AC-gekoppelter Speicher · Zendure

Zendure SolarFlow 1600 AC+ (AC-gekoppelter Speicher)

  • 1,92 kWh Basiskapazität, mit bis zu 5 × AB2000L auf 11,52 kWh erweiterbar
  • 85,5 Prozent gemessener AC-AC-Wirkungsgrad (Techtest)
  • Separater Notstromanschluss mit bis zu 1.400 VA bei Netzausfall
  • Herstellerunabhängig: arbeitet hinter jeder bestehenden PV-Anlage
  • Selbstheizung bis −20 °C, IP65 und Aerosol-Löschsystem im Gehäuse

Preise: Stand 05.10.2026, Amazon 04:10 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

Affiliate-Links sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet.

Rezension der solarkasten.de-Redaktion · Veröffentlicht am 4. September 2026

Zendure SolarFlow 1600 AC+

Technische Daten

Speicherkapazität 1.920 Wh brutto (gemessen 1.624 Wh nutzbar, Techtest)
Zellchemie LiFePO4
Erweiterbar auf bis 11,52 kWh (bis zu 5 × AB2000L)
Ladezyklen bis 6.000 bis 70 % Restkapazität
AC-Leistung (bidirektional) bis 1.600 W, Standardstufe 800 W
Leistungsstufe per App 800 W ab Werk, 1.400 W nach Bestätigung, 1.600 W mit Zusatzakku
Notstromanschluss separater Ausgang, bis 1.400 VA
Wirkungsgrad 85,5 % AC-AC gemessen (Techtest)
Reaktionszeit auf Lastwechsel 1–3 Sekunden (gemessen, Techtest)
Solareingang keiner (AC-gekoppelt, ohne eigenen MPPT)
Messgerät nötig ja: Zendure 1CT-S/3CT-S, Shelly oder Everhome Ecotracker
Schnittstellen WLAN, Bluetooth, RJ45 (LAN), MQTT
Smart-Home Home Assistant, Homey über MQTT
Energiemanagement ZENKI-HEMS, dynamische Tarife über ZenWave
Sicherheit duale BMS-Architektur, Aerosol-Löschsystem (ab ca. 170 °C)
Selbstheizung ja, Betrieb bis −20 °C
Schutzart IP65
Gehäuse Aluminium
Maße (Grundgerät) 39,3 × 23,6 × 26,9 cm
Gewicht (Grundgerät) 25,0 kg
Garantie 10 Jahre
Preis rund 599 €

Ein AC-Speicher, der hinter jeder beliebigen Solaranlage arbeitet und beim Einstieg unter 600 Euro bleibt: Der Zendure SolarFlow 1600 AC+ ist die Nachrüstlösung für alle, die bereits Strom erzeugen und ihn nur nicht rechtzeitig verbrauchen. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben, die Händler-Listung und die Messwerte aus dem Test von Techtest.

Was AC-gekoppelt bedeutet und warum es hier passt

Klassische Balkonkraftwerk-Speicher wie der Zendure SolarFlow 2400 Pro hängen zwischen Modul und Netz: Die Solarmodule gehen per Gleichstrom in den Speicher, der Wechselrichter sitzt im Gerät. Der 1600 AC+ macht es andersherum. Er hängt mit einem einzigen Anschluss am Hausnetz und arbeitet dort in beide Richtungen: Er nimmt Strom auf, wenn Überschuss da ist, und gibt ihn ab, wenn Bedarf besteht. Einen Solareingang hat er dafür keinen.

Der Vorteil ist die Unabhängigkeit. Ob auf dem Dach ein SMA, ein Huawei, ein Fronius oder ein Balkonkraftwerk mit Hoymiles HMS-800W-2T arbeitet, spielt keine Rolle. Der Speicher sieht nur das Hausnetz. An der bestehenden Anlage wird nichts geändert, was gerade bei einer angemeldeten Dachanlage der entscheidende Punkt ist.

Der Preis dafür ist ein zweiter Wandlungsvorgang. Der vorhandene Wechselrichter macht aus Gleichstrom Wechselstrom, der Speicher wandelt zurück auf Gleichspannung für die Zellen und beim Entladen wieder auf 230 Volt. Genau deshalb ist der Wirkungsgrad bei dieser Bauart die zentrale Kennzahl.

