Mikrowechselrichter · Growatt

Growatt NEO 800M-X (Mikrowechselrichter)

  • Zwei unabhängige MPP-Tracker für zwei Module mit eigener Ausrichtung
  • 18 A Eingangsstrom je Kanal, mehr als die verbreiteten 13 bis 14 A
  • 97,3 % Spitzenwirkungsgrad, der höchste Wert der 800-VA-Klasse
  • WLAN im Gehäuse und 0,03 W Eigenverbrauch in der Nacht
  • NA-Schutz nach VDE-AR-N 4105, IP67 und Anschluss per Schuko

Preise: Stand 05.10.2026, Amazon 04:10 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der solarkasten.de-Redaktion · Veröffentlicht am 12. September 2026

Growatt NEO 800M-X

Technische Daten

Modellcode NEO 800M-X
Serie NEO M-X (600 / 800 / 1000 W)
Anzahl MPP-Tracker 2 (unabhängig)
Eingänge je MPPT 1
Empfohlene Modulleistung 320 bis 540+ Wp je Eingang
MPPT-Spannungsbereich 28–60 V
Startspannung 16 V laut Datenblatt
Max. Eingangsspannung 60 V
Max. Eingangsstrom 2 × 18 A (36 A gesamt); ältere Datenblattfassung nennt 16 A
Max. Eingangskurzschlussstrom 2 × 20 A
Nennausgangsleistung 800 W, per App auf 600 W drosselbar
Nennausgangsstrom 3,48 A
Nennspannung / Bereich 230 V / 180–253 V
Nennfrequenz / Bereich 50 Hz / 45–55 Hz
Max. Wirkungsgrad 97,3 %
MPPT-Wirkungsgrad 99,5 %
Klirrfaktor (THD) unter 3 %
Eigenverbrauch nachts 0,03 W
Kommunikation WLAN 2,4 GHz integriert
Überwachung ShinePhone App, Monitoring je Modul
DC-Anschluss MC4-kompatibel
AC-Anschluss Schuko-Kabel je Listung im Lieferumfang oder separat
Netz- und Anlagenschutz nach VDE-AR-N 4105 integriert
Schutzart IP67 (Außenbereich)
Kühlung natürliche Konvektion, ohne Lüfter
Betriebstemperatur -40 bis +65 °C
Maße (B × H × T) 260 × 220 × 43 mm
Gewicht 3,1 kg
Garantie 10 Jahre
Preis rund 88 € bei Amazon, rund 99 € mit 5-m-Kabel

Zwei unabhängige MPP-Tracker, WLAN im Gehäuse und 18 Ampere Eingangsstrom je Kanal für rund 88 Euro: Der NEO 800M-X ist Growatts Antwort auf die 800-VA-Klasse und bringt die größte Stromreserve mit, die unter 100 Euro zu haben ist. Grundlage dieser Einordnung sind das Growatt-Datenblatt, die Händler-Listungen und der Vergleich mit den bereits eingeordneten Mikrowechselrichtern dieser Klasse.

Die NEO-M-X-Serie und ihr Platz im Markt

Growatt führt den NEO in drei Leistungsstufen mit 600, 800 und 1.000 Watt Ausgangsleistung. Bauform, MPPT-Auslegung und Ausstattung sind dabei gleich, es unterscheidet sich allein die Abgabeleistung. Für Deutschland ist die 800-Watt-Variante die relevante, weil das vereinfachte Verfahren für Steckersolargeräte bei 800 VA Einspeiseleistung endet.

Innerhalb der Marke ist der NEO 800M-X das Bindeglied zum Speicher. Growatt verkauft ihn zusammen mit dem NOAH 2000 als Balkonsystem, in dem der Speicher die Einspeiseleistung des Wechselrichters mitsteuert. Wer den Speicher später nachrüsten will, hat mit dem NEO 800M-X schon die passende Basis im Haus.

18 Ampere: der Wert, der diese Rezension trägt

Die meisten 800-VA-Mikrowechselrichter nehmen 13 bis 14 Ampere je Eingang auf. Der Deye SUN-M80G4 liegt bei 13 A, der Hoymiles HiFlow 800 Pro bei 14 A, und nur der APsystems EZ1-M hält mit 20 A den Spitzenwert. Der NEO 800M-X steht mit 18 A je Kanal unmittelbar dahinter, das Datenblatt weist zusätzlich 36 A als Summe beider Eingänge aus. Der EZ1-M kostet dabei rund 118 Euro und liegt damit 30 Euro höher.

