Balkonkraftwerk-Speicher · Hoymiles

Hoymiles HiBattery 1920 AC (Balkonkraftwerk-Speicher)

  • 1,92 kWh LiFePO4, durch Kaskadierung von bis zu sechs Geräten auf 11,52 kWh erweiterbar
  • AC-gekoppelt: hängt sich per Schuko hinter ein bestehendes Balkonkraftwerk, egal welcher Wechselrichter davor sitzt
  • IP66 und Akkuheizung mit 0 bis 150 W, Entladebetrieb bis -20 °C
  • 96,5 % bidirektionaler DC/AC-Wirkungsgrad, lüfterlos unter 17 dB(A)
  • 10 Jahre Garantie, prismatische Zellen in Automotive-Qualität mit über 6.000 Zyklen

Preise: Stand 05.10.2026, Amazon 04:10 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der solarkasten.de-Redaktion · Veröffentlicht am 15. September 2026

Hoymiles HiBattery 1920 AC

Technische Daten

Modellcode HB-1920-AC-SV
Speicherkapazität 1.920 Wh
Nutzbare Kapazität (Messung Smartzone) 1.582 Wh (82 %)
Zellchemie LiFePO4, prismatische Automotive-Zellen
Ladezyklen über 6.000
Kalkulierte Lebensdauer 15 Jahre
Garantie 10 Jahre
Erweiterbar auf 11.520 Wh (bis zu 6 Geräte kaskadiert)
Kopplung AC-seitig, hinter dem vorhandenen Mikrowechselrichter
Nennausgangsleistung 800 VA
Max. Eingangsleistung 1.800 VA
Bidirektionaler DC/AC-Wirkungsgrad 96,5 %
AC-Round-Trip-Wirkungsgrad 86 % (Hersteller), 85 % gemessen
Standby-Verbrauch (Messung Smartzone) ca. 3,5 W
Netzanschluss Schuko
Akkuheizung ja, 0 bis 150 W geregelt
Betriebstemperatur Laden 0 bis +55 °C
Betriebstemperatur Entladen -20 bis +55 °C
Schutzart IP66
Geräusch unter 17 dB(A), lüfterlos
Kommunikation WLAN 2,4 GHz und Bluetooth, MQTT
App S-Miles Home
Smart Meter separat nötig, z. B. Shelly Pro 3EM oder Everhome EcoTracker
Sicherheit BMS mit 48 Schutzebenen, Dual-MCU, Druckentlastungsventile
Maße (L × B × H) 460 × 240 × 203 mm
Gewicht 24 kg

Rund 545 Euro, 1,92 kWh und ein IP66-Gehäuse, das den Speicher ohne Zusatzkiste in den Regen stellt: Die HiBattery 1920 AC ist Hoymiles’ aktueller Speicher für Balkonkraftwerke und trägt den Code HB-1920-AC-SV. Grundlage dieser Einordnung sind die Hoymiles-Produktangaben, die Händler-Listungen und der Messbericht von Smartzone.

AC-gekoppelt: warum das die Nachrüstung so einfach macht

Der zentrale Punkt steckt im Namen. Die HiBattery sitzt auf der Wechselstromseite, also hinter dem Mikrowechselrichter, der schon am Balkon hängt. Angeschlossen wird sie per Schuko, die bestehende Anlage bleibt unverändert.

Das unterscheidet sie von DC-gekoppelten Speichern wie dem Growatt NOAH 2000 oder dem Marstek B2500-D. Dort wandern die Modulstecker vom Wechselrichter an den Speicher, der die Regelung übernimmt. Der bisherige Wechselrichter wird dabei entweder überflüssig oder rückt hinter den Speicher. Bei der HiBattery entfällt dieser Umbau, jedes vorhandene Gerät darf bleiben. Welche Wege es sonst gibt, ordnet der Ratgeber AC-Speicher am Balkonkraftwerk nachrüsten ein.

Der Preis dieser Bequemlichkeit ist ein zusätzlicher Wandlungsschritt. Der Solarstrom läuft durch den Wechselrichter ins Wechselstromnetz, wird von der HiBattery wieder gleichgerichtet, gespeichert und später erneut gewandelt. Wie viel dabei liegen bleibt, steht weiter unten.

1.800 Watt Eingang an einer 800-Watt-Anlage

Die HiBattery nimmt laut Hoymiles bis zu 1.800 VA auf. An einem Balkonkraftwerk, das auf 800 VA gedeckelt ist, wirkt dieser Wert zunächst überdimensioniert.

