Technische Daten
| Modellbezeichnung | TSOL-MX800Lite (Mikrowechselrichter 2-in-1) |
|---|---|
| Nennleistung AC | 800 VA |
| Anzahl MPP-Tracker | 2 (je 1 Modul) |
| Empfohlene Modulleistung | 350 bis über 500 Wp je Eingang laut Datenblatt, 300 bis über 600 W laut Produktseite |
| MPPT-Spannungsbereich | 16–60 V |
| Startspannung | 22 V |
| Max. Eingangsspannung | 60 V |
| Max. Eingangsstrom je Eingang | 16 A laut Datenblatt, 14 A laut TSUN-Produktseite |
| Max. Kurzschlussstrom | 20 A je Eingang |
| Nennspannung / Frequenz | 220 / 230 / 240 V, 50 / 60 Hz |
| Nennstrom / max. Ausgangsstrom | 3,48 A bei 230 V / 4 A |
| Leistungsfaktor | über 0,99, einstellbar von 0,8 induktiv bis 0,8 kapazitiv |
| Max. Wirkungsgrad | 96,7 % |
| Europäischer Wirkungsgrad | 96,5 % |
| MPPT-Wirkungsgrad | 99,9 % |
| AC-Anschluss | 5-m-Kabel fest verbaut, 1 mm², Schuko-Stecker |
| Kommunikation | WLAN und Bluetooth integriert, TSUN-App |
| Isolation | HF-Isolation (galvanisch getrennt) |
| Netz- und Anlagenschutz | integriert, VDE-AR-N 4105 |
| Schutzart | IP67 |
| Kühlung | natürliche Konvektion, ohne Lüfter |
| Betriebstemperatur | -40 bis +65 °C |
| Maße (B × H × T) | 236 × 178,5 × 31 mm |
| Gewicht | 1,8 kg laut Datenblatt, 2,8 kg laut Produktseite |
| Garantie | 12 Jahre laut TSUN-Datenblatt (Amazon-Listung: 2 Jahre) |
Der TSOL-MX800 Lite ist TSUNs abgespeckter Mikrowechselrichter für das Balkonkraftwerk: 800 VA an zwei MPP-Trackern, ein Regelfenster ab 16 Volt, WLAN und Bluetooth im Gehäuse und ein 5-Meter-Kabel mit Schuko-Stecker, das fest angeschlossen ist. Mit 1,8 Kilogramm gehört er zu den leichtesten Geräten seiner Klasse, bei Amazon kostet er rund 89 Euro. Grundlage dieser Einordnung sind das TSUN-Datenblatt, die deutsche Produktseite des Herstellers und die Amazon-Listungen.
MX800 Lite, MS800 und MS800 Lite: was hinter den Namen steckt
Die Typenbezeichnung laut Datenblatt lautet TSOL-MX800Lite. Im Handel taucht dasselbe Gerät auch als „MS800 Lite” auf, bei Amazon sogar innerhalb einer einzigen Listung: Der Titel nennt MX800Lite, die Stichpunkte darunter MS800. Ein eigenständiges Modell MS800 Lite führt TSUN nicht.
Verwechseln lässt es sich leicht mit dem älteren TSOL-MS800 der dritten Generation. Der wiegt laut TSUN-Datenblatt 3,1 kg, misst 250 × 223 × 30 mm und nimmt 14 A je Eingang auf, sein Anschlusskabel kommt über einen Steckverbinder dazu. Leistung, MPPT-Fenster und Wirkungsgrad teilen sich beide Geräte. Wer sicher den Lite bekommen will, achtet auf das fest verbaute 5-m-Kabel und die Maße von 236 × 178,5 × 31 mm. Den großen Bruder mit vier Eingängen ordnet die Rezension zum TSUN TSOL-MS2000 ein.
Das Kabel im Gehäuse: was die Lite-Bauweise ändert
Der Kern des Lite ist eine Vereinfachung. TSUN spart Vergussmasse und Steckverbinder und führt das 5-m-Anschlusskabel direkt aus dem Gehäuse. Das hat zwei spürbare Folgen. Das Gewicht sinkt auf 1,8 kg, rund ein Kilo weniger als beim MS800 oder beim Hoymiles HiFlow 800 Pro mit 3,2 kg. Und das Paket ist nach dem Auspacken vollständig: Module anstecken, Gerät befestigen, Stecker in die Außensteckdose.