Dieser Wert entscheidet darüber, ob moderne Module ihre Spitzenleistung tatsächlich abgeben. Aktuelle 500-Wp-Module liegen beim Kurzschlussstrom zwischen 14,2 und 15,0 A. Das JA Solar JAM60D41-500 erreicht 14,42 A, das SunPro 480 Wp BC sogar 14,98 A. An einem 14-A-Gerät regelt der Wechselrichter an Spitzentagen ab, am NEO 800M-X bleibt Reserve.

Eine Einschränkung gehört dazu: Die Angabe ist im Datenblatt nicht einheitlich. Ältere Fassungen und einzelne Händler nennen 16 A je Eingang, die aktuellen Unterlagen 18 A. Selbst der untere Wert liegt noch über dem Klassenschnitt.

Die 28-Volt-Untergrenze und was sie kostet

Der MPPT-Spannungsbereich beginnt bei 28 V und reicht bis 60 V. Genau hier liegt die Schwäche des Geräts. Der Zendure SolarFlow 800 regelt ab 14 V, die Hoymiles-HiFlow-Serie ab 16 V, der Deye SUN-M80G4 ab 25 V. Diese Geräte arbeiten also noch, wenn am NEO nichts passiert. Der APsystems EZ1-M teilt die 28-Volt-Grenze mit dem Growatt, ein Alleinstellungsmerkmal ist sie damit nicht.

Der Effekt bleibt überschaubar, weil ein 500-Wp-Modul im Betrieb bei 36 bis 37 V MPP-Spannung liegt und die 28 V schon bei schwacher Einstrahlung überschreitet. Spürbar wird die Grenze in der Dämmerung, bei dichter Wolkendecke und im Winter bei flachem Lichteinfall. Über das Jahr summiert sich das auf einen niedrigen einstelligen Prozentbereich, wie der Ratgeber Photovoltaik im Winter für die Randstunden zeigt.

Zusätzlich steht im selben Datenblatt eine Startspannung von 16 V. Beide Werte passen nicht zusammen, und Growatt löst den Widerspruch in den Unterlagen nicht auf. Im Zweifel gilt die engere Angabe, also das Fenster ab 28 V.

Zwei Tracker, zwei Module, und was ein Y-Kabel daraus macht

Jeder der beiden MPP-Tracker bedient einen Eingang mit einem Modul. Der Nutzen zeigt sich, sobald die beiden Module unterschiedlich stehen: eines nach Osten und eines nach Süden, oder eines vormittags im Schatten des Nachbargebäudes. Jeder Kanal sucht dann seinen eigenen Arbeitspunkt. Wie stark Verschattung durchschlägt, rechnet der Ratgeber Balkonkraftwerk im Schatten vor.

Händler bewerben zusätzlich den Betrieb von vier Modulen über Y-Kabel, mit zwei parallel geschalteten Modulen je Eingang. Elektrisch geht das auf, weil die Spannung dabei gleich bleibt und nur der Strom sich addiert. Genau dort liegt aber die Grenze: Zwei Module mit je 13,5 A MPP-Strom kommen auf 27 A und damit klar über die 18 A des Kanals.

Sinnvoll bleibt die Parallelschaltung deshalb in zwei Fällen. Bei kleinen Modulen mit 200 bis 250 Wp bleibt der Summenstrom im Rahmen. Und bei einer Ost-West-Fläche liefern die beiden parallelen Module nie gleichzeitig ihr Maximum, der Strom bleibt also unter der Summe der Einzelwerte. Die Details zur Verschaltung stehen im Ratgeber Wechselrichter parallel schalten.

97,3 Prozent und 0,03 Watt: die Effizienzwerte im Kontext

Der Spitzenwirkungsgrad von 97,3 Prozent ist der höchste Wert in dieser Preisklasse, der MPPT-Anpassungswirkungsgrad liegt bei 99,5 Prozent. Bei 800 VA Abgabe gehen damit rund 22 Watt als Wärme verloren, die das Aluminiumgehäuse ohne Lüfter abgibt.

Interessanter ist der zweite Wert. Mit 0,03 Watt Eigenverbrauch in der Nacht zieht das Gerät über ein Jahr gerechnet rund 0,1 Kilowattstunden aus dem Netz, also unter vier Cent. Geräte älterer Bauart lagen hier bei 0,5 bis 1 Watt und damit bei mehreren Kilowattstunden im Jahr. Wer prüfen will, was die eigene Anlage unterm Strich einspielt, findet die Rechnung im Ratgeber Wie viel spart ein Balkonkraftwerk.