Er hat zwei Gründe. Erstens laden viele Nutzer den Speicher zeitweise aus dem Netz, etwa bei einem dynamischen Stromtarif in den günstigen Nachtstunden. Dafür zählt die volle Eingangsleistung, und 1.800 W füllen den Speicher in gut einer Stunde. Zweitens sind größere Anlagen mitgedacht: Wer eine Dachanlage mit mehreren Kilowatt betreibt und den Überschuss puffern will, findet hier Reserve.

Für die klassische Balkonanlage bedeutet der Wert praktisch: Der Speicher begrenzt nie. Was der Wechselrichter liefert, nimmt er an.

96,5 Prozent auf dem Papier, 85 Prozent im Alltag

Zwei Wirkungsgrade stehen im Datenblatt, und beide sind richtig. Die 96,5 % bidirektionaler DC/AC-Wirkungsgrad beschreiben die reine Wandlungsstufe in eine Richtung. Der AC-Round-Trip von 86 % beschreibt den ganzen Weg: Wechselstrom rein, speichern, Wechselstrom raus.

Smartzone hat nachgemessen und kommt auf rund 15 Prozent Gesamtverlust, was den Herstellerwert bestätigt. Von 1.920 Wh Nennkapazität standen im Test 1.582 Wh zur Verfügung, also 82 Prozent. Die Differenz ist normal und schützt die Zellen vor Tiefentladung.

Gerechnet auf einen Tag heißt das: Werden 1,5 kWh eingespeichert, kommen rund 1,27 kWh zurück. Bei 35 Cent je Kilowattstunde entspricht der Verlust etwa 8 Cent pro Ladezyklus. Über ein Jahr mit 200 Zyklen summiert sich das auf rund 16 Euro. In der Gesamtrechnung fällt es kaum ins Gewicht, weil der Alternativweg die Einspeisung für weniger als 8 Cent wäre.

Dazu kommen 3,5 W Standby, die Smartzone gemessen hat. Über ein Jahr gerechnet sind das gut 30 kWh oder rund 11 Euro, eine Position, die in Herstellerangaben selten auftaucht und die Bilanz messbar drückt.

Die 2.000-VA-Einstellung und das Anmeldeverfahren

Hier liegt der Punkt, den Käufer vor der Bestellung klären sollten. Hoymiles nennt auf der Produktseite 800 VA als Ausgangsleistung. Mehrere Händler schreiben dagegen, die Leistung sei per App bis 2.000 VA einstellbar.

Das ist keine Kleinigkeit. Für das vereinfachte Verfahren für Steckersolargeräte zählt die höchste wählbare Stufe, nicht die gerade eingestellte. Ein Gerät, das sich auf 2.000 VA stellen lässt, fällt nach strenger Lesart aus dem vereinfachten Rahmen und wandert in die reguläre Anmeldung über einen Elektrofachbetrieb. Dieselbe Frage stellt sich bei der Anker Solarbank 3 E2700 Pro mit ihren 1.200 W und beim Marstek Venus E 3.0 mit 2,5 kW.

Hoymiles äußert sich dazu öffentlich nicht eindeutig, und die Händlerangaben widersprechen der Herstellerseite. Wir legen den Widerspruch offen, statt ihn zu glätten. Wer auf der sicheren Seite bleiben will, fragt vor dem Kauf beim Händler nach, welche Stufen die App tatsächlich freigibt, und dokumentiert die Antwort. Was im vereinfachten Verfahren erlaubt ist, steht im Ratgeber Wie viel Strom darf ein Balkonkraftwerk erzeugen.

Der Smart Meter, der in keinem Preis steht

Ohne Messgerät am Zählerkasten arbeitet die HiBattery nach Zeitplan. Sie lädt zu festgelegten Stunden und gibt zu festgelegten Stunden ab. Für einen Haushalt mit gleichmäßigem Tagesablauf funktioniert das.

Den eigentlichen Nutzen bringt die verbrauchsgeführte Regelung. Dafür braucht das System einen Zähler, der misst, was das Haus gerade zieht. Hoymiles unterstützt den Shelly Pro 3EM und den Everhome EcoTracker. Beide kosten je nach Modell 60 bis 130 Euro und gehören in die Kaufentscheidung eingerechnet. Smartzone bescheinigt der Regelung mit angeschlossenem Zähler eine schnelle und genaue Nulleinspeisung.

