Solarmodul · JA Solar

JA Solar JAM60D41-500/LB (Solarmodul, Glas-Glas)

  • N-Type-TOPCon-Zellen mit 22,6 % Modulwirkungsgrad laut Datenblatt
  • Glas-Glas mit 2 mm je Seite und 30 Jahren Leistungsgarantie
  • Bifazialität 80 ± 10 %, einer der höchsten Werte am Markt
  • Rund 115 € je Modul im 2er-Set, das sind 0,23 € je Wattpeak
  • 14,42 A Kurzschlussstrom verlangen einen Wechselrichter mit Reserve

Preise: Stand 05.10.2026, Amazon 04:10 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

Affiliate-Links sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet.

Rezension der solarkasten.de-Redaktion · Veröffentlicht am 12. September 2026

JA Solar JAM60D41-500/LB

Technische Daten

Modellcode JAM60D41-500/LB
Serie DeepBlue 4.0 Pro
Nennleistung (Pmax) 500 Wp
Modulwirkungsgrad 22,6 %
Zelltyp N-Type monokristallin, TOPCon (Bycium+)
Zellzahl 120 Halbzellen (6 × 20)
Leerlaufspannung (Voc) 43,85 V
Kurzschlussstrom (Isc) 14,42 A
MPP-Spannung (Vmp) 36,91 V
MPP-Strom (Imp) 13,55 A
Bifazialitätsfaktor 80 ± 10 %
Temperaturkoeffizient Pmax -0,290 %/°C
Temperaturkoeffizient Voc -0,250 %/°C
Temperaturkoeffizient Isc +0,045 %/°C
NOCT 45 ± 2 °C
Max. Systemspannung 1.500 V DC
Max. Sicherungsstrom 30 A
Aufbau Glas-Glas, 2,0 mm vorne und hinten
Maße (B × H × T) 1.953 × 1.134 × 30 mm (± 2 mm)
Modulfläche 2,21 m²
Gewicht 27,3 kg
Rahmen schwarzes Aluminium, 30 mm, Full Black
Anschlussdose IP68, 3 Bypass-Dioden
Steckverbinder QC 4.10-351 / MC4-EVO2A
Kabellänge 1.200 mm je Pol (Querformat)
Schneelast / Windlast 5.400 Pa / 2.400 Pa
Brandklasse Class C
Betriebstemperatur -40 bis +85 °C
Produktgarantie 12 Jahre laut Datenblatt
Leistungsgarantie 30 Jahre auf mindestens 87,4 %
Preis rund 230 € für 2 Module, rund 420 € für 4 Module

500 Wattpeak auf 2,21 Quadratmetern, ein Glas-Glas-Aufbau mit 2 Millimetern je Seite und ein Kurs von rund 115 Euro je Modul: Das JAM60D41-500/LB gehört zu JA Solars DeepBlue-4.0-Pro-Reihe und ist das preisgünstigste Modul dieser Bauart, das hier bisher eingeordnet wurde. Grundlage dieser Einordnung sind das JA-Solar-Datenblatt, die Amazon-Listungen und der Vergleich mit den beiden bereits eingeordneten Glas-Glas-Modulen.

Was hinter dem Modellcode steckt

Der Code verrät die Bauart. JAM steht für JA Solar Module, die 60 für sechzig ganze Zellen, die als 120 Halbzellen ausgeführt sind. D41 benennt die Zellgeneration der DeepBlue-4.0-Pro-Reihe mit N-Type-TOPCon-Zellen, die JA Solar unter dem Namen Bycium+ führt. Die 500 ist die Nennleistung, und LB bedeutet schwarzer Rahmen mit Doppelglas.

Innerhalb der Reihe gibt es Nachbarn mit eigenen Codes. Das JAM54D40 ist die kürzere 54-Zell-Variante mit 435 bis 460 Wp und 1.762 mm Länge. Varianten mit dem Zusatz 25Y tragen eine längere Produktgarantie. Wer sich fragt, was die Angabe Wattpeak überhaupt beschreibt, findet die Einordnung im Ratgeber Watt Peak.

