Technische Daten
| Modell | WF2000M (Basis), WF2000E (Erweiterung) |
|---|---|
| Gerätetyp | All-in-One-Speicher mit Hybrid-Wechselrichter, DC-gekoppelt, AC-Laden möglich |
| Entwicklung und Fertigung | FoxESS (Wenzhou), Vertrieb Solakon GmbH |
| Nennkapazität | 2,11 kWh (60 Ah bei 35,2 V) |
| Zellchemie | LiFePO4 |
| Nutzbare Kapazität | keine Herstellerangabe, 10 % Reserve fest; in Tests 1,7 bis 1,84 kWh |
| Erweiterbar auf | 12,66 kWh (Basis plus 5 × WF2000E) |
| Ladezyklen | bis 8.000 bei 70 % Restkapazität (Werbeangabe); Garantie: 6.000 Zyklen oder 80 % |
| MPPT-Eingänge | 4, je ein String |
| Max. PV-Leistung | 2.600 W |
| PV-Spannung je Eingang | 10 bis 60 V (Maximum 60 V), Nennspannung 38 V |
| PV-Strom je Eingang | 20 A, Kurzschlussstrom bis 25 A |
| AC-Einspeisung | 800 W (Hardware 1.200 W, per Software begrenzt) |
| Laden aus dem Netz | bis 1.200 W |
| Notstrom (EPS) | 1.200 W an Schuko-Steckdose, kurzzeitig bis 1.800 W |
| Durchleitung am EPS-Ausgang | bis 2.200 W bei anliegendem Netz |
| Wirkungsgrad | keine Herstellerangabe; Tests: rund 90 % beim Entladen mit 800 W, 81 bis 84 % Roundtrip |
| Schutzart | IP65, Schutzklasse I |
| Betriebstemperatur | −20 bis +55 °C, Akkuheizung integriert |
| Kommunikation | WLAN 2,4 GHz, LAN, Bluetooth LE, RS-485, USB; externe Antenne |
| Lokale Schnittstellen | Modbus TCP (Port 502), offizielle Home-Assistant-Integration |
| Smart Meter | Solakon PowerTracker IR, Shelly 3EM, Pro 3EM, Pro EM-50, everHome EcoTracker IR, Powerfox u. a. |
| Maße Basis / Erweiterung | 420 × 285 × 255 mm / 420 × 270 × 220 mm |
| Gewicht Basis / Erweiterung | 26,5 kg / 23 bis 24 kg |
| Zertifikate | Einheitenzertifikat VDE-AR-N 4105, integrierter NA-Schutz nach DIN VDE V 0124-100 |
| Garantie | 10 Jahre laut Solakon (Bedingungen im Text) |
Rund 600 bis 750 Euro für 2,11 kWh, vier Solareingänge und eine Notstrom-Steckdose: Der Solakon ONE ist seit September 2025 der Speicher, um den die Schwäbisch Haller Firma ihre Balkonkraftwerk-Sets baut. Gebaut wird er von FoxESS, die App kommt von Solakon selbst. Grundlage dieser Einordnung sind Datenblatt, Bedienungsanleitung, Einheitenzertifikat und Garantiedokument aus dem Solakon-Downloadbereich, die Hilfeseiten des Herstellers, die Amazon-Listungen sowie sechs veröffentlichte Fachtests.
Was im ONE steckt
Der ONE ist ein All-in-One-Speicher: Laderegler, Akku und ein Hybrid-Wechselrichter mit 800 W sitzen in einem Gehäuse. Die Module hängen direkt am Speicher, ein separater Mikrowechselrichter entfällt. Diese Bauart heißt DC-gekoppelt und spart eine Wandlungsstufe, weil der Solarstrom ohne Umweg über Wechselstrom in die Zellen geht. Zusätzlich lädt der ONE mit bis zu 1.200 W aus dem Hausnetz.
Laut Bedienungsanleitung hat FoxESS das Gerät entwickelt und gefertigt, das Einheitenzertifikat bescheinigt einen integrierten, einfehlersicheren NA-Schutz und die Konformität mit VDE-AR-N 4105. Die galvanische Trennung übernimmt ein Transformator, was im Datenblatt als „isolierte“ Topologie auftaucht.
Vier Eingänge für vier große Module
Der ONE hat vier MPPT-Eingänge mit je 10 bis 60 V und 20 A, zusammen 2.600 W. Jedes Modul bekommt damit seinen eigenen Regler. Wirft das Balkongeländer am Nachmittag Schatten auf ein Modul, arbeiten die anderen drei unbeeinflusst weiter.