Die Kehrseite ist genauso eindeutig. Das Kabel hat 1 mm² Querschnitt und lässt sich weder kürzen noch gegen ein Wieland-Kabel tauschen. Für 3,48 A Nennstrom über 5 Meter ist der Querschnitt ausreichend. Wird das Kabel aber beschädigt, etwa durch Einklemmen am Geländer oder durch Nagetiere, betrifft das das ganze Gerät. Wer mehr Abstand zur Steckdose überbrücken muss, verlängert besser auf der Gleichstromseite zwischen Modul und Wechselrichter. Wie das sauber geht, zeigt der Ratgeber Solarmodul-Kabel verlängern.
16 oder 14 Ampere: der Widerspruch bei TSUN selbst
Beim Eingangsstrom widersprechen sich die Herstellerquellen. Das Datenblatt nennt 16 A je Eingang, 20 A Kurzschlussstrom und 350 bis über 500 Wp empfohlene Modulleistung. Die Tabelle auf der deutschen Produktseite führt für dasselbe Modell 14 A, 20 A und 300 bis über 600 W, dazu ein Gewicht von 2,8 kg. Die Händler-Listungen bei Amazon folgen dem Datenblatt, das Versanddatenfeld einer Listung nennt wiederum 2,8 kg.
Für die Modulwahl ist der Unterschied relevant. Aktuelle Module mit 108 Halbzellen und rund 450 Wp liefern im Arbeitspunkt etwa 13,6 A und kommen auf gut 14 A Kurzschlussstrom:
| Modul | Imp | Isc | an 16 A | an 14 A |
|---|---|---|---|---|
| JA Solar JAM54D41-455/LB | 13,65 A | 14,42 A | mit Reserve | knapp am Limit |
| JA Solar JAM60D41-500/LB | 13,55 A | 14,42 A | mit Reserve | knapp am Limit |
| SunPro 480 Wp BC | 14,33 A | 14,98 A | mit Reserve | regelt an Spitzentagen ab |
Mit 16 A nimmt der Lite diese Module ohne Abregeln auf, mit 14 A würde er an klaren Mittagsstunden kappen. Beschädigt wird dabei nichts, der Wechselrichter verschiebt nur den Arbeitspunkt. Als vorsichtige Annahme gilt: Wer Module mit über 14 A Betriebsstrom oder bifaziale Module über hellem Untergrund plant, rechnet mit dem niedrigeren Wert.
Das Regelfenster ab 16 Volt
Das MPPT-Fenster reicht von 16 bis 60 V, die Startspannung liegt bei 22 V. Damit liegt der TSUN auf einer Stufe mit der Hoymiles-HiFlow-Reihe und vor dem Deye SUN-M80G4, der erst ab 25 V regelt. Der Vorteil wirkt am Rand des Tages und bei Teilverschattung: Bricht die Modulspannung bei schwachem Licht ein, bleibt der Regler länger im Arbeitsbereich. Wie stark Schatten insgesamt durchschlägt, rechnet der Ratgeber Balkonkraftwerk im Schatten durch.
Die zwei getrennten Tracker bringen den zweiten Vorteil. Jedes Modul bekommt seinen eigenen Arbeitspunkt, ein verschattetes Modul zieht das andere nicht mit nach unten. Bei Ost-West-Belegung an zwei Balkonseiten ist das Voraussetzung für einen vernünftigen Ertrag. Die Wirkungsgrade liegen mit 96,7 Prozent maximal und 96,5 Prozent europäisch im Klassenmittel.
Der feste Schuko-Stecker und die 960-Wattpeak-Grenze
Hier liegt ein Punkt, der beim Lite schwerer wiegt als bei Geräten mit Steckverbinder. Die seit Dezember 2025 geltende Produktnorm DIN VDE V 0126-95 koppelt die zulässige Modulleistung an die Anschlussart: Bis 960 Wp genügt der Haushaltsstecker, darüber sieht sie eine Energiesteckvorrichtung nach Wieland-Art vor.