Der Shelly Pro 3EM sitzt im Zählerschrank und wird dort von einer Elektrofachkraft eingebaut, der EcoTracker liest die optische Schnittstelle des digitalen Zählers aus und kommt ohne Eingriff in die Installation aus. Was die beiden Wege unterscheidet, steht im Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher und Smart Meter, das Prinzip dahinter erklärt Nulleinspeisung.

IP66, Heizung und der Winterbetrieb

Beim Gehäuse gehört die HiBattery zur Spitze ihrer Klasse. IP66 bedeutet staubdicht und geschützt gegen starkes Strahlwasser, eine Stufe über dem IP65, das die meisten Mitbewerber führen. Dazu kommen Druckentlastungsventile, die im Fehlerfall gezielt abblasen, und ein BMS mit nach Herstellerangabe 48 Schutzebenen auf zwei getrennten Mikrocontrollern.

Für den Winter zählt die geregelte Akkuheizung mit 0 bis 150 W. Entladen wird bis -20 °C, geladen erst ab 0 °C. Genau deshalb springt die Heizung an, und sie zieht dabei Strom aus dem Speicher selbst. An kalten, trüben Januartagen kann die Heizung mehr verbrauchen, als die Module liefern. Dahinter steckt schlichte Physik, und sie betrifft jeden Außenspeicher gleichermaßen. Der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher im Winter rechnet die Größenordnung durch.

Praktisch wichtig ist noch das Gewicht: 24 kg auf 460 × 240 × 203 mm. Die Wandmontage verlangt einen tragfähigen Untergrund, Rigips genügt nicht. Zwei Personen sind beim Aufhängen sinnvoll.

Notstrom: die Dose kann weniger, als sie verspricht

Die Off-Grid-Steckdose gibt 800 VA ab. Smartzone hält im Test fest, dass hohe Einschaltströme Probleme machen. Geräte mit Anlaufspitze, etwa der Kühlschrankkompressor oder eine Bohrmaschine, ziehen im ersten Moment ein Vielfaches ihrer Nennleistung, und daran scheitert die Dose.

Realistisch versorgt sie Router, LED-Licht, Laptop und Handyladegeräte. Wer Notstrom für den Haushalt plant, schaut auf Geräte wie den Anker SOLIX Solarbank Max AC mit 2.500 W oder eine Powerstation.

Erweiterung: sechs Geräte, 11,52 Kilowattstunden

Hoymiles erlaubt die Kaskadierung von bis zu sechs Einheiten, zusammen 11,52 kWh. Die Geräte stimmen sich untereinander ab, nach außen verhält sich der Verbund wie ein einzelner Speicher.

Für ein Balkonkraftwerk mit 800 VA ist diese Obergrenze theoretisch. Eine Anlage mit 1.000 Wp Modulleistung erzeugt an einem guten Sommertag rund 5 kWh, von denen nur der Überschuss in den Speicher geht. Zwei Einheiten mit 3,84 kWh sind die praktische Grenze, darüber stehen die Zellen die meiste Zeit leer. Welche Größe zum eigenen Verbrauch passt, rechnet der Ratgeber Wie groß sollte der Balkonkraftwerk-Speicher sein durch. Die Erweiterung lohnt eher bei einer größeren Dachanlage, wo tatsächlich Überschuss anfällt.

Was 545 Euro in dieser Klasse bedeuten

284 Euro je Kilowattstunde ist der Wert, an dem sich die HiBattery messen lassen muss. Der Growatt NOAH 2000 liegt bei 189 Euro, der Zendure SolarFlow 800 Plus bei 234 Euro, der Marstek B2500-D bei 142 Euro.

Die HiBattery ist damit der teuerste Speicher der Gruppe. Dafür bekommt man IP66 statt IP65, den höheren Wandlerwirkungsgrad, die AC-Kopplung ohne Umbau und zehn Jahre Garantie. Ob dieser Aufpreis von 100 bis 200 Euro die Bequemlichkeit wert ist, hängt davon ab, wie die vorhandene Anlage aussieht. Bei einem frisch gekauften Wechselrichter, der bleiben soll, rechnet sich die AC-Lösung schnell. Bei einer Neuinstallation ist ein All-in-One-Gerät die günstigere Wahl.

Für wen sich die HiBattery lohnt

Passend ist sie für Haushalte mit einem bestehenden Balkonkraftwerk, dessen Wechselrichter bleiben soll, und für alle, die den Speicher im Freien aufstellen. IP66, Heizung und der lüfterlose Betrieb machen sie zu einem der robustesten Geräte ihrer Klasse.