Die Grenzen sind eindeutig. Mehr als 60 V verträgt kein Eingang, zwei Module in Reihe sind deshalb laut Anleitung verboten und beschädigen das Gerät. Beim Parallelschalten per Y-Kabel zählt der Kurzschlussstrom: Der Eingang verträgt bis 25 A. Zwei 500-Wp-Module vom Typ JA Solar JAM60D41 mit je 14,42 A kommen rechnerisch auf 28,8 A und liegen damit darüber. Einzeln passen sie mit 43,85 V Leerlaufspannung und 14,42 A problemlos.
Kapazität in Alltagsgrößen
Auf dem Typenschild stehen 2,11 kWh. Davon hält der ONE fest 10 Prozent als Reserve zurück, einstellbar ist nur der Bereich von 10 bis 100 Prozent. Dazu kommen Wandlungsverluste. Die Fachtests haben bei 800 W Abgabe zwischen 1,7 und 1,84 kWh nutzbare Energie gemessen.
Für die Nacht zählt die kleine Leistung. Laut zwei Messungen sinkt der Wirkungsgrad bei 150 W Abgabe auf etwa 75 Prozent. Aus dem vollen Akku kommen dann rechnerisch knapp 1,5 kWh, das reicht für rund zehn Stunden bei 150 W Grundlast, also ziemlich genau eine Sommernacht. Haushalte mit höherer Grundlast oder langen Winterabenden stoßen damit an die Grenze. Wie groß ein Speicher sinnvoll sein sollte, rechnet der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher: wie groß vor.
Nach oben ist Luft. Bis zu fünf Erweiterungsspeicher mit je 2,11 kWh lassen sich stapeln, zusammen 12,66 kWh. Jede Stufe kostet im Solakon-Shop 549 Euro Aufpreis, bei Vollausbau steht der Turm 1.455 mm hoch.
Welches Set mit Speicher?
Solakon verkauft den ONE einzeln und in Sets, die sich in Modulzahl, Modultyp und Kabellänge (3 oder 10 m zur Steckdose) unterscheiden.
| Set | Module | Modulleistung | Speicher | Amazon | Solakon-Shop |
|---|---|---|---|---|---|
| ONE einzeln | keine | – | 2,11 kWh | ca. 750 € | 599 € |
| onLite 900 W | 2 × ulica UL-450M (450 Wp) | 900 Wp | 2,11 kWh | ca. 855 € | 830 € |
| onBasic 1000 W | 2 × JA Solar JAM60D41 (500 Wp) | 1.000 Wp | 2,11 kWh | ca. 870 € | 880 € |
| onPower 2000 W | 4 × JA Solar JAM60D41 (500 Wp) | 2.000 Wp | 2,11 kWh | ca. 1.020 € | 980 € |
| onPower 2000 W | 4 × JA Solar JAM60D41 (500 Wp) | 2.000 Wp | 4,22 kWh | ca. 1.590 € | 1.530 € |
| onPower Plus 4000 W | 8 Module | 4.000 Wp | 2,11 kWh | nicht gelistet | 1.330 € |
Die Shop-Preise gelten für die 3-m-Variante. Beim ONE einzeln ist der Shop rund 150 Euro günstiger, bei den Sets liegen beide Kanäle nah beieinander.
Die Wahl hängt vom Platz ab, und von einer Normfrage. Für Balkonkraftwerke ohne Speicher koppelt die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 den Haushaltsstecker an höchstens 960 Wp. Sets mit Speicher deckt die Norm laut DKE ausdrücklich nicht ab, genau darauf beruft sich Solakon und liefert alle Sets mit Schuko-Kabel. Maßgeblich sind damit die Herstellerangaben. Das onLite bleibt als einziges Set auch unter der 960-Wp-Schwelle; wer es ganz sauber haben will, nimmt dieses Set oder lässt eine Einspeisesteckdose setzen, die Unterschiede stehen im Ratgeber Schuko oder Wieland.
Mehr Module lohnen sich trotz gleicher 800-W-Einspeisung. Vier Module füllen den Akku auch an trüben Tagen und im Winterhalbjahr, während zwei Module dann oft nur den Tagesverbrauch decken. Das onPower Plus mit 4.000 Wp liegt über der 2.000-Wp-Grenze für Steckersolargeräte. Seit März 2026 kennt die VDE-AR-N 4105 dafür die Kleinsterzeugungsanlage mit vereinfachtem Anmeldeformular beim Netzbetreiber, die Einspeisung bleibt auch dort bei 800 VA.
