Technische Daten
| Set-Bezeichnung | Quattro XL (bei Amazon: 2000W Balkonkraftwerk Komplettset) |
|---|---|
| Modulleistung gesamt | 2.000 Wp (4 × 500 Wp) |
| Einspeiseleistung | 800 VA (Wechselrichter-Nennleistung) |
| Module | 4 × SunPro 500 Wp, N-Type TOPCon, bifazial, Glas-Glas, Full Black |
| Modulwirkungsgrad | 22,5 % |
| Leerlaufspannung / Kurzschlussstrom je Modul | 43,87 V / 14,25 A |
| Modulmaße | rund 1.955 × 1.134 × 30 mm je Modul |
| Modulfläche gesamt | rund 8,9 m² |
| Modulgewicht | rund 26,6 kg je Modul, gut 106 kg zusammen |
| Wechselrichter | Hoymiles HMS-800-2WB (HiFlow 800 Pro) |
| MPP-Tracker | 2, laut Anbieter je zwei Module parallel |
| Max. Eingangsstrom / Kurzschlussstrom je Eingang | 14 A / 25 A laut Hoymiles-Datenblatt |
| Kurzschlussstrom je Modulpaar (rechnerisch) | 28,5 A |
| Max. Wirkungsgrad Wechselrichter | 96,70 % |
| Kommunikation | WLAN und Bluetooth integriert, S-Miles Home App |
| Kabel im Lieferumfang | 5 m Schuko, 2 × 1,5 m und 1 × 3 m MC4-Verlängerung (je Paar, 4 mm²) |
| Y-Verbinder | in der Amazon-Listung nicht aufgeführt |
| Halterung | ohne; Sets mit Flachdach- oder Wandhalterung ab 754 € (dann mit 10-m-Kabel) |
| Wieland-Anschluss | nur im Anbieter-Shop, Aufpreis 64 bis 84 € |
| Leistungsgarantie Module | 84,8 % nach 25 Jahren laut Anbieter |
| Garantie | 25 Jahre auf die Module laut Anbieter, 12 Jahre auf den Wechselrichter laut Hoymiles |
| Versand | Spedition auf Holzpalette |
| Umsatzsteuer | 0 % nach § 12 Abs. 3 UStG für Privatpersonen |
| Anbieter | Kleines Kraftwerk, Verkauf und Versand direkt über Amazon |
| Preis | rund 539 € bei Amazon und im Anbieter-Shop (ohne Halterung) |
Vier Module mit je 500 Wattpeak, ein Hoymiles-Wechselrichter mit WLAN und Bluetooth, alle Kabel für rund 539 Euro: Das Quattro XL ist das größte Steckersolar-Set von Kleines Kraftwerk, das der Anbieter inzwischen selbst über Amazon verkauft. Grundlage dieser Einordnung sind die Amazon-Listungen, die Produktseiten von Kleines Kraftwerk, die Datenblätter von SunPro und Hoymiles und eine eigene Ertragsrechnung mit PVGIS-Wetterdaten.
Was für 539 Euro auf der Palette liegt
Laut Listung liefert Kleines Kraftwerk vier SunPro-Module mit je 500 Wp, einen Hoymiles HMS-800-2WB, ein 5-Meter-Anschlusskabel mit Schuko-Stecker, drei MC4-Verlängerungspaare und eine deutsche Montageanleitung. Versendet wird auf einer eigens gebauten Holzpalette per Spedition, was bei vier großen Glas-Glas-Modulen sinnvoll ist.
Die Halterung fehlt im Basisset. Mit Flachdach- oder Wandhalterung und 10-Meter-Kabel kostet das Set bei Amazon rund 754 Euro, der Aufpreis für die Halterung liegt im Anbieter-Shop einheitlich bei 196 Euro. Die Shop-Preise decken sich mit den Amazon-Preisen, der Kaufweg entscheidet also nur über Lieferung und Rückgabe. Beide Preise enthalten nach Paragraf 12 Absatz 3 UStG keine Umsatzsteuer für Privatkunden.