Der Klirrfaktor unter 3 Prozent und der integrierte Netz- und Anlagenschutz nach VDE-AR-N 4105 runden das Bild. Letzterer ist die Voraussetzung dafür, dass die Anlage am Haushaltsstromkreis betrieben werden darf, ohne dass ein Elektrofachbetrieb den Anschluss übernimmt. Bis 960 Wp Modulleistung genügt der Schuko-Stecker, darüber verlangt die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 eine Energiesteckvorrichtung. Welche Variante wann greift, klärt der Ratgeber Schuko oder Wieland.

Die Software ist die Schwachstelle

WLAN im 2,4-GHz-Band steckt im Gehäuse, ein Stick wie bei der Hoymiles-HMS-Reihe entfällt. Die Überwachung läuft über die ShinePhone App, die Erträge, aktuelle Leistung und Werte je Modul anzeigt und Firmware-Updates einspielt.

Die Einrichtung gilt in Erfahrungsberichten als der sperrigste Teil des Pakets. Die App führt durch mehrere Menüebenen, die Benennungen sind an Growatts Großanlagen-Portfolio angelehnt, und die Verbindung zum Heimnetz braucht mitunter mehrere Versuche. Läuft die Anlage, tritt das in den Hintergrund.

Bleibt ein struktureller Punkt: Eine offen dokumentierte lokale Schnittstelle veröffentlicht Growatt nicht. Die Daten laufen über die Herstellercloud, und Drittsysteme greifen über inoffizielle Wege zu. Wer seine Anlage herstellerunabhängig betreiben möchte, findet die Optionen im Ratgeber Wechselrichter ohne Cloud.

Die Kabelfrage entscheidet über den echten Preis

Rund 88 Euro klingen nach einem klaren Preisvorteil, und das sind sie auch. Nur umfasst diese Listung den Wechselrichter allein. Das AC-Kabel mit Schuko-Stecker wird separat gekauft, im Handel sind für fünf Meter 15 bis 25 Euro üblich.

Eine zweite Amazon-Listung desselben Geräts liegt bei rund 99 Euro und bringt das 5-Meter-Kabel mit. Rechnerisch ist das der günstigere Weg, sofern noch kein passendes Kabel vorhanden ist. Beide Varianten sind in dieser Rezension als Kaufoption hinterlegt.

Beim Blick nach unten wird es eng. Der Deye SUN-M80G4 kostet rund 64 Euro, hat ebenfalls zwei MPP-Tracker und WLAN im Gehäuse und gibt 15 Jahre Garantie, also fünf Jahre mehr als Growatt. Sein Eingangsstrom endet bei 13 Ampere. Die Rechnung lautet damit: rund 24 Euro Aufpreis für 5 Ampere mehr Reserve je Kanal und 0,8 Prozentpunkte mehr Wirkungsgrad, bezahlt mit fünf Jahren kürzerer Garantie.

Montage und Außenbetrieb

Mit 260 × 220 × 43 mm und 3,1 kg passt der NEO 800M-X hinter jedes Standardmodul und lässt sich am Rahmen verschrauben. Die Schutzart IP67 erlaubt die Montage im Freien ohne zusätzliche Abdeckung.

Der Betriebsbereich von -40 bis +65 °C deckt jedes deutsche Wetter ab. Wichtig bleibt eine hinterlüftete Position: Liegt das Gehäuse in der prallen Sonne auf einer dunklen Fläche, steigt die Innentemperatur, und das Gerät senkt die Leistung. Was dabei genau passiert, beschreibt der Ratgeber Wechselrichter zu heiß.

Für wen sich der NEO 800M-X lohnt

Passend ist er für die klassische Zwei-Modul-Anlage am Balkon, an der Wand oder auf dem Flachdach, bei der zwei große Module mit hohem Strom zum Einsatz kommen. Dort spielt er seine 18 Ampere aus, liefert zwei getrennte Tracker und verlangt dafür 30 Euro weniger als das einzige Gerät mit noch mehr Stromreserve.

Passend ist er außerdem für alle, die später einen Speicher nachrüsten wollen und beim Growatt-System bleiben möchten. Weniger passend ist er für Nordbalkone und dauerhaft verschattete Flächen, wo ein Regelbeginn ab 14 oder 16 V mehr aus den Randstunden holt. Und wer seine Anlage ohne Herstellercloud betreiben will, findet bei anderen Marken die offeneren Wege.