800 W Einspeisung, 1.200 W Hardware
Der Wechselrichter ist laut Solakon für 1.200 W ausgelegt und per Software auf 800 W begrenzt, eine Freigabe höherer Werte ist nach Herstellerangabe nicht vorgesehen. Das Einheitenzertifikat bescheinigt 800 W. Ein Fachtest berichtet dagegen, in der App ließen sich theoretisch 1.200 W aktivieren.
Der Widerspruch ist mehr als eine Fußnote. Fürs vereinfachte Verfahren als Steckersolargerät zählt die höchste wählbare Leistungsstufe. Wer den ONE in Betrieb nimmt, prüft deshalb in der aktuellen App, welche Stufen dort tatsächlich angeboten werden. Die Anker Solarbank 3 E2700 Pro geht den umgekehrten Weg und bietet 1.200 W offen an.
Notstrom und Durchleitung
An der Seite sitzt eine Schuko-Steckdose für den Notstrombetrieb. Bei Netzausfall liefert sie 1.200 W dauerhaft, 1.440 W für 30 Sekunden und 1.800 W für 15 Sekunden, darüber schaltet sie nach 100 Millisekunden ab. Das reicht für Kühlschrank, Router, Licht und einen Laptop, ein Wasserkocher mit 2.000 W bleibt draußen.
Bei anliegendem Netz leitet die Steckdose bis 2.200 W durch, auf diese Durchleitung bezieht sich die Werbeangabe „2.200 W On-Grid“. Eine Umschaltzeit nennt das Datenblatt nicht, Solakon spricht von „Sekundenschnelle“, ein Test von 20 Millisekunden. Für einen PC ohne eigene USV ist das eine offene Frage. Beachten solltest du außerdem: Eine aktivierte EPS-Steckdose erhöht laut Tests den Eigenverbrauch.
Nulleinspeisung und Smart Meter
Ohne Zähler gibt der ONE nach Zeitplan ab und kennt den Hausverbrauch nicht. Ein Test nennt ihn ohne Smart Meter schlicht „nicht sinnvoll nutzbar“. Solakon unterstützt eine lange Liste: Shelly 3EM, Pro 3EM und Pro EM-50, den everHome EcoTracker IR, Powerfox, SolarmanPV, EARN-E, iometer und weitere sowie den hauseigenen PowerTracker IR. Wie die Regelung technisch arbeitet, erklärt der Ratgeber Nulleinspeisung.
Der PowerTracker IR kostet im Solakon-Shop rund 50 Euro und bei Amazon rund 70 Euro. Er sitzt magnetisch an der optischen Schnittstelle des Stromzählers und braucht keinen Elektriker, wohl aber die PIN des Netzbetreibers. Seine Werte laufen über die Solakon-Server. Shelly-Zähler erkennt der ONE dagegen lokal im Heimnetz. Wer von Marstek kommt, kennt den umgekehrten Ansatz: Dort misst der Marstek CT002 mit Stromwandlern im Verteiler.
Die Regelgüte liegt laut Tests bei etwa ±20 W bei konstanter Last, über sechs Nachtstunden flossen in einer Messung nur 0,027 kWh aus dem Netz. Auf Lastsprünge reagiert der ONE mit einigen Sekunden Verzug.
Lokal steuerbar: Modbus TCP und Home Assistant
Hier hebt sich der ONE von vielen Konkurrenten ab. Modbus TCP auf Port 502 ist aktiv, sobald das Gerät im WLAN oder per Kabel im Netz hängt, und erlaubt das Auslesen und Steuern im lokalen Netz. Solakon pflegt dazu eine offizielle Home-Assistant-Integration mit über 30 Sensoren, Leistungsvorgaben und EPS-Steuerung. Eine Anleitung für den eigenen Aufbau steht im Ratgeber Nulleinspeisung mit Home Assistant.
Für die Zukunftssicherheit ist das ein starkes Argument: Fällt die Cloud eines Tages weg, bleibt der Speicher über Modbus steuerbar. Warum das zählt, erklärt der Ratgeber Wechselrichter ohne Cloud. Der Modus für dynamische Stromtarife arbeitet mit Preisschwellen, ab Werk lädt er unter 20 Cent und speist ab 25 Cent ein. Die beworbenen KI-Funktionen beschreibt Solakon in seinen Hilfeseiten bislang nicht näher.