Die Rechnung je Wattpeak fällt günstig aus: 0,27 Euro für das ganze Set. Vier vergleichbare Module kosten einzeln schon rund 640 Euro, wie die Rezension zum SunPro 500 Wp bifazial mit rund 160 Euro je Stück zeigt. Das Set liegt also unter dem Preis seiner Module.
Die Bauteile: bekannte Namen, offene Datenblätter
Kleines Kraftwerk nennt beide Hauptkomponenten beim Namen. Das ist ein Vorteil gegenüber Anbietern, die nur von “500W-Modulen” sprechen, weil sich jeder Wert im Herstellerdatenblatt prüfen lässt.
Die SunPro-Module arbeiten mit N-Type-TOPCon-Zellen, 22,5 Prozent Wirkungsgrad und einem Temperaturkoeffizienten von -0,30 Prozent je Kelvin. Der Glas-Glas-Aufbau trägt laut Datenblatt 5.400 Pascal Schneelast. Jedes Modul misst rund 1,96 mal 1,13 Meter und wiegt etwa 26,6 Kilogramm. Für vier Stück brauchst du also knapp 9 Quadratmeter Fläche und eine Unterkonstruktion für gut 106 Kilogramm.
Der HiFlow 800 Pro ist Hoymiles’ aktueller 800-VA-Wechselrichter mit zwei MPP-Trackern, 96,70 Prozent Spitzenwirkungsgrad und WLAN plus Bluetooth im Gehäuse. Die Einrichtung läuft per Bluetooth direkt am Gerät, danach übernimmt das Heimnetz die Datenübertragung an die App S-Miles Home. Die Details stehen in der Rezension zum HiFlow 800 Pro.
Vier Module an zwei Eingängen: die Parallelschaltung
Der HiFlow 800 Pro hat zwei Eingänge, das Set bringt vier Module mit. Kleines Kraftwerk beschreibt die Lösung in den eigenen FAQ: je zwei Module parallel an einem Eingang. Eine Reihenschaltung scheidet aus, weil zwei Module zusammen rund 88 Volt Leerlaufspannung liefern und der Wechselrichter höchstens 65 Volt verträgt.
Bei der Parallelschaltung addieren sich die Ströme. Zwei SunPro-Module mit je 14,25 Ampere Kurzschlussstrom ergeben 28,5 Ampere je Eingang. Das Hoymiles-Datenblatt nennt als maximalen Eingangskurzschlussstrom 25 Ampere. Der Betriebsstrom ist unkritisch, weil der Wechselrichter ohnehin nur 14 Ampere je Eingang aufnimmt und darüber abregelt. Der Kurzschlusswert ist dagegen eine Auslegungsgrenze des Geräts, und die liegt rechnerisch unter dem, was das Modulpaar liefern kann. Eine öffentliche Freigabe von Hoymiles für diese Belegung haben wir nicht gefunden.
Dazu kommt eine Lücke im Lieferumfang. Für die Parallelschaltung braucht jedes Modulpaar einen Y-Stecker und eine Y-Kupplung, die Amazon-Listung führt solche Verbinder nicht auf. Worauf es bei der Auswahl ankommt, steht im Ratgeber Y-Stecker für Solarmodule. Vor der Bestellung lohnt ein kurzer Blick in die Anbieter-Anleitung oder eine Nachfrage.
Ertragsrechnung: was der 800-W-Deckel übrig lässt
Kleines Kraftwerk nennt für das Quattro XL rund 2.000 Kilowattstunden im Jahr. Mit einem Wechselrichter, der bei 800 Watt deckelt, ist dieser Wert nicht erreichbar. Wir haben deshalb nachgerechnet: stündliche PVGIS-Einstrahlungsdaten für Kassel aus den Jahren 2020 bis 2023, 7 Prozent Verluste auf der Gleichstromseite, 96 Prozent Wechselrichter-Wirkungsgrad und eine harte Kappung bei 800 Watt.
