AC-Heimspeicher · Zendure

Zendure SolarFlow 4000 Mix AC+ (AC-Heimspeicher)

  • 8 kWh Kapazität für rund 1.999 Euro, das sind etwa 0,25 Euro je Wattstunde
  • 90 Prozent Round-Trip-Wirkungsgrad laut Zendure, ein Spitzenwert für AC-Kopplung
  • 4.000 W netzgekoppelt, 3.680 W im Inselbetrieb, 7,2 kW Spitze
  • 10.000 Ladezyklen bis 70 Prozent Restkapazität, rechnerisch rund 15 Jahre
  • PV-IN-AC-Anschluss: die Dachanlage produziert bei Netzausfall weiter

Preise: Stand 05.10.2026, Amazon 04:10 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der solarkasten.de-Redaktion · Veröffentlicht am 4. September 2026

Zendure SolarFlow 4000 Mix AC+

Technische Daten

Speicherkapazität 8 kWh
Zellchemie LiFePO4
Ladezyklen 10.000 bis 70 % Restkapazität
Rechnerische Lebensdauer rund 15 Jahre bei zwei Zyklen täglich
AC-Ausgang netzgekoppelt 4.000 W
AC-Ausgang Inselbetrieb 3.680 W
Spitzenleistung 7,2 kW für 200 ms
PV-IN-AC-Eingang bis 5.000 W
Round-Trip-Wirkungsgrad rund 90 % (Herstellerangabe)
USV-Umschaltzeit 10 ms laut Produktseite, 15 ms laut Händler-Listung
Ladezeit rund 2 Stunden auf volle Kapazität
Erweiterung über PowerHub (Zendure nennt zu Ausbaustufen keine einheitlichen Angaben)
Anschlussarten Steckdose (Plug & Play) oder feste Verkabelung durch Fachbetrieb
Schnittstellen WLAN, LAN, RS485
Energiemanagement HEMS 2.0 mit ZENKI, dynamische Tarife über ZenWave
Sicherheit duale BMS-Architektur, Aerosol-Löschsystem
Geräusch 25 dB bei geringer Last, rund 40 dB unter Volllast
Schutzart IP65
Temperaturbereich −20 bis +55 °C
Gehäuse Metall, mit Rollen an der Unterseite
Maße 46,1 × 23,4 × 82,5 cm
Gewicht 80,0 kg
Preis rund 1.999 €

8 Kilowattstunden für rund 2.000 Euro: Der Zendure SolarFlow 4000 Mix AC+ verlässt die Balkonkraftwerk-Klasse und tritt gegen klassische Hausspeicher an, die für dieselbe Kapazität oft das Doppelte kosten. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben von Zendure und die Händler-Listung.

Wo das Gerät im Markt steht

Zendure ist mit Speichern wie dem SolarFlow 800 Plus und dem SolarFlow 2400 AC+ im Balkonkraftwerk-Segment groß geworden. Die Mix-Serie ist der Schritt darüber: Geräte für die Nachrüstung einer kompletten Dachanlage.

Drei Modelle bilden die Serie, und die Unterschiede sind erheblich:

ModellKapazitätAC-LeistungBesonderheitUVP
SolarFlow 3000 Mix AC+8 kWh3.000 Wgleiches Gehäuse, ohne PV-IN-AC-Anschluss, nicht erweiterbar1.699 €
SolarFlow 4000 Mix AC+8 kWh4.000 WPV-IN-AC-Anschluss, reine Nachrüstlösung1.999 €
SolarFlow 4000 Mix Pro8 kWh4.000 Wzusätzlich Solareingänge für Dach-PV und Balkonkraftwerk2.399 €

Der hier besprochene 4000 Mix AC+ ist die mittlere Variante und die richtige, wenn bereits ein Wechselrichter auf dem Dach arbeitet. Wer dagegen Module direkt anschließen will, braucht den Mix Pro mit seinen Gleichstrom-Eingängen. Bei Amazon sind der 3000 Mix AC+ und der 4000 Mix AC+ gelistet, der Mix Pro derzeit nicht.

0,25 Euro je Wattstunde: die Zahl, um die es geht

Rund 1.999 Euro für 8.000 Wattstunden ergeben etwa 0,25 Euro je Wattstunde. Das ist der Kern des Angebots.