Effizienz: stark bei Volllast
Solakon nennt keinen einzigen Wirkungsgrad. Die Fachtests füllen die Lücke: 89,7 Prozent beim Entladen mit 800 W, rund 91 Prozent beim Laden aus dem Netz und je nach Messaufbau 81 bis 84 Prozent für den kompletten Weg vom Netz in den Akku und zurück. heise ordnet den ONE damit bei der Effizienz in die Spitzengruppe ein.
Die Schwachstelle liegt bei kleiner Leistung. Bei 150 W sinkt der Wert auf etwa 75 Prozent, ein Viertel der Energie geht dann als Wärme verloren. Aus dem Netz zieht der ONE im Leerlauf laut zwei Tests 0 W, einer davon misst intern aber einen Verbrauch von rund 10 W aus dem Akku.
Garantie: zehn Jahre mit Bedingungen
Solakon wirbt mit zehn Jahren Herstellergarantie. Das Garantiedokument im Downloadbereich ist allerdings eine Richtlinie von FoxESS und nennt Bedingungen, die auf der Produktseite fehlen: Registrierung in der FoxESS-Cloud binnen sechs Monaten, höchstens sechs Monate offline pro Jahr, Zustimmung zu Fern-Updates. Garantiert werden 80 Prozent Restkapazität oder 6.000 Zyklen, beworben werden dagegen 8.000 Zyklen bei 70 Prozent.
Wie die FoxESS-Registrierung zur Solakon-eigenen Cloud mit deutschen Servern passt, erklärt der Hersteller nicht. Formal richtet sich die Richtlinie an Geschäftskunden, die gesetzliche Gewährleistung bleibt unberührt. Wer den ONE bewusst offline betreiben will, klärt die Garantiefrage vor dem Kauf.
Was die Fachpresse schreibt
heise bestenlisten vergibt 4,5 von 5 Punkten und lobt die einfache Einrichtung, den Preis und die Home-Assistant-Anbindung, kritisiert aber ungenaue und verzögerte App-Statistiken. PC-WELT kommt ebenfalls auf 4,5 von 5 mit „Empfehlung der Redaktion“ und bemängelt das fehlende 5-GHz-WLAN und das bei Sonne schwer lesbare Display. homeandsmart vergibt 94 von 100 Punkten, energienerds.de 4,2 von 5. In der heise-Übersicht der Balkonkraftwerk-Speicher regelt die Anker Solarbank 4 Pro die Nulleinspeisung feiner.
Bestehendes Balkonkraftwerk nachrüsten
Zwei Wege führen zum ONE. Beim DC-Weg kommen die vorhandenen Module direkt an die vier Eingänge, der alte Wechselrichter hat danach Pause. Beim AC-Weg steckt der vorhandene Mikrowechselrichter mit bis zu 1.200 W in die EPS-Steckdose; das funktioniert nur bei anliegendem Netz. Ob die Summe beider Geräte am Hausnetz dabei sicher bei 800 VA bleibt, klärst du vor dem Anschluss mit dem Solakon-Support, die Hintergründe stehen im Ratgeber AC-Speicher am Balkonkraftwerk nachrüsten.
Für wen sich der ONE lohnt
Passend ist der ONE für alle, die ein neues Balkonkraftwerk mit Speicher aus einer Hand wollen und Wert auf lokale Steuerbarkeit legen. Mit vier Eingängen und Modbus ist er auch für Home-Assistant-Nutzer eine der offensten Lösungen, und die Notstrom-Steckdose deckt kurze Stromausfälle ab. Wer bereits das Solakon onBasic ohne Speicher betreibt, rüstet über den DC-Weg ohne Kabelsalat auf.
Weniger passend ist er für Haushalte mit hoher Grundlast, die mit gut 1,7 kWh nutzbarer Energie nicht durch die Nacht kommen und direkt eine Erweiterung einplanen sollten. Wer den Speicher dauerhaft ohne Internet betreiben will, muss die Garantiebedingungen im Blick haben.
