Technische Daten
| Gerätetyp | einphasiger Hybrid-Mikrowechselrichter |
|---|---|
| Standard-Ausgangsleistung | 800 VA (per App 0–1.200 VA) |
| Max. Dauerleistung netzgekoppelt | 1.200 VA |
| Max. PV-Eingangsleistung | 2 × 600 W |
| MPPT-Spannungsbereich | 12–48 V |
| Betriebsspannungsbereich | 12–60 V |
| Startspannung | 18 V |
| Max. Eingangsspannung | 60 V |
| Max. Eingangsstrom | 2 × 17 A |
| Max. Kurzschlussstrom (Isc) | 2 × 25 A |
| Batterie-Nennspannung | 51,2 V (LiFePO4) |
| Batterie-Spannungsbereich | 40–60 V DC |
| Max. Ladeleistung | 2.400 VA (aus PV und Netz) |
| Max. Entladeleistung | 1.200 VA dauerhaft, 1.800 VA für 10 s |
| Batterie-Kommunikation | CAN |
| Notstrom-Ausgang | 230 V / 50 Hz, 1.200 VA dauerhaft, 1.800 VA für 10 s |
| Umschaltzeit Notstrom | unter 10 ms (USV-Standard) |
| Max. Wirkungsgrad | 96,2 % |
| Leistungsfaktor | über 0,99 |
| Kommunikation | WLAN und Bluetooth eingebaut |
| Überwachung | AP EasyPower App, EMA-Plattform |
| Schutzart | IP67 Gehäuse (System IP65 laut Herstellerangabe) |
| Kühlung | natürliche Konvektion, ohne Lüfter |
| Betriebstemperatur | -40 bis +65 °C |
| Abmessungen | 341 × 260 × 47 mm |
| Gewicht | 7,1 kg laut Datenblatt (11 kg in der Amazon-Listung) |
| Lieferumfang | Wandhalterung, Montagematerial, AC-Kabel, Off-Grid-Stecker |
| Garantie | 12 Jahre |
| Normen | EN 62109-1/-2, EN 62477-1, EN 62920, EN IEC 61000-6-1/-2/-3/-4, VDE-AR-N 4105 |
Solar, Batterie und Hausnetz in einem Gerät, dazu eine Steckdose, die bei Stromausfall weiterläuft: Der EZHI ist der Versuch, aus dem Balkon-Mikrowechselrichter ein vollständiges kleines Energiesystem zu machen. Rund 335 Euro kostet das Gerät, die Batterie kommt separat dazu. Grundlage dieser Einordnung sind das APsystems-Datenblatt zum EZHI, die Händler-Listung und der aktuelle Rechtsrahmen für Steckersolargeräte.
Drei Geräte in einem Gehäuse
Ein normaler Mikrowechselrichter macht genau eine Sache: Er wandelt den Gleichstrom der Module in Wechselstrom und schiebt ihn ins Hausnetz. Was gerade nicht verbraucht wird, geht ins öffentliche Netz, praktisch ohne Gegenwert. Wer speichern will, kauft ein zweites Gerät.
Der EZHI legt drei Funktionen zusammen. Er hat zwei PV-Eingänge, einen Batterieanschluss mit eigenem Laderegler und zwei Wechselstrom-Anschlüsse: einen für das Hausnetz und einen getrennten Off-Grid-Ausgang für Notstrom. Damit fällt der separate Laderegler weg, und es braucht auch keinen zweiten Wechselrichter für die Batterie.
Die Bauform ist dabei die eines Mikrowechselrichters geblieben: 341 × 260 × 47 mm, 7,1 kg, IP67, lüfterlos, für die Montage an der Balkonwand oder direkt am Modulrahmen gedacht. Das unterscheidet den EZHI von Balkonspeichern wie der Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro, die den Akku im selben Gehäuse tragen und entsprechend 25 bis 30 kg wiegen. Wie ein Hybrid-Wechselrichter grundsätzlich arbeitet, erklärt der Ratgeber Wie funktioniert ein Hybrid-Wechselrichter.