Zur Einordnung: Klassische Hausspeicher namhafter Hersteller liegen samt Installation häufig zwischen 700 und 1.000 Euro je Kilowattstunde, also bei 0,70 bis 1,00 Euro je Wattstunde. Selbst im Vergleich mit Balkonkraftwerk-Speichern steht das Gerät gut da: Der Zendure SolarFlow 1600 AC+ kommt beim Grundgerät auf rund 0,31 Euro je Wattstunde.

Der Grund für den Preisvorteil liegt in der Bauform. Das Gerät kommt als fertige Einheit mit Akku, Wechselrichter und Steuerung in einem Gehäuse, es braucht keinen Schaltschrank, keine separate Batteriebank und im einfachsten Fall keinen Eingriff in die Hausinstallation. Was ein Installateur sonst an Komponenten zusammenstellt, ist hier ab Werk verbunden.

Der PV-IN-AC-Anschluss ist die eigentliche Neuerung

Ein normaler AC-Speicher hängt einfach am Hausnetz. Er sieht dort, wie viel Überschuss vorhanden ist, und lädt. Bei Netzausfall ist Schluss: Der Wechselrichter der Dachanlage schaltet ab, weil ihm das Netz als Taktreferenz fehlt. Genau das ist der Punkt, an dem viele Hausbesitzer nach einem Stromausfall überrascht feststellen, dass ihre Solaranlage bei Sonnenschein stillsteht.

Der 4000 Mix AC+ hat dafür einen eigenen Eingang. Der Dach-Wechselrichter wird direkt in den PV-IN-AC-Anschluss gesteckt statt ins Hausnetz, mit bis zu 5.000 Watt. Fällt das Netz aus, baut der Speicher ein eigenes Inselnetz auf. Der Wechselrichter erkennt dieses Netz als Referenz, läuft weiter und lädt den Speicher nach.

Praktisch bedeutet das den Unterschied zwischen anderthalb Tagen und unbegrenztem Notstrom im Sommer. Bei Sonnenschein füllt die Dachanlage den Speicher tagsüber wieder auf, während der Haushalt daraus versorgt wird.

4.000 Watt: was die Leistung im Haus abdeckt

Netzgekoppelt gibt das Gerät 4.000 Watt ab, im Inselbetrieb 3.680 Watt, mit 7,2 Kilowatt Spitze für 200 Millisekunden.

Diese Werte sind der Sprung gegenüber der Balkonkraftwerk-Klasse. 800 Watt, wie sie ein Steckersolarspeicher liefert, decken die Grundlast eines Haushalts ab: Kühlschrank, Router, Standby, Beleuchtung. 3.680 Watt decken den realen Verbrauch mit: Waschmaschine im Heizgang, Geschirrspüler, Wasserkocher, Backofen und Herdplatte gleichzeitig sind damit machbar.

Die Spitzenleistung von 7,2 Kilowatt ist für Motoren gedacht. Wärmepumpe, Kompressor, Kreissäge und Tauchpumpe ziehen beim Anlauf ein Vielfaches ihrer Nennleistung, und ohne diese Reserve schaltet ein Speicher an dieser Stelle ab.

Die Leistungsstufen entscheiden über den Installationsaufwand

Hier liegt der wichtigste Punkt vor dem Kauf. Die Ausgangsleistung ist in der App gestuft freischaltbar, und mit der Stufe steigt der formale Aufwand:

Diese Staffelung folgt der deutschen Regelungslage. Ein Gerät mit 4.000 Watt Ausgangsleistung ist kein Steckersolargerät mehr und fällt damit aus dem vereinfachten Verfahren heraus, das für Balkonkraftwerke gilt. Wer die volle Leistung nutzen will, braucht die Fachkraft, die den Hausanschluss, die Absicherung und die Verteilung prüft.

Unabhängig von der Stufe gilt: Batteriespeicher gehören ins Marktstammdatenregister, und der Netzbetreiber ist zu informieren. Welche Wege es bei Speichern gibt und was sich seit dem Solarpaket geändert hat, ordnet der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher nachrüsten und anmelden ein.

90 Prozent Wirkungsgrad und was er wert ist

Zendure nennt rund 90 Prozent Round-Trip-Wirkungsgrad. Von zehn eingespeicherten Kilowattstunden kommen also etwa neun wieder heraus.

Für einen AC-gekoppelten Speicher ist das ein hoher Wert. Bei dieser Bauart wird zweimal gewandelt: Der Wechselrichter der PV-Anlage macht aus Gleichstrom Wechselstrom, der Speicher wandelt für seine Zellen zurück und beim Entladen erneut. Vergleichbare Geräte liegen zwischen 80 und 86 Prozent, der SolarFlow 1600 AC+ etwa bei gemessenen 85,5 Prozent.