| Montage | ohne Deckel | mit 800-W-Deckel | Kappungsverlust |
|---|---|---|---|
| Flachdach, Süd, 35° | 2.150 kWh | 1.670 kWh | 22 % |
| Flachdach, Ost-West, 15° | 1.800 kWh | 1.580 kWh | 12 % |
| Wand senkrecht, Süd | 1.510 kWh | 1.310 kWh | 13 % |
| Wand senkrecht, je 2 Module Ost und West | 1.070 kWh | 1.070 kWh | 0 % |
Stundenmittel glätten kurze Spitzen, der tatsächliche Kappungsverlust liegt deshalb eher etwas höher. Die Tendenz ist trotzdem eindeutig: Die vier Module entfalten ihren Wert bei flacher Ost-West-Aufstellung oder an der Wand, wo die Leistung über den Tag verteilt ankommt. Bei klassischer Südaufständerung stößt das Set an sonnigen Tagen gut 1.100 Stunden im Jahr an den Deckel. Die Grundlagen zur Aufstellung stehen im Ratgeber Balkonkraftwerk auf dem Flachdach aufständern.
Im Winterhalbjahr zeigt sich der zweite Vorteil. Von November bis Februar liefert das Quattro XL an der Südwand nach derselben Rechnung rund 240 Kilowattstunden, ein Set mit zwei Modulen rund 150. Der Mehrertrag fällt also genau in die Monate, in denen ein kleines Set den Grundverbrauch kaum deckt.
Was das Set im Jahr spart
Bei rund 1.500 Kilowattstunden Ertrag und einem Eigenverbrauch von 45 Prozent nutzt ein durchschnittlicher Haushalt etwa 675 Kilowattstunden selbst. Bei 36 Cent je Kilowattstunde sind das rund 240 Euro im Jahr. Der Anbieter rechnet mit 288 Euro, was 2.000 Kilowattstunden und einen niedrigeren Strompreis voraussetzt.
Der Eigenverbrauchsanteil liegt beim Quattro XL niedriger als bei kleinen Sets, weil mehr Strom zu Zeiten entsteht, in denen der Haushalt wenig braucht. Der Rest geht ohne Vergütung ins Netz. Selbst mit der vorsichtigen Rechnung ist das Basisset nach gut zwei Jahren bezahlt, mit Halterung nach etwa drei Jahren. Wie sich der Anteil heben lässt, zeigt der Ratgeber Wie viel spart ein Balkonkraftwerk.
2.000 Wattpeak und die Steckerfrage
Die Listung bewirbt das Set als “genehmigungsfrei”. Für die Anmeldung stimmt das weitgehend: Steckersolargeräte bis 2.000 Wp und 800 VA brauchen seit dem Solarpaket I keine Meldung beim Netzbetreiber mehr, der Eintrag im Marktstammdatenregister bleibt Pflicht. Das Vorgehen steht im Ratgeber Balkonkraftwerk anmelden.
Beim Anschluss greift dagegen die seit Dezember 2025 geltende Produktnorm DIN VDE V 0126-95. Sie erlaubt den Haushaltsstecker bis 960 Wp. Von 961 bis 2.000 Wp verlangt sie eine Energiesteckvorrichtung, in der Praxis meist eine Wieland-Einspeisesteckdose, die ein Fachbetrieb installiert. Das Quattro XL liegt mit 2.000 Wp am oberen Ende dieses Bereichs. Kleines Kraftwerk verweist in den FAQ auf das Solarpaket I und liefert bei Amazon ausschließlich Schuko-Kabel. Im Anbieter-Shop gibt es das Anschlusskabel mit Wieland-Stecker für 64 bis 84 Euro Aufpreis, dazu kommt die Steckdose samt Installation. Was der Umbau kostet, steht im Ratgeber Schuko oder Wieland.
Die Variante mit 1.600-W-Wechselrichter
Bei Amazon gibt es das Quattro XL auch mit dem Hoymiles HMS-1600-4WB für 834 bis 863 Euro, jeweils mit Halterung. Er hat vier eigene Eingänge, jedes Modul läuft damit an seinem eigenen MPP-Tracker, und die Kappung fällt bei 1.600 VA kaum noch ins Gewicht.