Die Batterie ist der eigentliche Posten
Hier gehört Klarheit hin, bevor es um Technik geht: Der EZHI kommt ohne Speicher. Der Preis von rund 335 Euro ist der Preis des Wechselrichters. Die Batterie ist der größere Brocken und liegt je nach Kapazität zwischen mehreren hundert und über tausend Euro.
Passend ist jeder LiFePO4-Speicher mit 51,2 V Nennspannung im Bereich 40 bis 60 V, angebunden über CAN. Das ist die klassische 48-Volt-Klasse aus dem Heimspeicher-Bereich, wie sie als Wand- oder Rackmodul verkauft wird. APsystems gibt Kompatibilität mit mehreren Batteriemarken an und unterstützt sowohl die Erweiterung um zusätzliche Akkupakete als auch getrennt aufgestellte Batterien.
Das ist Freiheit und Aufwand zugleich. Die Freiheit: keine Bindung an ein Herstellersystem, freie Wahl bei Kapazität und Preis, spätere Erweiterung ohne Rücksicht auf eine Produktreihe. Der Aufwand: Die Abstimmung liegt beim Käufer, und ohne CAN-Kommunikation zwischen Batteriemanagement und Wechselrichter bleibt die Kernfunktion ungenutzt. Wer diesen Schritt nicht gehen will, ist mit einem geschlossenen System wie dem Zendure SolarFlow 2400 AC oder der Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro besser bedient, wo Speicher und Elektronik ab Werk zusammenpassen. Welche Kapazität überhaupt sinnvoll ist, klärt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher: wie groß.
2.400 Watt Ladeleistung: warum das mehr als eine Zahl ist
Die maximale Ladeleistung liegt bei 2.400 VA, und sie steht laut Datenblatt sowohl aus den Modulen als auch aus dem Netz zur Verfügung. Möglich macht das GaN-Technik in der Leistungsstufe, die höhere Schaltfrequenzen bei geringerer Verlustwärme erlaubt.
Rechnerisch bedeutet das: Ein 2,5-kWh-Speicher ist in gut einer Stunde voll. Praktisch begrenzt die Batterie selbst, ihr maximaler Ladestrom entscheidet, wie viel davon ankommt. Interessant wird der Wert im Zusammenspiel mit dynamischen Stromtarifen. Wenn der Börsenpreis für drei Stunden im Keller liegt, füllt eine Ladeleistung von 2.400 W in diesem Fenster mehr als das Doppelte dessen, was ein Gerät mit 1.000 W schafft. Wie sich das rechnet, behandelt der Ratgeber Batteriespeicher mit dynamischem Stromtarif.
Auf der Entladeseite stehen 1.200 VA dauerhaft und 1.800 VA für zehn Sekunden. Die Spitze ist der Wert für Anlaufströme: Ein Kühlschrank- Kompressor zieht beim Start ein Vielfaches seiner Dauerleistung, und genau daran scheitern Geräte ohne Reserve.
Notstrom mit 10 Millisekunden Umschaltzeit
Der Off-Grid-Ausgang ist die Funktion, die den EZHI von den meisten Balkonspeichern abhebt. Er liefert 1.200 VA dauerhaft bei 230 V und 50 Hz, hält 1.800 VA für zehn Sekunden und schaltet in unter 10 Millisekunden um.
Die Umschaltzeit ist dabei die relevante Zahl. Zehn Millisekunden sind USV-Standard und bedeuten, dass angeschlossene Geräte den Netzausfall nicht bemerken. Ein Router bootet nicht neu, ein Computer stürzt nicht ab, eine Gefriertruhe unterbricht ihren Kühlzyklus nicht. Geräte mit Umschaltzeiten im Sekundenbereich schaffen das nicht.
Was 1.200 VA tragen, lässt sich konkret rechnen. Kühlschrank rund 100 W im Mittel, Gefriertruhe 100 bis 150 W, Router und Netzwerk 20 bis 30 W, LED- Beleuchtung für eine Wohnung 50 bis 100 W, Laptop und Handy-Ladegeräte zusammen unter 100 W. Das summiert sich auf 350 bis 500 W und liegt komfortabel im Rahmen. Außen vor bleibt alles mit Heizwiderstand: Wasserkocher, Föhn, Herdplatte und Heizlüfter ziehen 1.800 bis 2.000 W und überfordern den Ausgang dauerhaft.