Bei einem Speicher dieser Größe zahlt sich der Unterschied aus. Wer 8 kWh täglich durchsetzt, bewegt im Jahr rund 2.900 Kilowattstunden. Zwischen 90 und 85 Prozent liegen dabei etwa 145 Kilowattstunden, bei 35 Cent also rund 51 Euro jährlich. Über 15 Jahre Nutzungsdauer summiert sich das auf einen vierstelligen Betrag.

10.000 Zyklen: die Rechnung dahinter

Zendure gibt 10.000 Ladezyklen bis 70 Prozent Restkapazität an. Das ist mehr als das Doppelte dessen, was viele Speicher mit 6.000 Zyklen versprechen.

Die Umrechnung ist entscheidend. Bei zwei vollen Zyklen täglich ergeben 10.000 Zyklen rund 15 Jahre. Zwei Zyklen am Tag klingen viel, sind mit einem dynamischen Tarif aber realistisch: einmal laden aus Solarüberschuss und einmal aus günstigem Nachtstrom, dazu zweimal entladen. Bei einem Zyklus täglich reicht die Zellchemie rechnerisch weit über 20 Jahre, dann begrenzt die kalendarische Alterung.

Für die Wirtschaftlichkeit ist das die zweitwichtigste Zahl nach dem Preis. Sie bestimmt, auf wie viele Kilowattstunden sich die 1.999 Euro verteilen: Bei 10.000 Zyklen à 8 kWh sind das rechnerisch 80.000 Kilowattstunden Durchsatz, also rund 2,5 Cent Speicherkosten je Kilowattstunde.

Widersprüche in den Herstellerangaben

Zwei Punkte sind nicht eindeutig belegt, und das gehört benannt.

Zur Erweiterbarkeit finden sich unterschiedliche Angaben. Die Händler-Listung nennt eine Erweiterung über einen PowerHub, Berichte zur Serienvorstellung sprechen von bis zu 50 Kilowattstunden, während Zendure den 4000 Mix AC+ in einem eigenen Modellvergleich mit 8 Kilowattstunden ohne weitere Ausbaupläne führt. Wer den Ausbau fest einplant, sollte das vor dem Kauf beim Hersteller klären.

Zur USV-Umschaltzeit nennt die Produktseite 10 Millisekunden, die Händler-Listung 15. Beide Werte liegen im Bereich, in dem Rechner, Router und Netzwerkspeicher ohne Neustart durchlaufen; für die Kaufentscheidung ist der Unterschied ohne Belang.

Aufstellung: 80 Kilogramm wollen geplant sein

Das Gerät misst 46,1 × 23,4 × 82,5 Zentimeter und wiegt 80 Kilogramm. Das Metallgehäuse ist nach IP65 geschützt und für −20 bis +55 °C ausgelegt, die Aufstellung im Freien ist also zulässig.

Die Rollen an der Unterseite helfen beim Verschieben auf ebenem Boden. Über Stufen, durch enge Kellerabgänge oder auf einen Balkon im ersten Stock kommt das Gerät damit nicht. Der Aufstellort sollte vor der Bestellung feststehen, und zwar inklusive des Weges dorthin.

Zur Geräuschentwicklung nennt Zendure 25 Dezibel bei geringer Last und rund 40 Dezibel unter Volllast. Keller, Garage, Hauswirtschaftsraum und Carport sind damit unproblematisch, ein Platz direkt unter einem Schlafzimmerfenster weniger.

Steuerung und dynamische Tarife

Die Steuerung heißt HEMS 2.0 mit dem KI-Modus ZENKI und optimiert Laden und Entladen anhand von Erzeugung, Verbrauch und Strompreis. Angebunden wird das Gerät über WLAN, LAN oder RS485, wobei die Kabelvarianten im Keller die verlässlichere Wahl sind.

Der zweite Ertragsweg neben dem Eigenverbrauch ist der dynamische Tarif. Bei 8 Kilowattstunden Kapazität und einer typischen Tagesspanne von 10 bis 15 Cent zwischen Nacht- und Abendpreis ergibt eine Verschiebung rund 0,80 bis 1,20 Euro am Tag nach Wandlungsverlusten. Über das Jahr sind das grob 300 bis 400 Euro, vorausgesetzt der Zähler und der Tarif geben das her. Was dafür nötig ist, rechnet der Ratgeber Batteriespeicher mit dynamischem Stromtarif im Detail vor.