85,5 Prozent: der Wirkungsgrad ordnet das Gerät ein

Techtest misst über den gesamten Weg 85,5 Prozent. Von zehn eingespeicherten Kilowattstunden kommen also rund 8,5 wieder heraus. Für einen AC-gekoppelten Speicher ist das ein sehr guter Wert, gerade weil die doppelte Wandlung strukturell mehr kostet als bei DC-gekoppelten Geräten.

Was das in Geld bedeutet, lässt sich überschlagen. Ein Speicher dieser Größe fährt bei ordentlicher Auslastung rund 300 volle Zyklen im Jahr, das sind etwa 580 Kilowattstunden Durchsatz. Bei 35 Cent je Kilowattstunde kosten die 14,5 Prozent Verlust rund 29 Euro im Jahr. Ein Gerät mit 80 Prozent käme auf etwa 40 Euro. Der Unterschied ist real, aber er entscheidet keinen Kauf allein.

Wichtiger ist die zweite Zahl aus demselben Test: Von den 1.920 Wattstunden Nennkapazität sind 1.624 Wattstunden nutzbar, also 84,6 Prozent. Mit diesem Wert sollte gerechnet werden, wenn es um die Frage geht, wie weit der Speicher über den Abend trägt.

Die Leistungsstufen und ihre rechtliche Folge

Ab Werk gibt der Speicher 800 Watt ins Hausnetz ab. In der App lässt sich diese Stufe anheben: auf 1.400 Watt nach Bestätigung der örtlichen Vorschriften und auf 1.600 Watt, wenn mindestens ein Zusatzakku angeschlossen ist.

Diese Stufen sind der wichtigste Punkt der ganzen Rezension. Für das vereinfachte Steckersolar-Verfahren, mit dem ein Balkonkraftwerk ohne Elektrofachbetrieb angemeldet wird, zählt die höchste wählbare Leistungsstufe, nicht die eingestellte. Ein Gerät, das 1.600 Watt anbietet, fällt damit aus diesem Verfahren heraus, auch wenn es dauerhaft auf 800 Watt steht.

Praktisch heißt das: Wer beim Balkonkraftwerk-Verfahren bleiben will, lässt die Werkseinstellung stehen und behandelt die höheren Stufen als nicht vorhanden. Wer sie nutzen will, braucht den festen Anschluss durch einen Elektrofachbetrieb und die Anmeldung beim Netzbetreiber. Welche Wege es dabei gibt, ordnet der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher nachrüsten und anmelden ein.

Der Smart Meter ist Pflicht, nicht Zubehör

Ein AC-Speicher kann nur regeln, was er misst. Ohne Information darüber, wie viel Strom gerade ins Netz fließt oder aus ihm bezogen wird, weiß das Gerät nicht, wann es laden und wann es entladen soll. Zendure bietet dafür die Messgeräte 1CT-S und 3CT-S an, die per RJ45-Kabel angebunden werden.

Dass es hier eine Kabelverbindung gibt, ist eine echte Stärke. Speicher, die ihre Messwerte ausschließlich per WLAN beziehen, verlieren im Keller oder hinter dem Zählerschrank regelmäßig die Verbindung und regeln dann ins Leere.

Alternativ arbeiten Shelly-Zähler und der Everhome Ecotracker, der den Zähler optisch ausliest und damit ohne Eingriff in die Installation auskommt. Für das Budget heißt das in jedem Fall: 50 bis 150 Euro zusätzlich. Wie die Messung technisch funktioniert, erklärt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher mit Smart Meter.

1 bis 3 Sekunden: was die Regelgeschwindigkeit kostet

Techtest misst 1 bis 3 Sekunden, bis die Ausgangsleistung einer neuen Last folgt. Diese Zeit ist der Preis dafür, dass die Messung über den Zähler läuft und nicht direkt am Gerät anliegt.

Für Dauerverbraucher spielt das keine Rolle. Kühlschrank, Gefriertruhe, Router, Umwälzpumpe und Beleuchtung laufen über Stunden, drei Sekunden Verzögerung fallen dabei nicht ins Gewicht. Relevant wird es bei kurzen, kräftigen Verbrauchern: Ein Wasserkocher läuft zwei Minuten, ein Toaster eine, und in den ersten Sekunden kommt der Strom noch aus dem Netz.

Über den Tag summiert sich das auf einen niedrigen einstelligen Prozentsatz des Verbrauchs. Der Effekt ist messbar, aber er ändert die Wirtschaftlichkeit nicht grundlegend.