Der Anschluss läuft über einen mitgelieferten Off-Grid-Stecker. Wer damit eine feste Notstromschiene in der Wohnung versorgen will, braucht eine Elektrofachkraft und eine saubere Trennung vom Netz.
Der Solareingang: 1.200 Wp und ein sehr tiefer MPPT-Bereich
Zwei MPPT-Kanäle mit je 600 W ergeben 1.200 Wp Modulleistung. Das ist für ein Balkonkraftwerk mit zwei großen Modulen passend und für eine gewachsene Anlage knapp. Balkonspeicher der aktuellen Generation bieten hier deutlich mehr: Die Solarbank 3 E2700 Pro nimmt 3.600 W über vier Kanäle auf.
Bemerkenswert ist der MPPT-Bereich von 12 bis 48 V bei einer Startspannung von 18 V. Das ist der tiefste Wert in diesem Vergleichsfeld. Der Hoymiles HMS-800W-2T beginnt bei 16 V, der Deye SUN-M80G4 bei 25 V, der APsystems EZ1-M bei 28 V. Ein Fenster, das bei 12 V anfängt, hält den Regler in Dämmerung und bei starker Verschattung länger im Arbeitsbereich.
Die Obergrenze von 48 V im MPPT und 60 V Betriebsspannung setzt dabei eine Grenze nach oben: Module mit hoher Leerlaufspannung müssen einzeln je Kanal laufen, eine Reihenschaltung wie beim EZ1D ist hier nicht vorgesehen. Mit 17 A Eingangsstrom je Kanal bleibt auch für bifaziale Module Reserve.
Der Haken: 1.200 VA sind wählbar, und das zählt
Das ist der Punkt, der über die Anmeldung entscheidet. Ab Werk gibt der EZHI 800 VA ab, und die Fußnote im Datenblatt hält fest, dass sich die Ausgangsleistung über die App zwischen 0 und 1.200 VA einstellen lässt.
Entscheidend ist dabei ein Detail, das viele Produktbeschreibungen auslassen: Bei einem Wechselrichter, dessen Leistung sich per App verstellen lässt, zählt für die vereinfachte Einordnung die höchste wählbare Leistung. Ein Gerät, das auf 1.200 VA hochgeschaltet werden kann, fällt aus dem Steckersolar-Verfahren nach Paragraf 8 Absatz 5a EEG heraus, selbst wenn es gerade auf 800 VA steht.
Praktisch heißt das: Anmeldung beim Netzbetreiber vor Inbetriebnahme, Eintrag im Marktstammdatenregister als reguläre Erzeugungsanlage und ein fester Anschluss durch eine Elektrofachkraft statt Schuko-Stecker. Dazu kommt die seit Dezember 2025 geltende Produktnorm DIN VDE V 0126-95, die die Wechselrichter-Scheinleistung für Steckersolargeräte unabhängig von der Anschlussart bei 800 VA deckelt. Was sich bei der Anmeldung eines nachgerüsteten Speichers ändert, behandelt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher nachrüsten und anmelden, die Anschlussarten der Ratgeber Schuko oder Wieland.
Wer das Gerät fest auf 800 VA lässt und die Anlage entsprechend anmeldet, bewegt sich in einer Grauzone, die vom Netzbetreiber unterschiedlich ausgelegt wird. Die saubere Lösung ist die reguläre Anmeldung, die zugleich die Notstromfunktion und die 1.200 VA freigibt.
Wirkungsgrad: was die Speicherfunktion kostet
Der maximale Wirkungsgrad liegt bei 96,2 Prozent. Reine Netz-Mikrowechselrichter erreichen 96,5 bis 97 Prozent, der EZ1D etwa 96,7 Prozent.
Der Unterschied hat einen technischen Grund. Strom, der direkt von den Modulen ins Hausnetz geht, wird einmal gewandelt. Strom, der über die Batterie läuft, wird zweimal gewandelt: einmal beim Laden, einmal beim Entladen. Jede Stufe kostet einige Prozent, und die Gesamtrechnung fällt entsprechend niedriger aus als bei einem Gerät, das nur eine Aufgabe hat.