Weniger passend ist sie bei einer Neuanschaffung, wo ein All-in-One-Gerät Wechselrichter und Speicher in einem Gehäuse günstiger liefert. Und wer Notstrom für mehr als Router und Licht braucht, sucht in einer anderen Geräteklasse.

Alternativen im Vergleich

ModellKapazitätKopplungSchutzartPreis
Hoymiles HiBattery 1920 AC1,92 kWhACIP66ca. 545 €
Zendure SolarFlow 800 Plus1,92 kWhAll-in-OneIP65ca. 449 €
Growatt NOAH 20002,048 kWhDCIP66ca. 388 €
Anker Solarbank 2 E1600 AC1,6 kWhACIP65ca. 529 €

Fazit

Die HiBattery 1920 AC ist der bequeme Weg zum Speicher. Schuko rein, vorhandene Anlage unverändert lassen, fertig. Gehäuse, Sicherheitskonzept und Garantie gehören zum Besten, was die Klasse bietet, und der gemessene Wirkungsgrad bestätigt die Herstellerangabe.

Drei Punkte gehören in die Entscheidung. Der Smart Meter kostet extra und ist für den vollen Nutzen Pflicht. Der Preis je Kilowattstunde liegt spürbar über den DC-gekoppelten Mitbewerbern. Und die Frage, ob die App wirklich 2.000 VA freigibt, sollte vor dem Kauf geklärt sein, weil davon das Anmeldeverfahren abhängt. Wer eine laufende Anlage hat, im Freien aufstellt und den Aufpreis für Robustheit akzeptiert, bekommt hier einen sehr soliden Speicher.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • AC-Kopplung über Schuko: Die vorhandene Anlage bleibt unangetastet, der Wechselrichter darf von jedem Hersteller stammen
  • IP66 plus geregelte Akkuheizung erlauben die Aufstellung im Freien, ohne Gehäuse und ohne Winterpause
  • Lüfterlos unter 17 dB(A), damit auch unter einem Schlafzimmerfenster unauffällig
  • 48 Schutzebenen im BMS, Druckentlastungsventile und zwei getrennte Mikrocontroller sind für die Preisklasse ein sehr vollständiges Sicherheitspaket
  • Kaskadierung auf bis zu sechs Geräte, der Speicher wächst also mit dem Verbrauch mit
  • 10 Jahre Garantie bei über 6.000 Zyklen, das deckt die Lebensdauer einer Balkonanlage vollständig ab

Das spricht dagegen

  • Für die Nulleinspeisung braucht es einen Smart Meter, der separat gekauft wird und die Rechnung um 60 bis 130 Euro erhöht
  • Mit rund 284 Euro je Kilowattstunde liegt er deutlich über Growatt NOAH 2000 und Zendure SolarFlow 800 Plus
  • Die per App wählbare Ausgangsstufe bis 2.000 VA kann das vereinfachte Steckersolar-Verfahren kippen, Hoymiles äußert sich dazu nicht eindeutig
  • Im Inselbetrieb kommt der Speicher laut Smartzone-Test mit hohen Einschaltströmen schlecht zurecht, große Verbraucher scheitern an der Notstromdose
  • 24 kg auf 460 mm Kantenlänge: die Wandmontage verlangt einen tragfähigen Untergrund und zwei Personen
  • Mit 1,92 kWh fällt er kleiner aus als der 2,24-kWh-Vorgänger MS-A2

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 3,5
Effizienz & Technik 4,0
Wetterfestigkeit & Aufbau 5,0
Steuerung & Nulleinspeisung 4,0
Erweiterbarkeit 4,5

Gesamtwertung: 4,2 / 5

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen HiBattery 1920 AC und Hoymiles MS-A2?

Es sind zwei verschiedene Geräte. Der MS-A2 ist der ältere MicroStorage mit 2,24 kWh, 800 VA und IP65, er wird direkt in die Steckdose gestöpselt und lässt sich auf 4,48 kWh verdoppeln. Die HiBattery 1920 AC ist die neuere Generation mit 1,92 kWh, IP66, Druckentlastungsventilen und einem Wandlerwirkungsgrad von 96,5 % statt rund 85 %. Sie speichert also weniger und arbeitet dabei sauberer. Bei Amazon.de ist derzeit die HiBattery gelistet, der MS-A2 läuft über Fachhändler.

Brauche ich einen Smart Meter für die HiBattery?