Notstrom mit 1.400 VA: sinnvoll begrenzt

Ein separater Anschluss liefert bei Netzausfall bis zu 1.400 VA. Das ist der Unterschied zu einem reinen Eigenverbrauchsspeicher: Wenn der Strom ausfällt, laufen die daran angeschlossenen Geräte weiter.

Das Budget ordnet sich schnell ein. Ein Kühlschrank zieht 100 bis 300 Watt beim Anlauf, ein Router 10 Watt, LED-Beleuchtung für eine Wohnung 50 Watt, ein Notebook-Netzteil 65 Watt, die Gasheizung mit Umwälzpumpe 80 bis 150 Watt. Diese Kombination passt zusammen komfortabel in 1.400 VA und ist genau der Fall, für den Notstrom im Haushalt zählt.

Nicht hinein passen Wasserkocher, Herdplatte, Heizlüfter und Waschmaschine mit Heizphase. Und eine Einschränkung gilt immer: Der Notstrom liegt nur an diesem einen Ausgang an. Die übrigen Steckdosen der Wohnung bleiben tot, wenn nicht ein Elektrofachbetrieb eine Umschaltung installiert.

Ausbau in Schritten von 1,92 Kilowattstunden

Das Grundgerät bringt 1,92 kWh mit und nimmt bis zu fünf AB2000L auf, womit 11,52 kWh erreichbar sind. Die Akkus werden gestapelt und über die Steckverbindung gekoppelt, zusätzliche Verkabelung entfällt.

Dieser Aufbau ist wirtschaftlich der Kern des Angebots. Der Einstieg kostet rund 599 Euro, das sind etwa 0,31 Euro je Wattstunde. Wer später mehr braucht, erweitert für rund 400 Euro je Akku und liegt dann bei ungefähr 0,21 Euro je Wattstunde, ohne dass das Grundgerät ersetzt werden müsste.

Für die Dimensionierung gilt die übliche Regel: Der Speicher soll den Abendverbrauch decken, nicht mehr. Ein Zwei-Personen-Haushalt kommt abends und nachts oft mit 2 bis 4 Kilowattstunden aus, ein Vier-Personen-Haushalt mit Wärmepumpe deutlich darüber. Wie man das für die eigene Situation ausrechnet, zeigt der Ratgeber Wie groß sollte ein Balkonkraftwerk-Speicher sein.

Aufstellung, Winter und Sicherheit

Das Aluminiumgehäuse ist nach IP65 gegen Staub und Strahlwasser geschützt, eine Selbstheizung hält die Zellen bis −20 °C im zulässigen Bereich. Damit ist die Aufstellung im Freien zulässig, was bei 25 Kilogramm für das Grundgerät und weiteren Akkus obendrauf ein praktisches Argument ist.

Kostenlos ist das nicht: Die Heizung zieht Energie aus dem Speicher, im Winter sinkt die nutzbare Menge entsprechend. Ein geschützter Standort wie Garage, Carport oder Hauswand unter Dachüberstand ist deshalb besser als der freie Balkon. Warum das nicht nur eine Frage der Kapazität ist, erklärt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher im Winter.

Bei der Sicherheit setzt Zendure auf eine duale BMS-Architektur aus lokalem Batteriemanagement und Cloud-Überwachung sowie auf ein Aerosol-Löschsystem, das laut Hersteller bei rund 170 °C auslöst. Zusammen mit der LiFePO4-Zellchemie, die thermisch stabiler ist als NMC, ergibt das ein stimmiges Paket für die Aufstellung am Wohngebäude.

Anbindung: MQTT statt geschlossener App

Der Speicher spricht MQTT und lässt sich damit nativ in Home Assistant und Homey einbinden. Für alle, die ihre Energiedaten selbst auswerten oder eigene Automatisierungen bauen wollen, ist das der wichtigere Punkt als jede App-Funktion. Wie weit sich damit eine echte Nulleinspeisung umsetzen lässt, behandelt der Ratgeber Nulleinspeisung mit Home Assistant.

Die Zendure-eigene Steuerung heißt ZENKI und optimiert Laden und Entladen anhand von Erzeugung, Verbrauch und Strompreis. Zusammen mit einem dynamischen Tarif wird daraus ein zweiter Ertragsweg: Der Speicher lädt in den günstigen Nachtstunden und entlädt zum Abendpeak. Ob sich das rechnet, hängt an der Preisspanne und am Zählertyp, wie der Ratgeber Batteriespeicher mit dynamischem Stromtarif vorrechnet.