Wirtschaftlich fällt das kaum ins Gewicht, weil der Speicher an anderer Stelle mehr einbringt, als die Wandlungsverluste kosten: Eine Kilowattstunde, die abends selbst verbraucht statt tagsüber eingespeist wird, ist rund 30 Cent wert statt weniger Cent Einspeisevergütung. Warum die Vermeidung von Einspeisung überhaupt der Kern der Rechnung ist, erklärt der Ratgeber Nulleinspeisung: was ist das.
Ein zweiter Punkt zur Datenlage: Die Schutzart wird uneinheitlich angegeben. Das Datenblatt nennt IP67 für das Gehäuse, die Merkmalsübersicht desselben Dokuments IP65 für das System. Für die Aufstellung im Freien ist beides ausreichend, IP65 bedeutet staubdicht und strahlwassergeschützt. Ähnlich beim Gewicht: 7,1 kg im Datenblatt gegen 11 kg in der Amazon-Listung, wobei letzteres vermutlich Halterung und Zubehör einschließt.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Typ | AC-Leistung | PV-Eingang | Speicher | Notstrom | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| APsystems EZHI | Hybrid-Wechselrichter | 800–1.200 VA | 1.200 Wp | frei wählbar, 51,2 V | 1.200 VA, unter 10 ms | ca. 335 € | 3,6 |
| Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro | Balkonspeicher | 1.200 W | 3.600 W | 2,68 kWh eingebaut | 1.200 W | ca. 999 € | 4,4 |
| Zendure SolarFlow 2400 AC | Balkonspeicher | 2.400 W | k. A. | modular | ja | ca. 899 € | 4,3 |
| APsystems EZ1-M 800W | Netz-Wechselrichter | 800 VA | k. A. | keiner | keiner | ca. 129 € | 4,3 |
Der Vergleich zeigt die Position des EZHI: Er ist teurer als ein reiner Wechselrichter und billiger als ein kompletter Balkonspeicher, weil die Batterie fehlt. Rechnet man einen 2,5-kWh-LiFePO4-Speicher mit rund 600 bis 900 Euro hinzu, landet das Gesamtsystem im Bereich der geschlossenen Balkonspeicher.
Der Unterschied liegt in der Bauform und der Freiheit. Ein Balkonspeicher ist ein Kasten, der auf dem Boden steht und ab Werk zusammenpasst. Der EZHI ist ein Wandgerät, an das eine frei gewählte Batterie kommt, die auch in Keller oder Abstellraum stehen kann. Wer bereits einen 48-V-Speicher besitzt oder ihn getrennt vom Balkon aufstellen will, findet hier den passenden Weg. Ob ein Speicher überhaupt draußen stehen darf, klärt der Ratgeber Balkonkraftwerk-Speicher draußen.
Für wen sich das Gerät lohnt
Passend ist der EZHI für alle, die Speicher und Notstrom mit freier Batteriewahl wollen: für Haushalte mit vorhandenem 48-V-Speicher, für Anlagen, bei denen die Batterie nicht am Balkon stehen soll, und für alle, denen die 10-Millisekunden-Umschaltung wichtiger ist als die letzte Kilowattstunde Kapazität. Wer ohnehin regulär anmeldet, kann die vollen 1.200 VA nutzen und bekommt dafür ein System, das ein Balkonkraftwerk in eine kleine Notstromversorgung verwandelt.
Weniger passend ist er für den klassischen Balkonbetrieb im vereinfachten Verfahren, weil die App-Freischaltung bis 1.200 VA das ausschließt. Und er ist die falsche Wahl für alle, die ein fertiges Paket wollen: Batterieauswahl, CAN-Abstimmung und Aufstellung sind Arbeit, die geschlossene Systeme abnehmen.