Der Haken ist rechtlicher Natur. Mit 1.600 VA fällt die Anlage aus dem vereinfachten Verfahren für Steckersolargeräte heraus, auch wenn sie per App gedrosselt würde. Sie braucht einen Elektrofachbetrieb und die Anmeldung beim Netzbetreiber. Für ein Garagendach oder Gartenhaus mit fest verlegter Leitung ist das die technisch sauberere Wahl, die Details stehen in der Rezension zum HiFlow 1600 Pro.
Montage und Platzbedarf
Vier Module mit je knapp zwei Metern Länge passen an kaum ein Balkongeländer. Realistische Orte sind Flachdach, Garage, Carport, Gartenfläche oder eine freie Hauswand. Auf dem Flachdach entscheidet die Ballastierung über die Sicherheit, bei vier Modulen kommen je nach Lage 120 bis 260 Kilogramm Beschwerung zusammen, wie der Ratgeber Balkonkraftwerk auf dem Flachdach beschweren vorrechnet.
Die mitgelieferten Verlängerungen mit 4 Quadratmillimetern Querschnitt halten die Leitungsverluste bei den hohen Strömen der Parallelschaltung klein. Liegt die nächste Steckdose weiter als fünf Meter entfernt, ist das Set mit 10- oder 15-Meter-Kabel die bessere Wahl, eine zusätzliche Verlängerung auf der Wechselstromseite sollte es nicht sein.
Für wen sich das Quattro XL lohnt
Passend ist es für Haushalte mit Flachdach, Garage oder freier Wand, die zwei Ausrichtungen nutzen können. Dort liefert das Set mit Ost-West-Aufstellung rund 1.580 Kilowattstunden und verliert kaum etwas an den 800-Watt-Deckel. Wer die Wieland-Steckdose ohnehin setzen lassen will, bekommt für 539 Euro eine Menge Modulfläche.
Weniger passend ist es für den klassischen Balkon: zu groß, zu schwer und mit der Schuko-Steckdose außerhalb der Norm. Dafür ist das kleinere Kleines Kraftwerk Duo XL gebaut. Wer von Anfang an einen Speicher plant, schaut sich die Pakete mit der Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro an, deren Tracker vier Module ohne Parallelschaltung aufnehmen.
Alternativen im Vergleich
| Lösung | Modulleistung | Wechselrichter | Halterung | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Kleines Kraftwerk Quattro XL | 2.000 Wp | 800 VA, 2 MPPT, Module paarweise parallel | gegen 196 € Aufpreis | ca. 539 € |
| Kleines Kraftwerk Duo XL | 1.000 Wp | 800 VA, 2 MPPT, je Modul ein Eingang | gegen 99 € Aufpreis | ca. 349 € |
| Solakon onBasic 1000 W | 1.000 Wp | 800 W, 2 MPPT, 20 A je Eingang | nur für Wechselrichter | ca. 229 € |
| Quattro XL mit HiFlow 1600 Pro | 2.000 Wp | 1.600 VA, 4 MPPT | inklusive | ca. 834 € |
Fazit
Das Quattro XL bietet viel Modulfläche für wenig Geld. Vier bifaziale TOPCon-Module und ein aktueller Hoymiles-Wechselrichter für 539 Euro liegen unter dem Einzelpreis der Module, und selbst mit dem 800-Watt-Deckel kommen je nach Aufstellung 1.300 bis 1.700 Kilowattstunden im Jahr zusammen. Am meisten holt das Set bei Ost-West-Aufstellung heraus, wo der Deckel kaum greift.