Für den Grundbetrieb genügt das Gerät allein, es lädt dann nach Zeitplan und gibt nach Zeitplan ab. Damit der Speicher dem tatsächlichen Hausverbrauch folgt und Nulleinspeisung erreicht, ist ein Messgerät am Zählerkasten nötig. Hoymiles unterstützt den Shelly Pro 3EM und den Everhome EcoTracker. Kalkuliere dafür je nach Modell 60 bis 130 Euro zusätzlich ein.

Passt die HiBattery an jedes Balkonkraftwerk?

Ja, das ist der Kern des AC-Konzepts. Der Speicher sitzt hinter dem Wechselrichter auf der Wechselstromseite und misst dort, was ins Haus fließt. Ob davor ein Hoymiles, ein APsystems, ein Deye oder ein Growatt hängt, spielt keine Rolle. Genau darin liegt der Unterschied zu DC-gekoppelten Speichern wie dem Growatt NOAH 2000, bei denen die Module direkt an den Speicher gehen und der bisherige Wechselrichter überflüssig wird.

Wie viel Strom geht beim Speichern verloren?

Hoymiles nennt 96,5 % für die reine DC/AC-Wandlung und 86 % für den kompletten Weg durch den Speicher. Der Smartzone-Test kommt auf rund 15 % Gesamtverlust aus Laden und Entladen zusammen, bestätigt den Herstellerwert also. Von 1.920 Wh Nennkapazität standen im Test 1.582 Wh zur Verfügung, das sind 82 %. Für die Wirtschaftlichkeitsrechnung ist der Round-Trip-Wert die relevante Größe.

Darf die HiBattery draußen stehen?

IP66 bedeutet staubdicht und geschützt gegen starkes Strahlwasser, der Aufstellort im Freien ist also vorgesehen. Die Akkuheizung regelt zwischen 0 und 150 W und hält die Zellen im Winter im zulässigen Bereich, entladen wird bis -20 °C. Geladen wird erst ab 0 °C, weshalb die Heizung im Winter anspringt und dabei selbst Strom zieht. Details dazu stehen im Ratgeber zum Balkonkraftwerk-Speicher im Winter.

Was kostet die HiBattery und lohnt sie sich?

Bei Amazon liegt sie bei rund 545 Euro, das sind 284 Euro je Kilowattstunde. Bei einem Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch und 35 Cent Arbeitspreis verschiebt ein solcher Speicher realistisch 400 bis 600 kWh im Jahr vom Netz in den Eigenverbrauch, was 140 bis 210 Euro entspricht. Die Amortisation liegt damit bei rund vier bis fünf Jahren, den Smart Meter eingerechnet eher bei fünf.

Wie laut ist der Speicher?

Er arbeitet ohne Lüfter und kühlt über die Gehäuseoberfläche, Hoymiles nennt unter 17 dB(A). Das liegt unterhalb der Wahrnehmungsschwelle in einem ruhigen Raum. Im Smartzone-Test erwärmte sich die Oberfläche unter Volllast auf etwa 40 °C, der Kühlkörper auf rund 50 °C. Ein Aufstellort mit etwas Luft ringsum ist deshalb sinnvoll.

Muss ich den Speicher im Marktstammdatenregister anmelden?

Der Speicher gehört zur Anlage und wird dort mit eingetragen. Bei einem bereits angemeldeten Balkonkraftwerk ergänzt du die Speicherkapazität im bestehenden Eintrag. Ist die Anlage noch nicht registriert, meldest du beides gemeinsam an. Wie das im Formular abläuft, steht im Ratgeber zum Anmelden eines nachgerüsteten Speichers.

Kann ich zwei HiBattery-Geräte zusammenschalten?

Ja, Hoymiles erlaubt die Kaskadierung von bis zu sechs Einheiten, zusammen also 11,52 kWh. Die Geräte teilen sich dabei die Regelung, nach außen verhält sich der Verbund wie ein Speicher. Für ein Balkonkraftwerk mit 800 W Einspeisung sind zwei Einheiten mit 3,84 kWh die sinnvolle Obergrenze, mehr lässt sich mit dieser Erzeugungsleistung im Tagesverlauf kaum füllen.

Gibt es eine Notstromfunktion?

Das Gerät hat eine Off-Grid-Steckdose mit 800 VA. Der Smartzone-Test hält dazu fest, dass hohe Einschaltströme Probleme machen: Geräte mit Anlaufspitze, etwa Kühlschrankkompressoren oder Werkzeug, bringen die Dose an ihre Grenze. Für Router, Licht und Laden von Kleingeräten reicht sie. Als planbare Notstromversorgung für den Haushalt taugt sie nicht.

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