14,42 Ampere: der Wert, der über den Wechselrichter entscheidet

Der Kurzschlussstrom ist bei diesem Modul die kaufentscheidende Zahl. Mit 14,42 A liegt das JAM60D41-500 über dem, was viele Mikrowechselrichter der 800-VA-Klasse je Eingang aufnehmen.

WechselrichterEingangsstrom je KanalPasst zum JAM60D41-500
Growatt NEO 800M-X18 Amit Reserve
APsystems EZ1-M20 Amit Reserve
Zendure SolarFlow 80018 Amit Reserve
Hoymiles HiFlow 800 Pro14 Aknapp am Limit
Deye SUN-M80G413 Aregelt ab

Beschädigt wird dabei nichts. Der Wechselrichter verschiebt den Arbeitspunkt und kappt den Strom bei seinem Maximum, die überschüssige Leistung bleibt liegen. Auffällig wird das an klaren Sommertagen zur Mittagszeit, und es verstärkt sich, wenn die bifaziale Rückseite auf hellem Untergrund zusätzlich liefert. Über das Jahr gerechnet bleibt der Verlust im niedrigen einstelligen Prozentbereich, an den Spitzentagen ist er deutlich sichtbar.

Bei der Spannung bleibt alles unkritisch. 43,85 V Leerlaufspannung liegen komfortabel unter den 60 bis 65 V, die Mikrowechselrichter zulassen. Eine Reihenschaltung zweier Module an einem Eingang scheidet damit aus, weil 87,7 V jedes Gerät dieser Klasse überfordern.

Zwei Module ergeben 1.000 Wattpeak, und damit ein Normproblem

Dieser Punkt fällt bei fast jeder Set-Kalkulation unter den Tisch. Seit Dezember 2025 gilt mit DIN VDE V 0126-95 die erste Produktnorm für komplette Steckersolargeräte. Sie koppelt die zulässige Modulleistung an die Anschlussart: bis 960 Wp genügt der Haushaltsstecker, von 961 bis 2.000 Wp verlangt sie eine Energiesteckvorrichtung nach Wieland-Art.

Zwei JAM60D41-500 kommen auf 1.000 Wp und liegen damit 40 Wattpeak über der Schuko-Grenze. Praktisch werden solche Kombinationen breit als steckerfertige Sets verkauft, und die Einspeiseleistung bleibt durch den 800-VA-Wechselrichter ohnehin gedeckelt. Saubere Wege sind ein Wieland-Anschluss durch einen Fachbetrieb oder eine Bestückung mit 450-Wp-Modulen, die bei 900 Wp landet. Welche Steckvariante wann greift, klärt der Ratgeber Schuko oder Wieland.

Die zweite Grenze bleibt davon unberührt: Die 2.000 Wp aus Paragraf 8 Absatz 5a EEG gelten für das Steckersolargerät weiter, und seit März 2026 erlaubt die VDE-AR-N 4105 in der Fassung 2026-03 auch darüber die Laienanmeldung über das Formular F.1.2. Details dazu stehen im Ratgeber Wie viel Strom darf ein Balkonkraftwerk erzeugen.

0,23 Euro je Wattpeak: der eigentliche Kaufgrund

Im 2er-Set kostet das Modul rund 115 Euro, im 4er-Set rund 105 Euro. Auf die Leistung gerechnet sind das 0,23 beziehungsweise 0,21 Euro je Wattpeak. Zum Vergleich liegt das SunPro 500 Wp bifazial bei rund 160 Euro und damit bei 0,32 €/Wp, das SunPro 480 Wp Back Contact bei 199 Euro und 0,41 €/Wp.

Der Preisvorteil kommt aus der Menge. Einzeln führt Amazon dieses Modul nicht, die günstigen Listungen bündeln zwei oder vier Stück. Für ein Balkonkraftwerk mit zwei Modulen passt das genau, für den Ersatz eines einzelnen defekten Moduls nicht. Dass dabei Speditionsversand und Umsatzsteuerbefreiung nach Paragraf 12 Absatz 3 UStG schon eingerechnet sind, macht den Vergleich mit Modulhändlern fairer, bei denen die Fracht getrennt berechnet wird.