Zwei Punkte verlangen vor dem Kauf eine bewusste Entscheidung. Die Produktnorm sieht für 2.000 Wp eine Wieland-Steckdose vor, geliefert wird Schuko. Und die paarweise Parallelschaltung liegt rechnerisch über dem Kurzschlusswert im Hoymiles-Datenblatt. Wer eine große freie Fläche hat und den Anschluss sauber vom Fachbetrieb machen lässt, bekommt hier eines der günstigsten 2.000-Wp-Sets. Wer am Balkon startet, fährt mit dem Duo XL besser.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Rund 539 Euro für 2.000 Wp, Wechselrichter und Kabel, das sind 0,27 Euro je Wattpeak
- Die doppelte Modulfläche füllt die Morgen- und Abendstunden auf: nach PVGIS-Rechnung liefert das Set an einer Südwand rund 1.300 kWh im Jahr, das 1.000-Wp-Schwesterset rund 750 kWh
- Verbaut sind bifaziale Glas-Glas-Module mit TOPCon-Zellen, die mit -0,30 %/K im Sommer wenig Leistung verlieren
- Der HiFlow 800 Pro bringt WLAN und Bluetooth im Gehäuse mit, die Einrichtung klappt auch ohne Router in Reichweite
- Kleines Kraftwerk nennt Modul- und Wechselrichtertyp offen, die Datenblätter lassen sich damit prüfen
- Versand auf einer eigens gebauten Holzpalette schützt die großen Glas-Glas-Module
Das spricht dagegen
- 2.000 Wp liegen über der 960-Wp-Grenze der Produktnorm DIN VDE V 0126-95, sie verlangt dafür eine Energiesteckvorrichtung vom Fachbetrieb; bei Amazon kommt das Set nur mit Schuko-Kabel
- Zwei parallele Module ergeben rechnerisch 28,5 A Kurzschlussstrom je Eingang, das Hoymiles-Datenblatt nennt 25 A als Obergrenze
- Die Listung nennt keine Y-Verbinder, obwohl vier Module an zwei Eingängen nur paarweise parallel funktionieren
- Bei Südausrichtung mit 35 Grad kappt der 800-W-Deckel rund 22 Prozent des möglichen Ertrags
- Die Halterung kostet 196 Euro Aufpreis, und gut 106 Kilogramm Modulgewicht verlangen eine tragfähige Fläche
- Die Anbieterangabe von rund 2.000 kWh im Jahr ist mit einem 800-W-Wechselrichter nicht erreichbar
Häufige Fragen
Was ist im Kleines Kraftwerk Quattro XL enthalten?
Laut Amazon-Listung vier SunPro-Module mit je 500 Wp, ein Hoymiles HMS-800-2WB (HiFlow 800 Pro), ein 5-Meter-Anschlusskabel mit Schuko-Stecker, zwei 1,5-Meter- und eine 3-Meter-MC4-Verlängerung sowie eine deutsche Montageanleitung. Die Halterung gehört im Basisset für rund 539 Euro nicht dazu. Mit Flachdach- oder Wandhalterung und 10-Meter-Kabel kostet das Set rund 754 Euro.
Darf ich 2.000 Wp an einer Schuko-Steckdose betreiben?
Nach der seit Dezember 2025 geltenden Produktnorm DIN VDE V 0126-95 ist der Haushaltsstecker bis 960 Wp vorgesehen. Von 961 bis 2.000 Wp verlangt sie eine Energiesteckvorrichtung, meist eine Wieland-Einspeisesteckdose, die ein Fachbetrieb setzt. Kleines Kraftwerk verweist auf das Solarpaket I und liefert bei Amazon Schuko. Im Anbieter-Shop gibt es das Anschlusskabel mit Wieland-Stecker für 64 bis 84 Euro Aufpreis.
Wie viel Strom liefert das Quattro XL im Jahr?
Eine Rechnung mit PVGIS-Stundenwerten für Kassel ergibt nach Abzug der 800-W-Kappung rund 1.670 kWh bei Südausrichtung mit 35 Grad, rund 1.310 kWh senkrecht an einer Südwand, rund 1.580 kWh bei flacher Ost-West-Aufständerung und rund 1.070 kWh senkrecht mit je zwei Modulen nach Osten und Westen. Die Anbieterangabe von etwa 2.000 kWh liegt über allen diesen Werten.
Wie viel Ertrag geht durch die 800-W-Grenze verloren?