Für wen sich der 4000 Mix AC+ lohnt

Passend ist das Gerät für Hausbesitzer mit bestehender Dachanlage ohne Speicher, für Haushalte mit Wärmepumpe oder Klimaanlage und hohem Abendbedarf und für alle, denen Notstrom für das ganze Haus wichtig ist. Die Kombination aus 8 Kilowattstunden, 3.680 Watt Inselleistung und dem PV-IN-AC-Anschluss ist in dieser Preisklasse ungewöhnlich vollständig.

Weniger passend ist er für Mieter und für alle, die bei einem Balkonkraftwerk bleiben. Dort genügt ein Steckersolarspeicher, der ohne Elektrofachbetrieb auskommt. Und wer Solarmodule direkt anschließen will, braucht den Mix Pro: Der 4000 Mix AC+ hat keine Gleichstrom-Eingänge.

Alternativen im Vergleich

ModellKapazitätAC-LeistungWirkungsgradPreis je WhPreis
Zendure SolarFlow 4000 Mix AC+8 kWh4.000 Wca. 90 %ca. 0,25 €ca. 1.999 €
Anker SOLIX Solarbank Max AC7 kWh3.500 WHerstellerangabeOberklasseOberklasse
Marstek Venus E 3.05,12 kWh2.500 Wüber 93,5 %ca. 0,20 €ca. 1.018 €
Zendure SolarFlow 1600 AC+1,92 kWhbis 1.600 W85,5 % gemessenca. 0,31 €ca. 599 €

Fazit

Der Zendure SolarFlow 4000 Mix AC+ bringt Hausspeicher-Leistung zu einem Preis, der bisher der Balkonkraftwerk-Klasse vorbehalten war: 8 Kilowattstunden, 4.000 Watt und rund 90 Prozent Wirkungsgrad für etwa 1.999 Euro. Der PV-IN-AC-Anschluss ist dabei mehr als ein Zusatz, weil er als einziges Detail darüber entscheidet, ob die eigene Dachanlage bei Stromausfall weiterläuft oder stillsteht.

Zwei Dinge gehören vorher geklärt. Ab 3.000 Watt sind Elektrofachbetrieb und Anmeldung Pflicht, das ist kein Plug-and-Play-Gerät im Sinne eines Balkonkraftwerks. Und 80 Kilogramm auf 82 Zentimetern Höhe brauchen einen Aufstellort, der vor der Bestellung feststeht. Wer beides einplant, bekommt derzeit eines der günstigsten Angebote für 8 Kilowattstunden am deutschen Markt.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • 8 kWh für rund 1.999 Euro: mit etwa 0,25 Euro je Wattstunde unterbietet das Gerät klassische Hausspeicher deutlich
  • 90 Prozent Round-Trip-Wirkungsgrad sind für einen AC-gekoppelten Speicher ein Spitzenwert, weil dort zweimal gewandelt wird
  • Der PV-IN-AC-Anschluss hält die Dachanlage bei Netzausfall am Laufen, statt sie wie üblich abzuschalten
  • 10.000 Zyklen sind mehr als das Doppelte dessen, was viele Speicher dieser Klasse angeben
  • 3.680 W im Inselbetrieb tragen bei Netzausfall reale Haushaltslasten bis hin zu Waschmaschine und Herdplatte, weit über eine reine Notsteckdose hinaus
  • Arbeitet hinter jedem gängigen Dach-Wechselrichter, die bestehende Anlage bleibt unverändert

Das spricht dagegen

  • Ab 3.000 Watt sind fester Anschluss durch einen Elektrofachbetrieb und die Anmeldung beim Netzbetreiber zwingend, erst danach gibt die App die volle Leistung frei
  • 80 Kilogramm und 82,5 Zentimeter Höhe: der Aufstellort muss vor dem Kauf feststehen, Rollen hin oder her
  • Zendure macht zur Erweiterbarkeit widersprüchliche Angaben, von 8 kWh Endausbau bis 50 kWh über PowerHub
  • Die USV-Umschaltzeit wird mit 10 und mit 15 Millisekunden angegeben, je nach Quelle
  • Ein Messgerät für den Hausanschluss ist Voraussetzung und im Preis nicht enthalten
  • Unter Volllast rund 40 dB: für einen Aufstellort neben dem Schlafzimmer zu laut

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 5,0
Kapazität & Leistung 4,5
Wirkungsgrad & Zyklen 5,0
Notstrom 4,5
Aufwand & Aufstellung 3,0

Gesamtwertung: 4,4 / 5

Häufige Fragen

Brauche ich für den SolarFlow 4000 Mix AC+ einen Elektriker?