Beim MX800 Lite ist der Schuko-Stecker Teil des Geräts. Zwei Module mit 500 Wp kommen auf 1.000 Wp und liegen damit über der Grenze, ein Umstieg auf Wieland geht nur über einen anderen Wechselrichter. Passend sind deshalb Module bis 480 Wp, etwa das 455-Wp-Modul von JA Solar mit 910 Wp für das Paar. Welche Anschlussart wann greift, klärt der Ratgeber Schuko oder Wieland.
Das Anmeldeverfahren selbst ist einfach. Mit 800 VA hält der Lite die Grenze aus Paragraf 8 Absatz 5a EEG ein, die Anlage kommt ins Marktstammdatenregister, der Netzbetreiber wird darüber informiert. Die Schritte und Fristen stehen im Ratgeber Balkonkraftwerk anmelden.
WLAN, Bluetooth und die TSUN-App
WLAN und Bluetooth sind eingebaut. Das Gerät meldet seine Daten an die TSUN-App, Bluetooth erlaubt die Einrichtung und den Abruf direkt vor Ort, auch wenn das Heimnetz am Balkon schwach ist. Für die dauerhafte Aufzeichnung braucht es ein 2,4-GHz-WLAN. Eine Datenübertragungseinheit, wie sie Hoymiles-Geräte ohne W im Namen brauchen, entfällt. Beim Hoymiles HMS-800W-2T sitzt das WLAN ebenfalls im Gerät.
Was TSUN nicht dokumentiert, ist ein lokaler Datenzugriff ohne Cloud. Wer die Erträge ins eigene Smart Home holen möchte, misst am einfachsten mit einer Zwischensteckdose. Die Wege dahin beschreibt der Ratgeber Wechselrichter ohne Cloud.
Preis, Lieferumfang und Garantie
Bei Amazon gibt es den Lite in zwei Zuschnitten, beide vom Händler SUNNIVA: das Gerät mit dem fest verbauten Kabel für rund 89 Euro und ein Paket mit vier 1-m-Solarverlängerungskabeln für rund 99 Euro. Die zehn Euro Aufpreis lohnen sich, wenn die Module mit ihren kurzen Anschlusskabeln nicht bis zum Wechselrichter reichen.
Bei der Garantie gehen die Angaben auseinander. Das TSUN-Datenblatt nennt 12 Jahre, das Datenfeld der SUNNIVA-Listung 2 Jahre, ein weiterer Händler bei Amazon wieder 12 Jahre nach Herstellerbedingungen. Die Herstellergarantie läuft unabhängig vom Händler. Kaufbeleg mit Seriennummer und das Datenblatt gehören darum zu den Unterlagen der Anlage.
Alternativen im Vergleich
| Modell | MPPT | Eingangsstrom | MPPT-Fenster | Gewicht | AC-Kabel | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TSUN TSOL-MX800 Lite | 2 | 16 A | 16–60 V | 1,8 kg | 5 m, fest | ca. 89 € | 4,1 |
| Hoymiles HiFlow 800 Pro | 2 | 14 A | 16–60 V | 3,2 kg | separat | ca. 106 € | 4,5 |
| APsystems EZ1-M | 2 | 20 A | 28–45 V | 2,8 kg | separat | ca. 118 € | 4,4 |
| Deye SUN-M80G4 | 2 | 13 A | 25–55 V | 3,0 kg | separat | ca. 66 € | 4,0 |
Der direkte Gegenspieler ist der Hoymiles HiFlow 800 Pro: gleiches Regelfenster, gleiche Funkausstattung, gleiche Garantiedauer. Der TSUN liegt beim Eingangsstrom vorn, wiegt fast die Hälfte und bringt das Kabel mit. Hoymiles hält mit widerspruchsfreien Unterlagen und breiterer Verfügbarkeit dagegen. Wer Module mit sehr hohem Strom einsetzt, findet beim APsystems EZ1-M mit 20 A die größte Reserve.
Für wen sich das Gerät lohnt
Passend ist der MX800 Lite für das klassische Balkonkraftwerk mit zwei Modulen bis 480 Wp, bei dem eine Außensteckdose in Reichweite liegt. Wer wenig Gewicht am Geländer haben möchte, ein vollständiges Paket ohne Zubehörsuche sucht und auf den Preis achtet, bekommt hier viel Gerät für wenig Geld.