Fazit
Der EZHI ist ein technisch ungewöhnliches Gerät: ein Mikrowechselrichter, der Laderegler und Notstromquelle gleich mitbringt, in einem 7 Kilogramm schweren IP67-Gehäuse für die Wand. 2.400 W Ladeleistung, 1.200 VA Notstrom mit unter 10 ms Umschaltzeit, ein MPPT-Bereich ab 12 V und zwölf Jahre Garantie sind für rund 335 Euro ein starkes Angebot.
Zwei Punkte entscheiden über den Kauf. Die Batterie fehlt und ist der größere Kostenblock, dafür ist sie frei wählbar und muss nicht am Balkon stehen. Und die per App wählbaren 1.200 VA nehmen das Gerät aus dem vereinfachten Steckersolar-Verfahren heraus, es braucht die reguläre Anmeldung. Wer beides einplant, bekommt eines der flexibelsten Balkon-Speichersysteme im Handel. Wer ein fertiges Paket ohne Planungsaufwand sucht, ist mit der Solarbank 3 E2700 Pro oder dem SolarFlow 2400 AC schneller am Ziel.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Wechselrichter, Batterie-Laderegler und Notstromquelle stecken in einem Gehäuse: kein zweiter Wechselrichter, kein separater Laderegler, eine Kabelstrecke weniger
- Der Notstrom-Ausgang liefert 1.200 VA dauerhaft und 1.800 VA für zehn Sekunden bei einer Umschaltzeit unter 10 ms, damit laufen Kühlgeräte, Router und Licht ohne Unterbrechung weiter
- Die Batterie ist frei wählbar: jeder 51,2-V-LiFePO4-Speicher mit CAN-Anbindung im Bereich 40 bis 60 V passt, statt Bindung an ein einziges Herstellersystem
- 2.400 W Ladeleistung über GaN-Technik füllen den Speicher auch aus dem Netz schnell, was bei dynamischen Stromtarifen die günstigen Stunden nutzbar macht
- Der MPPT-Bereich beginnt bei 12 V und liegt damit tiefer als bei jedem reinen Netz-Mikrowechselrichter dieser Klasse
- IP67-Gehäuse, lüfterlos und -40 bis +65 °C: die Außenmontage an der Balkonwand oder direkt am Modul ist vorgesehen
Das spricht dagegen
- Die Ausgangsleistung ist per App bis 1.200 VA freischaltbar: für das vereinfachte Steckersolar-Verfahren zählt die höchste wählbare Stufe, das Gerät fällt damit aus der Vereinfachung heraus, auch wenn es auf 800 VA steht
- Die Batterie liegt nicht bei und ist der größere Posten: zum Gerätepreis von rund 335 Euro kommen je nach Kapazität mehrere hundert bis über tausend Euro
- Mit 2 × 600 W Solareingang ist die Modulfläche auf 1.200 Wp begrenzt, deutlich weniger als bei Balkonspeichern mit vier MPPT-Kanälen
- Der maximale Wirkungsgrad liegt mit 96,2 % unter dem reiner Netz-Mikrowechselrichter, die zusätzlichen Wandlungsstufen für Laden und Entladen kosten Ertrag
- Die Schutzart wird uneinheitlich angegeben: das Datenblatt nennt IP67 fürs Gehäuse, die Herstellerübersicht IP65 fürs System
- Ohne passenden Speicher mit CAN-Schnittstelle bleibt die Kernfunktion ungenutzt, die Auswahl und Abstimmung der Batterie liegt beim Käufer
Häufige Fragen
Was macht den APsystems EZHI zum Hybrid-Wechselrichter?
Er vereint drei Funktionen in einem Gehäuse: Er wandelt Solarstrom für das Hausnetz, lädt und entlädt eine 51,2-V-Batterie über einen eigenen Anschluss und speist bei Netzausfall über einen getrennten Off-Grid-Ausgang ein. Ein normaler Mikrowechselrichter kann nur die erste Funktion, für Speicher und Notstrom braucht es dort zusätzliche Geräte.
Liegt beim APsystems EZHI eine Batterie bei?