Bis 1.000 Watt Ausgangsleistung ist der Betrieb an der Steckdose vorgesehen, darüber empfiehlt Zendure den festen Anschluss. Ab 3.000 Watt sind der feste Anschluss durch einen Elektrofachbetrieb und die Anmeldung beim Netzbetreiber verbindlich: Die App gibt die höheren Stufen erst frei, wenn die Anmeldebestätigung hochgeladen ist.

Muss der Speicher angemeldet werden?

Ja. Batteriespeicher gehören ins Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, und der Netzbetreiber ist zu informieren. Bei einem Gerät dieser Leistungsklasse läuft die Anmeldung über den Elektrofachbetrieb nach den Regeln für fest angeschlossene Erzeugungs- und Speicheranlagen, nicht über das vereinfachte Steckersolar-Verfahren.

Was bedeutet der PV-IN-AC-Anschluss?

Der bestehende Dach-Wechselrichter wird direkt in diesen Eingang gesteckt statt ins Hausnetz. Der Vorteil zeigt sich bei Netzausfall: Normalerweise schaltet ein Wechselrichter dann ab, weil ihm das Netz als Referenz fehlt. Der Speicher baut stattdessen ein eigenes Inselnetz auf, an dem die Anlage weiterproduziert und den Speicher nachlädt.

Wie viel Haushalt trägt der Speicher bei Stromausfall?

Im Inselbetrieb stehen 3.680 Watt dauerhaft und 7,2 Kilowatt für 200 Millisekunden zur Verfügung. Damit laufen Kühlschrank, Gefriertruhe, Heizungspumpe, Beleuchtung, Router und Küchengeräte gleichzeitig. Bei 8 Kilowattstunden Kapazität und einem sparsamen Verbrauch von rund 5 kWh am Tag trägt das gut anderthalb Tage.

Was heißt 90 Prozent Round-Trip-Wirkungsgrad?

Von zehn eingespeicherten Kilowattstunden kommen rund neun wieder heraus. Bei einem AC-gekoppelten Speicher ist das ein hoher Wert, weil der Strom zweimal gewandelt wird: einmal vom Wechselrichter der PV-Anlage und einmal im Speicher. Viele AC-Speicher liegen zwischen 80 und 86 Prozent.

Passt der SolarFlow 4000 Mix AC+ zu meiner bestehenden PV-Anlage?

Ja, das ist der eigentliche Zweck des Geräts. Es hängt AC-seitig hinter der Anlage und ist damit unabhängig vom Wechselrichter-Hersteller. An der bestehenden Installation muss nichts geändert werden, was besonders bei angemeldeten Dachanlagen der entscheidende Punkt ist.

Wie lange hält der Speicher?

Zendure nennt 10.000 Ladezyklen bis 70 Prozent Restkapazität. Bei zwei vollen Zyklen täglich entspricht das rund 15 Jahren, bei einem Zyklus täglich deutlich mehr. Damit liegt der Wert über dem, was viele Speicher dieser Klasse mit 6.000 Zyklen angeben.

Wo darf der Speicher stehen?

Das Metallgehäuse ist nach IP65 geschützt und für −20 bis +55 °C ausgelegt, die Aufstellung im Freien ist also zulässig. Praktisch entscheidet das Gewicht: 80 Kilogramm auf 46 × 23 Zentimetern Grundfläche brauchen einen tragfähigen, ebenen Untergrund. Rollen an der Unterseite helfen beim Verschieben, nicht beim Transport über Stufen.

Wie laut ist der SolarFlow 4000 Mix AC+?

Zendure nennt 25 Dezibel bei geringer Last, das entspricht etwa einem leisen Flüstern. Unter Volllast steigt der Wert auf rund 40 Dezibel, weil die Kühlung anläuft. Für Keller, Garage, Hauswirtschaftsraum oder Carport ist das unproblematisch, direkt neben einem Schlafzimmerfenster wäre es hörbar.

Was kostet der Zendure SolarFlow 4000 Mix AC+?

Der Preis liegt bei rund 1.999 Euro, was der unverbindlichen Preisempfehlung entspricht. Auf 8 Kilowattstunden gerechnet sind das etwa 0,25 Euro je Wattstunde. Hinzu kommen ein Messgerät und, je nach gewählter Leistungsstufe, die Installation durch einen Elektrofachbetrieb.

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