Weniger passend ist er für Anlagen mit zwei 500-Wp-Modulen, weil der feste Schuko-Stecker dann nicht zur Produktnorm passt. Ebenso für alle, die einen Wieland-Anschluss planen oder die Steckdose weiter als fünf Meter entfernt haben. Und wer Wert auf ein Datenblatt ohne Widersprüche legt, ist bei Hoymiles besser aufgehoben.
Fazit
Der TSOL-MX800 Lite macht aus dem Mikrowechselrichter ein fertiges Steckerpaket: 800 VA, zwei Tracker ab 16 Volt, 16 Ampere je Eingang laut Datenblatt, WLAN und Bluetooth, IP67 und das Kabel gleich dabei, das alles bei 1,8 Kilogramm. Für ein Balkonkraftwerk mit zwei Modulen der 450-Wp-Klasse ist das eine der stimmigsten Lösungen unter 100 Euro.
Zwei Punkte gehören vor den Kauf. Der feste Schuko-Stecker begrenzt die sinnvolle Modulleistung auf 960 Wp, und TSUN selbst nennt auf Produktseite und Datenblatt unterschiedliche Stromwerte. Wer beides einplant, greift zum TSOL-MX800 Lite bei Amazon* und kombiniert ihn mit zwei Modulen um 455 Wp.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Das fest verbaute 5-m-Kabel mit Schuko-Stecker spart ein Zubehörteil und zwei Steckverbindungen, das Gerät ist nach dem Auspacken anschlussfertig
- 1,8 kg sind rund ein Kilo weniger als bei den meisten 800-W-Geräten, das erleichtert die Montage am Geländer oder am Modulrahmen
- 16 A je Eingang laut Datenblatt nehmen aktuelle Module der 450-Wp-Klasse mit gut 14 A Kurzschlussstrom ohne Abregeln auf
- Das MPPT-Fenster ab 16 V hält den Regler in Dämmerung und bei Teilverschattung länger im Arbeitsbereich
- WLAN und Bluetooth sitzen im Gehäuse, eine Datenübertragungseinheit entfällt
- Mit Kabel unter 100 Euro gehört er zu den günstigsten Markengeräten der 800-VA-Klasse
Das spricht dagegen
- TSUN widerspricht sich selbst: Das Datenblatt nennt 16 A und 1,8 kg, die deutsche Produktseite 14 A und 2,8 kg
- Das Kabel lässt sich nicht tauschen: Wieland-Anschluss oder eine andere Länge scheiden aus, ein beschädigtes Kabel betrifft das ganze Gerät
- Der feste Schuko-Stecker passt laut Produktnorm zu höchstens 960 Wp Modulleistung, zwei 500-Wp-Module liegen darüber
- Die Amazon-Listung nennt 2 Jahre Garantie, das Datenblatt 12 Jahre
- Händler führen das Gerät auch als MS800 Lite, der ältere TSOL-MS800 ist ein anderes Gerät mit anderen Werten
Häufige Fragen
Ist der TSOL-MS800 Lite dasselbe Gerät wie der TSOL-MX800 Lite?
Die Typenbezeichnung im TSUN-Datenblatt lautet TSOL-MX800Lite. Händler schreiben daneben auch MS800 Lite, teils sogar innerhalb derselben Amazon-Listung. Ein eigenständiges Modell mit dem Namen MS800 Lite führt TSUN nicht. Zur Sicherheit hilft der Blick auf die Eckdaten: fest verbautes 5-m-Kabel, 236 × 178,5 × 31 mm und 1,8 kg gehören zum Lite.
Was unterscheidet den TSOL-MX800 Lite vom TSOL-MS800?
Der TSOL-MS800 aus der dritten Generation wiegt laut TSUN-Datenblatt 3,1 kg, misst 250 × 223 × 30 mm und nimmt 14 A je Eingang auf. Sein Anschlusskabel kommt als eigenes Teil über einen Steckverbinder dazu. Der Lite ist kleiner, gut ein Kilo leichter, hat das 5-m-Kabel fest verbaut und nennt im Datenblatt 16 A je Eingang. Leistung, MPPT-Fenster und Wirkungsgrad sind gleich.
Welche Solarmodule passen an den TSUN TSOL-MX800 Lite?