Alternativen im Vergleich

ModellLeistungEingangsstromRegelbeginnWirkungsgradGarantiePreis
Growatt NEO 800M-X800 W2 × 18 Aab 28 V97,3 %10 Jahreca. 88 €
Deye SUN-M80G4-EU-Q0800 W2 × 13 Aab 25 V96,5 %15 Jahreca. 64 €
Hoymiles HiFlow 800 Pro800 VA2 × 14 Aab 16 V96,7 %12 Jahreca. 106 €
APsystems EZ1-M 800W799 VA2 × 20 Aab 28 V96,7 %12 Jahreca. 118 €
Zendure SolarFlow 800800 W2 × 18 Aab 14 V96 %10 Jahreca. 179 €

Fazit

Der NEO 800M-X besetzt eine klare Position in der 800-VA-Klasse: die größte Stromreserve unter 100 Euro. 18 Ampere je Kanal, 97,3 Prozent Spitzenwirkungsgrad, 0,03 Watt Nachtverbrauch und IP67 für rund 88 Euro ergeben das passende Gerät für zwei große bifaziale Module, an denen 13- und 14-Ampere-Wechselrichter an Spitzentagen abregeln. Die 20 Ampere des APsystems EZ1-M kosten 30 Euro mehr.

Drei Punkte gehören in die Entscheidung. Die Garantie von 10 Jahren ist die kürzeste im Feld, der Deye SUN-M80G4 gibt 15 Jahre bei rund 24 Euro niedrigerem Preis. Der Regelbeginn ab 28 Volt liegt höher als bei Zendure und Hoymiles, was auf schattigen Flächen Ertrag in den Randstunden kostet. Und die ShinePhone App bleibt der schwächste Teil des Pakets, mit hakeliger Einrichtung und Bindung an die Growatt-Cloud. Wer zwei stromstarke Module betreibt und später einen Speicher plant, trifft mit dem NEO 800M-X trotzdem die sauberste Wahl seiner Preisklasse. Passende Module dazu stehen in der Rezension zum JA Solar JAM60D41-500.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • 18 A Eingangsstrom je Kanal nehmen auch Module mit über 14 A Kurzschlussstrom ohne Abregeln auf, günstigere Geräte der Klasse liegen bei 13 A
  • 97,3 % Spitzenwirkungsgrad und 99,5 % MPPT-Wirkungsgrad sind die höchsten Werte der 800-VA-Klasse
  • 0,03 W Eigenverbrauch in der Nacht entsprechen rund 0,1 kWh im Jahr, ältere Bauarten zogen das Zehnfache
  • WLAN sitzt im Gehäuse, die separate Datenübertragungseinheit samt belegter Steckdose entfällt
  • Der NA-Schutz nach VDE-AR-N 4105 ist integriert, der Anschluss läuft über die Steckdose ohne Elektrofachbetrieb
  • IP67 und lüfterloser Aufbau ohne Verschleißteil, Betrieb von -40 bis +65 °C
  • Zwei Module pro Eingang lassen sich per Y-Kabel parallel schalten, damit sind vier Module an einem Gerät möglich

Das spricht dagegen

  • 10 Jahre Garantie sind der kürzeste Zeitraum im Vergleichsfeld: Deye gibt 15 Jahre, APsystems und Hoymiles je 12
  • Der MPPT-Bereich beginnt erst bei 28 V, während der Zendure SolarFlow 800 ab 14 V und die Hoymiles-HiFlow-Serie ab 16 V regeln
  • Das Datenblatt widerspricht sich selbst: 16 V Startspannung passen nicht zum MPPT-Fenster ab 28 V
  • Die günstigste Amazon-Listung für rund 88 Euro kommt ohne AC-Kabel, das Schuko-Kabel kostet rund 11 Euro Aufpreis
  • Die ShinePhone App gilt als sperrig in der Einrichtung und bindet die Anlage an die Growatt-Cloud
  • Eine offen dokumentierte lokale Schnittstelle für eigene Systeme veröffentlicht Growatt nicht, der APsystems EZ1-M hat eine
  • 60 V maximale Eingangsspannung schließen die Reihenschaltung zweier Module an einem Kanal aus

Bewertung im Detail

Preis-Leistung 4,5
Ertrag & MPPT 4,5
Modul-Kompatibilität 4,5
Monitoring & Software 3,5
Verarbeitung & Garantie 4,0

Gesamtwertung: 4,2 / 5

Häufige Fragen

Darf ich den Growatt NEO 800M-X ohne Elektriker anschließen?

Ja. Der Netz- und Anlagenschutz nach VDE-AR-N 4105 ist im Gerät verbaut, damit erfüllt es die Voraussetzung für den Betrieb am Haushaltsstromkreis. Bis 960 Wp Modulleistung genügt der Schuko-Stecker, darüber verlangt die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 eine Energiesteckvorrichtung und einen Fachbetrieb. Die Anmeldung im Marktstammdatenregister bleibt in jedem Fall deine Aufgabe.