Was der Glas-Glas-Aufbau leistet und was er wiegt

Vorder- und Rückseite bestehen aus 2 Millimeter gehärtetem Glas. Die Rückseitenfolie, die bei günstigeren Modulen die Zellen abschließt, entfällt damit komplett. Das hat drei Folgen.

Erstens die Haltbarkeit: Folie nimmt über Jahre Feuchtigkeit auf und wird spröde, Glas tut das nicht. Darauf beruht die 30-jährige Leistungsgarantie mit mindestens 87,4 Prozent im Jahr 30. Zweitens die Belastbarkeit mit 5.400 Pa Schneelast und 2.400 Pa Windlast. Drittens das Gewicht: 27,3 Kilogramm sind rund fünf Kilo mehr als bei einem vergleichbaren Glas-Folie-Modul. Die Abwägung zwischen beiden Bauarten steht ausführlich im Ratgeber Glas-Glas oder Glas-Folie.

Mit 1.953 × 1.134 mm ist das Modul knapp zwei Meter lang und liegt damit im XL-Format, das inzwischen Standard geworden ist. Wer Maße und Gewichte der gängigen Klassen vergleichen will, findet sie im Ratgeber Solarmodul-Größe im Standard. Für die Montage am Geländer gilt: Die Halterung muss 27,3 kg je Modul tragen, und das Anheben ist eine Aufgabe für zwei Personen. Praxishinweise dazu stehen im Ratgeber Solarmodul am Balkon montieren.

Die Rückseite: 80 Prozent Bifazialität und wozu sie taugt

Der Bifazialitätsfaktor von 80 ± 10 Prozent ist ein hoher Wert. Er sagt, dass die Rückseite unter gleicher Einstrahlung 80 Prozent der Vorderseitenleistung abgeben könnte. Diese Zahl beschreibt damit eine Eigenschaft der Zelle unter Laborbedingungen.

Wie viel ankommt, entscheidet der Untergrund. Auf einem dunklen Balkonboden mit geringer Rückstrahlung bleiben 2 bis 5 Prozent übrig. Auf hellem Kies, weißem Beton oder Schnee werden 10 bis 20 Prozent erreicht. Voraussetzung ist ein Abstand von mindestens 10 bis 15 Zentimetern zur Wand, denn direkt aufliegend kommt kein Licht an die Rückseite. Der Ratgeber Bifaziale Solarmodule: Untergrund rechnet die Unterschiede je Oberfläche durch, die Grundlagen stehen im Ratgeber Bifaziale Solarmodule.

Der Zusatzertrag hat eine Kehrseite, die zum Stromthema zurückführt: Er hebt den Modulstrom über den Datenblattwert, was an einem 13- oder 14-Ampere-Gerät genau dann abgeregelt wird, wenn die Rückseite am meisten liefert.

N-Type-TOPCon: was der Temperaturkoeffizient wert ist

Die Zellen sind N-Type-TOPCon-Zellen mit 120 Halbzellen. Gegenüber älteren PERC-Zellen bringt die Bauart zwei Vorteile. Der Temperaturkoeffizient liegt bei -0,290 Prozent je Grad gegenüber typisch -0,35 Prozent, und die Degradation im ersten Jahr fällt mit 1 Prozent niedriger aus.

Was der Temperaturkoeffizient im Alltag bedeutet, zeigt eine Rechnung. Ein Modul erreicht im Sommer auf einer dunklen Fläche gut 60 °C Zelltemperatur, also 35 Grad über den 25 °C des Prüfstands. Mit -0,29 Prozent je Grad bleiben davon 89,9 Prozent der Nennleistung, also rund 450 Watt. Bei -0,35 Prozent je Grad wären es 87,8 Prozent und damit 439 Watt. Der Unterschied von 11 Watt klingt klein und summiert sich über die heißen Mittagsstunden eines Sommers. Mehr zu dieser Zelltechnik steht im Ratgeber Solarmodul N-Type.