Alternativen im Vergleich
| Speicher | Kapazität | MPPT / PV-Eingang | Einspeisung | Notstrom | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Solakon ONE | 2,11 kWh | 4 / 2.600 W | 800 W | 1.200 W | ca. 750 € | 4,0 |
| Jackery SolarVault 3 Pro | 2,52 kWh | 4 / 4.000 W | 800 W, 1.200 W wählbar | 1.200 W | ca. 600 € | 4,2 |
| Zendure SolarFlow 800 Pro 2 | 1,92 kWh | 4 / 2.640 W | 800 W | 1.000 VA | ca. 580 € | 4,5 |
| Anker Solarbank 3 E2700 Pro | 2,69 kWh | 4 / 3.600 W | 1.200 W | 1.200 W | ca. 950 € | 4,6 |
Die Jackery-Box bietet mehr Kapazität zum niedrigeren Amazon-Preis, der Zendure regelt mit fester 800-W-Grenze, und die Anker Solarbank liefert die meiste Kapazität und den größten Solareingang. Der ONE punktet mit der offensten lokalen Schnittstelle der Runde.
Fazit
Der Solakon ONE ist ein durchdachter All-in-One-Speicher mit vier kräftigen Eingängen, Notstrom-Steckdose, Netzladen und einer lokalen Modbus-Schnittstelle, die in dieser Klasse selten ist. Bei Volllast arbeitet er laut mehreren Messungen ausgesprochen effizient, und die Sets machen den Einstieg einfach.
Drei Punkte gehören vor den Kauf geklärt. Die nutzbare Kapazität liegt eher bei 1,7 als bei 2,11 kWh, die Garantiebedingungen verlangen eine Registrierung bei FoxESS, und im Solakon-Shop ist der ONE einzeln deutlich günstiger als bei Amazon. Wer vier Module unterbringt, greift zum onPower-Set; für den Balkon mit zwei Modulen und sauberer Schuko-Lösung ist das onLite-Set die stimmigste Wahl.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Vier MPPT mit 20 A und bis 60 V nehmen vier große Module einzeln auf, Teilverschattung eines Moduls bremst die anderen nicht
- Notstrom-Steckdose mit 1.200 W und Netzladen mit 1.200 W machen den Speicher auch für dynamische Tarife und Stromausfälle nutzbar
- Modbus TCP und die offizielle Home-Assistant-Integration erlauben die Steuerung im lokalen Netz ohne Umweg über die Cloud
- Breite Smart-Meter-Auswahl, darunter optische Leseköpfe, die ohne Elektriker am Stromzähler sitzen
- In mehreren Fachtests rund 90 Prozent Wirkungsgrad beim Entladen mit 800 W, ein Spitzenwert der Klasse
- IP65, Akkuheizung und −20 bis +55 °C erlauben den Aufbau auf Balkon und Terrasse
- Vorhandene Module lassen sich direkt anschließen, der alte Mikrowechselrichter wird dann nicht mehr gebraucht
Das spricht dagegen
- Das Garantiedokument im Solakon-Downloadbereich knüpft die zehn Jahre an eine Registrierung in der FoxESS-Cloud und eine weitgehend dauerhafte Online-Verbindung
- Der Mindestladestand von 10 Prozent ist fest, gemessen stehen von 2,11 kWh nur 1,7 bis 1,84 kWh zur Verfügung
- Bei kleiner Abgabeleistung um 150 W sinkt der Wirkungsgrad laut Tests auf etwa 75 Prozent
- Das Datenblatt nennt weder Wirkungsgrade noch Standby-Verbrauch, Geräuschpegel oder Zellhersteller
- Ohne Smart Meter ist der Speicher kaum sinnvoll zu betreiben, der Zähler kostet extra
- Bei Amazon kostet der ONE einzeln rund 150 Euro mehr als im Solakon-Shop, dazu kommen 2 bis 3 Wochen Lieferzeit
- Das kleine Display ist bei Sonne laut zwei Tests schwer ablesbar
Häufige Fragen
Welches Solakon-Balkonkraftwerk mit Speicher passt zu mir?
Solakon kombiniert den ONE mit vier Modul-Sets: onLite mit 2 × 450 Wp, onBasic mit 2 × 500 Wp, onPower mit 4 × 500 Wp und onPower Plus mit acht Modulen und 4.000 Wp. Für einen Balkon mit Platz für zwei Module ist onLite oder onBasic die passende Größe, onLite bleibt dabei unter der 960-Wp-Schwelle der Produktnorm. Wer vier Module aufstellen kann, holt mit onPower vor allem im Winterhalbjahr deutlich mehr in den Speicher.