Für wen sich der SolarFlow 1600 AC+ lohnt

Passend ist das Gerät für Haushalte mit bestehender PV-Anlage ohne Speicher, für Mieter mit Balkonkraftwerk, die den Abendverbrauch decken wollen, und für alle, die klein anfangen und später ausbauen möchten. Der günstige Einstieg und der modulare Ausbau sind hier das stärkste Argument.

Weniger passend ist er, wenn Solarmodule direkt angeschlossen werden sollen: Dafür fehlt der MPPT, und ein Gerät wie der Zendure SolarFlow 800 Plus mit zwei Solareingängen ist der richtige Weg. Auch wer sehr schnelle Regelung für viele kurze Lastspitzen braucht, findet Alternativen mit kürzeren Reaktionszeiten.

Alternativen im Vergleich

ModellKapazitätErweiterbar aufAC-LeistungNotstromPreis
Zendure SolarFlow 1600 AC+1,92 kWh11,52 kWhbis 1.600 W1.400 VAca. 599 €
Zendure SolarFlow 2400 AC+2,4 kWh16,8 kWhbis 2.400 Wjaca. 699 €
Marstek Venus E 3.05,12 kWh15,36 kWhbis 2.500 Wjaca. 1.018 €
Anker SOLIX Solarbank Max AC7 kWh42 kWhbis 3.500 WjaOberklasse

Fazit

Der Zendure SolarFlow 1600 AC+ macht das Nachrüsten eines Speichers so günstig wie kaum ein anderes Gerät: rund 599 Euro für 1,92 Kilowattstunden, ein gemessener Wirkungsgrad von 85,5 Prozent und die Freiheit, hinter jeder bestehenden Anlage zu arbeiten. Der modulare Ausbau bis 11,52 Kilowattstunden nimmt der Kaufentscheidung zusätzlich das Risiko, sich in der Größe zu vertun.

Zwei Punkte gehören vor den Kauf gerechnet. Der Smart Meter ist Pflicht und kostet 50 bis 150 Euro extra. Und die höheren Leistungsstufen sind kein reiner Bonus: Sobald 1.400 oder 1.600 Watt wählbar sind, ist das Gerät für die rechtliche Einstufung kein Steckersolargerät mehr. Wer das einkalkuliert, bekommt einen der stimmigsten Einstiege in die AC-Speicherung, die der Markt derzeit hergibt.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • 85,5 Prozent gemessener Wirkungsgrad sind für einen AC-gekoppelten Speicher ein Spitzenwert, gerade weil dort zweimal gewandelt wird
  • Rund 0,31 Euro je Wattstunde beim Grundgerät: einer der günstigsten Einstiege in AC-Speicherung überhaupt
  • Arbeitet hinter jeder bestehenden PV-Anlage, unabhängig vom Wechselrichter-Hersteller
  • Der separate Notstromausgang mit 1.400 VA hält Kühlschrank, Router und Licht bei Netzausfall am Laufen
  • Von 1,92 auf 11,52 kWh in Schritten von 1,92 kWh ausbaubar, ohne das Grundgerät zu tauschen
  • Offene Anbindung über MQTT an Home Assistant, dazu RJ45 statt reiner WLAN-Abhängigkeit

Das spricht dagegen

  • Über der 800-Watt-Standardstufe verlässt das Gerät das vereinfachte Steckersolar-Verfahren: 1.400 und 1.600 Watt sind wählbar und damit für die Einstufung maßgeblich
  • Ohne Messgerät läuft nichts: Ein Smart Meter ist Pflicht und kostet je nach Modell 50 bis 150 Euro extra
  • Kein eigener MPPT: Solarmodule lassen sich nicht direkt anschließen, es braucht eine vorhandene Wechselrichter-Anlage
  • 1 bis 3 Sekunden Reaktionszeit auf Lastwechsel liegen hinter den schnellsten Mitbewerbern, kurze Lastspitzen laufen übers Netz
  • 25 Kilogramm für das Grundgerät, jeder Zusatzakku bringt weiteres Gewicht mit
  • Die App enthält reichlich Zusatzfunktionen, was den Einstieg unübersichtlicher macht als nötig

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 5,0
Wirkungsgrad 4,5
Ausbaufähigkeit 4,5
Notstrom & Funktionen 4,0
Aufwand & Regelgüte 3,0

Gesamtwertung: 4,2 / 5

Häufige Fragen

Brauche ich für den Zendure SolarFlow 1600 AC+ ein Balkonkraftwerk?