Wie viel Modulleistung darf ich an den NEO 800M-X hängen?

Growatt empfiehlt 320 bis 540+ Wp je Eingang, technisch sind damit rund 1.080 Wp über beide Kanäle abgedeckt. Die harten Grenzen sind 60 V Eingangsspannung und 18 A Strom je Kanal. Zwei Module mit 500 Wp ergeben 1.000 Wp und eine Überbelegung von 25 Prozent gegenüber den 800 VA, was über das Jahr gerechnet sinnvoll ist. Rechtlich gilt für das klassische Steckersolargerät weiterhin die Grenze von 2.000 Wp.

Kann ich vier Module an einen NEO 800M-X anschließen?

Technisch ja, über Y-Kabel werden je Eingang zwei Module parallel geschaltet. Der Strom addiert sich dabei, zwei Module mit je 13,5 A MPP-Strom liegen bei 27 A und damit über den 18 A des Kanals. Das Gerät regelt dann ab, die Spitzenleistung geht verloren. Sinnvoll ist die Parallelschaltung bei kleinen Modulen oder bei Ost-West-Flächen, die ohnehin nie gleichzeitig ihr Maximum liefern.

Was bedeutet der MPPT-Bereich ab 28 Volt für den Ertrag?

Unterhalb von 28 V arbeitet der Regler nicht im geführten Betrieb. Ein Modul mit 36 bis 37 V MPP-Spannung erreicht diesen Wert schon bei geringer Einstrahlung, insofern ist der Einfluss klein. Spürbar wird er in der Dämmerung und bei dichter Bewölkung, wo Geräte mit einem Fenster ab 14 bis 16 V noch einige Watt liefern. Über das Jahr liegt der Unterschied im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Brauche ich eine DTU oder ein Gateway?

Nein. WLAN im 2,4-GHz-Band ist im Gehäuse verbaut, das Gerät verbindet sich direkt mit dem Heimnetz und meldet sich in der ShinePhone App an. Damit entfällt der Stick, den die Hoymiles-HMS-Reihe braucht, samt Steckdose in Funkreichweite. Die Einrichtung läuft über die App und gilt als der schwächste Teil des Pakets.

Lässt sich der NEO 800M-X auf 600 Watt drosseln?

Ja, die Ausgangsleistung ist per App von 800 auf 600 W einstellbar. Praktisch wird das dort gebraucht, wo ein Netzbetreiber noch auf dem älteren Grenzwert besteht oder wo eine zweite Erzeugungsanlage am selben Zähler hängt. Für die Einstufung im vereinfachten Verfahren zählt allerdings die höchste wählbare Stufe, hier also die 800 W.

Passt der NEO 800M-X zum Growatt NOAH 2000?

Ja, beide Geräte sind als System gedacht. Der Speicher sitzt zwischen Modulen und Wechselrichter und steuert dessen Einspeiseleistung mit. Nulleinspeisung und Firmware-Updates laufen dann aus einer Hand über die Growatt-App. Mit Wechselrichtern anderer Hersteller arbeitet der NOAH 2000 eingeschränkter.

Ist das 5-Meter-Kabel im Lieferumfang?

Das hängt an der Listung. Die günstigste Amazon-Variante für rund 88 Euro enthält den Wechselrichter ohne AC-Kabel, eine zweite Listung liefert ihn für rund 99 Euro mit 5-m-Schuko-Kabel. Wer noch kein passendes Kabel hat, fährt mit der zweiten Variante günstiger als beim separaten Zukauf.

Wie unterscheidet sich der NEO 800M-X vom NEO 600M-X und NEO 1000M-X?

Die Serie hat drei Leistungsstufen mit 600, 800 und 1.000 W Ausgangsleistung bei ansonsten gleicher Bauform und Ausstattung. In Deutschland ist die 800-W-Variante die relevante, weil das vereinfachte Verfahren für Steckersolargeräte bei 800 VA Einspeiseleistung endet. Die 1.000-W-Version fällt aus diesem Rahmen heraus.

Wie laut ist der Wechselrichter?

Er kühlt über natürliche Konvektion und hat keinen Lüfter, ein Lüftergeräusch gibt es also nicht. Unter Last kann ein leises Sirren der Drosseln hörbar werden. Bei der üblichen Montage hinter dem Modul im Freien spielt das keine Rolle, an einer Innenwand im Schlafzimmer wäre es ein Thema.

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