Wie viel Strom speichert der Solakon ONE wirklich?
Nominell 2,11 kWh. Solakon hält fest 10 Prozent als Reserve zurück, und beim Entladen gehen Wandlungsverluste ab. Fachtests haben bei 800 W Abgabe zwischen 1,7 und 1,84 kWh gemessen. Bei kleiner Abgabeleistung in der Nacht bleibt wegen des geringeren Wirkungsgrads etwas weniger übrig.
Kann ich den Solakon ONE an mein bestehendes Balkonkraftwerk anschließen?
Ja, auf zwei Wegen. Die vorhandenen Module kommen direkt an die vier Eingänge des ONE, der alte Wechselrichter wird dann nicht mehr gebraucht; je Eingang gelten 60 V und 20 A. Alternativ steckt der vorhandene Mikrowechselrichter mit bis zu 1.200 W in die EPS-Steckdose des ONE, das funktioniert aber nur bei anliegendem Netz und nicht im Notstrombetrieb.
Braucht der Solakon ONE einen Smart Meter?
Für einen sinnvollen Betrieb ja. Erst mit einem Zähler am Hausanschluss gibt der ONE genau so viel ab, wie im Haus verbraucht wird, auch der Modus für dynamische Stromtarife setzt einen Zähler voraus. Günstigster Weg ist der Solakon PowerTracker IR, der am optischen Anschluss des Stromzählers sitzt; alternativ funktionieren unter anderem Shelly Pro 3EM, Shelly 3EM und der everHome EcoTracker IR.
Speist der Solakon ONE mehr als 800 Watt ein?
Laut Solakon nicht. Der Wechselrichter ist für 1.200 W ausgelegt, per Software aber auf 800 W begrenzt, eine Erhöhung sieht der Hersteller nicht vor, und das Einheitenzertifikat weist 800 W aus. Ein Fachtest berichtet dagegen, in der App ließen sich theoretisch 1.200 W aktivieren. Fürs vereinfachte Verfahren zählt die höchste wählbare Stufe, deshalb lohnt ein Blick in die aktuelle App-Version.
Wie funktioniert die Notstrom-Steckdose des Solakon ONE?
Am Gehäuse sitzt eine Schuko-Steckdose, die per Tastendruck oder App aktiviert wird. Fällt das Netz aus, liefert sie bis 1.200 W, kurzzeitig 1.440 W für 30 Sekunden und 1.800 W für 15 Sekunden. Bei anliegendem Netz leitet sie bis 2.200 W durch. Eine Umschaltzeit nennt das Datenblatt nicht, eine aktive EPS-Steckdose erhöht laut Tests den Eigenverbrauch.
Funktioniert der Solakon ONE ohne Internet?
Solakon schreibt, eine Internetverbindung sei nicht zwingend notwendig, und Nutzerberichte bestätigen, dass die Nulleinspeisung mit lokal angebundenem Shelly offline weiterläuft. Die App braucht dagegen eine Verbindung. Der PowerTracker IR schickt seine Messwerte über die Solakon-Server und ist damit auf das Internet angewiesen.
Wer stellt den Solakon ONE her?
Laut Bedienungsanleitung hat FoxESS aus Wenzhou das Gerät entwickelt und gefertigt, Solakon aus Schwäbisch Hall vertreibt es und entwickelt die App. Auf derselben Plattform basieren weitere Speicher anderer Anbieter. Solakon ist seit 2022 am Markt.
Welche Garantie gibt es auf den Solakon ONE?
Solakon wirbt mit zehn Jahren Herstellergarantie. Das Garantiedokument im Downloadbereich ist eine Richtlinie von FoxESS: zehn Jahre ab Installation, mindestens 80 Prozent Restkapazität oder 6.000 Zyklen, Registrierung in der FoxESS-Cloud innerhalb von sechs Monaten und höchstens sechs Monate offline pro Jahr. Die gesetzlichen Gewährleistungsrechte bleiben davon unberührt.
Darf der Solakon ONE draußen stehen?
Ja. Das Gehäuse erreicht IP65, der Betriebsbereich reicht von −20 bis +55 °C, und eine integrierte Heizung wärmt die Zellen vor dem Laden bei Frost. Solakon sieht Bodenmontage vor, jede Erweiterung bekommt eine eigene Wandhalterung. Direkte Mittagssonne und Staunässe sollte der Standort trotzdem vermeiden.