, Ersteinrichtung auch ohne Heimnetz
- Der Nachtverbrauch von unter 50 Milliwatt ist der niedrigste dokumentierte Wert im Vergleichsfeld
- Mit 25 A Kurzschlussstrom je Eingang bleibt auch bei bifazialen Modulen mit hohem Rückseitenertrag Reserve
Das spricht dagegen
- Mit 2.000 W liegt das Gerät um das Zweieinhalbfache über der 800-VA-Grenze und fällt damit unter das reguläre Anmeldeverfahren
- Herstellerangabe und Händler-Listung widersprechen sich bei Eingangsstrom, Modulbereich und Gehäusemaßen deutlich
- Die Marke ist im deutschen Handel schmaler aufgestellt als Hoymiles, Deye oder APsystems, Ersatzbeschaffung und Support hängen stärker am einzelnen Händler
- Die Garantiedauer nennen nur Händler, eine öffentlich dokumentierte Herstellerangabe für den deutschen Markt fehlt
- Der Handel führt drei Ausführungen mit identischer Bezeichnung und unterschiedlicher Leistungsfreigabe, das erschwert den Preisvergleich und die Anmeldung
Häufige Fragen
Wie viel Leistung hat der TSUN TSOL-MS2000?
Die Nennleistung liegt bei 2.000 W an 220 bis 240 V, der maximale Ausgangsstrom bei 10 A. Verteilt wird die Leistung auf vier unabhängige MPP-Tracker mit je einem Modulanschluss. In der GEN3-Reihe steht das Modell zwischen dem TSOL-MS1800 mit 1.800 W und dem MX2250 mit 2.250 W.
Was bedeuten die Zusätze 600 und 800 in TSOL-MS2000(800)?
TSUN liefert dasselbe Gerät in Ausführungen mit unterschiedlich freigegebener Ausgangsleistung. Die Variante mit dem Zusatz (800) ist softwareseitig auf 800 W begrenzt, die mit (600) auf 600 W, die Grundversion gibt volle 2.000 W ab. Händler weisen darauf hin, dass sich die volle Leistung nur über ein Software-Update freischalten lässt. Vor dem Kauf lohnt der Blick in die Artikelbezeichnung, weil sich die Ausführungen nur an diesem Klammerzusatz unterscheiden.
Darf ich den TSOL-MS2000 als Balkonkraftwerk betreiben?
Die hier eingeordnete Ausführung mit 2.000 W überschreitet die Grenze von 800 Voltampere Wechselrichterleistung aus Paragraf 8 Absatz 5a EEG deutlich und ist damit eine reguläre Erzeugungsanlage. Für den Betrieb als Steckersolargerät kommt nur die werkseitig auf 800 W begrenzte Ausführung in Frage. Maßgeblich ist dabei, welche Scheinleistung die mitgelieferte Konformitäts- beziehungsweise Einheitenzertifikat-Unterlage ausweist, denn diese Unterlage legt der Netzbetreiber der Anmeldung zugrunde.
Wie viele Module kann ich anschließen?
Vier, jeweils eines je MPPT-Eingang. TSUN gibt eine empfohlene Modulleistung von 400 bis über 700 W je Eingang an, Händler-Listungen nennen eine Spanne ab 300 W. Der Kurzschlussstrom ist auf 25 A je Eingang begrenzt, beim Betriebsstrom gehen die Angaben zwischen 16 und 18 A auseinander. Vier Module à 600 W ergeben rechnerisch 2,4 kWp Modulleistung auf 2.000 W Wechselrichterleistung.
Braucht der TSOL-MS2000 ein Zusatzgerät zur Überwachung?
Nein. WLAN und Bluetooth sitzen im Gehäuse, das Gerät meldet seine Daten direkt an die TSUN-App. Eine Datenübertragungseinheit wie bei der Hoymiles-HMS-Serie entfällt. Bluetooth hilft zusätzlich bei der Ersteinrichtung, weil sich das Gerät auch ohne funktionierende Heimnetzverbindung ansprechen lässt.
Was bringt das MPPT-Fenster ab 16 Volt?
Die Spannung eines Solarmoduls fällt bei sehr schwachem Licht und bei abgeschatteten Zellgruppen ab. Reicht das Regelfenster bis 16 V hinunter, bleibt der Arbeitspunkt in diesen Situationen im Bereich, in dem der Wechselrichter noch einspeist. Geräte mit einem Fenster ab 25 V steigen dort früher aus. Der Ertrag in diesen Minuten ist klein, über ein Jahr summieren sich Dämmerung, trübe Tage und Verschattungsphasen aber zu einem messbaren Betrag.
Wie viel Ertrag bringen 2.000 Watt Wechselrichterleistung im Jahr?
Bei 2,4 kWp Modulleistung und einem spezifischen Ertrag von 900 bis 1.000 kWh je kWp sind in Deutschland rund 2.160 bis 2.400 kWh im Jahr realistisch. Bei 35 Cent je Kilowattstunde entspricht das etwa 750 bis 840 Euro Gegenwert, sofern der Strom im Haushalt landet. Ausrichtung, Neigung und Verschattung verschieben das Ergebnis erheblich.
Kann der TSOL-MS2000 aufs Dach?
Ja. Das Aluminiumgehäuse ist nach IP67 geschützt, also staubdicht und gegen zeitweiliges Untertauchen abgesichert, der Betriebsbereich reicht von -40 bis +65 °C. Gekühlt wird passiv, ein Lüfter als Verschleißteil fehlt. Mit rund 5,5 kg gehört das Gerät zu den schwereren seiner Klasse, montiert wird üblicherweise im Schatten unter dem Modulrahmen.
Wer steckt hinter der Marke TSUN?
TSUN ist ein chinesischer Hersteller von Mikrowechselrichtern und Speichersystemen, der in Europa unter anderem über Distributoren und Balkonkraftwerk-Anbieter vertrieben wird. Die Geräte tragen den integrierten Netz- und Anlagenschutz nach VDE-AR-N 4105 und sind damit für den Betrieb in Deutschland vorgesehen. Im deutschen Fachhandel ist die Marke schmaler vertreten als Hoymiles, Deye oder APsystems.
Wie unterscheidet sich der TSOL-MS2000 vom Hoymiles HMS-2000-4T?
Beide geben 2.000 W über vier getrennte MPP-Tracker ab und regeln ab 16 V. Der Unterschied liegt in der Kommunikation und im Preis: Der TSUN hat WLAN und Bluetooth im Gehäuse und kostet rund 149 Euro, der Hoymiles funkt über Sub-1G an eine separat zu kaufende Datenübertragungseinheit und kostet rund 206 Euro. Hoymiles gibt dafür zwölf Jahre Garantie mit dokumentierter Ersatzteilverfügbarkeit und ist im deutschen Fachhandel breiter verfügbar.