TSUN empfiehlt 350 bis über 500 Wp je Eingang. Elektrisch zählen drei Grenzen: Die Leerlaufspannung muss auch im Winter unter 60 V bleiben, der Betriebsstrom sollte 16 A nicht überschreiten, der Kurzschlussstrom 20 A. Gängige Module mit 108 Halbzellen und 430 bis 460 Wp liegen bei rund 40 V und gut 14 A und passen damit ohne Abregeln. Zwei Module in Reihe an einem Eingang gehen nicht, dafür reicht die Spannungsgrenze nicht.
Darf ich den TSOL-MX800 Lite als Balkonkraftwerk betreiben?
Ja. Mit 800 VA hält er die Grenze aus Paragraf 8 Absatz 5a EEG ein, die Anlage fällt damit unter das vereinfachte Verfahren mit Eintrag im Marktstammdatenregister. Die Modulleistung darf dort bis 2.000 Wp betragen. Der Netzschutz nach VDE-AR-N 4105 ist integriert. Für den fest verbauten Schuko-Stecker gilt nach der Produktnorm DIN VDE V 0126-95 eine Modulgrenze von 960 Wp.
Wie lang ist das Anschlusskabel und lässt es sich tauschen?
Das Kabel ist 5 Meter lang, hat 1 mm² Querschnitt und ist fest mit dem Gehäuse verbunden. Tauschen lässt es sich nicht. Wer mehr Länge braucht, verlängert besser auf der Gleichstromseite mit Solarkabeln zwischen Modul und Wechselrichter. Mehrfachsteckdosen schließt die DKE in ihren Erläuterungen zur Produktnorm für Steckersolargeräte aus.
Braucht der TSOL-MX800 Lite ein Zusatzgerät für die App?
Nein. WLAN und Bluetooth sind eingebaut, das Gerät meldet seine Daten direkt an die TSUN-App. Für die dauerhafte Anbindung braucht es ein 2,4-GHz-WLAN am Montageort, Bluetooth hilft bei der Ersteinrichtung und beim Abruf vor Ort. Eine Datenübertragungseinheit, wie sie Hoymiles-Modelle ohne W im Namen brauchen, entfällt.
Wie viel Ertrag bringt der TSOL-MX800 Lite mit zwei 455-Wp-Modulen?
Zwei 455-Wp-Module ergeben 910 Wp. Bei Südausrichtung, 30 bis 35 Grad Neigung und einem spezifischen Ertrag von 900 bis 1.000 kWh je kWp sind rund 820 bis 910 kWh im Jahr realistisch. Senkrecht am Balkongeländer fällt der Ertrag um rund ein Drittel niedriger aus. Die 800-VA-Grenze kappt bei dieser Belegung nur an wenigen klaren Mittagsstunden.
Kann der TSOL-MX800 Lite im Freien hängen?
Ja, das Gehäuse ist nach IP67 geschützt, also staubdicht und gegen zeitweiliges Untertauchen abgesichert. Der Betriebsbereich reicht laut Datenblatt von -40 bis +65 °C, gekühlt wird passiv ohne Lüfter. Üblich ist die Montage im Schatten hinter dem Modul, dort bleibt das Gerät kühler und regelt im Hochsommer seltener ab.
Wie lange gilt die Garantie auf den TSOL-MX800 Lite?
Das TSUN-Datenblatt nennt 12 Jahre Standardgarantie. Die Amazon-Listung des Händlers SUNNIVA führt im Datenfeld 2 Jahre, ein anderer Händler bei Amazon nennt 12 Jahre nach Herstellerbedingungen. Die Herstellergarantie läuft unabhängig vom Händler, ein Kaufbeleg mit Seriennummer und das Datenblatt sichern den Anspruch ab.
Wie schlägt sich der TSOL-MX800 Lite gegen den Hoymiles HiFlow 800 Pro?
Beide geben 800 VA über zwei MPP-Tracker mit einem Fenster von 16 bis 60 V ab, beide haben WLAN und Bluetooth eingebaut und 12 Jahre Garantie. Der TSUN nimmt laut Datenblatt 16 A je Eingang auf, der Hoymiles 14 A. Der TSUN wiegt 1,8 kg, der Hoymiles 3,2 kg, und nur der TSUN bringt das Anschlusskabel mit. Hoymiles liefert dafür widerspruchsfreie Datenblätter und ist im deutschen Handel breiter vertreten.