Nein, aber eine bestehende PV-Erzeugung ist der sinnvolle Anwendungsfall. Das Gerät hat keinen Solareingang, es hängt AC-seitig am Hausnetz und speichert, was die vorhandene Anlage gerade zu viel produziert. Ohne eigene Erzeugung bleibt der Betrieb über einen dynamischen Stromtarif, bei dem nachts günstig geladen und abends entladen wird.

Welchen Smart Meter braucht der SolarFlow 1600 AC+?

Das Gerät muss wissen, wie viel Strom gerade ins Netz fließt. Zendure bietet dafür die eigenen Messgeräte 1CT-S und 3CT-S an, die per RJ45-Kabel angebunden werden. Kompatibel sind außerdem Shelly-Zähler und der Everhome Ecotracker, der den Zählerstand optisch ausliest. Ohne eines dieser Geräte kann der Speicher nicht bedarfsgerecht regeln.

Wie viel Kapazität ist wirklich nutzbar?

Auf dem Datenblatt stehen 1.920 Wattstunden. Techtest misst davon 1.624 Wattstunden nutzbar, also 84,6 Prozent. Der Rest ist Reserve für die Zellen und Eigenverbrauch der Elektronik. Bei der Planung sollte man mit dem gemessenen Wert rechnen.

Darf ich den SolarFlow 1600 AC+ einfach in die Steckdose stecken?

In der Werkseinstellung mit 800 Watt bleibt das Gerät im Rahmen des vereinfachten Steckersolar-Verfahrens. Sobald in der App eine höhere Stufe wählbar ist, zählt für die rechtliche Einstufung die höchste wählbare Leistung, hier also 1.600 Watt. Dann gelten die Regeln für fest angeschlossene Speicher, und die Anmeldung läuft über einen Elektrofachbetrieb beim Netzbetreiber.

Was bringen die 85,5 Prozent Wirkungsgrad in Euro?

Von 10 gespeicherten Kilowattstunden kommen rund 8,5 wieder heraus. Bei einem Strompreis von 35 Cent entspricht der Verlust etwa 53 Cent je 10 kWh Durchsatz. Bei einem Speicher, der 300 Zyklen im Jahr fährt, summiert sich der Unterschied zu einem Gerät mit 80 Prozent auf rund 30 Euro jährlich.

Wie schnell reagiert der Speicher auf eingeschaltete Geräte?

Techtest misst 1 bis 3 Sekunden, bis die Ausgangsleistung einer neuen Last folgt. Für Kühlschrank, Beleuchtung und Dauerverbraucher genügt das. Kurze Spitzen wie der Anlauf eines Wasserkochers laufen in diesen Sekunden über das Netz und werden nicht vollständig aus dem Speicher gedeckt.

Welche Akkus passen zur Erweiterung?

Das Grundgerät nimmt bis zu fünf AB2000L mit je 1.920 Wattstunden auf, damit sind maximal 11,52 Kilowattstunden erreichbar. Die Akkus werden gestapelt und über die Steckverbindung an der Oberseite gekoppelt, zusätzliche Kabel entfallen. Ein Ausbau ist jederzeit nachträglich möglich.

Funktioniert der SolarFlow 1600 AC+ bei Stromausfall?

Ja, über einen separaten Notstromanschluss mit bis zu 1.400 VA. Daran angeschlossene Geräte laufen weiter, wenn das Netz ausfällt. Kühlschrank, Router, Beleuchtung und Ladegeräte passen in dieses Budget, Wasserkocher, Herd und Heizlüfter nicht. Die restlichen Steckdosen der Wohnung bleiben ohne Strom.

Läuft der Speicher im Winter draußen?

Ja. Das Gehäuse ist nach IP65 gegen Staub und Strahlwasser geschützt, und eine Selbstheizung hält die Zellen bis −20 °C im zulässigen Bereich. Die Heizung braucht dafür Energie aus dem Speicher, im Winter sinkt die nutzbare Menge also. Ein geschützter Aufstellort verlängert die Standzeit spürbar.

Was kostet der Zendure SolarFlow 1600 AC+?

Das Grundgerät mit 1,92 Kilowattstunden liegt bei rund 599 Euro, der Streichpreis daneben bei 649 Euro. Auf die Kapazität gerechnet sind das etwa 0,31 Euro je Wattstunde. Jeder Zusatzakku AB2000L schlägt mit weiteren rund 400 Euro zu Buche, dazu kommt der Smart Meter.

Passende Ratgeber zum Thema