Drei Bypass-Dioden in der IP68-Anschlussdose teilen das Modul in drei Zellgruppen. Fällt eine Gruppe durch Verschattung aus, wird sie überbrückt, und die anderen beiden arbeiten weiter. Wie stark Verschattung insgesamt durchgreift, zeigt der Ratgeber Balkonkraftwerk im Schatten.

Die Garantie und der Punkt mit dem Händlernamen

Das Datenblatt nennt 12 Jahre Produktgarantie auf Material und Verarbeitung. Das ist kürzer als die 25 bis 30 Jahre, die SunPro in derselben Klasse zusagt, und kürzer als die 25 Jahre, die manche Amazon-Listungen anderer JA-Solar-Module bewerben. Erklären lässt sich der Unterschied über die Produktlinien: JA Solar führt eine eigene 25Y-Serie mit verlängerter Garantie, die anderen Modellcodes trägt. Für das JAM60D41-500/LB stehen im Datenblatt 12 Jahre.

Zweiter Punkt zur Einordnung: Amazon listet das Modul unter dem Markennamen eines Händlers, JA Solar erscheint nur im Modellcode. Maße, Gewicht, Zellzahl und Systemspannung der Listung deckten sich am Tag dieser Rezension mit dem Herstellerdatenblatt. Wer einen Herkunftsnachweis für die Garantieabwicklung braucht, fordert das Datenblatt beim Händler an.

Für wen sich das JAM60D41-500 lohnt

Passend ist es für die Zwei-Modul-Anlage mit großzügigem Wechselrichter: Balkon, Garagendach, Flachdach oder Terrassenüberdachung, kombiniert mit einem Gerät ab 18 Ampere Eingangsstrom. Dort steht die Kombination aus 22,6 Prozent Wirkungsgrad, Glas-Glas-Aufbau und 0,23 Euro je Wattpeak ohne Konkurrenz.

Weniger passend ist es für Anlagen mit einem 13- oder 14-Ampere-Wechselrichter, weil dort ein Teil der Leistung ungenutzt bleibt. Ebenfalls weniger passend ist es für Geländer mit knapper Traglast und für alle, die ein einzelnes Modul brauchen. Und wer die maximale Garantiedauer sucht, findet sie bei SunPro.

Alternativen im Vergleich

ModellLeistungWirkungsgradIscGewichtGarantiePreis je Wp
JA Solar JAM60D41-500/LB500 Wp22,6 %14,42 A27,3 kg12 J.ca. 0,23 €
SunPro 500 Wp bifazial500 Wp22,5 %14,25 A26,6 kg25 J.ca. 0,32 €
SunPro 480 Wp BC480 Wp23,5 %14,98 A23,5 kg30 J.ca. 0,41 €

Fazit

Das JAM60D41-500/LB ist das Preis-Leistungs-Modul dieser Seite. Ein Glas-Glas- Aufbau mit 2 Millimetern je Seite, N-Type-TOPCon-Zellen mit 22,6 Prozent Wirkungsgrad, ein Temperaturkoeffizient von -0,29 Prozent je Grad und 30 Jahre Leistungsgarantie für rund 0,23 Euro je Wattpeak: das ist ein Datenblatt, das in dieser Preisklasse selten vorkommt.