Nein. Der EZHI ist der Wechselrichter, der Speicher wird separat gekauft. Passend ist jeder LiFePO4-Akku mit 51,2 V Nennspannung im Bereich 40 bis 60 V und CAN-Kommunikation. APsystems gibt Kompatibilität mit mehreren Batteriemarken an und unterstützt die Erweiterung um weitere Akkupakete sowie getrennt aufgestellte Batterien.
Darf ich den EZHI als Balkonkraftwerk betreiben?
Nur eingeschränkt. Ab Werk gibt er 800 VA ab und liegt damit im Rahmen, per App lässt er sich aber bis 1.200 VA freischalten. Für die Einordnung als Steckersolargerät zählt die höchste wählbare Leistung, nicht die eingestellte. Das Gerät fällt damit aus dem vereinfachten Verfahren nach Paragraf 8 Absatz 5a EEG heraus und braucht die reguläre Anmeldung.
Wie viel Solarleistung verträgt der APsystems EZHI?
Zwei MPPT-Kanäle mit je 600 W ergeben 1.200 Wp Modulleistung. Der MPPT-Bereich liegt bei 12 bis 48 V, die Startspannung bei 18 V, der maximale Eingangsstrom bei 17 A je Kanal und der Kurzschlussstrom bei 25 A. Damit passen zwei Module der 500- bis 600-Wp-Klasse, jeweils eines je Kanal.
Was leistet der Notstrom-Ausgang des EZHI?
Der Off-Grid-Anschluss gibt 1.200 VA dauerhaft ab und verkraftet 1.800 VA für zehn Sekunden. Die Umschaltzeit liegt unter 10 Millisekunden und erfüllt damit den USV-Standard, angeschlossene Geräte laufen ohne Unterbrechung weiter. Kühlschrank, Gefriertruhe, Router, Licht und Ladegeräte liegen zusammen meist unter 500 W. Wasserkocher, Föhn oder Herdplatte ziehen 1.800 bis 2.000 W und bleiben außen vor.
Wie schnell lädt der EZHI eine Batterie?
Die maximale Ladeleistung beträgt 2.400 VA, und sie steht sowohl aus den Solarmodulen als auch aus dem Netz zur Verfügung. Ein 2,5-kWh-Speicher ist damit rechnerisch in gut einer Stunde voll. Möglich macht das GaN-Technik in der Leistungsstufe. Praktisch begrenzt die Batterie selbst: Ihr maximaler Ladestrom entscheidet, wie viel davon ankommt.
Welchen Wirkungsgrad hat der APsystems EZHI?
APsystems nennt einen maximalen Wirkungsgrad von 96,2 Prozent. Das liegt unter reinen Netz-Mikrowechselrichtern, die 96,5 bis 97 Prozent erreichen. Der Grund ist die zusätzliche Wandlungsstufe für Laden und Entladen: Strom, der über die Batterie läuft, wird zweimal gewandelt, was jedes Mal einige Prozent kostet.
Kann ich den EZHI zu einem bestehenden Balkonkraftwerk dazustellen?
Ja. APsystems nennt die AC-Kopplung in einem Balkon-Mikrowechselrichtersystem ausdrücklich als Funktion. Der EZHI arbeitet dann mit dem vorhandenen Wechselrichter zusammen und übernimmt Speicherung und Notstrom. Rechtlich zählen beide Erzeuger hinter der Entnahmestelle zusammen, die Anmeldung muss die Gesamtleistung abbilden.
Wie groß und schwer ist der APsystems EZHI?
Das Datenblatt nennt 341 × 260 × 47 mm bei 7,1 kg, die Amazon-Listung führt 11 kg, was vermutlich das Versandgewicht mit Halterung und Zubehör ist. Für die Wandmontage gilt der Datenblattwert. Wandhalterung, Montagematerial, AC-Anschlusskabel und Off-Grid-Stecker liegen laut Händler bei.
Wie lange gibt APsystems Garantie auf den EZHI?
Standardmäßig zwölf Jahre. Die Konformität nennt APsystems mit EN 62109-1 und -2, EN 62477-1, EN 62920, EN IEC 61000-6-1 bis -6-4 sowie VDE-AR-N 4105. Der Betriebsbereich reicht von -40 bis +65 °C, gekühlt wird passiv ohne Lüfter.