Das hängt an der Ausrichtung. Bei Süd mit 35 Grad Neigung schneidet der Wechselrichter rund 22 Prozent ab, weil vier Module zur Mittagszeit fast das Doppelte der erlaubten Leistung liefern. Senkrecht an der Südwand sind es rund 13 Prozent, bei flacher Ost-West-Aufstellung rund 12 Prozent. Mit zwei Modulen nach Osten und zwei nach Westen, beide senkrecht, geht praktisch nichts verloren.
Wie werden vier Module an einen Wechselrichter mit zwei Eingängen angeschlossen?
Paarweise parallel: je zwei Module teilen sich einen Eingang, dafür braucht es pro Paar einen Y-Stecker und eine Y-Kupplung. Kleines Kraftwerk beschreibt diese Belegung in den FAQ. Die Amazon-Listung führt Y-Verbinder allerdings nicht im Lieferumfang auf. Vor der Bestellung lohnt deshalb die Nachfrage beim Anbieter, sonst kommen zwei Y-Paare für zusammen unter 20 Euro dazu.
Ist die Parallelschaltung am HiFlow 800 Pro unproblematisch?
Die Ertragsseite ja, der Wechselrichter nimmt pro Eingang 14 A und regelt darüber ab. Beim Kurzschlussstrom nennt das Hoymiles-Datenblatt 25 A als Grenze je Eingang, zwei SunPro-Module kommen rechnerisch auf 28,5 A. Kleines Kraftwerk verkauft die Kombination so, eine Freigabe von Hoymiles für diese Belegung ist öffentlich nicht dokumentiert. Die Variante mit dem HiFlow 1600 Pro hat für jedes Modul einen eigenen Eingang.
Brauche ich für das Quattro XL einen Elektriker?
Für die normgerechte Wieland-Steckdose ja, deren Installation gehört in die Hände eines Fachbetriebs. Die Meldung beim Netzbetreiber ist für Steckersolargeräte bis 2.000 Wp und 800 VA mit dem Solarpaket I entfallen, die Eintragung im Marktstammdatenregister bleibt Pflicht. Die Variante mit 1.600-W-Wechselrichter ist dagegen eine reguläre Erzeugungsanlage und läuft komplett über einen Elektrofachbetrieb.
Was ist der Unterschied zur Variante mit 1.600-W-Wechselrichter?
Sie kombiniert die gleichen vier Module mit dem Hoymiles HMS-1600-4WB, der vier eigene Eingänge hat und bis 1.600 VA einspeist. Damit entfallen Parallelschaltung und Kappung weitgehend. Weil die Leistung über 800 VA liegt, fällt die Anlage aus dem vereinfachten Verfahren für Steckersolargeräte heraus und braucht Fachbetrieb und Anmeldung beim Netzbetreiber. Bei Amazon kostet sie mit Halterung 834 bis 863 Euro.
Quattro XL oder Duo XL?
Das Duo XL hat zwei der gleichen Module für rund 349 Euro und bleibt mit 1.000 Wp knapp über der Schuko-Grenze. Das Quattro XL kostet rund 190 Euro mehr und liefert nach unserer PVGIS-Rechnung je nach Montage 530 bis 690 kWh zusätzlich im Jahr. Wer die Fläche und eine Wieland-Steckdose hat oder setzen lässt, bekommt beim Quattro mehr Ertrag je Euro. Wer ohne Umbau am Balkongeländer starten will, ist mit dem Duo XL besser bedient.
Kann ich das Quattro XL später mit einem Speicher kombinieren?
Ja, Kleines Kraftwerk verkauft das Quattro XL auch als Paket mit einer Anker SOLIX Solarbank 3 Pro oder 4 Pro. Der Speicher sitzt dann zwischen Modulen und Hausnetz und übernimmt die Einspeisung, der Hoymiles-Wechselrichter entfällt in diesen Paketen. Nachträglich funktioniert ein AC-gekoppelter Speicher an der Steckdose, der den Überschuss aufnimmt, ohne die bestehende Anlage umzubauen.