Zwei Zahlen steuern die Entscheidung. 14,42 Ampere Kurzschlussstrom verlangen einen Wechselrichter mit Reserve, sonst verschenkt die Anlage genau die Spitzen, für die das Modul gekauft wurde. Der Growatt NEO 800M-X mit 18 Ampere für rund 88 Euro ist dafür der günstigste Partner. Und 1.000 Wattpeak aus zwei Modulen liegen über der 960-Wp-Grenze der Produktnorm für den Haushaltsstecker, was vor dem Kauf geklärt gehört. Wer beides einplant, bekommt hier den besten Euro je Wattpeak im Feld.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Rund 0,23 Euro je Wattpeak im 2er-Set: kein anderes hier eingeordnetes Modul liegt so günstig, das SunPro 500 Wp kostet 0,32 €/Wp
  • 22,6 % Modulwirkungsgrad packen 500 Wp auf 2,21 m², das ist dichte Belegung für diese Preisklasse
  • Der Glas-Glas-Aufbau mit 2 mm je Seite trägt 5.400 Pa Schneelast und altert langsamer als eine Rückseitenfolie
  • 30 Jahre Leistungsgarantie auf mindestens 87,4 % gehören zum Längsten, was Modulhersteller zusagen
  • Bifazialität von 80 % ist ein hoher Wert, auf hellem Untergrund trägt die Rückseite messbar bei
  • -0,290 %/°C Temperaturkoeffizient halten die Leistung im Sommer stabiler als PERC-Module mit typisch -0,35 %/°C
  • Drei Bypass-Dioden in der IP68-Anschlussdose begrenzen den Schaden bei Teilverschattung

Das spricht dagegen

  • 14,42 A Kurzschlussstrom liegen über den 13 bis 14 A, die viele 800-VA-Wechselrichter je Eingang aufnehmen: dort regelt das Gespann an Spitzentagen ab
  • Zwei dieser Module ergeben 1.000 Wp und überschreiten damit die 960-Wp-Grenze, ab der die Produktnorm eine Energiesteckvorrichtung vorsieht
  • 27,3 kg auf 1,95 m Länge machen die Montage am Balkon zur Zwei-Personen-Aufgabe
  • 12 Jahre Produktgarantie sind kürzer als die 25 bis 30 Jahre, die SunPro in derselben Klasse zusagt
  • Amazon führt das Modul unter dem Händlernamen NAKA, JA Solar taucht nur im Modellcode auf
  • Einzeln lässt sich das Modul bei Amazon nicht kaufen, die günstigsten Listungen sind 2er- und 4er-Sets

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 5,0
Ertrag & Wirkungsgrad 4,5
Verarbeitung & Garantie 4,0
Montage & Handhabung 3,0
Wechselrichter-Kompatibilität 3,5

Gesamtwertung: 4,0 / 5

Häufige Fragen

Passt das JA Solar JAM60D41-500 an jeden 800-Watt-Wechselrichter?

Elektrisch passt die Spannung überall: 43,85 V Leerlaufspannung liegen deutlich unter den 60 bis 65 V, die Mikrowechselrichter zulassen. Eng wird der Strom. Mit 14,42 A Kurzschlussstrom liegt das Modul über den 13 A des Deye SUN-M80G4 und an der Grenze der 14 A der Hoymiles-HiFlow-Serie. Der Growatt NEO 800M-X mit 18 A und der APsystems EZ1-M mit 20 A nehmen es ohne Abregeln an.

Was passiert, wenn der Wechselrichter weniger Strom aufnimmt als das Modul liefert?

Kaputt geht dabei nichts. Der Wechselrichter verschiebt den Arbeitspunkt und begrenzt den Strom auf seinen Maximalwert, die überschüssige Leistung bleibt ungenutzt. Spürbar ist das nur an klaren Sommertagen um die Mittagsstunden und bei hellem Untergrund, der die Rückseite zusätzlich speist. Über das Jahr liegt der Verlust im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Darf ich zwei dieser Module an einer Schuko-Steckdose betreiben?

Zwei Module ergeben 1.000 Wp. Die seit Dezember 2025 geltende Produktnorm DIN VDE V 0126-95 koppelt die zulässige Modulleistung an die Anschlussart und sieht den Haushaltsstecker bis 960 Wp vor, darüber eine Energiesteckvorrichtung nach Wieland-Art. Praktisch wird die Kombination trotzdem breit verkauft. Rechtlich saubere Wege sind ein Wieland-Anschluss oder eine Bestückung mit 450-Wp-Modulen.

Wie viel bringt die bifaziale Rückseite wirklich?

Der Bifazialitätsfaktor von 80 Prozent beschreibt die Leistungsfähigkeit der Rückseite gegenüber der Vorderseite unter gleicher Einstrahlung. Wie viel davon ankommt, hängt am Untergrund. Auf dunklem Balkonboden landet der Zuschlag bei 2 bis 5 Prozent, auf hellem Kies oder weiß gestrichenem Beton bei 10 bis 20 Prozent. Voraussetzung ist ein Abstand zur Wand, eine flach aufliegende Montage bringt nichts.

Was unterscheidet dieses Modul vom SunPro 500 Wp bifazial?

Die Datenblätter liegen nah beieinander: 22,6 gegenüber 22,5 Prozent Wirkungsgrad, -0,29 gegenüber -0,30 %/°C Temperaturkoeffizient, Glas-Glas bei beiden. Unterschiede gibt es beim Preis, wo JA Solar mit 0,23 €/Wp klar günstiger liegt, und bei der Produktgarantie, wo SunPro 25 Jahre gegen 12 Jahre zusagt. Das Back-Contact-Modell SunPro 480 Wp BC kommt sogar auf 30 Jahre. Beim Kurzschlussstrom liegt das JA Solar mit 14,42 A knapp über dem SunPro mit 14,25 A.

Wofür stehen die Kürzel im Modellcode JAM60D41-500/LB?

JAM steht für JA Solar Module, 60 für die Anzahl der ganzen Zellen (hier 120 Halbzellen), D41 für die Zelltechnologie der DeepBlue-4.0-Pro-Reihe und 500 für die Nennleistung in Watt. Das Kürzel LB bedeutet Local Black, also schwarzer Rahmen mit Doppelglas. Varianten mit LR tragen einen silbernen Rahmen, Varianten mit 25Y im Namen eine längere Produktgarantie.

Warum wird das Modul bei Amazon unter dem Namen NAKA verkauft?

Die Amazon-Listung stammt von einem Händler, der unter eigenem Markennamen anbietet und JA Solar nur im Modellcode führt. Der Code JAM60D41-500/LB ist die Typenbezeichnung von JA Solar, Maße, Gewicht und Zellzahl der Listung deckten sich am Tag dieser Rezension mit dem Herstellerdatenblatt. Wer Wert auf Herkunftsnachweise legt, sollte das Datenblatt beim Händler anfordern.

Wie lange hält das Modul und was garantiert JA Solar?

Das Datenblatt nennt 12 Jahre Produktgarantie auf Material und Verarbeitung sowie 30 Jahre Leistungsgarantie. Im ersten Jahr darf die Leistung um 1 Prozent nachlassen, danach um 0,4 Prozent je Jahr, im Jahr 30 stehen damit noch mindestens 87,4 Prozent zu. Glas-Glas-Module altern typisch langsamer als Glas-Folie-Module, weil die Rückseite keine Feuchtigkeit aufnimmt.

Brauche ich für 27,3 Kilogramm eine besondere Halterung?

Für die Balkongeländer-Montage ja. Handelsübliche Halterungen sind oft für 20 bis 25 kg je Modul ausgelegt, das Herstellerdatenblatt der Halterung gibt die Grenze vor. Dazu kommen Windlasten, die bei 2,21 m² Fläche erheblich ausfallen. Auf einem Flachdach löst Ballast die Frage, am Geländer braucht es eine geprüfte Klemmung und zwei Personen beim Anheben.

Passt das Modul an eine Powerstation oder ein 12-Volt-System?

Nein, dafür ist es ungeeignet. Mit 43,85 V Leerlaufspannung liegt es über dem Eingangsfenster der meisten Powerstations, die bei 11 bis 40 V arbeiten. Für mobile Anwendungen sind Faltmodule mit 18 bis 22 V Betriebsspannung gedacht. Das JAM60D41 ist ein stationäres Netzeinspeisemodul für Mikrowechselrichter.

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